Potsdam übernimmt Tabellenführung

Von am 9. Oktober 2011 – 17.13 Uhr 76 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat nach dem sechsten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga die Tabellenführung übernommen. Die Potsdamerinnen toppten den 5:0-Erfolg des 1. FFC Frankfurt vom Samstag und deklassierten den FF USV Jena mit dem bislang höchsten Saisonsieg.

Mit 7:0 (5:0) gewann Potsdam bei den abstiegsbedrohten Jenaerinnen und liegt aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem 1. FFC Frankfurt auf dem ersten Rang. Die Partie in Jena hatte der Deutsche Meister von Beginn an im Griff.

Anonma gewohnt treffsicher
Die Potsdamerinnen bestimmten vor 1.010 Zuschauern die Partie und hatten die größeren Spielanteile. Doch da die Gastgeberinnen engagiert und mit viel Kampfgeist dagegen setzten, dauerte es bis zur 25. Minute, ehe die Brandenburgerinnen den Torreigen eröffneten. Nach Zuspiel von Viola Odebrecht köpfte Weltmeisterin Yuki Nagasato ins lange Eck. Bis zur Pause erhöhten Genoveva Anonma (33./37.), Nagasato (35.) und Anja Mittag (39.) auf 5:0 für die Gäste.

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Yuki Nagasato

Als Vorbereiterin und Torschützin erfolgreich: Yuki Nagasto © Holger Peterlein / girlsplay.de

Erneut zeigte sich Anonma als treffsicherste Potsdamerin; kurz nach dem Seitenwechsel (48.) traf sie nach Zuspiel von Nagasato zum 6:0. Im Anschluss nahmen die Gäste ein wenig Tempo aus der Partie, Jena fand dennoch keine Mittel. Stattdessen wechselte Turbine-Trainer Bernd Schröder mit Ausnahme von Babett Peter seine Abwehrreihe aus und brachte Isabel Kerschowski und Antonia Göransson. Der Schachzug machte sich bezahlt, das Spiel wurde belebt, und Göransson setzte mit einem Flachschuss (73.) den Schlusspunkt zum 7:0.

Vier Tore von Pohlers
Der zweithöchste Sieg am Sonntag gelang dem VfL Wolfsburg mit einem 5:1 (2:1)-Erfolg gegen den 1. FC Lok Leipzig. Die Leipzigerinnen bestritten beim VfL ihr erstes Spiel nach der Entlassung von Trainerin Claudia von Lanken, gerieten aber schon früh in Rückstand. Conny Pohlers traf in der 14. Minute zum 1:0 für den VfL, Martina Müller erhöhte nach 27 Minuten zum 2:0. Leipzig kam durch Anne Heller (37.) zum Anschlusstreffer, doch Conny Pohlers besiegelte mit einem lupenreinen Hattrick den VfL-Sieg. Die Torschützenkönigin der vergangenen Saison schraubte das Ergebnis mit ihren Treffern in der 55., 77. und 90. Minute auf den 5:1-Endstand.

FC Bayern gewinnt Bad Neuenahr
Der SC 07 Bad Neuenahr blieb auch im sechsten Spiel ohne Sieg. Auf eigenem Platz mussten sich die Kurstädterinnen dem FC Bayern München mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Katharina Baunach in der 43. Minute. Der SC liegt weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, der FCB kletterte auf Rang sechs.

Freiburg verspielt 2:0-Führung
Dabei profitierten die Münchnerinnen von der 2:3 (2:1)-Heimniederlage des SC Freiburg gegen den Hamburger SV. Der SC begann stark und bot Fußball, der „so ziemlich das Beste war, was wir in dieser Saison bisher gezeigt haben“, so Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic. Zunächst erzielte Essi Sainio nach Zuspiel von Isabelle Meyer in der 11. Minute das 1:0, ein Eigentor von Frederike Engel (32.) brachte die Breisgauerinnen mit 2:0 in Führung. Doch kurz vor dem Seitenwechsel traf Aferdita Kameraj (44.) zum Hamburger Anschlusstreffer. Ein verwandelter Foulelfmeter von Silva Lone Saländer (60.) brachte den HSV zurück ins Spiel, nur acht Minuten später gelang Kameraj der Siegtreffer für Hamburg. In der Nachspielzeit sah HSV-Verteidigerin Carolin Simon nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Duisburg rutscht auf Rang drei
Der FCR 2001 Duisburg kam in der Samstagspartie bei der SG Essen-Schönebeck nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. „Mehr als diesen Punkt haben wir auch nicht verdient“, analysierte FCR-Trainer nach dem Revierderby. Durch das Unentschieden des FCR in Essen ist aus dem Spitzentrio der Liga ein Duo geworden, denn neben dem 1. FFC Turbine Potsdam bleibt auch der 1. FFC Frankfurt nach dem sechsten Spieltag weiter verlustpunktfrei. Den Frankfurterinnen gelang am Samstag ein 5:0 (2:0)-Auswärtserfolg gegen Bayer 04 Leverkusen.

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76 Kommentare »

  • Postel sagt:

    Trauriges Ende eines eines doch wunderschönen Herbsttages im Jenaer Paradies. Jena lässt sich in der ersten Halbzeit innerhalb von 15 min.abschießen. Das war garnichts heute. Ansonsten blieben sie auch erschreckend Harmlos. Im Abstiegkampf aber vorallen gegen ein internationales Topteam hab ich mit einem etwas anderen Zweikampfverhalten gerechnet. Richtig freude hatten jedenfalls die zahlreichen und wie gewohnt lauten Turbine Fans. Die sich natürlich nach Spielende für die vielen Geschenke bedankten die die Jenaerinen ihrer Mannschaft am heutigen Tag gemacht hatten. Bleibt zu hoffen das sich Jena wieder aufrichtet. Das war heute nicht die Jenaer Mannschaft die ich aus den letzten Spielen kenne.

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  • waiiy sagt:

    Leider kann ich das Spiel nur auf Grundlage des Livetickers beurteilen. Aber da sind mir schon einige Dinge aufgefallen:

    1. Dass Naeher im Tor statt, finde ich schon bemerkenswert. Entweder war das Comeback von Berger am Mittwoch doch noch zu früh. Oder Schröder fand das Spiel heute wichtiger. Da kann man jetzt herrlich spekulieren.

    2. Kemme wird heute ausgewechselt, obwohl sie Mittwoch (unter ähnlichen Bedingungen, was das Ergebnis angeht) 90 Minuten durchgespielt hat.

    3. Anonma und Nagasato haben weiter Spaß am Toreschießen und Anja lässt sich da nicht lumpen und schießt zur Zeit fast in jedem Spiel auch ihr Tor.

    4. Kritik kann es, wenn überhaupt, nur eine geben: Wenn es nach 45 Minuten 0:5 steht, kann man ruhig auch wieder de Ridder bringen, damit auch mit ihr weiter die Feinabstimmung geübt wird. Es wird die Zeit kommen, dass sie einspringen muss, weil von den (zu Recht) 4 vor ihr stehenden Stürmerinnen 2 fehlen.

    5. Göransson hat einfach mehr Zug zum Tor als Cramer (bei sonst ähnlichen Leistungen). Cramer sollte den Respekt vor der 1. Liga ablegen und öfter mal abziehen. Sie kann doch präzise schießen mit links.

    Insgesamt tat mir Jena gerade in der Phase ein wenig leid, als sie die ersten 5 Gegentore in 15 Minuten bekommen haben. Das ist wirklich bitter.

    Aber alles in allem kann man sich als Turbine-Fan echt nicht beschweren. Wann war das Torverhältnis mal dem von Frankfurt gleich?

    Schöner Sonntag!

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    Jena wird wohl in diesem Jahr keine Chance haben. Sie scheinen den Abgang von Anonma nicht verkraftet zu haben. Jetzt gilt es, eine Einheit zu werden und mehr als Mannschaft denn als Einzelspieler zu agieren.

    Trainer und Kapitän sind jetzt besonders gefragt, die Spielerinnen aufzurichten und den Kampf anzunehmen!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nun, Postel, für die sog. Abstiegskandidaten ist es nunmal wichtiger, gegen die vermeintlichen Konkurrenten um diese Plätze zu punkten und das möglichst 2x!
    Die Teams aus den oberen Regionen sind i.d.R. kaum zu überrumpeln. Mich würde es von daher nicht wundern, wenn ein Trainer seine Mannschaft diesbezüglich einstellt, ein Abschlachten vermeiden will, aber diese Rechnung nicht immer aufgeht.

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  • Marcel sagt:

    Auf der MDR-Seite gibts ne kleine Zusammenfassung vom Spiel
    Jena- Turbine:

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  • Detlef sagt:

    @Waiiy;
    1. ich glaube auch, daß KABAs Rückkehr am Mittwoch noch etwas zu früh war, und sie noch Schonung braucht!!!

    2. Schröder hat TUBBY wahrscheinlich vom Platz genommen, damit auch sie noch geschont werden, und damit das Angriffsspiel noch verstärkt werden konnte!!!
    Da der USV kaum Gefahr generierte, war diese Maßnahme sicher OK!!!

    3. Das Zusammenspiel funktioniert immer besser da vorne!!!
    Heute war auch die Verwertung der Chancen endlich mal sehr ordentlich!!!

    4. CHANTI kam ja in der 75. Minute, und bekam so wieder „Bewährungszeit“!!!
    Ihr Rückstand zum Sturm-Quartett ist aber immer noch klar ersichtlich!!!
    Schröder sollte aber auch NATASCHA mal die gleichen „Bewährungsmöglichkeiten“ wie CHANTI einräumen!!!
    Ich denke daß die Mazedonierin ebenfalls noch vor der Holländerin kommt!!!
    Außerdem klopfen mittlerweile einige Stürmerinnen aus der Zweiten ganz laut an die Tür der Ersten!!!

    5. TONI machte heute wieder ein prima Spiel!!!
    Sie zeigte heute sogar, daß sie auch nach hinten arbeiten kann!!!
    Auf ihre weitere Entwicklung darf man sehr gespannt sein!!!
    JENNY CRAMER machte auch ein gutes Spiel!!!
    Ihre Versetzung auf den linken Flügel belebte erneut das Angriffsspiel der TURBINEN!!!

    Jena kann sich von unserem Mitleid nix kaufen!!!
    Sie mußten heute abermals erkennen, daß vergangene Leistungen ebend vergangen sind, und man sie immer wieder aufs Neue bestätigen muß!!!
    Ihre Hauptkonkurrenten heißen sicherlich nicht Potsdam, Duisburg oder Frankfurt!!!
    Gegen Leverkusen, Leipzig, Bad Neuenahr, München und den HSV müssen sie gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: 100% Zustimmung in allem! Es gäbe vielleicht nur noch zwei kleine Anmerkungen:

    Zu 2.: Ich glaube, da ist es müßig drüber zu spekulieren. Vielleicht gab es auch einfach eine interne Absprache zwischen Kemme und Schröder, ich denke, sie wird ihm gesagt haben, wie es ihr geht und wie sie sich fühlt!

    Zu 4.: Andonova wird ihre Spielpraxis bekommen. Du musst sehen, sie ist 17!!! Sie könnte noch in der Jugend spielen!
    Wenn du da vorne so hervorragende Alternativen hast, dann lässt du den anderen mehr Zeit. Es ist für Potsdam denke ich auch wichtiger, dass Chantal jetzt nicht in ihrer Entwicklung stehen bleibt, sondern sie jetzt einen Schub bekommt, bei Natasa besteht die Gefahr denk ich weniger!

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  • FFFan sagt:

    Punktlandung von Turbine Potsdam! Der Deutsche Meister erzielte gerade so viele Tore wie notwendig waren, um die Tabellenführung zu übernehmen. Die Torquote von Anonma ist schon fast unheimlich. Hochgerechnet auf 22 Spieltage ergäbe das 40 Tore…
    Interessant ist, wie Schröder gewechselt hat: zwei Abwehrspielerinnen raus, dafür zwei offensive Mittelfeldspielerinnen rein. Ich vermute mal, dass dafür Zietz und Cramer auf die Verteidigerpositionen zurückgegangen sind. Kann jemand, der vor Ort war, das bestätigen?

    Frankfurt weiter ohne Gegentor! Der 1.FFC Frankfurt kommt allmählich in Fahrt! Bei dem ungefährdeten Auswärtserfolg in Leverkusen siegten die Hessinnen bereits zum sechsten Mal „zu null“. Sollte ihnen das am nächsten Sonntag gegen Bayern München (live bei DFB-TV 🙂 ) erneut gelingen, wäre dies neuer Rekord. Die bisherige Bestmarke hält der FFC selbst mit 629 gegentorlosen Spielminuten (vom Saisonstart gerechnet) aus der Spielzeit 2000/01. Auch der SC 07 Bad Neuenahr blieb 2009/10 in den ersten sechs Spielen ohne Gegentor.
    Der Spielplan meint es diesmal ohnehin gut mit dem Deutschen Pokalsieger, weil er ein langsames „Einrollen“ ermöglicht. Jetzt folgen mit München und Freiburg noch zwei ‚mittelstarke‘ Gegner, bevor es am 13.November am Brentanobad zum ‚Showdown‘ gegen den Erzrivalen aus Brandenburg kommt.

    Machen diese beiden Vereine die Meisterschaft bzw. die CL-Plätze unter sich aus oder kann ihnen noch ein Dritter in die Suppe spucken? Die besten Karten dafür schien der FCR Duisburg zu haben, doch seit dem enttäuschenden Auftritt am Stoppenberger „Hallo“ ist dies sehr fraglich. Nicht wegen der zwei verlorenen Punkte, sondern wegen der dabei offenbarten spielerischen Mängel, die sich durch alle Mannschaftsteile ziehen. Die nächsten Spiele gegen Jena und Bad Neuenahr geben der Mannschaft von Marco Ketelaer jedoch Gelegenheit, wieder Tritt zu fassen.

    Pohlers-Festspiele in Wolfsburg! Wie von mir vorhergesagt, hatte der VfL Wolfsburg keine Mühe mit dem Aufsteiger aus Leipzig. Dabei gelang Conny Pohlers, letzte Saison bereits Torschützenkönigin, der erste „Viererpack“ einer Spielerin in dieser Bundesligasaison – FFFan gratuliert! 🙂
    Die ‚Wölfinnen‘ sind also wieder in der Spur, nachdem das vor der Saison ob diverser hochkarätiger Verstärkungen (darunter die erwähnte Pohlers) als Geheimfavorit gehandelte Team aus der Autostadt nach den vorangegangenen Niederlagen erkennen musste, dass die Bäume noch nicht in den Himmel wachsen.

    Auch wenn sie Platz 4 räumen musste, bleibt die SG Essen-Schönebeck das Überraschungsteam der Liga, gelang ihr doch als erster ein Punktgewinn gegen einen der drei „Großen“. Die Mannschaft um Kapitänin Melanie Hoffmann und Ex-Nationaltorhüterin Uschi Holl ist fußballerisch zwar nicht auf dem Niveau von Duisburg oder auch Wolfsburg, überzeugt aber durch Teamgeist und eine clevere (Defensiv-)Taktik. Wenn dann noch das ‚Quäntchen Glück‘ dazukommt, ist einiges möglich.

    Bayern setzt auf Routiniers! Bedingt durch einige Ausfälle von Stammspielerinnen überraschte Trainer Thomas Wörle mit den aus der 2.Mannschaft hochgeholten Bianca Eder (30) und Sandra de Pol (36); die beiden ‚Oldies‘ sollten die Abwehr stabilisieren, was ihnen offenbar auch gelang. Resultat: null Gegentore, drei Punkte und jede Menge zufriedene Gesichter. 🙂

    Ist der Höhenflug des SC Freiburg schon wieder beendet? Leider scheint es so. Das 2-3 gegen den HSV war bereits die zweite Heimniederlage in Folge, und das vor einer enttäuschenden Kulisse von nur 272 Zuschauern (komisch, diesmal war doch gar kein Papstbesuch… 😉 )! Das nächste Spiel in Leverkusen dürfte richtungsweisend sein.

    Kommen wir zum Schluß noch kurz zu den Abstiegskandidaten: der Hamburger SV hat sich durch den Sieg in Freiburg (nach 0:2-Rückstand!) etwas Luft verschafft, aber für den USV Jena kam es knüppeldick: beim 0-7 im „Ost-Derby“ gegen Potsdam fielen die Gegentore zeitweise im Zweiminutentakt! Noch bedenklicher: den Thüringerinnen gelangen in sechs Spielen ganze zwei Tore. Und am kommenden Sonntag geht’s nach Duisburg, für Trainerin Voss-Tecklenburg sicher ein sehr emotionales Spiel. Aufregende Tage hinter sich hat auch der 1.FC Lokomotive Leipzig. Nach der von etlichen Gerüchten und ‚Enthüllungen‘ begleiteten Entlassung von Claudia von Lanken setzte es im ersten Spiel unter Jürgen Brauße in Wolfsburg eine 1:5-Pleite. Die freilich hatte nichts mit dem Trainerwechsel zu tun, sondern schlicht mit dem Qualitätsunterschied zwischen beiden Mannschaften. Kurioserweise konnte die Lok dank des Ehrentreffers von Anne Heller trotzdem vom Abstiegsgleis fahren, weil Konkurrent Leverkusen noch höher verlor. Das Spiel gegen Frankfurt brachte der Werkself nicht nur eine weitere deftige Niederlage, sondern bedauerlicherweise auch eine weitere schwere Verletzung: Claudia Götte musste mit Verdacht auf Wadenbeinbruch vom Platz getragen werden. Als ob man nicht schon genug Personalsorgen hätte – Doreen Meier ist um ihre Aufgabe momentan nicht zu beneiden. Noch schlechter geht es lediglich dem SC Bad Neuenahr, der weiterhin die rote Laterne trägt und in dieser Saison immer noch ohne Sieg ist. Jetzt hat sich auch noch Mittelfeldregisseurin Bianca Rech verletzt. Schwere Zeiten für den Traditionsverein aus der Kurstadt (seit 1997 ununterbrochen in der Bundesliga!) und seinen ‚Wuttrainer‘ Colin Bell.

    Soweit mein Wort zum Montag. (Sorry für den langen Text! 😉 )

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  • Jennifer sagt:

    Bevor jetzt hier wieder die TP-Berichte eingehen können wir folgendes festhalten:

    TP hat eine hervorragende Nachwuchsarbeit: Mit Nagasato, Göransson und Anonma. Kommt Anja Mittag eigentlich auch aus der eigenen Jugend?

    Ja, und sie würden natürlich nie (wie Frankfurt und Wolfsburg das „immer“ machen) einem „schwächeren“ Verein wie dem USV Jena die Topstürmerin wegkaufen.

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Vielen Dank für die Infos. Ich bin auch ganz Deiner Meinung.

    Ich denke, wir haben letzten Mittwoch einen Vorgeschmack auf die nächste Saison gesehen, was die Verteidigung anging. Da ja Babett geäußert hat, dass sie sich schon vorstellen kann, mal eine andere Kultur kennenzulernen (was ich ihr gegenüber vielen anderen Menschen auch voll abnehme), könnte Schröder Wesely in der Mitte aufbauen. Das würde erklären, warum er Tabbi und Jenny Cramer so konsequent links spielen lässt. Nur muss Inka dann in der Mitte auch Bewährungschancen kriegen.

    Zu Göransson auf links kann ich nur sagen, dass uns spätestens in einem halben Jahr so einige Mannschaften um unsere linke Seite (vor allem mit Cramer und Göransson im Wechsel vor Kemme oder gemeinsam) beneiden werden. In anderen Vereinen werden Linksfüßer gesucht und bei Potsdam sind gleich zwei, die vielversprechend sind.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @Jennifer:

    Anja Mittag mit 17 Jahren aus Aue gekommen (also quasi auch „Einzugsgebiet“) und in Potsdam weiter ausgebildet und gereift.

    Yuki Nagasato mit 22 Jahren aus Japan gekommen und eineinhalb Jahre ausgebildet, bis sie den Stammplatz in der 1. Mannschaft hatte.

    Antonia Göransson als Auswechselspielerin von Schweden vom Abstiegskandidaten HSV gekommen, um in Potsdam weiter ausgebildet zu werden (teilt sich übrigens auf dem Platz die Position mit Jenny Cramer aus der Jugend von Potsdam).

    Anonma ist die einzige Spielerin, die als „Star“ in ihrer Nationalmannschaft kam, wird aber gerade in Potsdam ausgebildet und spielt ganz anders (mannschaftsdienlicher), als sie uns von Jenaer Insiders beschrieben wurde. Nach den Beschreibungen wurde ihr schon nachgesagt, dass sie sich mit ihrer Art in Potsdam nicht durchsetzen würde. Anscheinenden ist hier schon nach wenigen Wochen Vorbereitung (die sie wegen der WM nichtmal komplett mitmachen konnte) eine deutliche Ausbildung geschehen…

    Klar sind nicht alle Spielerinnen aus der eigenen Jugend, aber wenn Spielerinnen (wie viele jetzt nicht genannte) schon mit 17 nach Potsdam kommen bzw. in den Jugendmannschaften dort spielen, kann man schon von einer guten Jugendarbeit sprechen. Und ja, es ist wahr, dass die Sportschule da viel mit zu beiträgt, was bessere Voraussetzungen als bei vielen anderen Vereinen sind. Und ja, es stimmt auch, dass sich viele nicht so finanzstarke Vereine noch mehr darauf konzentrieren müssen und trotzdem nicht so erfolgreich sein können. Aber deshalb Potsdam die Jugendarbeit absprechen zu wollen, ist trotzdem falsch.

    waiiy

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  • Frieda sagt:

    @waiiy
    Potsdam kauft auch Spielerinnen. Punkt.
    Da muss man sich nichts schön reden. Wenn Potsdam eine 17-22-jährige kauft ist dies nichts anderes, als wenn Wolfsburg oder Frankfurt eine 17-22-jährige kaufen. Leider können das viele Turbine Fans das nicht zugeben. Da frage ich mich doch, warum das so ist.

    @ Detlef
    Was hat denn Jenny Cramer getan, um keinen echten Spitznamen zu verdienen?

    Zum Spiel: Ich fand die Leistung von Berger am Mittwoch schwach. Da frage ich mich, ob sie einfach nicht das Level halten kann, was von ihr erwartet wird, oder ob sie noch Probleme mit ihrer Verletzung hatte. Wenn sie noch Probleme hatte, verstehe ich nicht, wie Schröder sie aufstellen konnte. Das ist verantwortungslos.

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  • Hannibal sagt:

    @waiiy:
    Einspruch! Antonia Göransson ist nicht vom Abstiegskandidaten HSV gekommen sondern vom letztjährigen Tabellenvierten und war dort maßgeblich beteiligt, dass der HSV nach einem schlechten Saisonstart von Spiel zu Spiel besser in Gang gekommen ist. Im Übrigen hat AG bei der letzten U20-WM durch hervorragende Leistungen den HSV auf sich aufmerksam gemacht.

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  • waiiy sagt:

    @Frieda: Da bin ich ganz bei Dir und das gehört auch dazu, weil sich viele Spielerinnen auch erst weiterentwickeln können (neben dem Finanziellen vor allem auch fußballerisch), wenn sie den Verein wechseln. Gute Beispiele sind in dieser Saison Anonma und Keßler.

    Und ich finde es auch nicht schlimm, dass sich Frauen, die noch einmal richtig Geld in Deutschland verdienen wollen, nach Frankfurt oder Wolfsburg gehen. Das gehört dazu, weil Frauen generell nicht DIE Chancen haben, soviel Geld zu machen wie bei den Männern oder in anderen Sportarten.

    Und das Prädikat „Ausbildungsverein“ verdienen wie geschrieben in meinen Augen vor allem auch Vereine aus der unteren Tabellenhälfte, die auch viele Spielerinnen aus dem Nachwuchs einbauen und Spielerinnen ausbilden. Dazu gehört sicher auch Potsdam, wenn auch das Niveau, wo der Verein mitspielen muss, die Auswahl auch manchmal auf externe Spielerinnen einschränkt.

    Wogegen die „Potsdamer Fans“ sicher oft schreiben, wenn sie auf dieses „Ausbildungs“-Dingsbums hinweisen, ist, dass in manchen Vereinen nach außen hin betrachtet der Unterbau und der 2. Anzug der Mannschaft so ein wenig fehlt. Das ist in meinen Augen (wenn ich auch nicht den tiefen Einlick habe) in Frankfurt zu sehen, wo die Ausfälle von Kulig und Marozsan sowie die Abgänge vor der Saison nicht adäquat aufgefangen werden können, wo in Potsdam einige Spielerinnen auf der Bank sitzen, bei denen man sich das Spielen wünscht.

    Aber ansonsten finde ich es toll, dass endlich auch Wechselgeschichten in die Frauenbundesliga kommen. Und es tut dem Frauenfußball auch gut, wenn man sieht, wie beliebt zum Beispiel Nagasato und Anonma gerade bei den jungen Mädchen sind (die wir ja zum Fußball ziehen wollen).

    Zu „Berger“: das sehe ich genaus wie Du. Ich habe es auch nicht verstanden.

    Zu „Cramer“: das kommt noch, sie ist erst 9 Pflichtspiele dabei. Da muss sich noch ein Spitzname entwickeln, zumal der Vorname ja quasi durch unsere Kapitänin belegt ist… 😉

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @Hannibal: Ja, da hast Du recht. Aber alles, was der HSV sportpolitisch zum und nach Ende der Saison getan hat, ließ erkennen, dass es ein Abstiegskandidat wird… in dieser Saison. Antonia verließ quasi ein sinkendes Schiff…

    waiiy

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich habe eigentlich kein Problem damit zuzugeben, dass sich mit den Jahren Potsdam den in der BL üblichen Modi angepasst hat, was die Neuverpflichtung von Spielerinnen angeht. Die Konsequenz, nur auf den eigenen Nachwuchs zu bauen, wäre fataler Starrsinn und kontraproduktiv und letztendlich nicht wirklich auf Dauer aufrechtzuerhalten, will man auf Dauer Erfolg haben und immer Anwärter auf den DM-Titel sein. Trotzdem muss die Wirtschaftlichkeit im Zentrum bleiben und nicht an den Rand driften!

    Wenn man so wie ich, insbesondere an die Abgänge der letzten Saison zurückdenkt, gebe ich zu, unter Unkenntnis der genauen Begleitumstände, diesen oder jenen Wechsel vom Sportlichen her nicht verstanden zu haben. Es kann aber durchaus auch am Verein gelegen haben, dass die auslaufenden Verträge eben nicht verlängert wurden (mit Ausnahme von Lira). Merkwürdig aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang, dass man gern mal 2 Spielerinnen aus einem Verein als Bundle verpflichtet hat. So zuletzt geschehen mit Lira und Coco sowie Inka und Dani, wobei diese Liason im ersten Fall auch gemeinsam endete, aber eine Gemeinsamkeit aufweist, indem die Zweitgenannten absolut marginale Bedeutung hatten/haben. Da Dani und beinahe auch Inka so gut wie vollkommen in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind, könnte sich hier eine Wiederholung anbahnen, was ich persönlich bedauern und auch nicht richtig finden würde.
    Na ja gut, nicht jede Verpflichtung erweist sich schlussendlich als Volltreffer, aber bei so mancher habe ich mir nicht nur die Augen gerieben, sondern auch den Kopf geschüttelt. Und ganz aus dieser Kiste bin ich noch nicht wieder raus… Gut, ich muss sie ja auch nicht bezahlen! 😉

    Zu Berger:
    Ich schrieb bereits an anderer Stelle, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass eine schwere Muskelquetschung nach 1 Woche auskuriert sein soll, aber weshalb spielte sie dann in einem eigentlich abgehakten Spiel dennoch, wenn sie nicht fit ist. Hat sie sich selbst u.U. einen Bärendienst erwiesen, indem sie ihren Einsatz mittels falscher Darstellung ihres Gesundheits- und Fitnesszustandes erwirkt hat und Schröder ihr deswegen vertraute?
    Der Fehler, der zum 2. Gegentreffer führte, war ja ein eineiiger Zwilling von dem zuvor, was psychologisch nicht gut ist – es gab eine Spieleransammlung vor ihr, in die der Ball hineinkam. Sich in dieses Getümmel zu begeben, zu behaupten und den Ball zu klären, aber ohne sich womöglich gleich wieder zu verletzen, kann bei Berger eher blockierend gewirkt haben.

    Fakt ist, und das halte ich für das Wichtigste:Wir haben mit Naeher eine Topp-Torfrau, wo auch nichts anbrennt und auf die Verlass ist. Schade, dass dies nach nur einer halben Saison zuende ist.

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  • Sheldon sagt:

    Ich muss mal ganz klar hier widersprechen: Natürlich kauft Turbine auch Spielerinnen. Doch die meisten davon sind jung und hatten vor ihrem Wechsel nach Turbine noch nicht unbedingt Topqualität.

    Nehmen wir nur mal die normale Startelf:
    Sarholz – mit 14 zu Turbine gekommen
    (Berger – mit 21 von einem Zweitligisten gekommen)
    Schmidt – mit 17 aus Gera gekommen
    Kemme – mit 14 zu Turbine
    Peter – mit 19 von Lok Leipzig gekommen
    Cramer – mit 15 zu Turbine gekommen
    (Göransson – mit 21 von einem potentiellen Abstiegskandidaten (HSV) gekommen)
    Zietz – mit 14 zu Turbine gekommen
    Hanebeck – mit 25 von einem Zweitligisten gekommen
    Odebrecht mit 15 zu Turbine gekommen, mit 22 weggegeben, mit 25 zurückgeholt
    Mittag – mit 16 zu Turbine gekommen
    Nagasato – mit 23 zu Turbine gekommen aus Japan
    Anonma – mit 22 zu Turbine von einem potentiellen Abstiegskandidaten gekommen

    So, welche dieser Spielerinnen kannte man schon, bevor sie zu Turbine kam???
    Und wollten Anonma und Göransson nicht sogar zu Turbine, weil sie bei ihren Klubs kein Team hatten?

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  • jochen-or sagt:

    Ich empfinde es als einigermaßen krank, wie bei Berichten über Turbines Erfolge hier immer wieder im Sinne eines Vorwurfes Turbine vorgehalten wird, dass sie gerade dieses Jahr ausgebildete Spielerinnen „gekauft“ haben – obgleich Turbine als Ausbildungsverein gilt.

    Dies klingt immer so, als wenn es geradezu ein Vergehen/Verbrechen wäre, was Potsdam jetzt mache.
    Fakt ist, dass Turbine mit einer aus (Auswahl-)Jugendspielern gebildeten Mannschaft aus der Schule in Potsdam seinen Weg in/an die deutsche und sogar europäische Spitze gefunden hat und auch weiterhin Spielerinnen ausbildet.

    Diese Schule hat Modellcharakter und ist und wird sicherlich und sollte – zum Wohle des Frauenfußballs – von anderen Vereinen nachgemacht werden.
    Es mag sein, dass dann in Zukunft andere Vereine mit einem größeren Einzugsgebiet, besseren Werbeumfeld und/oder stärkerem Mäzenatentum Potsdam überholen werden ( @BenKKu-s Hinweis auf die 70-er und Bayern Müchen = Frankfurt – Turbine = M.-Gladbach in einem anderen Thread).

    Die jetzigen Erfolge haben den Verein finanziell so gestärkt, dass er dem Verein nunmehr auch den „Kauf“ von Spitzenspielerinnen ermöglicht hat. Fehlt der Erfolg, so wird dies mutmaßlich nicht mehr möglich sein und man wird wieder mehr auf eigene Talente zurück greifen müssen.

    Dies zur Beruhigung aller Gegner – wie hier auch oben wieder!

    Könntet ihr aber vielleicht mal bitte auf diesen nervigen ständigen „Hinweis“ hierauf bei Berichten über Potsdamer Erfolge verzichten.

    Das Thema ist genauso durch wie das Thema 1.FFC wegen deren Erfolgen, weil sie eben über starke Sponsoren verfügen und daher jetzt und wohl auch in Zukunft immer fertige Spielerinnen kaufen und oben stehen werden.

    Wem das eine gefällt, der möge den 1.FFC lieben, wem das andere besser gefällt, der möge Turbine bevorzugen. Auch gibt es noch andere Gründe, den einen oder anderen Verein zu bevorzugen, vielleicht z.B. weil man in der Gegend lebt.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Als ergänzenden Hinweis zu meinem obigen Beitrag und zu dem, was ich etwas tiefer lesen mußte:
    Turbine v e r p f l i c h t e t neue Spielerinnen für sein Team auf der Basis, dass deren ausgelaufenen Verträge mit dem abgebenden Verein zu neuen, TP-spezifischen Bedingungen weitergeführt werden!
    Ergo, k a u f t TP keine Spielerinnen!
    Das hätte nämlich zur Bedingung, dass Spielerinnen aus ihren laufenden Verträgen durch die Zahlung von Ablöse herausgekauft werden, wie z.B. im Falle von Lena Goeßling, die von WOB aus ihrem laufenden Vertrag mit Neuenahr herausgekauft wurde.

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  • Detlef sagt:

    FFFan schrieb:
    „Interessant ist, wie Schröder gewechselt hat: zwei Abwehrspielerinnen raus, dafür zwei offensive Mittelfeldspielerinnen rein. Ich vermute mal, dass dafür Zietz und Cramer auf die Verteidigerpositionen zurückgegangen sind. Kann jemand, der vor Ort war, das bestätigen?“

    Schröder wechselte nur eine Abwehrspielerin aus (TABEA), denn SCHMIDTI spielte im rechten Mittelfeld!!!
    JENNY ZIETZ spielte von Beginn an rechter Verteidiger!!!

    ANTONIA kam für TABEA, und nahm J. CRAMERS Position ein!!!
    Letztere ersetzte dafür die Ausgewechselte!!!

    Als dann ISY für SCHMIDTI kam, war das ein Wechsel Position für Position!!!

    @Frau Fußball,
    Warum KABA am Mittwoch gespielt hat, und gestern nicht, kann ich nicht genau sagen!!!
    Aber vielleicht hat sie sich vor dem CL-Spiel gut gefühlt, und dann im Spiel erst gemerkt, daß es doch noch hier und da zwickt und zwackt???
    ALYSSA ist ein sehr guter Ersatz, und darum wäre es Blödsinn, ein unnötiges Risiko einzugehen,!!!

    Frieda schrieb;
    „Was hat denn Jenny Cramer getan, um keinen echten Spitznamen zu verdienen?“

    Vielleicht hat sie ja mannschaftsintern einen, der mir bisher noch nicht bekannt ist???
    Bis jetzt war sie auch noch nicht bei VIOLA oder FELIX im Radio eingeladen, wo man solche Sachen erfährt!!!
    Sie ist auch noch etwas schüchtern (was den Fankontakt angeht), aber das wird sich bestimmt bald legen!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Vielen Dank für die Information, die ist sehr hilfreich!

    Vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg, Zietz in der Abwehr einzusetzen! Ich finde die Idee sehr interessant, vielleicht würde es helfen, sie ein bisschen in die Mannschaft zu integrieren!
    Würde das gegen Bad Neuenahr auf jeden Fall noch einmal probieren, da kann man ja denke ich nochmal ein bisschen ausprobieren!

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Das war wieder die Variante wie am Mittwoch mit Jenny und Schmidti. Ich denke, dass Jenny zu wenige Impulse auf der rechten Seite gesetzt hat bisher. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt, zumal auch gerade Isy mit starken Leistungen in die Mannschaft drängt.

    waiiy

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  • fisch sagt:

    Obwohl ich mich hier wiederhole, kann ich einige oben genannte Vergleiche bei der Neuverpflichtung von Spielerinnen durch
    Ffm und WOB einerseits und TP andererseits so nicht akzeptieren.
    Wenn zwei bzw. drei das Gleiche tun, ist es noch längst nicht
    dasselbe. Während Ffm in Person von S. Dietrich seit Jahren in
    Potsdam ausgebildete Spitzenspielerinnen (zum großen Teil Nationalspielerinnen) mittels erheblich mehr Geld mit dem Ziel, TP
    im Kampf um die Meisterschaft zu schwächen, nach Ffm lockt/abwirbt
    und der weltkonzerneigene VfL WOB dies mit vordergründiger Moti-
    vation immer intensiver, aber nicht so recht erfolgreich kopiert,
    entwickelt man in Potsdam die Neuverpflichtungen, deren Herkunfts-vereine (außer beim Lira-Wechsel)wohl nie Meisterschaftsanwärter
    waren, sportlich und persönlich enorm weiter. Die entsprechenden Namen sind den hier diskutierenden Insidern sicher bekannt.Während mir in Ffm und WOB kein Beispiel einer Weiterentwicklung einer abgeworbenen Ex-Turbine bekannt ist, war man bei TP dazu immer willens und in der Lage. Dabei stand eine Schwächung der Mitkonkur-renten um die Meisterschaft mittels Spielerinnenabwerbung durch Turbine nie zur Debatte. Mit der Abwerbung fertiger Spielerinnen will Ffm und WOB in Profimanier nach dem FCB(Männer)-Beispiel den Erfolg einkaufen. Das ist der große Unterschied zwischen diesen Teams!

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  • Mika sagt:

    Danke, jochen-or, für Deinen wunderschönen Kommentar. Es ist doch klar, dass Jennifer uns nur provozieren wollte. Ohne ihren Kommentar hätte es diese Debatte hier nicht wieder gegeben. Mir scheint es inzwischen, dass Frankfurt Fans, die auf die Entwicklungsarbeit von TP neidisch sind, ihren Frust auslassen indem sie den TP-Fans Worte in den Mund legen…

    Vielen Dank auch an Detlef, waiiy, Sheldon, FFFan, und SF für Eure Analysen, welche ich sehr interessant finde.

    Zietz in der Abwehr finde ich auch interessant. Im rechten Mittelfeld hat sie sich nicht durchgesetzt, aber sie aus der Startformation zu nehmen wäre undenkbar. Eigentlich ist es eine der schönsten Eigenschaften von Potsdam, wie flexibel viele der Positionen sind.

    Antonias Leistungen finde ich bisher auch klasse. (Wie sie den Ball vor dem Tor kontrolliert: welch Eleganz!) Aber ich traue mich kaum das zu sagen. Nachdem ich mein Herz an Ann-Katrin und Tabea verloren hab, haben sich beide verletzt…

    Zum Sturm: Es ist unglaublich wie gut die 3 Spitzen zusammen arbeiten. Anja schießt vielleicht nicht so viele Tore, ist aber genauso wichtig wie Genoveva und Yuki. Ansonsten bin ich immer noch der Meinung, dass Andonova eine sehr große Zukunft vor sich hat, und dass man sie gar nicht früh genug regulär spielen lassen kann. Aber Schröder weiß schon was er macht.

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  • Mika sagt:

    Vielen Dank auch an Marcel für den MDR Link. Jetzt kann ich mir Göranssons Tor immer wieder in einer Endlosschleife anschauen…

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Schröder wechselte nur eine Abwehrspielerin aus (TABEA), denn SCHMIDTI spielte im rechten Mittelfeld!!!
    JENNY ZIETZ spielte von Beginn an rechter Verteidiger!!!“

    Danke für die Info!
    Dass Zietz auf der rechten Außenbahn nicht die Idealbesetzung ist, wurde schon am ersten Spieltag deutlich. Sie ist einfach nicht der Typ ‚Flügelflitzer‘. Abwehr könnte ihr eher liegen. Dort kann sie ihre Zweikampfstärke einbringen, hat allerdings seltener Gelegenheit zu ihren gefürchteten Distanzschüssen.

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  • abschalter sagt:

    Mir als Nicht-Kenner des FF, der sich nur gelegentlich Spiele der Nationalmannschaft oder internationale Events anschaut, wird in diesem Forum immer klarer:
    Potsdam ist ein Musterverein, der vorbildlich den FF fördert, mit dem besten Trainer der Welt, der von der Jugendarbeit profitierend über ein Arsenal der besten Spielerinnen der Welt verfügt. Potsdam wäre glatt Weltmeister geworden, wenn es denn bei der WM hätte starten dürfen (Als Natio mit Schröder).
    Die Mitkonkurrenten um die Meisterschaft sind dagegen rücksichtslose, profitorientierte und parasitäre Kapitalismusmaschinen, die versuchen, den FF kaputt zu machen. Spitze dieser Verschwörung sind die Bundestrainerin, ein Mann mit Namen Dietrich und weitere unfähige und / oder charakterlose Typen, die nur eines gemeinsam haben: Sie kommen nicht aus Potsdam.
    Doch Potsdam begegnet deren Verleumdungen, Angriffen, Benachteiligungen und Übernahmeversuchen durch engagierte Fußballprofessoren, die ganz natürlich Fans von Turbine sind. Diesen Fans ist kein Argument zu schade, um ihren kleinen gallischen Verein vor den Frankfurter Römern und anderen Barbaren in Schutz zu nehmen.
    Bisher habe ich Spiele von Turbine im Fernsehen immer ganz unschuldig betrachtet. Inzwischen weiß ich: Wenn Turbine mal verliert, dann – es kann nicht anders sein – ist dies Resultat einer Verschwörung, z.B. ist dann die Cäsarin Silvia Neid schuld.

    Als Nicht-Kenner des FF, jedoch müde u.a. von der schrecklich intoleranten Fan-Kultur bei den Männern, habe ich gegen die geballte Gelehrsamkeit, das fundierte und immer perfekt belegte Hintergrundwissen und die überragende Rechthaberei der Potsdamer Fans keine (spekulativen und konstruierten) Argumente. Ich habe nur ein Gefühl: Ich gehöre nicht zu diesen Fans. Schade, die Mannschaft selbst gefällt mir.

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  • LEV sagt:

    Neuzugänge 1. FFC Frankfurt Saison 2011/2012:

    Bajramaj, Fatmire „Lira“ (23 Jahre):
    Prominenter Neuzugang

    Chojnowski, Silvana (17 Jahre):
    Absolute Perspektivspielerin für die Zukunft

    Ana-Maria Crnogorcevic (20 Jahre):
    Perspektivspielerin von einem Abstiegskandidaten, mit der Möglichkeit sich in Frankfurt international zu entwickeln

    Kremer, Anne-Kathrine (24 Jahre):
    Talentierte Torfrau aus der 2. Mannschaft

    Kulig, Kim (21 Jahre)
    Perspektivspielerin von einem Abstiegskandidaten, mit der Möglichkeit sich in Frankfurt international zu entwickeln

    Kumagai, Saki (20 Jahre)
    Hochtalentierte, aber unbekannte Spielerin aus Japan, mit der Möglichkeit, sich in Frankfurt international weiter zu entwickeln

    Percival, Ria (21 Jahre)
    Talentierte, aber unbekannte Spielerin aus Neuseeland, mit der Möglichkeit, sich in Frankfurt international weiter zu entwickeln

    Schumann, Desirée (21 Jahre)
    Talentierte Ersatz-TW aus Potsdam mit großer Perspektive

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  • maxsee sagt:

    Turbines 7:0 ist für die Bundesliga 2011/2012 genau so ein Paukenschlag wie das 3:0 von Duisburg gegen Wolfsburg.

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  • Dirk sagt:

    Kulig, Kim (21 Jahre)
    Perspektivspielerin von einem Abstiegskandidaten, mit der Möglichkeit sich in Frankfurt international zu entwickeln

    Und Kumagai ist DER Mega Star in Japan und dazu nun auch noch Weltmeisterin 🙂

    Aber wenn man will, redet man sich halt alles irgendwie schön 🙂

    das ist Realsatire, oder??? Überragend 😀

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  • Sheldon sagt:

    @LEV: Beziehe dich mal auf die Stammelf:

    Nadine Angerer – als zweifache Weltmeister, mehrfache Europameisterin und UEFA-Cupsiegerin zu Frankfurt (30)

    Ally Krieger – mit als US-Nationalspielerin zu Frankfurt (23)

    Saskia Bartusiak – kam vom FSV Frankfurt (23)

    Ria Percival – kam aus Neuseeland als 59-malige Nationalspielerin und zweimalige WM-Teilnehmerin (23)

    Meike Weber – kam mit 17 zum FFC

    Sara Thunebro – kam als schwedische Nationalspielerin und WM-Teilnehmerin zum FFC (30)

    Saki Kumagai – kam als aktuelle Weltmeisterin zum FFC (20)

    Melanie Behringer – kam als aktuelle Nationalspielerin, Weltmeisterin und Europameisterin zu Frankfurt (25)

    Svenja Huth – kam mit 14 aus Alzenau

    Fatmire Bajramaj – kam als als Welt- und Europameisterin sowie zweifacher CL-Siegerin zum FFC (23)

    Sandra Smisek – kam 2006 vom FSV Frankfurt als aktuelle Nationalspielerin, Welt- und Europameisterin (28)

    Kerstin Garefrekes – kam 2004 als aktuelle Welt- und Europameisterin zum FFC (24)

    Jessica Landström – kam als aktuelle Nationalspielerin zum FFC (25)

    Ana-Maria Crnogorcevic – kam als aktuelle Nationalspielerin zum FFC (20)

    Rechnen wir mal zusammen, so spielen in der Startelf bei Frankfurt 6 Spielerinnen, die als Nationalspielerinnen sowie amtierende Welt- (und Europameisterinnen) zu Frankfurt kamen, die also in ihrer Entwicklung den höchsten Punkt schon erreicht hatten.
    Von allen 14 Spielerinnen kamen nur 3 nicht als Nationalspielerinnen, davon 2 in der Jugend (U17).
    Das Durchschnittsalter bei den Verpflichtungen lag bei: 23,21 Jahre!

    Zum Vergleich Potsdam: Unter den 13 Spielerinnen waren 4 Spielerinnen A-Nationalspielerinnen, nicht eine davon aktuelle Welt- oder Europameisterin beim Wechsel und das Durchschnittsalter lag bei: 18,15! (5 Jahre jünger als FFC)

    *Anmerkung: Natürlich war Viola Weltmeisterin, als sie zu Potsdam zurückkehrte, doch ich gehe von ihrer Ausbildung aus.

    Bei Potsdam stehen im Gegensatz zu Frankfurt 7 Spielerinnen, die die eigene Jugend durchlaufen haben!
    Soviel zur Realität!

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  • waiiy sagt:

    @LEV: Das habe ich im Sommer (übrigens als Potsdam-Fan (@abschalter)) schon einmal erwähnt, dass ich dieses Jahr durchaus erkennen kann, dass Frankfurt sehr geschickt eingekauft hat und nun mit Perspektive entwickeln kann. Meine Meinung war damals, dass man erstmal auf kurzfristigen Erfolg gesetzt hat, um darum eine junge Mannschaft zu bauen. Mal sehen, wie es weitergehen wird. Was mich ein wenig stört, dass Crnogorcevic von der Bank kommen muss, wo sie in meinen Augen die stärkste (reine) Stürmerin ist.

    @fisch: Ich glaube, dass sich Keßler ins Wolfsburg schon weiterentwickelt hat und dies auch noch weiter tun wird. Für sie war dieser Schritt in meinen Augen gut. Des weiteren glaube ich nicht, dass Frankfurt unbedingt mit viel Geld werben muss. Die Zukunftsbedingungen nach der Fußballkarriere sind in der Region einfach viel besser als in Berlin und Umgebung. Das ist sicher auch ein großer Aspekt gerade auch für Spielerinnen, die schon erfahrener sind. Und ich denke, dass Potsdam sehr gern Spielerinnen ziehen lässt, die erfahrener sind und nicht mehr ins Konzept passen, um die jüngeren, die noch gut zu formen sind, einzubauen. Von daher habe ich in Potsdam noch niemandem nachgewein, war aber auch noch niemandem böse, den Schritt gegangen zu sein (Lira wird auch weiterhin eine meiner Lieblingsspielerin sein, auch wenn sie dieses Jahr keine Meisterschaft gewinnt… 😉 ).

    @abschalter: Vielleicht liegt die Masse der Beiträge einfach nur an der Masse der Fans die hier schreiben? Außerdem sind es nicht viele, die wirklich diesen Standpunkt vertreten (sie vertreten ihn nur oft und vehement). Viele Potsdamer Fans sind hier sehr kritisch zur eigenen Mannschaft und sehen durchaus nicht schwarz und weiß im Vergleich zu anderen Vereinen (siehe auch Beiträge von Detlef, jochen-or u.a.). Ich denke, dass Du vielmehr bei vielen Fans gar nicht erkennst (oder nur zwischen den Zeilen lesen kannst), dass sie Potsdam Fans sind.

    Ich mag übrigens Humor, Ironie, ja sogar Sarkasmus. Aber auf Polemik kann ich gut verzichten.

    waiiy

    PS: Schade, dass sich nicht alle an Meinungsbildung beteiligen. Es wäre doch schön, wenn sich von 51 „Daumen hoch“ bei jochen-or und 10 bei abschalter welche mit einmischen würden. 🙂

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Man kann keiner Spielerin verdenken, dass sie auch mal national Meisterin werden will. Und wenn ich nicht nach Potsdam gehen kann, sind Frankfurt und Duisburg die besten Adressen, auch wenn ich schon Nationalspielerin und vielleicht Weltmeisterin bin. Das trifft also auf jeden Spielerin zu, die nach Frankfurt kam und nicht bei einem der beiden genannten Vereine war.

    Weiterhin kann man es keiner Spielerin verdenken, dass sie auch mal mehr verdienen will (ob es denn so ist, darin hat wohl keiner Einsicht).

    Man kann es dem Verein auch nicht verdenken, das Geld einzusetzen, was Sponsoren zur Verfügung stellen. Marketinggelder wollen eingesetzt werden und einen Wiedergabewert haben. Dass man mit einer Kristin Demann oder Jenny Cramer nicht so gut werben kann wie mit einer Lira Bajramaj, ist doch wohl klar. Also sollte man sich da auch ein wenig nach den Sponsoren richten. Immerhin wollen wir doch alle, dass der FF weiter an Bedeutung gewinnt. Das geht nur über Sponsoren und Öffentlichkeit.

    Was die Nachhaltigkeit betrifft, sollte man einer Entwicklung eine Chance geben und diese dann auch abwarten.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    Mag alles sein, waiiy. Doch es ist kein nachhaltiger Weg, wenn man der eigenen Jugend keine Chance gibt (oder geben kann, weil sie zu schwach ist).

    Gutes Marketing wäre es, mal eine gute Spielerin einzukaufen, ansonsten aber das Geld in die Ausbildung zu stecken. So, wie Frankfurt das zur Zeit macht, sind in Deutschland langfristig diese Gehälter nicht mehr drin, weil nix nachkommt, man immer nur kaufen muss, das Ganze aber nicht funktioniert, weil die Spielerinnen nicht miteinander können.
    Wenn alle so denken würden wie Frankfurt, dann hätten wir eine desolate Nachwuchsarbeit und der deutsche Frauenfußball würde in der Versenkung verschwinden.

    Und das Interessante ist, in den letzten Jahren wurden 12 Nationalspielerinnen neu verpflichtet und man hat bis jetzt nix gerissen bis auf einen DFB-Pokal!

    Das ist absolut kontraproduktiv und dieses Jahr wird man mit der bisherigen Leistung auch keinen Titel gewinnen!

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  • Sheldon sagt:

    @abschalter:
    Naja, ich weiß momentan nicht so recht, in welchen Foren du unterwegs bist. Ich kann nur für mich sprechen, ich verfolge das Geschehen sehr kritisch im gesamten FF. Wenn du meine Beiträge genau liest, wirst du erkennen, dass ich sehr wohl Schröder kritisiert habe (insbesondere für seine Maßnahmen im Spiel gegen Thor, als er Kemme und Berger spielen ließ, was eindeutig zu früh kam), ich auch einige Potsdamerinnen kritisiert habe (Zietz, Schmidt im Spiel gegen die Schweiz, Odebrecht für ihre durchwachsenen Leistungen, Mittag für ihre Torungefährlichkeit).

    Andersrum war ich in diesem Forum einer der wenigen, die Neid nach und vor dem Schweiz-Spiel vehement gelobt hat (Nominierungen von Simic, Längert und Kemme, Umstellung mit Bajramaj auf der „10“ und natürlich Neids Besuch beim Spiel Wolfsburg-Potsdam).

    Und wie jeder hier weiß, bin ich ein der starker Verfechter des Weges, den Marco Ketelaer in Duisburg eingeschlagen hat, ich habe die Politik von Lok Leipzig gelobt, die durch ihre Personalentscheidungen keine Zweifel daran aufkommen lassen wollten, dass es zwischen Trainerteam und Mannschaft nicht stimmt.

    Ich weiß also nicht, mit welcher Brille du uns oder mich betrachtest, natürlich ist die große Debatte während der WM um die Politik von Neid gewesen und jetzt heißt das Thema Frankfurt-Potsdam, was seit Jahren immer mit großer Brisanz zu betrachten ist.
    Und ganz ehrlich, die beiden Systeme sind dermaßen konträr, dass man nur eines befürworten kann.
    Und da an diesen beiden Vereinen NOCH die Entwicklung und die Darstellung des FFs in Deutschland zu weiten Teilen hängt (Duisburg holt zum Glück auf), ist hier dann auch eine klare Positionierung nötig, um auf die Situation angemessen zu reagieren.

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  • berggruen1 sagt:

    @waiiy/abschalter: Als ich den Post von abschalter gelesen habe, dachte ich: wow, spricht mir aus der Seele (sprich: ich bin einer der Daumen-hoch-Leute;-)). Der Eindruck, v.a. für alle, die den Vereinen eher neutral (gibt es das im Fußball?) gegenüber stehen, drängt sich schon auf, dass hier in diesem Forum durchaus eine Art schwarz-weiß-Mentalität vorherrscht oder, biblisch gesprochen, „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“. Das trifft natürlich nicht auf alle Potsdam-Fans zu, dennoch erzeugen diejenigen, die in (immer gleicher) Manier das immer Gleiche wieder durchkauen und ihre Feindbilder pflegen, zumindest in mir eine Abwehrreaktion, die sich zunächst unbewußt, selbst auf den Verein überträgt. Das ist aber sehr schade, denn Turbine Potsdam kann ja Nichts dafür. Ich will für kein System und auch keinen Verein Partei ergreifen, aber wenn ich lese, dass Spielerinnen von einem abgewickelten Verein wie dem FSV Frankfurt zum 1. FFC Frankfurt gewechselt sind oder dass eine Spielerin mit 14! Jahren zu Frankfurt kam und diese sich offenbar so weit entwickelt hat, dass sie jetzt Stammkraft ist oder dass eine Frau, die zwar in einer Mannschaft gespielt hat, die jetzt Weltmeister ist und die vielleicht in Japan! ein Star war – da muss ich doch arg sehr schmunzeln und mich fragen, ob man nicht mir zweierlei Maß misst. Das ist das eine. Das andere ist die Frage, die mir bislang noch keiner, auch nicht in der Diskussion um „alte“ oder „junge“ Nationalmannschaftsspieler, beantwortet hat: wo sollen denn die ganzen „alten“ Spielerinnen hin? Es passiert zwangsläufig, wenn eine Verein sein Durchschnittsalter bei 21 Jahren halten will, dass ältere (nicht uralte) Spielerinnen gehen (müssen). Wenn sie dann nach Frankfurt gehen, wird ihnen das vorgehalten.

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  • Sheldon sagt:

    Den Spielerinnen wird nix vorgehalten. Pohlers kann gerne nach Wolfsburg gehen, andere dürfen auch den Verein wechseln.

    Es wird hier den Vereinen nur vorgehalten, nie selbst etwas für ihre Jugend zu tun.
    Außerdem, wir müssen davon ausgehen, dass bei dem aktuellen Trend, der ja jetzt schon bei den Männern herrscht, dass Karrieren von 12-15 Jahren auf diesem Niveau zur Seltenheit werden.
    Das jahrelange Vollprofitum wird aussterben, jeder Spieler, der keine abgeschlossene Schulbildung oder ähnliches hat, wird auf der Strecke bleiben.

    Das wird es auch beim FF geben über kurz oder lang, dort wird man vielleicht bis 30-32 Jahren auf dem Niveau spielen können, maximal also 14 Jahre. Das Vollprofitum, von dem die Spielerinnen dann ihr ganzes Leben lang zehren können, wird es im FF nie geben, das ist eine Illusion.

    Wie gesagt, es geht hier nicht um die Spielerinnen, sondern um die Vereine, die das Geld hinterhergeschmissen bekommen und damit nix Produktives anstellen, sondern es wahllos verschwenderisch zum Fenster hinauswerfen!

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  • Eric sagt:

    “ Sheldon sagt:
    Dienstag, 11. Oktober 2011 um 12.40 Uhr
    @abschalter:
    Naja, ich weiß momentan nicht so recht, in welchen Foren du unterwegs bist. Ich kann nur für mich sprechen, ich verfolge das Geschehen sehr kritisch im gesamten FF. Wenn du meine Beiträge genau liest, wirst du erkennen, dass ich sehr wohl Schröder kritisiert habe (insbesondere für seine Maßnahmen im Spiel gegen Thor, als er Kemme und Berger spielen ließ, was eindeutig zu früh kam),“

    Ich finde es schon erstaunlich, dass ein Außenstehender einschätzen kann, wann eine verletzte Spielerin wieder einsetzbar ist.

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  • Sheldon sagt:

    Das konnte man im Spiel schon sehr gut erkennen, dass Kemme und Berger durch ihre Verletzungen sehr beeinträchtigt wurden.

    Folgerichtig wurden sie dann im Spiel gegen Jena wieder draußen gelassen bzw. nach einer Halbzeit ausgewechselt, weil es momentan einfach vom Training und von der Kraft her noch nicht wieder zu mehr reicht!

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  • waiiy sagt:

    @Berggruen:

    Du erhältst (wie fast immer) wieder den „Daumen hoch“ von mir. 🙂

    Es ist halt ein Problem, dass von Ausnahmen auf alle geschlossen wird, wenn diese Wenigen nur laut genug sind. Aber die Potsdamer Fans sind halt auch kritisch zum eigenen Verein, stehen aber mit Sicherheit hinter der Philosphie des Vereins. Diese ist gerade wohl in Frankfurt ein wenig konträr. Aber deswegen sollte man sie nicht verteufeln. Aber in dem jetzigen Fall kam die Provokation ja offensichtlich aus anderer Richtung… 😉

    Wenn alles so einfach wäre, könnte ein finanzstarker Verein mal eben den Ausgang der Meisterschaft beeinflussen, indem er kurz die Schatulle aufmacht bzw. könnte man eben auch alle Talente versammeln und „gute Jugendarbeit“ machen… 😉

    waiiy

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  • fisch sagt:

    @abschalter, 07:58 Uhr
    Außer Hohn, Spott und Sarkasmus ist dem Beitrag leider nichts zu entnehmen. Klar, für einen leidenschaftslosen Nichtfan allzu verständlich, wenn hier Fans einer Mannschaft ihren Frust kundtun,
    wenn ihrer Leib-und-Magen-Mannschaft Jahr für Jahr bestimmte Geschäftsleute der direkten sportlichen Konkurrenz mit dem Geld einer Großbank bzw. eines Weltkonzerns das Nest ausräumen. Die Fakten zu meinem 1. Beitrag wurden durch andere konkretisiert, vielen Dank. Dass nur wenige so denken (waiiy), kann ich so nicht klar erkennen. Der Zweck heiligt die Mittel, insofern verstehe ich die Fans aller Mannschaften, auch aus Ffm und WOB, die sich über jeden prominenten Neuzugang freuen und den Erfolg für ihre Mannschaft herbeisehnen. Klar, solche üppigen finanziellen Möglichkeiten wünschten wir Turbinefans unserem Verein auch und hätten vielleicht so manchen Star in Potsdam halten können. Den wechselnden Spielerinnen kann man natürlich nur Verständnis entgegen bringen, wenn sie neben neuen sportlichen Herausfor-derungen mangels äußerst dürftiger Rahmenbedingungen für die 1. FF-BuLi seitens des DFB dabei auch finanziellen Interessen nachgehen.

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Und ich denke, dass Potsdam sehr gern Spielerinnen ziehen lässt, die erfahrener sind und nicht mehr ins Konzept passen, um die jüngeren, die noch gut zu formen sind, einzubauen.“

    Genau so ist es! Schröder ist ein Trainer, der die Leistungsentwicklung der einzelnen Spielerinnen genauestens analysiert und deshalb weiß, wann es Zeit ist, sich von einer Spielerin zu trennen.

    Wenn man sich mal die Karrieren einiger ehemaliger Turbine-Spielerinnen anschaut, stellt man fest, dass viele von ihnen ihre beste Phase während ihrer Potsdamer Zeit hatten. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie danach nichts mehr taugen würden.

    Gerade deshalb verstehe ich nicht den Hass, den einige Turbine-Anhänger hier immer wieder in ihre Beiträge einfließen lassen. Lasst doch Frankfurt und Wolfsburg den Spielerinnen einen schönen ‚Karriereabend‘ gönnen, das schadet Turbine Potsdam nicht im geringsten!

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  • abschalter sagt:

    @fisch: Du hättest meinem Post durchaus auch entnehmen können, dass einige erklärte Potsdam-Fans in diesem Forum dem Ansehen ihres Vereins möglicherweise schaden. Diese Möglichkeit wollte ich andeuten, indem ich die Wirkung des Forums auf mich geschildert habe.
    Etwas mehr Demut und Zurückhaltung haben noch nie geschadet.

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  • waiiy sagt:

    @Fisch: Ca. 5 Leute schreiben diese Meinung, dass Potsdam ach so geächtet wird, weil dort Spielerinnen aus der Jugend hochgezogen und dann „weggekauft“ (bei auslaufendem Vertrag?) werden. Wie viele Spielerinnen waren diese Saison eigentlich dabei, die Eigengewächse waren und noch eine realistische Chance auf viel Einsatzzeit bei Turbine gehabt hätten? Mal abgesehen von der langwierigen Verletzung von Sarholz (wodurch Schumann in die 1. Elf gerückt wäre) hatte sie weder Wich noch Bagehorn. Alle anderen waren ja keine Eigengewächse…

    Gegen diese ca. 5 Leute haben allein bei jochen-or 56 Leute gevotet, die es ganz normal finden, dass Spielerinnen Vereine verlassen und Vereine auch Spielerinnen verpflichten, auch welche die „fertig ausgebildet“ (was man ja eigentlich nie ist) sind. Und darunter sind, wie eben jochen-or auch sicher noch viele andere, die Turbine Fans sind, die sich mit der Art und Weise des Vereins voll identifizieren, aber eben auch andere Vereine wie die hier angeführten Wolfsburg und Frankfurt nicht verteufeln, die vielleicht sogar eine Entwicklung bei diesen Vereinen sehen, wo doch mehr auf Perspektivspielerinnen gesetzt wird.

    Außerdem kann man von Turbine auch behaupten, dass Anonma mit Sicherheit schon ein Star war, als sie nach Potsdam kam. Aber ich denke, dass alle zufrieden sind mit ihr. Die Kinder haben sie neben Nagasato als Favoritin und das nach wenigen Heimspielen.

    Und wenn sich Potsdam so auf die Schultern klopft, was sollen dann kleinere Vereine sagen, die über verschwindend kleine Finanzen verfügen und bei denen es die Regel ist, dass der Einkaufszettel meist leer ist?

    Ich finde, dass man sich als Turbine Fan freuen sollte mit dem eigenen Verein und dass man nicht mit dem Finger auf andere Vereine zeigen sollte, zumal man oftmals die Hintergründe nicht kennt.

    Außerdem ist jeder Wechsel einer Spielerinnen eine Chance für die Spielerin und für beide Vereine (den abgebenden und den aufnehmenden). Wer diese Chance wie nutzt, wird man sehen. Zum Beispiel denke ich, dass es beim Bajramaj Wechsel aus jetziger Sicht 3 Gewinner gibt, auch wenn Turbine in Person von Schröder sehr nachgetreten hat. Das muss man mal deutlich sagen.

    waiiy

    PS: Ich finde es nicht gerade sympatisch, wenn solche Meinungen über die Turbine Fans aufkommen, wie sie oben beschrieben wurden, weil es einige gibt, die einfach nur noch schwarz/weiß malen. Ich will einfach keinen schlechten Ruf haben, weil mein Herz für diesen Verein schlägt. Ich bin nicht intolerant und respektiere andere Vereine.

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  • Lucy sagt:

    Danke für deinen Beitrag, waiiy 🙂

    Das Blöde ist, man wird echt müde hier mitzulesen, weil es am Ende fast immer auf das Gleiche hinausläuft (Turbine, nur Turbine…). Denkt man – es kommt einem einfach wirklich so vor und die Beiträge mancher TP-Fans werden dabei immer länger und länger…

    Es ist dabei echt schwer zu beachten, bzw. sich immer wieder zu sagen, natürlich sind nicht alle TP-Fans so ! Nur leider stechen die wenigen Anderen oft zu sehr raus. Deshalb denkt man oft, hier wird nur das schon öfter angesprochene schwarz oder weiß akzeptiert und wehe man sagt mal was positives über WOB oder Frankfurt… 😉

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  • Detlef sagt:

    @Waiiy,
    Ich kann all Deinen Schilderungen absolut zustimmen, und finde es ziemlich übel, wie hier Einige über Andere herziehen!!!

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  • waiiy sagt:

    @Lucy: Eigentlich müsste bei jedem dahinter stehen, wo er Fan ist, damit man auch mal erkennt, wie viele Fans auch positive Sachen über andere Vereine sagen. Ich habe zum Beispiel schon mehrmals geschrieben, dass ich die Entwicklungen von Lira und Kessy jetzt in Frankfurt und Wolfsburg sehr positiv sehe und ich mich über jede gute Leistung bei ihnen freue, genauso wie ich darauf schaue, ob Coco, Jessica Wich und Marie-Louise bei ihren Vereinen spielen und evtl. sogar Tore schießen.

    Ich finde, man sollte bei einem Wechsel keinen Schlamm hinterherschmeißen oder davon ausgehen, dass sich die Spielerinnen bei ihrem neuen Verein nicht durchsetzen. Und das Ziel sollte doch sein, dass die Liga ausgeglichener wird (egal mit welcher Philosophie des Vereins). Das heißt, die anderen Vereine sollen aufholen (da wir ja nicht wollen, dass das Niveau von Duisburg, Frankfurt oder Potsdam sinkt).

    Ich habe mich aber auch schon wieder geärgert, dass ich soviel darüber geschrieben habe. Aber so etwas nagt an mir, weil vor allem auch andere hier richtig gute Beiträge schreiben, von denen ich weiß, dass sie Potsdam Fans sind, denen man es aber nicht anmerkt, weil sie einfach so objektiv wie möglich analysieren und keine Hetze betreiben.

    waiiy

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  • ballander sagt:

    @ waiiy: danke für deinen einsatz. mein herz hängt auch an turbine potsdam. ich kann mich nicht erinnern, generalhetze bezüglich anderer vereine in diesem forum betrieben zu haben.

    abgänge sind für mich so natürlich wie sonnenauf- und sonnenuntergang. jezz und kessi zählten im karli zu meinen lieblingsspielerinnen und ich habe ihnen alles glück der welt in hamburg und wolfsburg gewünscht. auch wenn babett geht, werde ich traurig sein, und mich gleichsam für sie freuen, etwas neues im ausland zu entdecken und sich weiterentwickeln zu können. und lira gegenüber habe ich meinen hut davor gezogen, dass sie sich von dem nachtreten schröders nicht provozieren liess. das war sehr souverän und ich wünsche ihr eine führungsrolle bei frankfurt, nachdem es bei der wm nicht so recht gelaufen ist.

    insgesamt finde ich es sehr schade, wenn man von DEN fans spricht und die einen oder anderen in die eine oder andere pauschalecke stellt.

    FÜR turbine zu sein, heisst nicht, GEGEN den rest der welt zu sein. für mich jedenfalls nicht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Beim Lesen dieser Aussage konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen:
    > Eigentlich müsste bei jedem dahinter stehen, wo er Fan ist, damit man auch mal erkennt,
    > wie viele Fans auch positive Sachen über andere Vereine sagen.

    Jeder Beitragsverfasser outet sich doch in aller Regelmässigkeit durch sein Standing für diesen o. jenen Verein, dass er im Allgemeinen hier auch deutlich zum Ausdruck bringt.
    Das also zusätzlich zum Nick das verehrte Team vermerkt ist, gehört für mich deutlich in die Kategorie „Quatsch mit Soße“ und ist überflüssig wie ein Kropf.

    Ich glaube auch nicht, dass jemand wie ich, der auch sehr kritische Töne über seinen Lieblingsverein findet und hier öffentlich macht, explizit darauf hinweisen muss.

    Der Autor abschalter, als Initiator dieses Themas, ist in meinen Augen der Ableger eines Trolls, denn objektiv hat sein Beitrag keinen wirklich ernstzunehmenden Inhalt, denn er ist alles andere als eine fach- und sachliche nüchterne Kommentierung, sondern eine Aneinanderreihung von sarkastischen Redewendungen, die nur seine literarischen Qualitäten belegen. Viel Lärm um wenig!

    Hand hoch an all diejenigen, die meinen, ich wäre HSV-Fan!

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  • jochen-or sagt:

    @abschalter

    wenn Du @fisch antwortest:

    „Du hättest meinem Post durchaus auch entnehmen können, dass einige erklärte Potsdam-Fans in diesem Forum dem Ansehen ihres Vereins möglicherweise schaden. Diese Möglichkeit wollte ich andeuten, indem ich die Wirkung des Forums auf mich geschildert habe.
    Etwas mehr Demut und Zurückhaltung haben noch nie geschadet.“

    so meine ich, dass es schön wäre, wenn Du dies so zum Ausdruck gebracht hättest, weil es sicherlich auch der Meinung vieler Potsdam-Fans entspricht.

    Fakt ist aber, dass Du selbst einen Kommentar abgelassen hast, der das von Dir hiermit beanstandete Niveau einiger TPFan-Kommentare um Meilen unterschreitet.
    Wo ist in Deinem Kommentar die Differenzierung zwischen den oben erwähnten „nur einigen“ Potsdam-Fans. Ich lese da nur, dass das für alle gilt, selbst auch und gerade für die professoralen Rechthaber, wie Du offensichtlich solche beschreibst, die sich mal mit Spiel-Systemen, wirtschaftlichen Zusammenhängen,Philosophien o.ä. auseinandersetzen – so als ob es nur für Potsdam typisch wäre, dass alle auch Bundestrainer sind.

    Du überhöhst Deine „Ansicht“, indem du so tust, als ob du ein neutraler und neuer Beobachter des FF wärest. Als Sahnehäubchen legst Du dann noch nach, dass Dir die Mannschaft Turbine ja gut gefällt. Ja, du stehst über allem. Also bist Du ja völlig objektiv, wenn nur die TP-Fans nicht so besch….. wären.
    Niederlagen von TP sind das Ergebnis von Verschwörungen – eine super erquickliche Erkenntnis.

    […]

    Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, wie viele wiederum darauf anspringen. ( oder wirbst du im Bekanntenkreis für die Däumchen?)
    Wenn es Dir wirklich ernst wäre, mal darauf hinzuweisen, dass hier einige Kommentatoren – gerade auch unter den Turbinefans – ein wenig viel und ein wenig zu subjektiv schreiben, dann würdest Du sicherlich nicht einen Kommentar ablassen, der pauschal alle Fans bis hin zu den „Professoren“ schmäht. ( Du bringst übrigens mit dem Kommentar mittelbar zum Ausdruck, selber einer zu sein.)
    Man kann Turbine oder Frankfurt oder WOB oder den FCR oder die SGS (hatte jetzt prima laute Fans in Potsdam dabei)oder wen auch immer lieben oder eben nicht mögen. Dies kann jeder sicherlich für sich begründen. Damit ist jedoch eben nicht jeder Fan einer anderen Mannschaft ein – und so liest sich dies – verblendeter, rechthaberischer Idiot.

    Ich wage zu behaupten, dass etwas mehr der von Dir verlangten Zurückhaltung ( siehe oben) Dir gut zu Gesicht stünde.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • maxsee sagt:

    1. Für die Förderung des FF und der Bundesliga ist m.E. ein gewisser und ordnungsgemäßer Vereinswechsel bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Spielerinnen und des eigenen (!) Nchwuchses nur zu begrüßen – siehe Duisburg, TP und Saarbrücken, auch wenn letztere mehr gegeben haben, als sie bekommen haben.

    2. Bei vielen Nationalspielerinnen sind die Blütenträume vor der Weltmeisterschaft, auch von den Medien befördert, geplatzt – außer Lira und Grings. Der Spielermarkt im FF ist und bleibt begrenzt.

    3. Auch im Männerfußball ist nicht alles Gold, was glänzt. Selbstverständlich liest man in den Medien jede Woche von den riesigen Gehältern der Spitzenleute in den Spitzenvereinen. Wer jedoch genau hinsieht, hört auch, daß diverse Spieler in der 1,2, und 3. Bundesliga nach Transferschluss ohne Verträge für die Saison 2011/2012 dastanden. auch der Männer-Transfermarkt ist nicht beliebig ausdehnbar.

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  • Sheldon sagt:

    @jochen: Genau meine Meinung! Es ist immer sehr einfach, populistisch alle anderen zu verurteilen und sich nicht selber an die Nase zu fassen. Gerade wenn es bestimmte Personen gibt, die pauschal zu erklärten Feindbildern ausgeschlachtet werden im Forum.

    Doch sollten wir echt hier mal überlegen, ob wir hier beim Kaffeekränzchen im Altersheim sind oder ob wir hier beim Fußball sind. Hier wird nunmal provoziert, subjektiv argumentiert und spekuliert. So ist nunmal Fußball, das macht den Kick doch aus. Ohne das wäre Frauenfußball ein langweiliger Sport, ein Ballhin- und -hergeschiebe auf Amateurniveau, eine desaströse Veranstaltung, die ganz selbstverständlich nicht mehr als eine Handvoll Fans hat.

    Fußball ist Emotion, ist Leidenschaft. Fußball ist kein objektives Gelabere über Sachen, beim Fußball wird diskutiert, wer Fußball erstklassig spielen will, der steht im Fokus der subjektiven Wahrnehmung.
    Leider haben die meisten Frauen noch nicht verstanden, damit umzugehen, den Fans auch kontroverse Sachverhalte ganz bewusst anzubieten, den Sport zu inszenieren.
    Fußball ist Show! Und wenn hier einige versuchen, diese Show zu beleben, dann würde ich das nicht verurteilen, sondern einfach mitmachen!
    Bei mir ist es so, dass mindestens 50-60% nicht unbedingt knallhart ernst zu nehmen sind, sondern der Provokation, dem kontroversen Diskutieren preisgegeben sind.

    Also bitte, habt Spaß am Diskutieren und lasst euch doch nich immer einschüchtern 🙂

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Nach langer Zeit von mir wieder mal einen „Daumen hoch“

    Du schreibst: „Bei mir ist es so, dass mindestens 50-60% nicht unbedingt knallhart ernst zu nehmen sind, sondern der Provokation, dem kontroversen Diskutieren preisgegeben sind.“

    Da habe ich eine Bitte, setze mehr Smilies ein, damit man die Provokation nicht so ernst nimmt. Sonst sieht man das Lächeln nicht… 🙂

    waiiy

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  • karl sagt:

    Ich finde den Post von Abschalter auch super , und den darauffolgenden Kommentar von berggruen1 vom Dienstag, 11. Oktober 2011 um 13.10 Uhr finde ich noch besser . Der beschreibt ziemlich genau wie es auch mir geht. Und beide Kommentare haben natuerlich auch von mir ein Daumen hoch bekommen.

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  • ballander sagt:

    ich brauche keine provokation, um spaß am fussball zu haben.

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  • jochen-or sagt:

    @sheldon

    Vereinsliebe ist o.k. und mag auch für gewisse Dinge blind machen. Die Provokation ist aber leider immer ein Ritt im Grenzbereich zu den Verhältnissen im Männerfußball – und ich bin gerade wegen der vergleichsweisen Fairness, der größeren Ehrlichkeit ( mit weniger Schauspielerei) und dem geringeren Fanatismus beim FF gelandet, wo man ja noch nicht die gegnerischen Fans in einen Käfig sperren muss!
    Wenn ich durchgängiges fanatisches Gegröhle hören will, gehe ich zu Hertha – da stehen 10.000 in der Kurve und brüllen ohne Rücksicht auf den Spielstand 90 Minuten lang. Da kann man dann prima seine Agressionen rausschreien.

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  • Sheldon sagt:

    Klar kann man auch so Spaß am Fußball haben, aber dann ist Frauenfußball nunmal das, was es ist: Ein trister Ableger vom Herrenfußball auf Landesliganiveau!

    Doch ich würde mir einfach wünschen, dass der Frauenfußball einfach mal mehr Pepp bekommt.
    Ich für meinen Teil habe mir früher super gerne Länderspiele angeschaut, egal, wie sch**** Deutschland gespielt hat, einfach nur, um den Verbalkampf von Netzer und Delling mitzuerleben. Das war auch nix Ernstes, aber es ging doch schon sehr zur Sache und sie sind eine Legende.
    Ebenso ein Oliver Kahn, der zum Teil richtig reingehauen hat (verbal und physisch ;)) und der die Emotionen in das Spiel zurückgebracht hat in Deutschland.

    Es sind einfach diese verbalen Nickligkeiten, die den Sport ausmachen. Sie machen ihn authentisch, sie geben ihm Leidenschaft. Sie erhitzen die Gemüter. Ohne sie ist der Sport langweilig, da kann man sich genauso gut andere Sportarten von Eishockey bis Bodenturnen anschauen, die sportlich wohl sehr viel anspruchsvoller sind.

    Ich liebe aber den Fußball, wie er ist und versuche auch, ihn in der Fanszene verbal zu gestalten!
    Ich habe keine Lust auf ein Publikum wie beim Derby (Pferderennen) oder beim Tennis, die nur da sind, weils dazu gehört, wo keine Stimmung herrscht, wo jeder nur hingeht, um seinen Hut spazieren zu führen.
    Und ich würde mich sehr freuen, wenn sich solche kontroversen Typen auch im Frauenfußball durchsetzen würden, die die Stimmung anheizen, die die Emotionen ins Spiel bringen, die es verstehen, den Sport auch außerhalb des Spielfeldes interessant zu machen!

    Solange es keinen Mourinho gibt oder es auf dem Platz grob unsportlich wird, weiß ich nicht, was dagegen spräche, diesem Weichspüler-Sport (;) 😉 ;), extra für waiiy :)) ein bisschen mehr Action zu verleihen!

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  • abschalter sagt:

    Ich möchte mich nach dem erneuten Durchlesen meines eigenen Posts bei den Potsdamer-Fans entschuldigen. Tatsächlich kann man die letzte Passage als Verallgemeinerung lesen, obwohl sie nicht so gedacht war.

    Es beginnt oben:
    „Doch Potsdam begegnet deren Verleumdungen, Angriffen, Benachteiligungen und Übernahmeversuchen durch engagierte Fußballprofessoren, die ganz natürlich Fans von Turbine sind. D i e s e n Fans ist kein Argument zu schade,….“

    Die zweite Passage sollte sich eigentlich auf diese „Fußballprofessoren“ beziehen, doch es kam folgendes zur Niederschrift:

    „…gegen die geballte Gelehrsamkeit, das fundierte und immer perfekt belegte Hintergrundwissen und die überragende Rechthaberei d e r Potsdamer Fans…“

    Das sollte sich auf d i e o.g. Fans beziehen, was es leider nicht explizit tut.
    Ich bedauere diese Fehler. In meinem zweiten Post ist aber dann von „einigen Fans“ zu lesen.

    Einen zweiten Fehler machte ich, als ich darauf sann, etwas Nachdenklichkeit bei bestimmten Leuten zu erzeugen, indem ich die Wirkung bestimmter Forumsinhalte auf einen von FF-Vereinen unbeleckten FF-Liebhaber (mich) zu demonstrieren.
    Bei Forum denke ich an andere Inhalte, nicht an Tribüne, bei Fußball an den Platz und nicht an die Umrandungstange.
    In diese Foren, mit Quellen- und Literaturangaben, mit Testdaten und mathematischen Beweisen, mit Regressionen und T-Tests kehre ich jetzt zurück.

    Noch viel Spaß mit Potsdam u.a. in diesem Forum.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Mit solchen Aussagen, wie die von ballander:

    > ich brauche keine provokation, um spaß am fussball zu haben.

    gelingt es mir, solche nichtsbringenden abschalter-Meinungen noch besser in den Skat zu drücken, da es auch meinem Verständnis von Sport und insbesondere FF entspricht!

    Trotzdem ergänze ich mal:Weder auf´m, noch abseits vom Platz!

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  • Sheldon sagt:

    Leute, was wollt ihr eigentlich vom FF? Wollt ihr, dass er Kult ist oder wollt ihr, dass er Geschäft ist?
    Kult UND Anzug schafft nur einer: Barney Stinson!

    Fußball ist nunmal Kampf, Fußball ist Taktik! Fußball ist aber auch Show, Fußball ist Inszenierung!
    Was Barca jede Woche mit dem Ball macht, ist Show! Aber auch das, was bei jedem Derby im Fußball abläuft, das ist Show!

    Wenn wir es nicht lernen, den FF zu zelebrieren, zu feiern, zu viel mehr als nur Fußball, zu so etwas wie Kultur zu machen, dann wird er öde und dann schafft man es nicht, den FF zu präsentieren und populär zu machen!

    Und wenn es auch alles nur gestellt ist, unsere ganzen Diskussionen: Fußball ist ein Spiel, und man muss wissen, wie man es spielt! Unsere Diskussionen beleben den FF, unsere Diskussionen machen den FF öffentlich und populistisch!

    Was meint ihr, wieviele hier noch wären nach der WM, wenn wir hier nicht so kontrovers diskutieren würden, wenn wir keine Querdenker, Provokateure etc. hätten?
    Ich tippe auf 2-4 Leute!

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  • ballander sagt:

    @sheldon: wir sind wohl so verschieden wie sonne und mond 😉 das ist auch gut so. sonst wäre es in der tat langweilig. mein fussballherz fühlt sich von der gegenwärtigen stimmung im karli ausreichend angesprochen. mir geht es da eher wie sf: ich mag es, dass es im frauenfussball noch um das wesentliche, nämlich die murmel und wie man sie spielt, geht 😉 die aggressiven nebengeräusche des männerfussballs können gern dort bleiben. ich möchte in ruhe meine bratwurst in der sonne essen und guten fussball sehen. vielleicht kann ich mir einen hut aufsetzen. warum nicht?! ohne massenhaftes polizeiaufgebot im kiez, ohne abgetrennte fanbereiche und pöbeleien. ich mag diese familienathmosphäre mit kleinen kindern im stadion, die sich über ein autogramm von yuki freuen. und vieles, vieles mehr 😉

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  • Postel sagt:

    Jetzt werde ich langsam müde. Denn es reicht auch langsam. Da schreibt sich mal jemand seinen Frust von der Seele und zahlreiche finden diesen Beitrag gut (Daumen hoch). Und die sich ertappt fühlen, angesprochen worden zusein, wollen nun wieder nichts gewesen sein. Für mich giebt es ein Fazit aus diesen Beiträgen. 1. Hier tummeln sich etliche Beratungsresisente! 2. Ich kenne einige Turbine Fans, die fast immer auch zu den Auswärtsspielen mit dabei und mir unwarscheinlich sympatisch weil offen und ehrlich sind. Aber ich glaube die haben hier noch nie einen Kommentar abgegeben. 3. Daher nervt mich auch manchmal die Kommentare der Möchtegern-Experten. Nichts desto Trotz: Ich mag den großteil der TP Fans. Ganz besonders die wahren und aufrichtigen mit denen ich mich zwei oder drei mal im Jahr auf AUGENHÖHE unterhalten kann.
    Allen noch eine schöne Woche und am Wochenende wird wieder gespielt und die Karten neu gemischt!

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  • Sheldon sagt:

    @Postel: Schön, dass du genau weißt, wer die wahren Turbine-Fans sind. Find ich echt toll, dass du das so genau bewerten kannst.

    @ballander: Ich denke schon, dass es einen Mittelweg zwischen dem stupiden Sonntagnachmittagbesuch im Stadion gibt, mit Bratwurstessen und allem Drum und Dran und Zuständen wie in Frankfurt oder leider in letzter Zeit auch in Bremen gibt.

    Problem im Fußball: Die meisten Fußballfans haben ihre Unschuld verloren. Jeglichem „radikalen“ Diskutieren wird gleich feindselig gegenüber gestanden. Man vermutet hinter allem und jedem radikale Hooligans.
    Dabei ist doch das, was wir hier betreiben, das, was dem Fußball überhaupt erst zum Erfolg in Deutschland verholfen hat. Das Stammtischgespräch war doch überhaupt erst der ausschlaggebende Punkt für volle Stadien!
    Wenn ich mir Pokalspiele aus den 60ern anschaue, dann war damals selbst auf dem Dorf eines Drittligisten das Stadion massenweise überfüllt. Jeder, der nur irgendwie konnte, wollte dabei sein. Fußball war Volksfest, Fußball war die Chance des kleinen Mannes, seine Meinung zu sagen, seinen Frust abzulassen, mit anderen zu diskutieren, endlich mal selbst was zu sagen haben.

    Wenn wir mit dem Frauenfußball es schaffen, diese unschuldigen Zustände aus den 60er Jahren wieder zu beleben, dann wird der FF boomen! Die Leute sehnen sich nach diesem emotionalen, aber unschuldigem Sport zurück. Viele Leute schauen Fußball doch heute nur noch aus Gewohnheit, doch in Wirklichkeit hassen sie die Geldschneiderei, die dort betrieben wird, das ständige Gerangel um die Millionen und Abermillionen!
    Diese Leute könnte man mit dieser gefühlten Zeitreise 50 Jahre zurück auffangen, diese Leute könnte man von der Idee des FFs langfristig begeistern, denn hierin werden sie die erneute Chance erkennen, diesen Sport besser, gesünder zu entwickeln.
    Und es werden sich die Kultmannschaften entwickeln, wie seinerzeit Köln, Gladbach, Bayern, Frankfurt, Nürnberg usw.! Das ist die Aufgabe und die Vision des FFs! Und daran sollten auch wir Fans arbeiten und uns nicht unserer Lethargie und Sattheit hingeben!

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  • Lucy sagt:

    @Sheldon

    Was für Zustände in Frankfurt und Bremen ?

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  • Sheldon sagt:

    Fanausschreitungen, Pyrotechnik etc.
    Rostock kann man da auch noch als Beispiel nennen. Sowas wollen wir natürlich nicht, aber ich glaube auch nicht, dass solche Dinge gleich passieren, nur weil man ein bisschen mehr Populismus und Kampagne betreibt!

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  • Lucy sagt:

    Achso, du meintest bei den Männern. Dachte schon, ich hätte da iwas versäumt… 😉

    Ja, das ist ganz besonders schlimm und muss jedes Mal hart bestraft werden, wenn möglich !

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  • Sheldon sagt:

    Der Meinung bin ich auch und ich denke, es ist an der Zeit, im Frauenfußball zu zeigen, dass es auch anders geht. Dazu muss man aber als Frauenfußball seine Aufgabe als Kultsportart annehmen, als Stammtischsportart, als Sportart, in der auch mal verbal die Fetzen fliegen.
    Kult gehört zum Fußball und es muss auch zum FF gehören, aber der FF muss diesen so pflegen, dass er nicht ausartet, dann wird er viele Freunde finden!

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  • Mika sagt:

    Eigentlich ist hier alles schon zu Tode diskutiert worden. Und man sollte wohl den Thread sterben lassen. Aber Sheldon hat da etwas angesprochen was ich interessant finde. Drum entschuldigt bitte:

    @Sheldon:

    Ich bin einer der Menschen die du ansprichst, welche den Frauenfußball (und die dritte Männerliga) verfolgen weil sie die „Geldschneiderei“ im Männerfußball nicht mehr ausstehen können. Allerdings denke ich, dass letztendlich die einzige logische Schlussfolgerung deiner Emotionalisierung und Popularisierung des FF genau diese „Geldschneiderei“ sein wird. Auch wenn dies vielleicht nicht den Wünschen der Spielerinnen entspricht, ich bin froh, dass im Karli höchstens 3000 Menschen sind, und dass die Spielerinnen nicht Millionen verdienen.

    Genauso bin ich froh, dass (meistens) im FF der Sport im Vordergrund steht und nicht die Politik und Auseinandersetzung. Drum:

    @abschalter, Jennifer und die anderen beleidigten nicht-Potsdamer:

    Als Potsdam Fan der nicht viele Spiele live sehen kann, bin ich sehr froh über dieses Forum. Hier kann ich von Leuten die bei den Spielen waren ihre Meinungen zu meiner Lieblingsmannschaft hören.

    Diese Diskussion zu einem Artikel über TP („Potsdam übernimmt Tabellenführung“) war eine interessante, unschuldige Diskussion über Potsdamer Taktiken, Aufstellungen, Spielerinnen, ohne irgendeinen verhöhnenden Kommentar über andere Vereine… bis die anti-Turbine-Leute provozieren mussten… Wenn ihr die Kommentare von Potsdam Fans über ihren Verein nicht lesen wollt, dann liest sie einfach nicht. Wenn ihr neidisch auf die vielen belebten unschuldigen Diskussionen der TP Fans über TPs Taktiken, Aufstellungen, etc. seid, dann schreibt zu Artikeln über eure Vereine eure eigenen Kommentare. Warum muss es diese dumme Diskussion immer wieder geben? Für mich lenkt sie nur von den eigentlich interessanten Themen ab.

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  • waiiy sagt:

    @Mika: Ich kann immer nur wiederholen, dass ich im Gegenzug eben auch gern viel über die anderen Spiele erfahren würde, über Aufstellungen und Taktiken, über Fehler bzw. Schwierigkeiten im Spielverlauf. Schade, dass mit solchen Informationen leider oft nur die Potsdam Fans dienen. Es sollte viel reger über die anderen Spiele berichtet werden, dann würde an den ausführlichen Schilderungen aus Potsdam keiner mehr Anstoß nehmen.

    Außerdem ist es in meinen Augen kaum verwunderlich, dass hier am meisten von den Anhängern geschrieben wird, die ihr Herz der erfolgsreichsten Mannschaft der letzten Jahre gegeben haben und durch die Erfolge natürlich auch meisten stolz sind. Außerdem hat der Verein auch die zweitmeisten Anhänger (ich beziehe mich nur auf die Zuschauerzahlen).

    waiiy

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  • Katerli sagt:

    wieviel Fans kommen eigentlich z.B. von Frankfurt mit nach Potsdam oder sonstwohin gereist? Gibt es da einen Unterschied zu den Zuschauerzahlen in den Heimstadien (im Vgl.) oder sind auch mehr aus Frankfurt in Potsdam als Potsdamer in Frankfurt und sonstwo?

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  • Andreas sagt:

    @Mika
    Man kann nicht einerseits sich wünschen, dass der FF populärer wird und mehr es mehr Berichterstattung gibt und auf der anderen Seite hoffen, dass der Sport provinziell bleibt und nicht mehr als 3.000 Zuschauer ins Stadion kommen. Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Fussball ist nunmal ein Sport, der auch von großen Emotionen, Spannung und Fanleidenschaft lebt. Und da kommt bei maximal 3.000 Zuschauern einfach keine großartige Stimmung. Es muss einfach einen Unterschied geben, ob ich bei meinem Dorfverein an der Bande stehe oder in der Bundesliga. Auch wenn das natürlich gehypt war, sollte die WM was Zuschauerinteresse und Berichterstattung angeht ein – wenn auch fernes – Ziel sein. Ich fand es jedenfalls (selbst im Fernsehen) Gänsehaut pur, wie das Publikum in Wolfsburg die Mannschaft nach dem Rückstand gegen Japan nach vorne gepeitscht hat. Sowas will ich erleben und nicht schon jubeln müssen, wenn bei einem Champions League Spiel in Frankfurt 2.600 Zuschauer kommen.

    Von daher kann ich nur sagen, dass es absolut sinnvoll ist, den Sport zu professionalisieren und auch besser zu vermarkten. Und zu sagen, die Spielerinnen sollen mal mit ihren kleinen Gehältern zufrieden sein, damit ja alles so klein und kuschlig bleibt wie es ist, finde ich etwas vermessen. Das muss man mal den Frauen sagen, die neben ihrer Fussballkarriere noch einen Fulltimejob abreißen, um dann am späteren Nachmittag zum Training zu hetzen. Ob die über solche Statements begeistert wären?

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  • Sheldon sagt:

    @Mika und Andreas:

    Einerseits stimme ich Mika zu, es muss provinziell bleiben. Der Sport darf nicht DIE mediale Aufmerksamkeit bekommen, jedenfalls nicht so wie bei den Männern, sondern wenn überhaupt nur auf natürlichem Wege, sprich, dass die Medien irgendwann einfach zu den Spielen kommen müssen, weil es so viele Leute interessiert und zwar nicht nur oberflächlich, sondern von ganzem Herzen.

    Dennoch muss dann aber gewährleistet sein, dass den Frauen nicht einfach nur fürs Fußballspielen das Geld hinterhergeschmissen wird. Sie müssen alle noch etwas nebenbei machen, das du vom zenhjährigen Vollprofitum dein ganzes Leben zehren kannst, das wird es bald auch nicht mehr bei den Männern großartig geben. Grundsicherung ja, Vollprofitum bitte nicht.
    Allerdings kann man es ihnen erleichtern, beispielsweise gibt es am Sportinternat in Potsdam 14 Schuljahre statt 13, um eine gute Kombination von Sport und Schule zu ermöglichen.
    Sie müssen auch nicht in der Zeit arbeiten, doch sollten sie sich wenigstens weiterbilden, sodass sie im Beruf drin bleiben bzw. einen erlernen, den sie dann nach der Karriere weiterbetreiben können.

    Letztlich muss ich aber auch sagen, dass 3000 Fans eine ziemliche Stimmung machen, wenn alle mitmachen. Bei Auswärtsspielen schaffen es zum Teil 50 Potsdamer alleine, gute Stimmung zu erzeugen! Wenn dann alle 3000 so mitziehen würden, dann wäre das ein Hexenkessel!
    Und wir sollten echt von diesem FBL MBL wegkommen, vergleicht es lieber mit der 3. Liga!

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  • Mika sagt:

    @Andreas:

    Klar wäre es schön, wenn zumindest die Bundesliga Spielerinnen vom Fußball leben könnten. Aber für mich ist Fußball als Hobby interessanter als Fußball als Leistungssport. Dass die meisten da anderer Meinung sind kann ich natürlich auch nachvollziehen.

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  • Uwe sagt:

    @sheldon, Andreas:
    Die Argumentation, Männerfussball im hochprofessionellen Top-Bereich zu meiden, kann ich nachvollziehen. Ich sehe mir derartige Spiele auch nicht mehr im Stadion an, weil ich u.a. ungerne einem 20jährigen seinen Zweit-Ferrari sponsern möchte. Der Männer-Profifussball ist wie eine hochgepushte Blase, die irgendwann platzen muss. Vorboten waren vor dieser Saison in Spanien und Italien bereits zu bewundern. Ich sehe mir lieber FF-Zweitligafussball und obere Amateurklassen bei den Herren an bei mir „um die Ecke“ an, in der Hoffnung hier „ehrlicheren“ Fussball zu sehen. Ich glaube, FF muss einen eigenen Weg gehen und sollte nicht versuchen den MF zu kopieren, da gebe ich z.B. Bernd Schröder recht. Es fragt sich auch, ob im Bereich des hochprofessionalisierten Fussballs überhaupt noch Platz ist für FF. Das wäre ein interessantes Thema, das mal von womensoccer aufgegriffen werden sollte.

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  • Andreas sagt:

    Es geht mir auch nicht darum, dass der FF den MF kopieren sollte. Das ist ja auch gar nicht machbar, schließlich hat MF schon eine 100 jährige Geschichte. In den 60´ern war das beim MF auch noch nicht so wie heute. Insofern ist das natürlich nur über eine natürliche Entwicklung möglich. Dazu gehört aber auch, dass sich die Vereine und die Liga professionalisieren und den jeweiligen Verein und die Spiele besser vermarkten. Frankfurt hat da ja wohl einen Anfang gemacht. Und es geht mir auch nicht um Riesengagen oder darum, dass man keine Ausbildung oder Studium haben soll. Aber mind. während der Zeit, wo die Spielerinnen auf dem höchstem Niveau sind, sollte es möglich sein, dass sie 2 mal am Tag wie Profis trainieren können. Das würde ja auch der Spielqualität und dem deutsche FF insgesamt zu Gute kommen.

    Klar kann man über die Millionengagen im MF streiten, aber erstens ist das Angebot und Nachfrage und zweitens betrifft das ja nicht alle Erstligspieler. Mich stört es eigentlich eher in Italien und Spanien, wo die Vereine im Grund alle pleite sind. Deswegen sind die Spiele aber trotzdem sehr sehenswert und eine Stimmung wie beim Heimspiel von 96 gegen Sevilla ist einfach gigantisch. Sorry, das hat nichts mit 2.000 Zuschauern bei Turbine Potsdam zu tun.

    Ich akzeptiere ja, wenn man der Meinung ist, es sollte im FF so bleiben wie es ist. Dann kann man sich aber auch nicht beklagen, dass der FF nicht aus seinem Mauerblümchendasein herauskommen kann.

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  • Sheldon sagt:

    Es ist doch hier eigentlich die Frage, um die wir uns die ganze Zeit drehen: Wie kann man Frauenfußball möglichst attraktiv machen, ohne Zustände wie im Männerfußball zu bekommen?

    Ich denke, das ist die Frage, die sich der FF beantworten muss, insbesondere die Vereine und der DFB!
    Man muss auch im Sport allgemein über ein duales System aus Schule/Studium und Sport nachdenken: Wie bekommt man Ausbildung/Schule/Studium mit dem Profifußball unter einen Hut?

    Solche Dinge wie in Potsdam (14 Schuljahre statt 13), aber auch andere Konzepte wie die Kooperation mit Firmen vor Ort, in denen die Spielerinnen dann flexibel arbeiten können, die Firmen als Entschädigung dazu für sich Werbung machen dürfen oder am Vereinserfolg finanziell beteiligt werden oder auch die Integration in eine Hochschule oder eine Uni müsste man auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen.

    So oder so, Sport erfordert immer auch die Bereitschaft, über die Grenzen zu gehen. Im FF gibt es schon Beispiele, wo Spielerinnen (Kemme bspw.) zur Schule oder Arbeiten gehen und dennoch zweimal am Tag wie Profis trainieren! Das ist möglich, doch es erfordert unbändigen Willen, eine materielle Grundversorgung und einen enormen Kraftaufwand.

    Am Ende müssen wir ja auch sehen: Die Spielerinnen müssen später wieder einer normalen Arbeit nachgehen. 15 Jahre ohne Berufserfahrung machen sich da nicht gut in der Bewerbung und ein Arbeitgeber nimmt dich nicht nur, weil du mal Profifußball gespielt hast.

    Und Mika sagt es schon ganz richtig: Fußball ist ein Spiel und Fußball ist ein Hobby. Schön, wenn es dabei bleiben würde!

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