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Frankfurt unter Druck, Schaulaufen in Potsdam

Von am 5. Oktober 2011 – 10.01 Uhr 20 Kommentare

Heute stehen für die beiden deutschen Vertreter in der UEFA Women’s Champions League die Rückspiele im Sechzehntelfinale auf dem Programm. Während Turbine nach dem 6:0-Sieg im Hinspiel ruhigen Gewissens ein paar Experimente durchführen kann, droht dem 1. FFC Frankfurt nach der Niederlage vor einer Woche das frühe Aus.

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Bereits um 15 Uhr (live im hr-fernsehen) muss der 1. FFC Frankfurt im Stadion am Brentanobad gegen den amtierenden norwegischen Meister Stabæk Fotball das 0:1 aus dem Hinspiel wettmachen.

Chancenverwertung verbessern
„Im Rückspiel müssen wir jetzt noch mehr Gas geben und konsequent unsere Chancen nutzen“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert. Genau das war seiner Elf eine Woche zuvor trotz einer Vielzahl von guten Möglichkeiten nicht gelungen. „Ich stelle mich auf ein Geduldsspiel ein, im Zweifelsfall kann das 120 Minuten dauern“, erklärt Kahlert weiter.

Stabæk träumt vom großen Coup
„Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber wir werden zumindest 90 Minuten noch einmal hart arbeiten müssen. Aber glücklicherweise haben wir ein Team, das dies auch weiß“, so Stabæk-Trainer Roger Finjord, der vom neuerlichen Coup gegen den deutschen Vizemeister träumt.

Schröder ändert Formation
Weniger spannend wird sich das Rückspiel im Karl-Liebknecht-Stadion (live ab 19 Uhr auf Eurosport) gestalten, da Turbine mit einem Sechs-Tore-Vorsprung im Rücken der Aufstieg ins Achtelfinale nur noch rechnerisch zu verwehren ist. Potsdams Trainer Bernd Schröder kündigte denn auch bereits an: „Wir werden in unserer Mannschaft die ein oder andere Veränderung vornehmen.“

Tabea Kemme

Wieder mit von der Partie: Tabea Kemme © Sandra Kunschke / girlsplay.de

Kemme wieder fit
So soll die nach ihrem Muskelfaserriss im Oberschenkel wiedergenesene Tabea Kemme zu Einsatz kommen, auch im Sturm soll es Veränderungen geben, so könnte etwa Chantal de Ridder in der Anfangsformation stehen. „Alle Spielerinnen sind gewillt zu zeigen, was sie draufhaben. Die Zuschauer sollen und werden für ihr Eintrittsgeld im Rückspiel auf jeden Fall etwas geboten bekommen“, verspricht er trotz des Vorsprungs den Fans ein Spektakel.

Thór/KA  will Erfahrung sammeln
Doch auch Hlynur Svan Eiríksson, Trainer der Mannschaft von Thór/KA, will sich trotz des 0:6 im Hinspiel nicht kampflos geschlagen geben. „Wir wollen ein bis zwei Tore schießen. Eigentlich wollen wir das Spiel gewinnen.“ Seine Mannschaft könne aus den Partien gegen Potsdam viel lernen und viel für die eigene Entwicklung ziehen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Manu sagt:

    Frankfurt führt bereits im 1:0!

    Falls es jemanden interessiert, auf der Seite vom HR gibt es einen Live-Stream vom Spiel FFC Frankfurt vs. Stabaek.

    Gruß aus Potsdam

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  • jeanwood sagt:

    und eine live-übertragung im hr.

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  • Lusankya sagt:

    Argh, ganz vergessen, dass es so früh schon angefangen hat.

    2:0 das beruhigt etwas, aber ich sehe im Ticker, dass die Norwegerinnen einen Elfer verschossen haben. =O
    Hoffentlich fällt bald das 3:0, denn sonst wäre man bei einem Gegentor wegen der Auswärtstorregelung draußen.

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  • timmy sagt:

    3:1. 🙂 Die Schiedsrichterin hat meiner Erinnerung nach noch nicht einen Freistoß gepfiffen. Irgendwie gönn ichs den Stabeckern doch langsam, was die für Chancen hatten.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, 4:1 in der 90. Minute, wie war das noch mit Schützenfest???

    Wenn ich bedenke, dass Stabaek noch einen Elfer verschossen haben soll, dann würde ich mal sagen, Glück gehabt!

    Im Achtelfinale trifft man dann wohl auf PSG, die werden nicht so leichtfertig Torchancen wie Frankfurt und Stabaek vergeben. Das wird noch eine große Zitterpartie werden.

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  • Detlef sagt:

    4:1 für Mainhatten, das war doch knapper als gedacht!!!

    Hätte wenn und aber bringen Stabaeck nicht weiter, wenn man seine Chancen nicht konsequent nutzt!!!

    Frankfurt ist in dieser Form kein Schreckgespenst!!!

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  • Detlef sagt:

    Ich bin mal gespannt, ob Schröder seinen zweiten Anzug spielen läßt???

    Sinnvoll wäre es allemal, denn so könnten sich die Reservespielerinnen auch einmal beweisen!!!

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  • abschalter sagt:

    Der Sieg geht schon in Ordnung, denn Frankfurt war die bessere Mannschaft und hatte insgesamt mehr Möglichkeiten. Es wäre eher glücklich gewesen, wenn Stabaek weitergekommen wäre – möglich war es natürlich. Bein FFC fehlts noch immer im spielerischen Bereich. Es fehlen doch sichtbar Maro und Kulig.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlief: Potsdam in folgender Aufstellung: Berger – Kerschowski I., de Ridder, Hanebeck, Cramer, Zietz, Wesely, Odebrecht, Schmidt, Kemme, Mittag

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Danke für die Info!!!
    Schön das KABA wieder fit ist!!!
    Ich hätte mir eine noch mutigere Aufstellung gewünscht!!!

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  • Sheldon sagt:

    Schön, dass Berger und Kemme wieder dabei sind. Außerdem haben de Ridder und Wesely ihre Chance echt verdient, auch wenn ich Wesely eher auf außen als in der Zentrale sehe.

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  • Sheldon sagt:

    4:0 nach 20 Minuten, so sieht Dominanz aus!

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  • xXx sagt:

    Nach den ersten 30 Minuten hat es Turbine dann etwas ruhiger angehen lassen und prompt ein Gegentor kassiert nach der ersten Torchance der Isländerinnen.

    Hoffentlich ist da in der 2. Halbzeit wieder ein bisschen mehr Zug drin bei Turbine.

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  • Michele sagt:

    Wenn man so dominant sein will, darf man sich auch keinen Gegentreffer erlauben. Aber Turbine gewinnt auch dieses Spiel locker und leicht.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, ich mein, mit der 2. Garde (Wesely, Kershowski, de Ridder) kann das schon mal passieren. Gerade beim Stand von 4:0!

    8:2 und 6:0 ist jedenfalls sehr viel deutlicher als 4:1 und 0:1!

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  • TomS sagt:

    Auch mal ein Lob an Eurosport. War eine super Übertragung! Fand ich sehr professionell.

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  • horst sagt:

    Was ist denn eigentlich aus Potsdams „Tänzchen“ vor dem Spiel geworden?
    Sonntag gegen Essen ist es mir das erste Mal aufgefallen, dass dieser gar nixht mehr gemacht wird und auch heute war davon leider nichts mehr zu sehen…

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  • FFFan sagt:

    @ timmy:

    Frau Palmquist hat definitiv mehrere Freistöße gepfiffen. Einer davon führte zum 1-0!

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  • Hanna Hinrich sagt:

    TomS hat Recht — Großes Lob an Eurosport für die super Übertragung mit Wayne Boyce und Emma Hayes.

    Laut Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Emma_Hayes) war Frau Hayes assistant coach bei den Arsenal Ladies, dann head coach bei den Chicago Red Stars, immerhinque.

    Kennt jemand den Unterschied zwischen einem „centerback” und einem „fullback”? Ich rätsele ….

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  • Markus Juchem sagt:

    @Hanna Hinrich: fullback = Außenverteidiger, centre-back = Innenverteidiger

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