Sorgen die Außenseiter für Überraschungen?

Von am 4. Oktober 2011 – 22.00 Uhr 24 Kommentare

Die Rückspiele im Sechzehntelfinale der Champions League versprechen am Mittwoch und Donnerstag große Spannung. Bei den Finalisten der Vorsaison wird nichts mehr anbrennen, doch andere Teams müssen zittern.

Dazu gehört nicht nur der 1. FFC Frankfurt, der in der vergangenen Woche gegen Stabæk eine 0:1-Niederlage einstecken musste  und im Rückspiel am Mittwoch (15 Uhr, live im HR) gegen das frühe Ausscheiden kämpft, obwohl der FFC im Hinspiel zahlreiche Möglichkeiten hatte.

Mehr Gas geben
„Im Rückspiel müssen wir jetzt noch mehr Gas geben, und wenn wir dann die sich bietenden Chancen endlich konsequenter nutzen, bin ich davon überzeugt, dass wir mit unserem tollen Publikum im Rücken die Wende herbeiführen“, so FCC-Trainer Sven Kahlert. Mit LdB FC Malmö wird es allerdings noch für einen anderen Favoriten eng.

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Malmö kämpft gegen Niederlage
Die Schwedinnen verloren gegen Tavagnacco mit 1:2 – der Anschlusstreffer durch Nilla Fischer fiel erst in der 89. Minute. Malmös Chancen im Rückspiel erhöht dieser Auswärtstreffer allerdings beträchtlich; die Partie, die unter der Leitung der Engländerin Alexandra Ihringova steht, verspricht, ein heißer Kampf zu werden.

Für Kim Little ist der Achtelfinaleinzug mit Arsenal nur noch Formsache. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Klare Sache für die Altmeister
Für die bisherigen Titelträger der Champions League bzw. des UEFA Cups, den 1. FFC Turbine Potsdam, Arsenal und Olympique Lyonnais ist ein Einzug ins Achtelfinale dagegen nur noch Formsache. Potsdam geht mit einem 6:0-Auswärtserfolg in das Rückspiel gegen Thór am Mittwoch (19 Uhr, live auf Eurosport), Lyon empfängt zeitgleich die Rumäninnen von Olimpia Cluj; das Hinspiel endete 9:0 für die Französinnen. Arsenal, Sieger von 2007, nimmt einen 4:0-Erfolg gegen Bobruichanka mit ins Rückspiel auf den eigenen Platz – und gewährt allen Zuschauern freien Eintritt.

Offene Duelle
Diverse Hinspiele in der Vorwoche endeten allerdings unentschieden, und so erscheinen einige Duelle sehr offen. Bristol Academy und Voronezh trennten sich ebenso 1:1 wie Valur Reykjavík und Glasgow City. Der Sieger dieser Begegnung wird der Achtelfinalgegner für den 1. FFC Turbine Potsdam. 2:2 endete die Begegnung zwischen Apollon und Sparta Praha.

Alle Begegnungen im Überblick

Mittwoch, 5. Oktober
Torres – ASA Tel Aviv (12 Uhr, Hinspiel 2:0)
1. FFC Frankfurt – Stabæk  (15 Uhr, live im HR, 0:1)
Sparta Praha – Apollon (15.30 Uhr, 2:2)
Paris Saint Germain – Peamount United (17 Uhr, live auf Eurosport, 2:0)
Voronezh – Bristol Academy (17 Uhr, 1:1)
Arsenal – Bobruichanka (17 Uhr, 4:0)
Olympique Lyonnais – Olimpia Cluj (19 Uhr, 9:0)
Fortuna Hjørring – Young Boys Bern (19 Uhr, 3:0)
1. FFC Turbine Potsdam – Thór (19 Uhr, live auf Eurosport, 6:0)
FC Neulengbach – CSHVSM (20 Uhr, 1:2)

Donnerstag, 6. Oktober
Rossiyanka – Twente (14 Uhr, 2:0)
Valúr Reykjavík – Glasgow City (18 Uhr, 1:1)
Brøndby – Standard Liège (18.30 Uhr, 2:0)
Rayo Vallecano – PK 35 (19 Uhr, 4:1)
LdB FC Malmö – Tavagnacco (19 Uhr, 1:2)
Kopparbergs/Göteborg – Osijek (19 Uhr, 4:0)

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24 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Daumen drücken für Frankfurt!

    Bei Turbine könnten sich eigentlich 3 Spielerinnen ihre 2. gelbe Karte holen, damit sie möglichst schnell wieder unbelastet sind… 😉

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    Ich weiß nicht, ob ich Frankfurt jetzt unbedingt die Daumen drücke! Das wäre der Leistung von Stabaek aus dem Hinspiel gegenüber nicht fair.
    Ich werde mir das Spiel morgen anschauen, ein kühles Bierchen dazu trinken (ach ne, das erst abends bei Turbine^^) und werde einfach neutral die Spielphilosophie beider Teams beobachten.
    Wer es am Ende verdient hat, das wird man danach sehen.

    Allerdings sind für mich auch eher noch andere Partien interessant:
    Neulengbach-CSHVSM und natürlich Malmö-Tavagnacco, da auch meine beiden dänischen Vereine sowie Torres durch sind!

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  • Frank W. sagt:

    Christine Baitinger hat das Hinspiel gepfiffen, das Rückspiel pfeift Alexandra Ihringova.

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  • FFFan sagt:

    Bin mal gespannt, ob Frankfurt das Blatt noch wenden kann. Trainer Sven Kahlert hat angekündigt, seine Mannschaft werde „ein Feuerwerk abbrennen“. Gegenüber der Leistung vom Sonntag muss auf jeden Fall eine Steigerung her…

    Ich rechne mit folgender Aufstellung:
    Angerer – Krieger, Bartusiak, Kumagai, Thunebro – Garefrekes, Smisek, Behringer, Huth – Bajramaj, Crnogorcevic.

    Eine Überlegung wert wäre aber auch, Huth erst mal draußen zu lassen, Bajramaj nach außen zu ziehen, Smisek als zweite Spitze und Weber im zentralen Mittelfeld aufzustellen. Mit dieser Formation (bis auf die Torwartposition) spielte der FFC gegen Bad Neuenahr von der 64. bis zur 85.Minute und war in dieser Phase noch am torgefährlichsten!

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  • Nora Kruse sagt:

    @ Frank W.: Das stimmt! Danke für den Hinweis.

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  • waiiy sagt:

    Auf Framba.de habe ich folgendes zum Spiel in Potsdam gefunden: „Potsdams Trainer Bernd Schröder hat bereits angekündigt, in der Offensive ein wenig experimentieren zu wollen. Zudem soll Tabea Kemme nach ihrem überstandenen Muskelfaserriss in die Startelf zurückkehren.“

    Schön, dass Tabbi wieder dabei ist. Ich bin gespannt, wie sich das in der Offensive zeigen wird. Vielleicht kommt ja Chantal de Ridder von Anfang an und Genoveva Anonma kriegt eine Auszeit.

    waiiy

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  • Michele sagt:

    Ich hoffe das der FFC heute ein Feuerwerk abbrennen wird. Ebenfalls der Meinung bin ich, dass man Smisek vielleicht in den Sturm ziehen sollte, neben Bajramaj. Ana-Maria hat noch nicht die nötige Erfahrung für so ein wichtiges Spiel. Weber könnte dann auf die „6“ rutschen. Jeder deutsche Frauenfussballfan sollte heute Frankfurt die Daumen drücken. Egal ob er sonst für Potsdam oder Duisburg jubelt.

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  • Sheldon sagt:

    Wer soll denn bei Frankfurt ein Feuerwerk abbrennen???

    In der Bundesliga haben bisher Bajramaj 4 Tore, Huth, Crno je 1, Landström 0.

    Wo sollen die Tore denn auf einmal herkommen, wenn die Stürmerinnen mittlerweile ja sogar beim Elfmeter verschießen?

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  • jochen-or sagt:

    Stabaek ist eigentlich in einer Krise. Die Meisterschaft ist mit zwei aufeinander folgenden Niederlagen ( davon eine nach langer ungeschlagener Serie zu Hause) verspielt und danach haben sie am Sonntag mit Ach und Krach durch ein Tor in der 84. Minute noch gegen Klepp 2 : 1 gewonnnen.

    Der Sieg gegen Frankfurt war zudem sehr glücklich.

    Andererseits zeigte sich, dass sie kontrolliert aus der Abwehr heraus spielen können – was in Norwegen so gut wie nie gezeigt werden konnte, weil sie jeweils der Favorit sind/waren und das Spiel machen mussten.

    Sie sind daher für das Match gegen den 1. FFC insoweit nicht ganz leicht einzuschätzen.

    Ich tippe dennoch klar auf Frankfurt, gerade wenn diese ein frühes Tor schaffen.

    Ansonsten kann dies wegen der Auswärtstorregelung durchaus eng und spannend werden.
    Dies wäre dann für einen neutralen Betrachter ein schöner Fernsehnachmittag, zumal wenn man tendenziell eher zum Außenseiter hält!

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  • waiiy sagt:

    @Michele: Wird gemacht –> Daumen drücken aus Potsdam… 🙂

    @Sheldon: Lira (auch wenn Du es die Antwort nicht lesen willst)!

    waiiy

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  • Sant sagt:

    Original von Sheldon: Das wäre der Leistung von Stabaek aus dem Hinspiel gegenüber nicht fair.

    Kein Wunder, die Verletzungsmisere von Stabaek FK geht weiter: Vier Leistungsträgerinnen Trine Bjerke Rönning, Amelie Rybäck, Maiken With Pape und Melissa Wiik. Die ehem. Nationalspielerin Lise Klaveness und Ingrid Saethre haben noch immer Konditionsrückstand auf Grund länger Verletzungspausen.
    Ein großes Lob an die 16-jährige Abwehrspielerin Ingrid Bakke, die gegen die Angriffsspielerinnen aus Frankfurt gut gekämpft hat. 🙂

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  • Frieda sagt:

    @Sheldon
    Noch dazu hat Frankfurt in der Bundesliga genau so viele Tore erzielt, wie Potsdam und steht auch in der Tabelle vor Turbine. Und Frankfurt hat in Norwegen gut gespielt, teilweise sehr gut, eben nur eine fatale Chancenauswertung gehabt.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Lira hat gerade einmal 4mal in 6 Pflichtspielen getroffen. ´
    Damit kommt sie lange nicht an die Topquoten von Anonma oder Nagasato ran.

    Ich denke, wir sollten nicht so abgrundtief patriotisch sein, was das anbelangt. Kann heute leider doch nur einen Teil des Spiels (die zweite Halbzeit) schauen und hoffe einfach, dass Frankfurt ein gutes Spiel zeigt.
    Ich will guten Frauenfußball sehen und wenn Stabaek den zeigt und Frankfurt nicht, dann gönne ich Stabaek, wenn sie weiterkommen.

    Dieses Ganze „heute sollte jeder deutsche Frauenfußballfan Frankfurt die Daumen drücken“ ist doch Schwachsinn. Das ist überzogener Patriotismus und führt zu gar nix.
    Ich will einen würdigen Sieger sehen, egal, aus welchem Land!

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda: Frankfurt hat gegen Stabaek genauso gut gespielt wie Deutschland gegen Japan, und dennoch hat Japan völlig verdient gewonnen, weil sie es geschafft haben, in einem Moment die gesamte deutsche Defensive auszuhebeln, mit einem Angriff, was Deutschland mit 20-30 Angriffen nicht geschafft hat.

    Ja, Frankfurt hat genauso viele Tore wie Potsdam, nur wie? Man kann kein Feuerwerk abbrennen, wenn man bis zur 60., 70. Minute mit dem Toreschießen wartet.
    Und bis auf Essen hat Frankfurt bis jetzt gegen den 8., 9., 11. und 12. der Liga gespielt und hat dennoch NUR 14 Tore auf dem Konto, während Turbine, die beileibe bisher nicht gut gespielt haben, gegen den 5., 6., 9. und 10. gespielt hat und dabei genauso viele Tore erzielt hat (Essen ebenfalls ausgenommen).

    Das sind schon Unterschiede, auch in der Entstehung der Siege!

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  • Michele sagt:

    @Sheldon
    Ich bin auch kein Freund von Turbine Potsdam, aber drücke ihnen in der CL trotzdem die Daumen. Das solltest du auch machen.

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  • Sheldon sagt:

    Und wieso sollte ich Stabaek nicht die Daumen drücken?

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  • Andreas sagt:

    @sheldon: Da haben wir halt eine unterschiedliche Auslegung von überzogenem Patriotismus. Ich finde es selbstverständlich, dass ich als Deutscher auch für eine Deutsche Manschaft die Daumen halte, egal aus welcher Sportart. Daher drücke ich natürlich sowohl Frankfurt als auch Potsdam die Daumen.

    Bezügl. Lira finde ich den Vergleich zu Anonma unfair und nicht passend. Die beiden spielen andere Rollen in Ihren jeweiligen Vereinen. Während Anonma ständig gefüttert wird und daher viele Tore schiesst, aber auch eine Menge hochkarätige Chancen versiebt, ist Lira bei Frankfurt ja fast Alleinunterhalterin, die sich die Bälle auch immer wieder aus dem Mittelfeld holen muss. Da kann sie natürlich nicht so viele Tore schießen. Insgesamt ist Lira momentan sicher die deutlich beste Frankfurterin. Allerdings bin ich auch etwas entsetzt angesichts der mangelnden Frankfurter Kreativität. Da hat Potsdam offensichtlich zur Zeit die Nase vorn. Gegen Neuenahr war das Frankfurter Mittelfeld sehr einfallslos, Da muss viel mehr kommen, wenn sie nicht gegen eine sehr defensive Mannschaft aus Staback große Probleme bekommen wollen.

    PS: Ich kann das Spiel nicht gucken. Weiß jemand, wo es einen Live Ticker gibt?

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  • Sheldon sagt:

    Da hat wohl jemand eine richtige Nase gehabt in Bezug auf die Aufstellung^^

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  • Sheldon sagt:

    Du kannst es im Internet auf Hr online schauen im Livestream!

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  • Andreas sagt:

    Ich habe einen Ticker gefunden. Frankfurt ist nach knapp 10 Minuten durch Saskia Bartisiak nach Freistoß Behringer mit 1:0 in Führung gegangen. Das ist doch mal ein Auftakt nach Maß.

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  • waiiy sagt:

    @Andreas: uefa.com

    Aber der ist ein wenig lückenhaft.

    Ansonsten sehe ich den Patriotismus genauso wie Du un Michele. Und ich denke, dass die Fans und der damit verbundene Patriotismus den Fußball ausmachen. Wir wollen doch kein Frühstückspublikum, was nur bei guten Spielen zusieht sondern das, das mitfiebert, auch wenn man schlecht spielt.

    waiiy

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  • pinkpanther sagt:

    Danke für die Info (wer kann um die Zeit schon daheim vor der Glotze sitzen ???) …
    Und gleich mal Haareraufen … Wie kann Frau Bajramaj DEN Ball versemmeln??? Den macht ja noch ne E-Jugendspielerin rein *ohje*

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  • Andreas sagt:

    2:0 zur Halbzeit. Das hört sich doch schon mal gut an. Jetzt muss Stabaek kommen, was mehr Räume schaffen sollte.

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  • Andreas sagt:

    Puuuh, geschafft. War ja wohl ein hartes Stück Arbeit. Glückwunsch nach Frankfurt. Dann werden wir mit 2 Teams im 1/8 Finale dabei sein.

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