Ein Sonntag mit richtungsweisenden Duellen

Von am 30. September 2011 – 11.45 Uhr 24 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt will nach der Niederlage in der Champions League ein Erfolgserlebnis am fünften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga. Der VfL Wolfsburg tritt nach der Partie gegen den 1. FFC Turbine Potsdam in der Vorwoche zum nächsten Spitzenspiel an. Die „Wölfinnen“ sind beim FCR 2001 Duisburg zu Gast, der bislang über den Erwartungen spielt.

„Natürlich freuen wir uns über das Erreichte, das ist doch selbstverständlich; aber wir wissen, dass mit Wolfsburg ein topbesetztes Team auf uns wartet, das ebenfalls sehr hochgesteckte Ziele hat“, so FCR-Trainer Marco Ketelaer, „dieses Spiel ist richtungsweisend.“ Denn für den VfL geht es darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Duell auf Augenhöhe
„Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Es stehen sich zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften gegenüber, die ein hohes Tempo gehen werden. Ich bin optimistisch, dass wir Zählbares aus Duisburg mitnehmen werden“, sagt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der mit seiner Mannschaft bislang sieben Punkte auf dem Konto hat und damit schon fünf Zähler Rückstand auf den FCR. Die Duisburgerinnen müssen bei ihrem Heimspiel weiter auf Mandy Islacker verzichten, Linda Bresonik „kann dagegen eine Option sein“, so Ketelaer, der den VfL trotz des holprigen Saisonstarts nicht unterschätzen will. „Wolfsburg hat eine prima erste Halbzeit gegen Potsdam gespielt; das wird eine schwere Herausforderung.“

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Linda Bresonik

Der FCR hofft, wieder auf Linda Bresonik setzen zu können. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Frankfurt will wieder Tritt fassen
„Das Entscheidende ist jetzt, nach dem Champions-League-Hinspiel in Norwegen auch die Konzentration für den Bundesligaalltag hoch zu halten“, blickt Sven Kahlert auf das Heimspiel zwischen seinem 1. FFC Frankfurt und dem SC 07 Bad Neuenahr (11 Uhr, live auf DFB-TV). Nach der 0:1-Niederlage gegen Stabæk trifft der FFC nun auf den aktuell Vorletzten der Bundesligatabelle. Ein Sieg gegen die Kurstädterinnen wäre für die Frankfurterinnen nicht nur im Titelrennen wichtig, sondern auch für das Selbstbewusstsein vor dem Rückspiel in der Champions League am kommenden Mittwoch (15 Uhr, live im HR). Doch genau darum geht es auch für den SC, der nach dem schwachen Saisonstart dringend ein Erfolgserlebnis braucht.

Duell der Aufsteiger
„Wiedergutmachung für das Ergebnis gegen Duisburg“ möchte Milorad Pilipovic am Sonntag betreiben. Im Duell der Bundesligaaufsteiger tritt er mit dem SC Freiburg beim 1. FC Lok Leipzig an. Während die Leipzigerinnen in der Vorwoche einen 3:2-Auswärtserfolg in Leverkusen feiern konnten, kassierte der SC eine bittere 0:6-Heimpleite gegen Duisburg. Gegen Leipzig sollen die Freiburgerinnen nun zu ihrer „klaren und dominanten Spielweise“ zurückfinden, so der Trainer, der optimistisch ist, „wieder in die Spur zu kommen“ und am liebsten eine Serie starten möchte. Nach der Begegnung in Leipzig warten der Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen – die Chance, „einen Meilenstein für eine einigermaßen entspannte Saison zu setzen“.

Jena reist zum FCB
In München stehen sich mit dem FC Bayern und dem FF USV Jena zwei Teams gegenüber, die einen schwachen Saisonstart hingelegt haben. Für den FCB kam er eher überraschend, von Jena hatte man kaum anderes erwartet. Beim Heimsieg gegen Bad Neuenahr konnte der USV in der vergangenen Woche allerdings die ersten Punkte einfahren, in München will die Elf von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nun nachlegen „und  den Gegner unter Druck zu setzen und die guten Ansätze aus dem Neuenahr-Spiel länger und konstanter umzusetzen.“ Für die Münchnerinnen ist ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten dagegen Pflicht, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren.

Potsdam trifft auf Überraschungsteam
Der 1. FFC Turbine Potsdam trifft nach dem souveränen 6:0-Erfolg in der Champions League am Sonntag auf die SG Essen-Schönebeck, die einen starken Saisonauftakt hingelegt hat und momentan auf dem vierten Tabellenrang liegt. Bayer 04 Leverkusen reist zum Hamburger SV.

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24 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Spielt Duisburg nicht zu Hause (Im Text steht: „Die “Wölfinnen” empfangen den FCR 2001 Duisburg“)?

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    „Linda Bresonik „kann dagegen eine Option sein“, so Ketelaer“

    –> Klingt nicht mehr nach Stammplatz…

    waiiy

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke waiiy, ist korrigiert.

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  • Markus Juchem sagt:

    @waiiy: Ich habe die Aussage eher so aufgefasst, dass Linda Bresonik am Sonntag evtl. wieder fit ist, dies aber noch nicht hundertprozentig sicher ist im Gegensatz dazu, dass Islacker sicher ausfällt. Mit dem Stammplatz hat das meiner Meinung nach nichts zu tun.

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  • waiiy sagt:

    @Markus: Ja, wahrscheinlich hast Du recht. Ist vielleicht zweideutig zu verstehen.

    waiiy

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  • Wieb Ke sagt:

    Leverkusen hat momentan ja voll die A…karte. Neben Natalie Moik (Kreuzbandriss) fallen auch Lisa Schmitz und Shelly Thompson (beide Meniskus-OP) über Wochen aus!!!!!!Na, dann Prost Mahlzeit!!!!!!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Markus: Naja, auch wenn das hier auf die Verletzung bezogen ist, zumindest ich sehe es wie waiiy, dass Bresonik in Duisburg die längste Zeit Stammspielerin gewesen sein wird!
    Sie passt nicht mehr zur Spielkultur und -philosophie von Ketelaer!

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  • Michele sagt:

    Linda ist und bleibt Stammspielerin in Duisburg.

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Glaubst du wirklich? Ketelaer hat doch jetzt ein Team, dem er Vertrauen schenkt und in dem für Bresonik kein Platz mehr zu sein scheint:

    Bellinghoven – Himmighofen/Hogewoning, Neboli, Krahn, Wensing/Silva – Cengiz/Oster, Laudehr, Ando/B.Müller, Groenen/Islacker – Weichelt, Popp

    Diese 16 dürften bei Ketelaer eine Vertrauensstellung genießen.

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  • Michele sagt:

    @Sheldon
    Linda hat doch immer gespielt wenn sie fit war. In Freiburg hat sie wegen einer Verletzung nicht am Spiel teilgenommen. Wenn der FCR im oberen Drittel mitmischen will, brauch Ketelaer eine Spielerin wie Lindsa Bresonik.

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  • Michele sagt:

    Sollte natürlich Linda heißen.

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  • Sheldon sagt:

    Haben sie ja heute gezeigt, dass sie Linda brauchen.
    Ketelaer scheint sich mittlerweile auf eine Startelf ohne Linda festgelegt zu haben:
    Bellinghoven – Wensing, Neboli, Krahn, Himmighofen – Cengiz, Oster, Laudehr, Ando/Islacker – Popp, Weichelt

    Wo soll da bitte Platz für Linda sein?

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  • Dirk sagt:

    Kompliment, FCR, grandioser Start trotz vieler Unkenrufe…

    Chaos? Humiliation? FCR will have big problems?

    Good, job, gentlemen!!

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Verlust von Fräulein Übergoalgetter world class performance striker of all times dem Verein einfach nur gut getan hat…

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  • Sheldon sagt:

    Und da ist es, das erste Gegentor in der BL-Saison 2011/2012 für Turbine Potsdam! Glückwunsch an den FFC, der immer noch ohne Gegentor da steht.
    Melanie Hoffmann, die 36 Jahre alte Regisseurin von Essen hatte die Ehre, die ihr am ersten Spieltag in Frankfurt verwehrt blieb!
    Es sei ihr gegönnt!

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  • Sheldon sagt:

    Auweia, 0:2 Essen. Da muss wohl Potsdam heute mal echt Moral zeigen!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Hm, eine Situation, die Potsdam so noch überhaupt nicht kennt! Das wird ne echte Bewährungsprobe mit Ärmel aufkrempeln etc.
    Tja, eben ein Sonntag mit richtungsweisenden Duellen – das war aber sicher so nicht auf die Turbinen gemünzt gewesen!

    Fazit aus dem Liveticker 24. min.:
    Potsdam leistet sich zuviele Stockfehler, wackelt zudem hinten heute deutlich und ist gar nicht auf dem Posten, zuviele Umstimmigkeiten und Schlafmützigkeiten. Das bestraft Essen gnadenlos. Zudem vergeben die „Turbinen“ zuviele beste Möglichkeiten.

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  • Sheldon sagt:

    Na endlich ein Tor!! Und wer hat zugeschlagen? Anonma 🙂
    Das drehen sie noch, aber die 2 Tore sind ärgerlich fürs Torverhältnis…

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  • abschalter sagt:

    Potsdam will den Gegner nur in Sicherheit wiegen, um noch härter zuzuschlagen. Außerdem ist so eine Null-Gegentore-Serie doch nur ein medialer Stein am Bein.

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  • Ulf sagt:

    In Duisburg läuft es sich ohne Rucksack halt besser.

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  • eisbär sagt:

    „Haben sie ja heute gezeigt, dass sie Linda brauchen.
    Ketelaer scheint sich mittlerweile auf eine Startelf ohne Linda festgelegt zu haben:
    Bellinghoven – Wensing, Neboli, Krahn, Himmighofen – Cengiz, Oster, Laudehr, Ando/Islacker – Popp, Weichelt

    Wo soll da bitte Platz für Linda sein?“

    Linda Bresonik ist erst Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Da ist es nicht so verwunderlich, dass sie erstmal nicht in der Startformation stand. Der FCR wird Linda im Verlaufe der Saison noch dringend benötigen und wenn sie 100% fit ist, wird sie der Mannschaft auch weiterhelfen und auch in der ersten elf stehen. Robben sitzt bei Bayern nach seiner Verletzung auch erst mal draußen, aber auch er wird wieder in die Startelf rücken, wenn er 100% fit ist.
    Das Schlechtreden gegen bestimmte Spielerinnen ist hier unerträglich geworden.

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  • Speedy75 sagt:

    Bin mal gespannt wenn Frankfurt oder der FCR mal einem 0:2 Rückstand hinterherlaufen müssen ob die das noch gedreht bekommen. Dürfte heute eine gute Erkenntnis für die Turbinen gewesen sein, der Transfer von Anonma war wieder ein kluger Schachzug von Schröder.

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  • Sheldon sagt:

    @eisbär: Ya Konan war auch verletzt, hat letzte Saison überragend gespielt, sitzt jetzt aber nur auf der Bank, weil andere ihn verdrängt haben.
    Außerdem hast du meine Frage nicht beantwortet: WO soll Bresonik sinnvollerweise eingesetzt werden?
    Innenverteidigung wird so bleiben, daher bleibt Wensing auch auf Außen. Die wird man nicht rausnehmen, da auf ihren Schultern die Hoffnungen der Zukunft liegen. Bleibt nur noch Himmighofen, die allerdings in den letzten 30 Spielen etwa nicht eine Minute verpasst hat.

    Im Mittelfeld spielt Oster mittlerweile im defensiven Mittelfeld, wo sie ihre Sache wirklich gut macht. Und die 5 vorne, da gibt es eh schon zu viele Spielerinnen, die dort eigentlich gesetzt sein müssten: Popp, Weichelt, Islacker, Laudehr, Ando, Cengiz, Groenen,…

    Wo also sollte Ketelaer mit Bresonik experimentieren und riskieren, dass der Schuss nach hinten losgeht?

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  • eisbär sagt:

    Deine Behauptung, dass MK sich mittlerweile auf eine Stammelf ohne Bresonik festgelegt hat, ist für mich zu voreilig, nur weil sie jetzt nach Verletzung nicht in der Startelf stand. Wenn MK sie jetzt drei, vier Spiele in Folge draußen lässt, dann stimme ich dir zu.
    Ich würde sie auf die „6“ stellen, wenn sie im Training einen fitten Eindruck hinterlässt.
    Dass man Linda Bresonik braucht, ob in der Startformation oder als Ergänzung, darin besteht kein Zweifel, da der Kader ziemlich dünn besetzt ist und man auf jeder Spielerin im Kader angewiesen ist.

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  • Sheldon sagt:

    @eisbär: Stimme dir zu, dass man das nicht sagen kann. Dennoch scheint mir die Mannschaft ohne Bresonik einen noch homogeneren Eindruck auf dem Platz zu machen.

    Das System von MK ist insofern genial, als dass keine Spielerin der ersten Elf eine Rolle spielt, die sie noch unter MVT gespielt hat in der letzten Saison und damit ein echter Neuanfang stattgefunden hat und sich die Spielerinnen von dem Ballast lösen konnten.

    Bellinghoven – war unter MVT die Nummer 2, unter Ketelaer unangefochten die 1
    Wensing – spielte unter MVT Innenverteidigung, wird jetzt von Ketelaer auf die rechte Seite gezogen
    Neboli – neu im Kader
    Krahn – unter MVT lange verletzt, jetzt fest gesetzt und zur Kapitänin befördert
    Himmighofen – durfte von der rechten auf die linke Seite wechseln
    Oster – rückte von der Außenbahn auf die „6“
    Cengiz – von der 2. Mannschaft in die Stammformation
    Islacker – unter MVT noch Stürmerin, beorderte Ketelaer sie schon in der letzten Saison auf die Außenbahn
    Laudehr – von ihrer Position auf Außen bzw. auf der „6“ zur Spielmacherin beordert, ist nun die Leaderin des Teams
    Weichelt – vom Status der Ersatzspielerin für die linke Abwehrseite zur festen und zuverlässigen Stütze im Sturm befördert worden
    Popp – nahezu dieselbe Position wie unter MVT, allerdings mit größeren Freiheiten und als eine Art offensiver Libero

    Es spricht nicht gerade für MVT, dass die 1. Elf Ketelaers aus 9 Spielerinnen des Kaders besteht, der im letzten Jahr „untergegangen“ ist.

    Und da sind wir schon wieder beim Thema Bresonik: Es stellen sich bei ihr einfach zu viele Fragen: Wie unbeschwert ist sie? Kann sie vom Spielertyp dieser Mannschaft überhaupt helfen? Wenn ja, auf welcher Position?
    Oder sollte man sich nicht doch lieber beim nächsten Angebot von ihr trennen? Schließlich schwimmt Duisburg immer noch nicht im Geld, Bresonik wird als Nationalspielerin sicher kein kleines Gehalt bekommen und wie du sagtest, Duisburg benötigt dringend noch Spielerinnen zur Aufstockung des Kaders, sollte man nächste Saison wirklich international spielen.
    Das sind alles so Fragen, die man sich stellt. Schließlich hat Duisburg auch noch den 3.-ältesten Kader der Liga, das bedeutet, hier darf man gerne auch nochmal ordentlich in junge Talente investieren.

    Fragen über Fragen und Bresonik mittendrin…
    Wir werden hoffentlich bald Antworten bekommen!

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