Potsdam und Frankfurt starten in die Königsklasse

Von am 28. September 2011 – 9.56 Uhr 26 Kommentare

Nach den ersten beiden Spielen im Sechzehntelfinale der Champions League gestern greifen heute der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt ins Geschehen ein. Während die Potsdamerinnen zwei sehr erfolgreiche Jahre in der Königsklasse hinter sich haben, spielt Frankfurt nach zwei Jahren Pause erstmals wieder auf europäischer Ebene.

„Sicherlich hätten wir uns zum Auftakt ein anderes Los als den norwegischen Meister gewünscht“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert vor der Partie bei Stabæk (19 Uhr, live auf Eurosport), „aber wir nehmen die Herausforderung natürlich so an, wie sie ist.“

Respekt vor den Norwegerinnen
Die Mannschaft ist seit gestern in Oslo und hat zwei Trainingseinheiten vor Ort absolviert, Kahlert hat sich den kommenden Gegner allerdings schon vorab angeschaut. „Ich konnte mich live vor Ort in Norwegen davon überzeugen, dass unser Gegner sowohl konditionell als auch im Zweikampfverhalten große Stärken besitzt“, und Torhüterin Nadine Angerer stimmt zu. „Ich kenne einige der Spielerinnen von früheren Turnieren mit der Nationalmannschaft und kann nur sagen, dass es kein Spaziergang für uns wird.“

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Stabæk mit Problemen
Doch zuletzt lief es für den amtierenden norwegischen Meister in der Liga nicht gut. Vier Tage vor Saisonende liegt das Team mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Røa IL nur auf Rang drei. Die Titelverteidigung ist damit so gut wie ausgeschlossen, doch der Kampf um den zweiten Rang, der ebenfalls zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, ist eng. Dort beträgt der Rückstand auf Arna-Bjørnar lediglich einen Zähler.

Frankfurt fehlen die Langzeitverletzten
Nicht zur Verfügung stehen den Hessinnen Kim Kulig (Kreuzbandriss), Dzsenifer Marozsán (Reha nach Meniskusriss), Valeria Kleiner (Aufbautraining nach Innenbandriss) und Silvana Chojnowski (Aufbautraining nach Rückenproblemen). Die Partie in Norwegen steht unter der Leitung von Schiedsrichterin Teodora Albon (Rumänien).

1. FFC Turbine Potsdam

Der 1. FFC Turbine Potsdam will einen guten Start in Island. ©Holger Peterlein / girlsplay.de

Lange Anreise für Potsdam
Während Frankfurt eine kurze Anreise nach Oslo hatte, haben die Potsdamerinnen gestern einen 14-Stunden-Trip absolviert, um zum isländischen Vertreter Thór/KA zu gelangen. Anpfiff der Partie ist heute Nachmittag um 18.15 Uhr. Die Potsdamerinnen gehen als klarer Favorit in die Partie, werden es jedoch mit einem motivierten Gegner zu tun bekommen. Thór/KA wird in der kommenden Saison nicht in der Champions League vertreten sein, denn die Isländerinnen werden nur noch einen Startplatz haben, und den bekommt Meister Stjarnan. Somit dürften die Gastgeberinnen am Abend versuchen, in diesem Jahr so lange wie möglich gegen die Top-Vereine zu spielen. „Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, warnt daher auch Trainer Bernd Schröder.

Die Partie in Island steht unter der Leitung der Unparteiischen Katalin Kulcsár aus Ungarn. Verzichten müssen die „Torbienen“ auf Anna-Felicitas Sarholz (Handverletzung), Tabea Kemme (Muskelfaserriss) sowie Nataša Andonova, die in der Champions League nicht spielberechtigt ist.

Erneutes Spiel in Island?
Schaffen die Potsdamerinnen nach Hin- und Rückspiel (5. Oktober, 19 Uhr) den Sprung ins Achtelfinale, könnte sie erneut ein Duell in Island erwarten, denn der Deutsche Meister trifft dann auf den Sieger der Partie Glasgow City gegen Valur Reykjavík. Frankfurt auf der anderen Seite dürfte es mit den Französinnen von Paris Saint-Germain zu tun bekommen, die in ihrem Sechzehntelfinale gegen die Irinnen von Peamount United klarer Favorit sind.

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26 Kommentare »

  • sodalith7 sagt:

    Gibt es irgendwo einen Internet livestream von dem Spiel?
    Danke

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  • waiiy sagt:

    Yuki scheint gerade jeden Schuss mit verbundenen Augen reinzumachen: 0:4 nach57 Minuten – 3 Tore durch Nagasato!

    waiiy

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  • timmy sagt:

    google: live stream eurosport

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  • waiiy sagt:

    Und meine Tochter hat in der E und D immer gelernt, dass man als Torhüterin auf der Linie bleibt, wenn Abwehrspieler in Ballnähe sind. Für Angerer gilt das wohl nicht…

    –> 1:0 Stabaek…

    waiiy

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  • laasee sagt:

    Lyon may be going to Munich……that leaves one other place.

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  • waiiy sagt:

    Zusammenfassend kann man wohl zu Potsdam sagen, dass man wieder mit Spielfreude gewonnen hat. Nagasato scheint wie entfesselt zu spielen, Anonma schießt weiter in jedem Pflichtspiel ihr Tor und leider ist Ann-Kathrin Berger mit Verletzung ausgewechselt worden. Da hilft nur Daumendrücken, dass es nicht langwieriges ist. So hat man wieder nur 1 Torhüterin mit Alyssa Naeher. 🙁

    waiiy

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  • Frieda sagt:

    Dann hatte ihre Tochter wohl einen Trainer, der noch nichts vom modernen Torwartspiel gehört hat…
    Saskia Bartusiak sollte mal auf das hören, was ihre Torfrau ihr zuruft. Wie diese Frau immer im Kader stehen kann, auch bei der DFB-Elf, ist mir einfach nicht klar.

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  • MOPessen sagt:

    @Waiiy
    Natze lässt echt nach!!! Schade eigentlich!
    Aber schön zu sehen das eines bei Männlein und Weiblein gleich ist.

    Machste ihn vorne nicht rein, bekommst du ihn hinten rein 😉

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  • Sheldon sagt:

    Naja, ich habe das Tor nicht gesehen, konnte leider kein Spiel verfolgen, doch ich muss waiiy recht geben: Ein Torwart sollte kein unnötiges Risiko eingehen. Wenn die Abwehr dazu imstande scheint, die Situation zu klären, ist es immer sicherer, im Kasten zu bleiben.
    Modernes Torwartspiel a la Tim Wiese beispielsweise ist gerade in einem solch wichtigen Spiel kontraproduktiv!

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  • waiiy sagt:

    Wenn Nadine Angerer auf der Linie bleibt, hält sie jeden Ball, der so eine lange Zeit in der Luft ist.

    Und egal, was sie Saskia Bartusiak zugerufen hat: wie lange hatte denn die Abwehrspielerin Zeit, den Fuß noch wegzuziehen? Die Reaktionszeit eines Menschen liegt bei ca. 0,1 Sekunden, wenn er nicht in Bewegung ist. Das waren sie aber.

    waiiy

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