Duisburg erteilt Freiburg Lehrstunde

Von am 24. September 2011 – 16.49 Uhr 32 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat zum Auftakt des vierten Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga sein Spiel beim SC Freiburg klar gewonnen und den Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Beim 6:0 (3:0)-Sieg im Möslestadion eröffnete die Japanerin Kozue Ando den Torreigen (25.), Steffi Weichelt (27.) und Luisa Wensing (45.) sorgten noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Jennifer Oster (55.), erneut Weichelt (59.) und Simone Laudehr (86.) machten das halbe Dutzend voll und sorgten für den vierten Sieg im vierten Saisonspiel.

Bresonik fehlt kurzfristig
Auch ohne die verletzte Mandy Islacker und die kurzfristig mit einer im Training erlittenen Zerrung ausgefallene Linda Bresonik beherrschten die Gäste von Beginn das Geschehen, die Freiburgerinnen hatten zu viel Respekt und Probleme, das eigene Spiel aufzuziehen. Nach einem sehenswerten Angriff über Laudehr und Alexandra Popp traf Ando mit einem Schuss ins lange Eck (25.) – bereits zuvor hatten die Duisburgerinnen einige gute Gelegenheiten ausgelassen.

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FCR 2001 Duisburg

Der FCR 2001 Duisburg nahm die Hürde SC Freiburg problemlos © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Doppelschlag von Ando und Weichelt
Und nur zwei Minuten später bauten die Duisburgerinnen die Führung aus, Weichelt traf per Kopf nach Flanke von Marina Himmighofen zum 2:0 (27.). Freiburg agierte danach laut Trainer Milorad Pilipovic„phasenweise wie gelähmt“, versuchte sich dann aber ein wenig aufzubäumen. Doch Duisburg hatte die Partie weiter im Griff, Wensing nach Vorarbeit von Ando traf ebenfalls per Kopf (45.).

Weitere Treffer
Nach der Pause bot sich den 250 Zuschauer das gleiche Bild, Duisburg war weiter überlegen und erzielte weitere Tore, zunächst Oster mit einem 22-Meter-Schuss (55.), dann erneut Weichelt per Aufsetzer (59.) und Laudehr mit einem verwandelten Foulelfmeter (86.) nach Foul an Jackie Groenen sorgten für einen überraschend hohen Sieg.

Ketelaer: „Stolz auf mein Team“
Duisburgs Trainer Marco Ketelaer freute sich: „Ich bin sehr stolz auf mein Team, das von Anfang an 100-prozentig konzentriert war und als Einheit funktioniert hat. Freiburg ist im Prinzip eine gute Mannschaft, wenn man sie spielen lässt – und genau das haben wir verhindert, indem wir den Gegner ernst genommen und als Mannschaft kaum etwas zugelassen haben.“

Freiburg will richtige Lehren ziehen
Sein Gegenüber Pilipovic meinte: „Es ist aber nicht so, dass wir jetzt am Boden zerstört sind. Wir wissen, dass für uns als Aufsteiger solche Spiele mal vorkommen können. Wichtig ist nur, dass wir aus diesem Spiel die richtigen Lehren ziehen und uns jetzt schnell auf die zwei wichtigen Spiele in Leipzig und gegen den Hamburger SV konzentrieren.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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