Muskelfaserriss bei Lara Dickenmann

Von am 21. September 2011 – 10.35 Uhr 3 Kommentare

Die Schweizer Frauenfußball-Nationalelf und auch Champions-League-Sieger Olympique Lyonnais werden in den kommenden Wochen auf Mittelfeldspielerin Lara Dickenmann verzichten müssen.

Die 25-Jährige zog sich beim Training in Bad Zurzach einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und wird mehrere Wochen pausieren müssen.

Dickenmann fehlt auch in der Champions League
Somit wird Dickenmann der „Nati“ nicht nur im heutigen EM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien, sondern womöglich auch im nächsten Qualifikationsspiel  in Spanien am 23. Oktober in Madrid fehlen. Auch Olympique Lyonnais wird im Sechzehntelfinale der UEFA Women’s Champions League in den beiden Duellen gegen Olimpia Cluj (28. September und 5. Oktober) sowie in einigen Meisterschaftsspielen auf die Schweizerin verzichten müssen.

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Lara Dickenmann

Lara Dickenmann muss mehrere Wochen pausieren © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Maendly oder Moser als Alternative
„Wir hätten Sie gerne dabei gehabt, logisch. Leider kann so etwas immer passieren“, so Trainerin Béatrice von Siebenthal, die für Dickenmann auf Sandy Maendly oder Martina Moser vom VfL Wolfsburg setzen will: „Es gibt verschiedene Optionen.“

In Aarau (ab 18.30 Uhr live im SSF) will das Team nach der 1:4-Niederlage in Deutschland heute Abend gegen Rumänien den ersten Dreier einfahren.

Rumänien nicht unterschätzen
Doch von Siebenthal warnt gegenüber Womensoccer: „Das wird keine einfache Aufgabe und Rumänien gilt es ernst zu nehmen.“ Sie ist sich bewusst, dass ihr Team in der EM-Qualifikation vor einer großen Herausforderung steht: „Wir brauchen jetzt gegen alle anderen Mannschaften Siege. Wir müssen auch versuchen, etwas am Torverhältnis zu machen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Aua, anscheinend passiert sowas nicht nur im deutschen Training.
    Allerdings dürfte die Schweiz doch einige Spielerinnen haben, um sie zu ersetzen. Gerade in der Offensive sind sie doch gut versorgt.

    An dieser Stelle: Was ist eigentlich mit Vanessa Bürki? Habe bis jetzt immer noch keine Antwort darauf erhalten…

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:

    Vanessa Bürki werden wir in absehbarer Zeit nicht mehr als Nationalspielerin erleben, da sie bei Trainerin Beatrice von Siebenthal ähnlich ‚hoch‘ im Kurs steht wie die Damen Odebrecht und Sarholz bei Frau Neid… 😉

    Wenn ich richtig informiert bin, ist Bürki deswegen sogar ‚offiziell‘ aus der Nati zurückgetreten.

    Abgesehen davon ist aber auch fraglich, ob sie dem Schweizer Team weiterhelfen würde. So stark wie Crnogorcevic ist sie m.E. nicht; auch beim FC Bayern spielt Bürki nicht immer von Anfang an.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, ich denke mal schon, dass sie der Schweiz weiterhelfen könnte.
    Nicht statt Crno, sondern eher mit Crno. Ich würde die Schweiz offensiv mit 4 Spielerinnen agieren lassen, im 4-2-3-1-System.
    Dickenmann und Maendly (oder Mehmeti) auf der Doppel-6, davor als Dreierreihe Isi Meyer, Bachmann und Bürki und im Sturmzentrum Crno. Das gute an der Dreierreihe ist, dass sie überall im OM eingesetzt werden können und dadurch eine ständige Rotation möglich ist. Auch schnelle Systemveränderungen zur Raute oder zum 4-2-2-2 sind dadurch möglich, mit Dickenmann in der Offensive ein 4-1-4-1.

    Allerdings denke ich auch (ich habe jetzt beide Spiele gesehen von der Schweiz), dass auch hier das Problem bei der Trainerin liegt. Die Schweiz hat gerade offensiv soviel Potential und auch defensiv ist das Stellungsspiel eigentlich in Ordnung, doch sie machen nichts draus, weil sie Spielerinnen gar nicht erst nominieren, nicht einsetzen oder falsch zusammenspielen lassen.
    Mit einer Trainerin oder einem Trainer, der sich im taktisch-technischen Bereich versteht, würden wir mit Schweiz bald eine ähnliche Überraschung erleben wie mit Japan.

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