Pflichtsieg vor Trauerkulisse

Von am 18. September 2011 – 12.57 Uhr 43 Kommentare

Die SGL-Arena in Augsburg bot am Samstagnachmittag einen tristen Anblick. Nur 6 632 Zuschauer verloren sich beim 4:1-Sieg Deutschlands gegen die Schweiz ins weite Rund, die zweitschlechteste Kulisse in der bisher sechsjährigen Amtszeit von Bundestrainerin Silvia Neid.

„Der Termin war wegen der zeitgleich stattfindenden Partien in Bundesliga, 2. Liga und Amateurligen nicht glücklich“, räumte Neid auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ein. Zwar hatte die UEFA den Samstag als Spieltag auserkoren, doch für die unfreundliche Anstoßzeit um 15.45 Uhr und die unglückliche Auswahl des Spielorts waren der übertragende Fernsehsender ARD und der DFB verantwortlich.

ARD bestimmt Anstoßzeit
Managerin Doris Fitschen erklärte: „Für uns ist es wichtig, TV-Präsenz zu haben, da schauen Millionen zu, deshalb spricht das Fernsehen ein Wörtchen mit.“ Doch auch der DFB muss sich die Frage gefallen lassen, ob der Spielort Augsburg zu diesem Zeitpunkt eine glückliche Wahl war. Denn in Bayern gingen gerade erst die Sommerferien zu Ende, so dass für das Länderspiel an den Schulen keine Werbung gemacht werden konnte.

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Leere Ränge in Augsburg

Leere Ränge in Augsburg - nur 6 632 Zuschauer wollten die DFB-Elf sehen © Nora Kruse / ff-archiv.de

Zweitschwächste Kulisse der vergangenen Jahre
Auch das im 45 Minuten entfernten München am Samstag beginnende Oktoberfest, dessen Terminierung lange feststand, dürfte ein paar Zuschauer gekostet haben. Ein Mix, der dafür sorgte, dass in den vergangenen sechs Jahren nur das Länderspiel gegen die Tschechische Republik in Gera mit 4 793 Zuschauern schlechter besucht war. „Wir haben ja ein jüngeres Publikum, und die können nicht kommen, wenn sie selbst spielen“, versuchte Fitschen Erklärungsansätze zu finden.

Auf St. Pauli soll alles besser werden
Doch sie verspricht, dass der Zuschauerzuspruch beim Spiel in Hamburg gegen Schweden wieder besser sein wird. „Die Zuschauerzahl hier ist nicht repräsentativ, in St. Pauli wird das anders aussehen, da rechnen wir auf jeden Fall mit einer fünfstelligen Kulisse.“ Das enttäuschende WM-Abschneiden sei für den mangelnden Zuschauerzuspruch jedoch nicht verantwortlich gewesen. „Sicherlich wäre die Euphorie größer gewesen, wenn wir Weltmeister geworden wären, aber neueste Marktforschungsstudien belegen, dass das Image der Nationalmannschaft weiter sehr gut ist.“

Schwache Schweiz
Die wenigen Zuschauer, die ins Stadion gekommen waren, durften sich zumindest über einen Erfolg der deutschen Mannschaft und fünf Treffer freuen, obwohl die Qualität des Spiels bei spätsommerlichen Temperaturen bestenfalls durchschnittlich war. Der Gegner aus der Schweiz blieb an diesem Nachmittag den Nachweis internationaler Klasse schuldig, umso erstaunlicher, dass die neu formierte DFB-Elf trotz eines deutlichen Übergewichts an Chancen nach dem 2:1-Anschlusstreffer noch einmal in Gefahr geriet.

Linda Bresonik

Linda Bresonik erzielte den wichtigen dritten Treffer © Nora Kruse / ff-archiv.de

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Bresoniks Kopfballtor als Knackpunkt
„Da kamen wir wieder unnötig in eine Stresssituation“, monierte Neid, doch der schnelle dritte Treffer von Linda Bresonik erstickte die aufkommende Gefahr im Keim. Die Schweizer Trainerin Béatrice von Siebenthal erklärte: „Wir haben uns gut heran gekämpft, doch der dritte Treffer ist zu schnell gefallen. Wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt, haben uns mehr vorgenommen und nicht das abgerufen, was wir wollten und auch können.“

Mangelnde Chancenverwertung
Neid war vor allem mit dem Kombinationsspiel ihrer Mannschaft zufrieden, die Chancenverwertung sei das „einzige Manko“ gewesen. „Das Spiel über außen mit Linda und Mel war gut, die Spitze mit Lira und Alex auch, die Sechserpositionen haben auch nicht viel zugelassen und die Viererkette war insgesamt sehr diszipliniert und konzentriert.“

Spanien überzeugt
Ob die Schweiz aber der schärfste Rivale auf dem Weg zur Europameisterschaft 2013 sein wird, darf indes bezweifelt werden. Denn Gruppengegner Spanien kam zum Auftakt zu einem fulminanten 10:1-Auftaktsieg in der Türkei, Rumänien gewann in Kasachstan mit 3:0. Bereits am Mittwoch, 21. September, empfängt die Schweiz im nächsten EM-Qualifikationsspiel in Aarau Rumänien, die DFB-Elf ist am 22. Oktober das nächste Mal im Einsatz, wenn es zum Auswärtsspiel nach Rumänien geht.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • spoonman sagt:

    Hält die UEFA es tatsächlich für notwendig, jetzt sogar bei der EM-Quali der Frauen einheitliche Termine einzuführen? Wenn das stimmt, war tatsächlich kaum eine andere Anstoßzeit möglich, denn eine Primetime-Übertragung hätte es mit Sicherheit nicht gegeben.

    Komischerweise macht die UEFA aber für Estland – Ukraine eine Ausnahme, das findet heute statt. Für den DFB wäre der Sonntag sicher auch besser gewesen.

    Das Auswärtsspiel in Rumänien am 22. Oktober soll übrigens laut ARD auch wieder am Samstagnachmittag (16:00 Uhr) stattfinden.

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  • jochen-or sagt:

    Schon einmal versuchte ich hier im Kommentarteil die ernsthafte Frage anzubringen, ob es auch anderen so geht, dass das selbstgerechte Verhalten von Silvia Neid in Ansehung der offensichtlich falschen Vorbereitung der Mannschaft auf die WM sich auch bei anderen hier negativ auf das Interesse an der Natio auswirkt.
    Mir geht es jedenfalls so!

    Ich wage zu behaupten, dass der mangelnde Zuspruch in Augsburg nicht nur mit dem schlechtem Spiel und Abschneiden der Mannschaft bei der WM zu tun hat, sondern dass die Person SN durch ihr Verhalten das Ansehen der Natio beeinträchtigt hat und auch dauerhaft schädigen wird, weil diese Mannschaft nunmehr von einer Trainerin geführt werden soll, die auch ausweislich dieses Blogs von vielen – womöglich der Mehrzahl der FFFans in diesem Blog – abgelehnt wird.

    Die Vorstellung, SN noch 5 Jahre weiter ertragen zu müssen, trübt bei mir bei mir jedenfalls den Spaß am Team erheblich.
    Ich schalte sofort weg, wenn sie interviewt wird.

    Der Hinweis auf die Ferienzeit und die Bundesligaspiele etc. erklärt den derart geringen Zuspruch beim Spiel gegen den Hauptgegner der Quali kaum. Es ist mal wieder DFB-typisch nur mit solchen Gründen zu kommen, ohne mit einem Satz zumindest auch mal die schlechte spielerische Vorstellung bei der WM zu erwähnen – da geht es wirklich zu wie beim Vatikan, wo man sich auch nicht an die eigene Nase fasst.

    PS: Ich hoffe, dass ich dieses Mal nicht rauszensiert werde!

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  • Sheldon sagt:

    @jochen-or: Vollste Zustimmung! Ich denke, zu einem Länderspiel werden auch wirklich nur noch die Weichspüler-Fans hingehen, denn diese N11 zu unterstützen, geht zumindest gegen mein Ehrgefühl!

    Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich bei Bachmanns Tor gestern gejubelt habe, und das nicht nur leise. Das habe ich aber auch schon bei Maruyamas Tor.

    Silvia Neid blockiert die Weiterentwicklung des FFs durch ihren arroganten und selbstgerechten Führungsstil.

    […]

    Auch ihre Haltung, Deutschland könne sich nicht weiterentwickeln und alle anderen Mannschaften holen zwangsweise auf, ist überaus schädlich für den FF. Denn so hemmt sie die Entwicklung gerade der jungen Spielerinnen und selbst Mannschaften wie die Schweiz, ein No-Name im FF, ziehen in der Jugendarbeit vorbei und produzieren Talente wie Bachmann, Meyer, Maendly etc., die dann ins Ausland gehen und dort vom deutschen oder schwedischen System profitieren und am Ende stärker sind als die Deutschen, weil die Talentförderung einschläft bei uns.

    Sie tut dem FF einfach absolut nicht gut, darüber kann selbst dieser Sieg nicht hinwegtäuschen, der lange Zeit auf sehr wackligen Beinen stand!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Detlef sagt:

    @jochen-or,
    Deine Vermutung trifft sicher auf etliche FF-Fans zu!!!
    Ich boykottiere ja die deutsche Natio schon seit 2009, was aber nur zT an der Bundestrainerin liegt!!!

    Jetzt ist es aber so, daß die FF-Fans nur einen sehr geringen Anteil an der Zuschauerzahl ausmachen!!!
    Dies trifft bei der Natio noch viel mehr zu als bei den BuLi-Vereinen!!!

    Darum müssen sich die Verantwortlichen beim DFB auch keine Gedanken machen, ob ihre brutalen Eingriffe in den Ligabetrieb der letzten Saison, jetzt irgend welche negativen Folgen haben könnten!!!
    Der Großteil des Eventpublikums der WM hat davon gar nix mitbekommen, und deshalb waren die Stadien (trotz überzogener Eintrittspreise) voll!!!

    Der allergrößte Anteil der Zuschauer beim FF ist Eventpublikum, und das muß sehr aufwendig umworben werden, damit es sich nicht für andere Events, die gleichzeitig stattfinden (wie Männerfußball oder Oktoberfest) entscheidet!!!
    Und da die beiden letzteren Events einen höheren Traditionsstatus haben, und auch in den Medien viel stärker präsent sind, sieht halt das Ergebnis so aus wie es ist!!!
    Daher haben die „Ausreden“ von Jones und Fitschen schon einen realen Hintergrund!!!
    Aber darauf konnte man sich lange genug vorbereiten, wenn man denn ein echtes Interesse beim DFB gehabt hätte!!!

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  • Paul sagt:

    Die Zuschauerzahl war ernüchternt. Aber die Werbung für dieses Spiel auch.
    Die Männer erdrücken ein mit ihrer Öffentichen Werbung in den Medien.
    Von den Frauen ist vor so ein Spiel, ob es Freundschaft oder Quali ist nichts zusehen.

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  • karl sagt:

    Im Gegensatz zu euch glaube ich nicht dass Neid ein grosses problem ist . Die ist halt ein trainer wie jeder andere auch und ich denke die mannschaft wuerde auch wenn Schroeder oder irgendein anderer der Bundestrainer waere nicht anders aussehen oder spielen. Frau Neid ist mir eigentlich nur beim Endspiel wegen jubeln und abklatschen bei japanischen Toren negativ aufgefallen ,ansonsten ist sie so gut oder so schlecht wie jeder andere auch. Das ist vielleicht nur eine Einzelne von euch abweichende Meinung aber ihr koennt ja mal ne Umfrage machen.

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  • psychio sagt:

    oh mein gott

    oh mein gott eure beiträge sind all so treffend
    auch ich schaue schon lange kein frauenländerspiel mehr auch wenn ich dem ff sehr verbunden bin.
    mein problem ist das ich nicht weiss ob ich über diese situation weinen, wütend werden oder kotzen soll

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  • fisch sagt:

    @ jochen-or
    ebenfalls volle Zustimmung S. Neid betreffend. Sie ist das Sinnbild für Stillstand und Rückschritt im deutschen FF. Sie muss weg, sonst
    bewegt sich da nichts voran. Nicht fehlendes Glück, sondern Neids krasses Unvermögen im taktischen und menschlichen Bereich bescherten den FF-Anhängern dieses unvergessliche Debakel mit WM- und Olympia-
    Aus. Das gestrige Spiel war ja nun auch keine spielerische Glanz-leistung. Das schwache Spiel der Schweizerinnen machte den deutlichen Sieg vor allem möglich. Bessere Noten als 3 hat sich m.E. da auch keine deutsche Spielerin verdient, auch Lira hatte mehrere vergebene 100%ige Chancen, Ballverluste und Abspielfehler, also Überragendes
    habe ich da nicht gesehen, Verbesserung schon.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Oh doch, wenn Schröder Trainer wäre, dann würden Odebrecht und Hanebeck spielen, dann würde man Goeßling und Peter in die Abwehr zurückziehen, dann würde Sarholz spielen dann würde man mit drei rotierenden Stürmerinnen spielen, dann würde die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld sowie zwischen Mittelfeld und Sturm stimmen.

    Schröder, Günther Wörle oder MVT, sie haben alle mehr taktisches Verständnis als Neid!

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  • Michele sagt:

    @Sheldon
    Wer sind den Neids Lieblinge?

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  • dragonfly sagt:

    Ich habe ja schon in einem anderen Forum geschrieben:
    Solange Silvia Neid Trainerin der NM ist schaue ich mir kein Spiel mehr an!
    Solange Silvia Neid Trainerin ist wird es keine Weiterentwicklung geben!
    Was mir aufgefallen ist, daß die Gegner noch stärker geredet werden als bisher. Da wird jetzt schon mal vorgesorgt für später!

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  • laasee sagt:

    The problems are massive – Zwanzigger, Neid et al.
    FF needs to separate from MF – that is obvious.
    The ‚divorce settlement‘ will bankrupt MF – that is good.

    Look at the English model of FF – is that what you want in Germany?

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  • Sheldon sagt:

    Wow, bei Neid scheinen sich ja wirklich mal ALLE einig zu sein^^
    Ist zwar ne leidige Debatte, aber ich glaube, bei ner Umfrage zum jetzigen Zeitpunkt, ob Neid noch als BT zu halten ist, würden 85%-90% dagegenstimmen.

    Aber der Reihe nach:
    @Michele: Neids Lieblinge, die sind schnell definiert: Bartusiak, Krahn, Grings, Schult, Angerer. Diese Spielerinnen dürfen sich auf dem Platz und/oder daneben fast alles erlauben und dennoch genießen sie bei Neid den Sonderstatus, sogar zum Teil mit Stammplatzgarantie.

    @dragonfly: So drastisch würde ich es nicht sehen, schließlich schaue ich mir die Spiele ja als Bildung an, um wenigstens zu wissen, WAS falsch läuft.

    @laasee: Congratulations, sollten wir wirklich mal einer Meinung sein?

    ALLERDINGS: Ich muss dazu sagen, Neid hat gezeigt, dass sie lernfähig ist, wenn auch nur im beschränkten Maße des Offensichtlichen.
    Mit den Nominierungen von Simic, Kemme und Längert setzt sie ein Zeichen hat sie mich sehr überrascht, denn sie signalisieren, dass Neids Personalentscheidungen doch nicht sooo willkürlich sind, sondern es doch noch ein wenig so etwas wie ein Leistungsprinzip beim DFB gibt.
    Auch auf dem Platz war die Entscheidung, Behringer und Bajramaj zusammenspielen zu lassen, sicherlich die richtige.
    Es sind zwar sehr winzige Schritte, aber doch Schritte in die richtige Richtung. Wir sind uns alle einig, dass aus Neid keine Weltklassetrainerin mehr wird, doch sie bemüht sich wenigstens und das sollten wir ihr doch mal anrechnen. Es ist nicht fair, immer nur auf einer Person rumzuhacken, auch wenn es berechtigt ist, man sollte auch lernen, kleine Erfolge zu feiern und sich über die Lernfähigkeit Neids zu freuen.

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  • sitac sagt:

    Von mir noch ein ganz anderer Gedanke. Ich habe 8 Karten für die WM gekauft und damit auch zum finanziellen Gewinn des DFB beigetragen. Ich habe beigetragen auch zu lukrativen Fernsehübertragungen aus einem vollen Hoffenheimer Stadion und unsägliche Anfahrtsprobleme und Parkplatzprobleme in Hoffenheim in Kauf genommen. Was mich aber masslos geärgert hat bei jedem Spiel war der für mich skandalöse VIP-Kult mit Lakaien vorn und hinten, einem feinen separaten Eigang und einem riesigen, proppevollen VIP-Parkplatz direkt am Eingang. Und das alles für Leute, die, wie ich auch, genug Geld haben, um ihren Eintritt selbst zu bezahlen. Ich weiß, bei hochklassigen Sportevents ist das überall so. Und dennoch oder gerade deshalb habe ich mir geschworen, diesen VIP-Unfug nicht noch einmal durch meine teure Eintrittskarte mitzufinanzieren. Ich gehe nur noch zu Vereinsspielen und sehe mein Geld dort gut angelegt und meinen Spaß habe ich auch und über Neid und Co. muss ich mich auch nicht aufregen.
    Augsburg ist fast vor der Haustüre für mich, aber ganz klar: nein Danke!
    Fast hätte ich es vergessen, den Auftritt von Claudia Roth in Augsburg hätte ich gesundheitlich sowieso schlecht verkraftet. 🙂

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  • Uwe sagt:

    @Sheldon
    „Junge Talente werden nicht gefördert, sondern zu Tode geschunden“
    Hier sollte jemand mal wirklich seine Wortwahl überdenken. Nach quälen und ausbeuten jetzt zu Tode schinden. Ich möchte daran erinnern, das Internetforen keine rechtsfreien Räume sind. Der zitierte Satz erfüllt m.E. den Tatbestand einer üblen Nachrede. Warum wird von Seiten der Seitenbetreiber da nicht eingeschritten? Das ist Vokabular, das an ganz andere Zeiten der deutschen Geschichte erinnert.

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  • So mies finde ich die Zuschauerzahl überhaupt nicht. Der Artikel gibt ja eigentlich auch gut wieder, wie sie zustande gekommen ist. Wir haben hier also ein gutes Anzeichen dafür, was der Frauenfussball aus sich allein generieren kann, und das ist doch mittlerweile recht beachtlich. Erheblich größere Besucherzahlen im Rahmen einer WM, die durch die Decke gehypt wird können da kein Maßstab sein. Hinzu kommt, dass die Schweiz auch nicht unbedingt eine Hausnummer ist.

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  • spocky sagt:

    @ Stefan Oliver

    vielen Dank für Deine sachliche Meinung … Ich sehe das auch so, dass die Leute, die dann wirklich im Stadion waren (ich auch 🙂 = das auch wirkliche Frauen-Fußball-Fans der Natio waren … Auch wenn es ein wenig stimmungsarm war = ist mir das lieber als wenn wieder zig FREIKARTEN verschenkt werden, nur um nach außen ein volles Stadion zu zeigen … Der einzig Grund für die geringere Zahl war – nach meiner Meinung – vor allem, dass am Samstag nachmittag auch der BUNDELIGA-Spieltag der MÄNNER war …

    Die Gründe jetzt vor allem bei Frau Neid zu finden = das finde ich ein bißchen zu einfach (@ Jochen-Or …) Es ist Euer gutes REcht Eure Meinung zu äußern = aber bei einigen Kommentaren – da fällt mir nichts mehr ein … Es wäre schön, wenn hier Fairness und Sachlichkeit die Oberhand behalten würde …

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  • Sheldon sagt:

    Fairness und Sachlichkeit müssen aber von beiden Seiten kommen.
    Fair gegenüber allen Fans wäre es gewesen, dass Neid nach dem Ausscheiden zurückgetreten wäre.
    Das ist aber nicht passiert, so ist die Meinungsäußerung nunmal sehr kritisch und stellt keinen Anspruch auf Fairness. Ich muss zugeben, mich widert es an, so zu schreiben, aber es ist für mich immer noch besser als einfach den Schwanz einzukneifen.
    Wenn die Leistungsregeln im Sport außer Kraft gesetzt werden, dann hilft es nichts mehr, dem sachlich etwas entgegen zu setzen, dann muss man klarer und auch ein stückweit polemischer werden, um darauf innerhalb der Fanszene zu reagieren.

    Und jetzt so zu tun, als ob man nur dann ein echter FF-Fan der Nationalmannschaft ist, wenn man kleinlaut einfach kritiklos den Weg des DFBs unterstützt, das ist einfach falsch.
    Richtig wäre es, die Spiele zu boykottieren, richtig wäre es, zu symbolisieren, dass es so nicht mehr weitergeht und dass man sich dieses Rumgegurke nicht länger mitanschauen will.
    Denn wem wirklich etwas an dem Glanz der N11 liegt, der kann den aktuellen Spielstil derselben doch nicht noch unterstützen…

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  • karl sagt:

    Das „Rumgegurke“ war doch bisher sehr erfolgreich , WM Titel 2003 und 2007(ok,dass die abwehr damals besser war weis ich auch). Und wenn ich mich recht an die Spiele der anderen Mannschaften bei der letzten WM erinnere dann haben die doch auch nur rumgegurkt und hatten halt im Endeffekt in der ein oder anderen Situation ein quentchen mehr Glueck oder Pech , je nachdem. Und im Maennerfussball wird doch auch nur rumgegurkt. Wenn ich an die WM 2010 zurueckdenke wurden doch die groessten Langweiler sogar Weltmeister. Es gefaellt mir nicht wenn dieser Spielstil als das NON Plus Ultra angebetet wird. mich auf der Tribuene mit anderen Unterhalten , Hotdogs essen und Cola trinken kann ich beim Baseball auch , pro Spiel viel laenger als beim Fussball ….

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  • Sheldon sagt:

    @karl:
    Überleg dir mal, wer bei der WM 2003 und bei der WM 2007 noch alles mitgespielt hat:
    Da waren Größen sportlicher und persönlicher Natur dabei, Spielerinnen wie Kerstin Stegemann, Renate Lingor oder Nia Künzer brachten den Spaß beim Zuschauen.
    Klar, damals waren die Ansprüche auch noch viel geringer, man erwartete von ihnen nix Großes.

    Doch nun erwartet jeder Fan eine Umstellung des Spielstils. Das gab es bei den Frauen in Form der japanischen oder der französischen Mannschaft, das gab es aber auch 2010 bei den Deutschen, aber auch bei kleinen Teams, die mangels Fitness früh rausflogen, als da wären Ghana, Südkorea oder Japan.

    Hier in Deutschland haben wir natürlich eine ganz besondere Situation: Nach den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 der Männer, als wir vom neuen Spielstil und der neuen Spielkultur der deutschen Mannschaft so begeistert waren, erhofften wir uns nunmal auch eine große Leistungssteigerung der Damen. Wir erhofften, Spielelemente der Männer in ihrem Spiel wiederzufinden und technisch und taktisch ansprechenden Fußball zu sehen zu bekommen.
    Am allermeisten hatten wir uns das von den Deutschen erhofft. Doch was kam, war heiße Luft. Das war spielerisch eher ein Rückblick in die Geschichte von vor 20 Jahren. Die Zeit der Holzer und der Klopper, der Muskelpakete kam wieder vor das innere Auge. Alles, was damals bei den Männern stattfand, wurde hier wieder herausgeholt.

    […]

    Dadurch, dass es sich nun fortsetzt, gleichzeitig aber bei den Männern und vielen Damenclubs und Nationalteams eine sichtbare Entwicklung stattfindet, werden die Stadien in Zukunft eher noch leerer als voller werden, und das ist einfach nur peinlich!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Uwe sagt:

    Die Kritik an SN teile ich, wenn auch nicht in einem derartigen Maß wie einige hier. Es wäre besser gewesen, sie hätte jemand anderem Platz gemacht, damit neue Ideen reinkommen und die Spielerinnenauswahl wieder objektiver wird. Am besten aber nicht aus dem Dunstkreis des DFB.
    Den Zustand der N11 aber mit „Rumgegurke“ (= Gurkentruppe?) zu bezeichnen, halte ich für stark übertrieben. Das wird auch den meisten Spielerinnen nicht gerecht, die durchaus Qualitäten haben. Die offensive MF-Reihe mit Bresonik, Bajramaj und Behringer hat gegen die Schweiz einige gute Szenen gehabt. Wenn die Jungen wie Marozsan, Simic oder Huth dazukommen, hat das durchaus kreatives Potential. Die Achillesferse ist die Abwehr. Hier sollte mal was ausprobiert werden, z.B. die Turbine-Reihe Schmidt-Peter-Kemme. Auf der Position 6/8 wäre Viola Odebrecht ideal. Das sie „schon“ 28 ist, ist kein Nachteil. Vorne sehe ich noch keine wirkliche Alternative zu Inka Grings, wenn ihr Fitnesszustand ausreichend ist. Popp war es jedenfalls gegen die Schweiz nicht.

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  • Markus Juchem sagt:

    Bei der Männer-WM 2010 haben alle genannten Teams die Vorrunde überstanden, Ghana ist im Viertelfinale, Japan im Achtelfinale nach Elfmeterschießen ausgeschieden, Südkorea hat ebenfalls das Achtelfinale erreicht.

    „Mangels Fitness früh rausgeflogen?“

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  • karl sagt:

    @Sheldon: Spielerinnen wie Renate Lingor wird man nie 1:1 ersetzen koennen , aber immerhin kann mans mit Maroszan, Bajramaj und da Mbabi probieren. Jedenfalls seh ich das so. Ich denke damit kriegt man auch ne ordentliche Offensive zusammen und Kulig dann als Abwehrchefin…

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  • Sheldon sagt:

    @Markus: Ich meine, dass sie nicht soweit gekommen sind, wie sie vom spielerischen Potential hätten kommen können, weil gerade Südkorea doch am Ende häufig die Puste doch noch ausgegangen ist.

    @karl: Bajramaj oder da Mbabi sind aber keine Persönlichkeiten. Bajramaj dürfte mittlerweile jegliche Erdung verloren haben, da Mbabi ist keine Leaderin. Am ehesten traue ich daher diesen Part Maroszan zu, sie scheint nicht so anfällig gegen Neid zu sein. Allerdings hat sie auch noch keine Durchschlagskraft, ähnlich wie da Mbabi.
    Aber du brauchst halt auch Spielerinnen, die zu ihr passen!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Ich denke schon, dass Lira Bajramaj wieder geerdet wurde bei der WM und dass sie das auch zeigen wird. Ich finde, dass viele aus der Potsdamer Gegend (in der ich ja auch bin) jetzt einfach ungerecht über sie urteilen, vielleicht weil sie den Verlust für den Club noch nicht verkraften/verstehen oder weil sie sich willenlos der Argumentation von Bernd Schröder anschließen.

    Ich bin gespannt, welche spielerische Lösung Frankfurt findet, wenn Maroszan und Bajramaj gemeinsam spielen. Das könnte dann auch eine Lösung für Deutschland sein, wenn ich auch hoffe, dass man nach dieser Saison nicht mehr an Hanebeck vorbeikommt, wo ich sehr viel Potential und auch Persönlichkeit sehe…

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    @Uwe: Gerade wenn man die Spielerinnen positiv beurteilt, was ich im Großen und Ganzen teile, stellt sich die Frage nach der Trainerin um so mehr. Das es nach der langen Vorbereitungszeit bei der WM einen so holprigen Fußball gab, ist schon erschreckend. Normalerweise hätten die wie aus einem Guss spielen müssen, mit eingeübten Kombinationen und Laufwegen, die die eine von der anderen hätte kennen müssen. Dann hätte man im Spiel gegen Japan, auch wenn es mal nicht so läuft, wenigstens Automatismen abrufen können. Und dann diese Auswechslungen. Wie kann man taktisch nur so daneben liegen, wie SN und nur defensiv wechseln, wenn es offensiv nicht läuft und die einzige Spielerin, die kreatives Potential hatte draußen lassen. Das es mit der Bajramaj überhaupt so gekommen ist, hätte ein guter Trainer verhindert. Die hätte man von Anfang an in der Vorbereitung aus der medialen Schußlinie herausnehmen müssen und sie mit dem Entgegenbringen von Vertrauen und den richtigen Trainingsmaßnahmen wieder aufpäppeln müssen. Das hat Löw ja vor der WM 2010 aufs Beste gezeigt, wie das geht. Das sitzt ein Klose bei den Bayern die ganze Saison auf der Bank und hat Ladehemmung und dann schießt er bei der WM ein wichtiges Tor nach dem anderen. Das ist das, was mich am Ausgang der WM so tierisch ärgert. Das war so unnötig, dieses frühe Ausscheiden. Wenn die anderen wenigstens besser gewesen wären, aber so ….

    @Sheldon: Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Bajramaj die Bodenhaftung verliert, gerade nicht nach der WM. Und wenn, dann wäre es die Aufgabe der Trainer das zu verhindern. Schließlich ist sie m.M.n. die beste Spielerin, die wir haben. Sie ist doch offensiv die Spielerin auf der der Neuanfang aufgebaut werden muss. Sicher gibt es noch andere die kreatives Potential haben wie z.B. Maroszan, Huth, Simic, aber die sind alle noch zu unerfahren. Da kommt dann auch Inka Grings wieder ins Spiel. Sie ist mit Sicherheit nicht die Zukunft der N11, aber sie könnte sich dadurch verdient machen, dass sie Verantwortung für die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen übernimmt. Dazu zählt auch eine Popp, die ja gegen die Schweiz wieder gezeigt hat, dass sie die Verantwortung noch nicht tragen kann.

    Nun noch was zu SN. Ich hatte mir nach dem Aussscheiden die DVD „Die besten Frauen der Welt“ gekauft. Man sollte das zwar nicht überbewerten, weil es nur kurze Ausschnitte zeigt, aber da kommt SN auch schon nicht wie eine tolle Trainerin rüber. Bei den taktischen Besprechungen vor dem Spiel kommen nur Klischees und gestanzte Aussagen. Da habe ich so bei mir gedacht: Jetzt wird alles klar. Aber Hoffnungen auf ein Ende ihrer Amtszeit kann man sich nach dem Anschauen dieser Doku auch keine machen. Wie der Theo Zwanziger ihr hinten ….., das ist schon sehr bemerkenswert. Der wird nie von ihr abrücken.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas:
    Bajramaj ist keine Führungsspielerin und wird es nie sein. Das war sie nicht bei Potsdam, das wird sie auch nicht in der Nationalelf und in Frankfurt sein.
    Klar, sie hat viele gute Fähigkeiten, aber ihr scheint Geld und mediale Aufmerksamkeit wichtiger zu sein als die Leistung auf dem Platz. Wie kann man es sich anders erklären, dass sie vor der WM einen Sponsorenvertrag nach dem anderen unterzeichnet hat, anstatt vernünftig mit der Mannschaft zu trainieren? Wie kommt es sonst zustande, dass sie schon innerhalb der Saison ihren Wechsel nach Frankfurt bekanntgibt und dabei die Mannschaft kippt? Andere z.B. Dickenmann rückten sogar erst mit Spekulationen nach dem letzten Meisterschaftsspiel heraus.
    Bajramaj braucht die Bodenhaftung gar nicht mehr erst zu verlieren, sie schwebt schon so hoch, dass nur ein katastrophaler Absturz sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen kann. Mal sehen, ob die WM dazu gereicht hat.

    Auch bei Frankfurt ist nicht sie die Führungsspielerin, das sind andere (Behringer, Smisek).
    Eine Bajramaj brauchst du nicht, die kannst du als Leckerbissen dazu geben, wenn es gut läuft.
    Aber erstmal muss eine Mannschaft aufgebaut werden mit erfahrenen, geerdeten Führungsspielerinnen. Dass der Weg momentan immer wieder zu einer einzelnen Spielerin führt, dürfte niemand mehr wundern: Viola Odebrecht.

    Sie ist der ruhende Pol, der der N11 fehlt. Sie besitzt alles, was man als DIE Führungsspielerin benötigt: Eine enorme Fitness, eine mustergültige Technik, sehr viel taktisches Spielverständnis, eine wahnsinnige Konstanz, sie ist da, wenn man sie braucht (wie beim 3:2 in Jena in der letzten Minute), sie kann den tödlichen Pass spielen, sie arbeitet das gesamte Spiel mit zurück. Sowohl vorne bei den Pässen als auch hinten bei den Grätschen stimmt das Timing wie bei sonst kaum einer.
    Dazu strahlt sie viel Ruhe aus, übernimmt Verantwortung im Spiel, wenn es nicht läuft, ist sehr geerdet und gibt sich nicht den Medien preis, stellt sich aber sachlich den Interviewern und sorgt sogar selbst für eigene Medienarbeit im Sinne des Teams.
    Und mMn hat sie auch noch ein sehr feminines, aber natürliches Aussehen.

    Zeigt mir EINE Spielerin, die den Frauenfußball so gut verkörpert wie sie! Das schafft noch nicht einmal Homare Sawa!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Bei Dir sitzt der Stachel mit Bajramaj sehr tief. Aber das ist Deine persönliche Sache. Aber zu Deinen Fragen gibt es sehr einfach und plausible Antworten, die man einfach auch mal so hinnehmen kann, ohne gleich böse Absichten zu unterstellen.

    „Wie kann man es sich anders erklären, dass sie vor der WM einen Sponsorenvertrag nach dem anderen unterzeichnet hat, anstatt vernünftig mit der Mannschaft zu trainieren?“
    –> Ob sie richtig trainiert hat oder nicht, kann hier im Forum sicher keiner mit gutem Gewissen beurteilen. Auf dem Feld sieht man von ihr, auch wenn sie manchmal nicht glücklich spielt, immer 100% Einsatz. Etwas anderes kann man ihr nicht nachsagen.

    –> Wenn eine Frau im Fußball Sponsorenverträge erhält, sollte sie sie auch wahrnehmen. Immerhin bieten sich diese Möglichkeiten nur ganz wenigen Spielerinnen. Und wenn sie es als ihren Beruf bezeichnen, sind sie verdammt dazu, ein wenig Geld damit zu verdienen, da die Gehälter nicht exorbitant sind. Außerdem ist die Karriere zeitlich bemessen.

    –> Welche Verträge hat Bajramaj eigentlich unterzeichnet, die nicht auch andere Nationalspielerinnen gemacht haben (wie z.B. Deutsche Post und Elektronik Partner)?

    „Wie kommt es sonst zustande, dass sie schon innerhalb der Saison ihren Wechsel nach Frankfurt bekanntgibt und dabei die Mannschaft kippt?“
    –> Die Mannschaft ist nicht gekippt, sondern hat in dem Leistungssprektrum weiter gespielt wie auch die Spiele davor. Und nach Stimmen aus der Mannschaft hatte auch keine Mitspielerin damit ein Problem, sondern nur die Führungsetage (also Manager und Trainer).

    –> Der Wechsel war im Verein schon vorher bekannt, weil sie sich fairerweise so schnell wie möglich an den Verein gewandt hat, als der Wechsel feststand. Damit wollte sie auch Turbine Planungssicherheit geben. Dass Turbine diese Information nicht an die Öffentlichkeit geben wollte und sie es dann irgendwann selbst machen musste, nachdem die Gerüchte immer höher schlugen, muss der Verein registrieren. Dadurch hat man auf Seiten Turbine leider das Heft des Handelns aus der Hand gegeben. Aber auch da war sowohl Lira als auch Frankfurt sehr fair, zumal sie damit bis nach dem Pokalfinale gewartet hat.

    „Bajramaj ist keine Führungsspielerin und wird es nie sein.“
    –> Vielleicht sollte man sich einfach mal trauen, sie führen zu lassen. Die Einstellung stimmt, die Leistung stimmt, wenn sie sie regelmäßig abrufen darf und ich denke, dass sie auch in der Hierarchie ganz schnell allein dahin kommen wird, dass sie führen kann. Sie wurde bei ihren vorherigen Stationen (Duisburg, Potsdam, Nationalmannschaft) nur immer sehr kurz gehalten, weil sie erfahrene Spielerinnen um sie hatte, deren Kompetenzen man nicht beschneiden wollte. Aber das wird sich nach den Abgängen bei Frankfurt und der Nationalelf ändern.

    „Aber erstmal muss eine Mannschaft aufgebaut werden mit erfahrenen, geerdeten Führungsspielerinnen. Dass der Weg momentan immer wieder zu einer einzelnen Spielerin führt, dürfte niemand mehr wundern: Viola Odebrecht.“
    –> Viola Odebrecht ist in Potsdam ein sehr wichtiger Pol. Aber wenn man ehrlich ist, hat Potsdam in der vorherigen Saison, wenn Keßler und Bajramaj zugleich ausgefallen waren, immer „Rumpelfußball“ gespielt. Wenn die Mannschaft hinten nicht so sicher gestanden hätte, wären die Erfolge nicht so drin gewesen. Also Odebrecht kann führen, aber weniger das Spiel gestalten.

    –> In der Nationalmannschaft hätte Viola Odebrecht nicht das Standing, dass sie in Potsdam hat und das Vertrauen, dass sie durch Bernd Schröder erhält. Das heißt, sie würde in der Nationalmannschaft auch nicht führen können. Da ist Babett Peter beispielsweise viel weiter in der Hierarchie.

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    Die Bajramaj muss ja auch nicht „die“ Führungsspielerin sein. Das können durchaus andere sein, meinetwegen auch Viola Odebrecht, wobei hier das Problem besteht, dass sie nicht nominiert wird (da sind wir dann wieder bei der Trainerin). Man muss nur Bajramajs kreatives Potential am Ball richtig nutzen und zum Wohl der Mannschaft einsetzen. Özil bei den Männern ist auch nicht der große Führungsspieler in der öffentlichen Wahrnehmung und dennoch zusammen mit Schweinsteiger der wichtigste Spieler der Mannschaft (wie man gegen Polen wieder gesehen hat). Und zum Thema nach hinten arbeiten. Nach meinem Eindruck war Bajramaj beim Sieg gegen Frankreich von den Offensivkräften mit die, die am meissten nach hinten gearbeitet hat und immer wieder Bälle in der eigenen Hälfte erobert hat.

    Und dieser ganze Kram um ihren Wechsel und die Werbeverträge, das sind doch alles Nebenkriegsschaplätze. Bei den Männern regt sich über so etwas auch kein Mensch auf. Ich verüble es niemanden, der einen günstigen Moment ausnutzt, um aus dem Thema Fußball auch mal etwas Geld herauszuholen. Der Frauenfußball muss, wenn er erfolgreicher werden will, sich auch diesen Themen öffnen.

    Aber natürlich ist sie nur ein Baustein in der Fortentwicklung der N11. Da gibt es noch genug andere Baustellen.

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  • berggruen1 sagt:

    Nun, ohne Lira Bajramaj wäre zumindest das Schweiz-Spiel nicht so glatt über die Bühne gegangen. Sie hat da durchaus Verantwortung übernommen! Ich denke, man sollte ihr durchaus die Gelegenheit geben, jetzt wo einige wichtige Kräfte aufgehört haben, auch ihre Rolle im Team neu zu definieren, wozu ihr unter Umständen tatsächlich auch der Wechsel nach Frankfurt etwas gebracht haben könnte.
    Jetzt aber zu glauben, dass Spielerinnen wie Maroszan oder Simic die vakante (?) Führungsposition, so sie denn überhaupt besetzt werden muss in dieser Deutlichkeit, schon übernehmen können, wäre vermessen – abgesehen davon, dass sie erst einmal überhaupt spielen müssen, sollte man auch nicht von außen mit der Erwartung herangehen, dass sie jetzt die Lösung aller Probleme darstellen. Dass selbst eine Spielerin, die durch Selbstbewußtsein, gute Leistung in der NM und der BuLi aufgefallen ist, wie A. Popp durchaus so ihre Probleme haben kann, wenn sie gleich von Anfang an die Verantwortung übernehmen muss, hat sich gezeigt. Auch sie wird erst noch in die Rolle, die jahrelang Birgit Prinz ausgefüllt hat, hineinfinden müssen…

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  • Paul sagt:

    Diese Rolle wird sie nie ausfüllen, glaub ich nicht.

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  • jochen-or sagt:

    Man sollte über Lira nicht voreilig den Stab brechen.

    Vielleicht war die ganze unglückliche Entwicklung bei der Weltmeisterschaft für sie nur gut, weil es für sie einen Denkanstoß gegeben hat!

    Wenn ich mich in ihre Situation hineinzusetzen versuche, so habe ich alles Verständnis dafür, dass sie sich von ihren Beratern vor dem WM hat „kommerzialisieren“ lassen – im Sinne: Du bist hübsch, wirkst clean, bist heterosexuell, Multi-Kulti und spielst großartig Fußball – Du wirst jetzt „die“ Werbe-Ikone/ das Label für den Frauenfußball – a la Ballack oder früher auch Bierhoff bei den Männern.

    Ich wage zu behaupten, dass noch niemals im deutschen Frauenfußball jemand so viel Geld verdient hat, wie sie jetzt allein durch ihre Werbeverträge verdient.

    Warum hätte sie dazu nein sagen sollen?

    Womöglich hat sie aber nicht die negativen Folgen bedacht und sich ein wenig überschätzt.
    Ganz offensichtlich hat sie dies sehr abgelenkt und ist der Rummel ihrer Form schlecht bekommen.
    Die Auftritte bei der Pressekonferenz bei der WM wirkten gestellt. Grauselig wie sich die Medienleute nach dem Spiel in Mönchengladbach auf sie stürzten, als sie zu den Verwandten im Publikum lief, was auch einigermaßen unecht wirkte.

    Ich denke auch, dass sie aus sich heraus (noch) keine große Persönlichkeit ist, wie etwa Viola bei Turbine, denn ansonsten hätte sie ein Gespür für die Gestelltheit der Auftritte und den Mißbrauch durch ihre Berater entwickelt.

    Nach dem Championsleagueendspiel in Madrid hat AS (oder Marca) sie als den „Messi“ von Potsdam bezeichnet. Schön wäre es, wenn sie sich wie Messi auf ihre Talente im Fußball besinnt und allein hierauf konzentriert. Gern kann sie natürlich alles Geld durch Werbeverträge mitnehmen.
    Dann glaube ich auch, dass sie in Zukunft fußballerisch noch groß rauskommt und wieder mal bei der Wahl zur Weltfußballerin erscheint.

    Sie steht jetzt am Scheideweg und man kann nur hoffen, dass es in ihrem Umfeld Stimmen gibt, die ihr dies vor Augen führen.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Hm, welches Spiel gab es denn noch, nachdem Lira das in aller Öffentlichkeit breitgelatscht hat? Achja, nur noch das CL-Spiel. Zudem muss sie sich vorwerfen lassen, dass sie, sobald der Wechsel zu Frankfurt feststand, nichts, aber auch gar nichts mehr für das Team geleistet hat.

    Da gibt es zum Beispiel auch noch den NIKE-Vertrag, durch den die Werbung bei den Frauen erstmal richtig eingeschlagen hat.
    Die Frage ist doch, was sie jetzt von dem ganzen Geld hat?! Gut, sie mag ausgesorgt haben, aber wozu benötigt sie soviel Geld? Viele Halbprofis bei Turbine kommen finanziell auch gut und gerne über die Runden, bringen bessere Leistungen und sind noch dazu sympathischer.

    Zum Thema Führungsperson: Bajramaj war immer nur dann gut, wenn sie kurz gehalten wurde. Bei Duisburg hat sie dem Verein zum UEFA-Cup verholfen, bei Potsdam zu zwei Meisterschaften und einer CL.
    Erst nachdem ihr Wechsel zu Frankfurt feststand und sie von den Medien zum Abschuss freigegeben war, erhielt sie ihre Blockade.

    Mag sein, dass das Spiel mit Bajramaj und Keßler ansehnlicher war, nur das dann dennoch Odebrecht die treibende Kraft war. Durch sie ist die Defensive in Potsdam extrem stark geworden, sie trägt auch dazu bei, dass Kemme, Peter und Schmidt kaum in die Zweikämpfe gehen müssen, weil sie alles abräumt.

    @Andreas: Das Thema Özil ist ein sehr Gutes. Er ging beispielsweise 2010 komplett unter bei der WM, weil sich alle medial auf ihn gestürzt haben. Damals hat er nur in einem einzigen Spiel, dem gegen Ghana einmal geglänzt.
    Sowohl bei Werder als auch jetzt bei Real spielte er dagegen gut, weil er von Verantwortung befreit war. Bei Werder gab es nie Stars, wenn einer diese Rolle jetzt hat, ist es vielleicht Pizza, bei Real gibt es genug Stars, CR7 steht noch in der Hierarchie deutlich über ihm.

    @berggruen, Andreas: Auf Bajramajs Position hat eine Führungsspielerin auch nix zu suchen. Das sollten andere Spielerinnen übernehmen. Normalerweise Innenverteidigung und defensives Mittelfeld. Dort liegt auch die Krux bei der N11, es funktioniert mit dem Offensivspiel nicht, weil hinten die falschen Spielerinnen drin stehen. Erst wenn IV und DM die Führungspositionen übernehmen (wie bei Bayern und N11 Schweinsteiger, bei Dortmund letzte Saison Sahin, bei Werder lange Zeit Frings, bei Leverkusen lange Zeit Vidal usw.), dann kann ein gutes Spiel stattfinden, weil vorne entlastet ist. Genau das ist übrigens auch das Modell Barca, wo der Erfolg vor allem an Spielern wie Pique, Puyol oder Xavi hängt.

    @jochen-or: Bis auf ein paar Kleinigkeiten alles richtig! Der Vergleich mit Messi ist mir ein bisschen gewagt, weil Messi sich selbst immer relativiert hat, wo Bajramaj hier oder da schon eine teils sehr arrogante Haltung einnahm, gerade auch gegenüber ihrem früheren Trainer.
    Sie ist eher der CR7 des FFs.
    Deswegen denke ich auch nicht, dass Bajramaj bei der Wahl zur Weltfußballerin mal 1. werden würde (gut, bei dem Verein, der da das sagen hat, muss man immer auf Überraschungen gefasst sein). Da sehe ich dann doch die Messi-Typen wie Sawa, Schelin u.a. vorne, wenn überhaupt jemand das Abo von Marta knacken kann…

    Ich halte mich eher an die Worte eines Bernd Schröders in der Debatte, der bis jetzt mit jedem, wirklich jedem seiner Worte in den letzten 4 Monaten recht hatte! Also lasst uns abwarten, was der Meister höchstpersönlich dazu sagt! 😉

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  • Michele sagt:

    Lira ist eine großartige Fussballerin, aber sie wird nie eine Führungsrolle ausfüllen können. Das zeigt sich jetzt auch in Frankfurt. Da übernehmen andere das Kommando z.B. Bartusiak oder Behringer. Lira ist da eher eine Mitläuferin. Ich frage mich immer ob man sie nicht richtig berät. Sie zeigt für eine Profifussballerin einfach ein komplett falsches Verhalten. Sie vergisst manchmal das es um Fussball geht und nicht um Aussehen oder Werbevertäge.

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Alles völlig unsachlich. Als Beispiel mag hierfür folgender Fakt dienen: „01.01.10 Lira Bajramaj und der Sportartikelausstatter NIKE beschliessen Zusammenarbeit. Die Nationalspielerin erhält einen persönlichen Ausrüstervertrag bis zum 30.06.2012. “ (Quelle: http://www.lirab.com) –> Das heißt, der Vertrag ist schon ein wenig älter, als Du Dich für das Thema interessierst.

    Auf alles andere gehe ich in dem Zusammenhang nicht mehr ein, weil es sich zum Teil selbst widerspricht.

    waiiy

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  • berggruen1 sagt:

    @sheldon: Veto! Führungsspieler (diese Diskussion wird ja auch gerade im MF geführt) kann es auf jeder Position geben! Birgit Prinz spielte ja auch nicht gerade Defensive… Natürlich ist ein starkes (defensives) Mittelfeld absolut wichtig, ohne jede Diskussion, und wird leider (gerade bei solchen individuellen Auszeichnungen wie Weltfußballer) oftmals unterschätzt, aber wer ein Führungsspieler ist oder wird, bestimmt nicht die Position, die derjenige einnimmt, sondern der Charakter! Dass Du Lira Bajramaj nicht magst, geschenkt; dass sie keine gute WM gespielt hat wie alle in der dt. NM, keine Frage; dass sie vielleicht zu sehr verkrampfte aufgrund Medieninteresses und Werbeverträge, mag sein. Aber dass sie eine gute Spielerin ist, konnte man nicht zuletzt am Samstag sehen. Wenn wir wirklich einen Neuanfang wollen mit kreativem und schnellen Spiel wird kein Weg an ihr vorbeiführen! Wir sollten ihr eine Chance geben, sich wirklich zu entfalten!

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  • Andreas sagt:

    @berggruen: Sehe ich genauso, und wenn SN dann noch eine sichere Abwehr aufstellt, die darüber hinaus auch noch ein Spiel eröffnen kann, dann wird es auch wieder verdammt schwer uns zu schlagen.

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  • Uwe sagt:

    @Sheldon
    „Das Thema Özil ist ein sehr Gutes. Er ging beispielsweise 2010 komplett unter bei der WM“
    Welche WM hast du denn verfolgt? Das war jetzt hoffentlich ein Scherz, oder?
    Führungsspieler/-innen sind nicht an eine Position gebunden, das ergibt sich aus der Leistung und dem Einfluß auf die Mannschaft. Lira B. tut dem deutschen Spiel auf der Position hinter der Spitze verdammt gut, gerade diese Position war bei der WM nicht gut besetzt. Wenn sie dort konstant gute Leistungen bringt, wird auch ihr Ansehen im Team steigen. Sie ist noch jung genung, sich weiter zu entwickeln, auch als Persönlichkeit. Welcher Mensch ist denn bitteschön mit 23 Jahren schon ausgereift?

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  • Sheldon sagt:

    Ich glaube, ihr habt die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Der Fußball entwickelt sich rasant schnell und für den Frauenfußball ist es qualitativ das Beste, das momentane Modell der Spielertypisierung zu übernehmen, anstatt qualitativ dem Männerfußball im taktisch-technischen Bereich 20 Jahre hinterher zu laufen.

    Du brauchst auf allen Positionen besondere Spieler. Dass eine Spielerin auf der „10“ heute keine Mannschaft mehr allein durchbringen kann, haben wir nicht zuletzt am Abgang der Birgit Prinz gesehen.

    Deutschland hatte großartige Einzelspielerinnen, die Klasse von Inka Grings, Birgit Prinz, Lira Bajramaj, Nadine Angerer oder Babett Peter wird mit keinem Wort bestritten. Aber es war keine Mannschaft. Heutzutage kann keine einzelne Spielerin mehr ein Spiel allein entscheiden.

    Damit kommen die Stereotypen der neuen Fußballgeneration/Fußballphilosophie alias Barca oder Dortmund ins Spiel:

    Im Tor braucht es einen Roman Weidenfeller, der ruhig und besonnen von hinten agiert. Dieser ist altersunabhängig, da er ziemlich für sich alleine spielt. Er muss eine gute Verbindung zur IV haben, ansonsten zählt bei ihm weder Alter noch Erfahrung, nur Klasse.
    In der Abwehr benötigt es zwei großgewachsene, technisch versierte Spieler/-innen mit Durchschlagsvermögen. Qualitäten wie Timing beim Zweikampf sollten vollständig ausgereift sein. Hier beginnt auch schon das Aufbauspiel nach vorne. Daher sollten sichere und spielöffnende Pässe gespielt werden können, auch die Fähigkeit des präzisen Diagonalpasses ist unverzichtbar. So wird das Spiel schon hier geöffnet.
    Auf den Außenbahnen braucht es schnelle Spielerinnen mit guter Fitness, gutem Stellungsspiel und gutem Flankenvermögen. Spielverständnis ist insofern nötig, dass sie sich mit ihren Mitspielerinnen auf den Außen abstimmen.
    Das defensive Mittelfeld ist das Herzstück des Spiels. Wer hier keine echten Führungsspielerinnen hat, der hat schon verloren. Hier müssen alle Fähigkeiten mitgebracht werden, vor allem aber höchstes Spielverständnis.
    Eine klare Rollenaufteilung ist hier von Nöten, dabei sichert die defensivere Kraft hinten ab, wenn die Außenverteidigerinnen mit nach vorne gehen. Sie muss ein sehr gutes Zweikampfverhalten haben und stellt den klassischen Abräumer da. Werte um die 90% sind hier als Weltklasse zu betrachten.
    Der offensivere Part ist noch sehr viel entscheidender. Hier spielen heutzutage die wichtigsten Spieler in allen Vereinen, die mit Doppel-6 agieren. Er muss in allen Fähigkeiten auf absolutem Weltklasseniveau sein. Auch er muss Defensivarbeiten verrichten, gerade, wenn die IVs bei Ecken oder Freistößen mit nach vorne gehen. Nach vorne hin muss er im Aufbauspiel sehr viel Kreativität zeigen, ist für Temposchärfungen und -verschleppungen verantwortlich, muss lange, öffnende Pässe spielen können, muss das Spiel schnell verlagern können, muss ein gutes Auge haben, Passquoten von mehr als 95% sind ausschlaggebend für die Spielgestaltung in der Offensive.
    Vorne muss man vier Spielerinnen haben, die sich perfekt ergänzen und die Abwehr auseinanderreißen. Ständiges Rotieren, schnelles Starten, hohe Doppelpassquote, höchste technische Fähigkeiten und Kombinationsvielfalt sind hier ein entscheidendes Merkmal für die Qualität des Offensivspiels. Nicht zu vergessen sind hier Einzelleistungen, ein guter Abschluss, gute Vorlagen und das Herausspielen von Großchancen.

    Dies sind heute die Voraussetzungen für ein Weltklasseteam. Die einzige Mannschaft unter den Nationalteams, die diese Qualitäten fast 1:1 mitbringt, ist Japan. Hier fehlt noch vieles im technischen Bereich und im Abschluss, dennoch stimmt hier gerade das Defensivverhalten.

    Wichtig ist dafür eigentlich nur eins: Ein Trainer!
    Gebt mir 500.000 im Jahr (ein Drittel von dem, was Frankfurt verdient) und ich stelle euch innerhalb von 10 Jahren eine Mannschaft zusammen, die diese N11 dauerhaft schlägt!

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  • xXx sagt:

    @Uwe

    — Lira B. tut dem deutschen Spiel auf der Position hinter der Spitze verdammt gut, gerade diese Position war bei der WM nicht gut besetzt. Wenn sie dort konstant gute Leistungen bringt, wird auch ihr Ansehen im Team steigen.—

    Das ist ja eins der großen Probleme von Bajramaj. Sie ist extrem unkonstant. Gegen kleinere Gegner ist sie IMMER sehr gut, aber in wichtigen Spielen und gegen große Gegner ist von ihr nie was zu sehen. Da taucht sie IMMER unter.

    Und eine Spielerin, die immer nur gegen die schwächeren Gegner überzeugen kann ist halt keine Führungsspielerin und auch nicht Weltklasse.

    Da ist sie ähnlich wie Podolski. Der ist auch immer nur gegen San Marino, Aserbaidschan, Luxemburg, Malta und Co gut.

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  • waiiy sagt:

    @xXx: Ich sehe Lira gar nicht so unkonstant. Gegen starke Gegner hat sie eine ganz andere Rolle. Da ist sie meist die Gejagte, die immer gleich mehrere Gegenspielerinnen auf sich zieht, die oft gefoult und provoziert wird, die dann aber auch austeilt, die unendlich viel rennt und auch hinten die Löcher stoppt, sodass andere vorn bleiben können. Dass dadurch natürlich die Impulse fürs Offensivspiel zurückgehen, ist klar. Aber das sollte man dabei schon sehen und nicht unbedingt immer als „untertauchen“ bewerten. Wenn ich Gegner gegen eine Mannschaft mit Lira bin, dann stelle ich sie auch kalt, weil dann das Spiel des Gegners lahmt.

    Aber ich gebe Dir völlig recht (dafür auch „Daumen hoch“), dass sie endlich öfter auf der Position hinter den Spitzen spielen sollte, um wirklich alles entfalten zu können, was sie so in sich hat. Das habe ich schon in den letzten beiden Jahren bemängelt, dass sie in meinen Augen zu weit vorn gespielt hat in Potsdam.

    Aber wenn man das konsequent macht, wird es natürlich sowohl in Frankfurt als auch beim DFB eng für Maro…

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Ohja, wie Lira treten kann und wie sie sich provozieren lässt, das haben wir zur Genüge gesehen. Sie ist die einzige, die es innerhalb der letzten 2 Jahre geschafft hat, zweimal vom Platz zu fliegen, was beim FF schon eine ganz schöne Leistung ist!

    Das Problem, was ich bei Lira sehe, ist, dass man sie mit einfachen Mitteln kalt stellen kann. Es bedarf noch nicht mal einer solchen 1:1-Manndeckung wie von Bruna bei Marta während der WM und trotzdem hat es Marta geschafft, das Spiel zu entscheiden.
    Deswegen denke ich auch nicht, dass sie sich wirklich in Frankfurt auf dieser Position durchsetzen kann, es sei denn, Maroszan wird defensiver eingesetzt auf der Doppel-6, wo sie meines Erachtens eigentlich auch hingehört.
    Gegen die Qualitäten einer Maroszan kommt Bajramaj jedenfalls nicht an!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Ich bin nicht Deiner Meinung. Aber das ist auch egal.

    waiiy

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