EM-Quali: DFB-Elf startet mit Sieg

Von am 17. September 2011 – 17.35 Uhr 31 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist in Augsburg mit einem klaren Sieg gegen die Schweiz in die EM-Qualifikation gestartet, ließ aber spielerisch in einer durchschnittlichen Partie gegen harmlose Schweizerinnen zu wünschen übrig.

Vor enttäuschenden 6 632 Zuschauern in der SGL-Arena kam die DFB-Elf zu einem 4:1 (1:0)-Sieg. Fatmire Bajramaj traf zur Halbzeitführung (32.) und erhöhte nach einem Konter zum 2:0 (65.), ehe Ramona Bachmann für den Schweizer Ehrentreffer sorgte (68.). Doch Linda Bresonik per Kopf (73.) und die eingewechselte Martina Müller (79.) sorgten für klare Verhältnisse.

Die DFB-Elf begann mit Bresonik im offensiven rechten Mittelfeld sowie Alexandra Popp als einziger Sturmspitze, Inka Grings saß wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nur auf der Bank.

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Erste Chancen
Die deutsche Mannschaft hatte von Beginn an mehr Spielanteile, Bajramaj mit einem Heber aus 18 Metern (8.) und Melanie Behringer, deren Schussversuch auf der Linie geklärt wurde (14.), hatten bereits in der Anfangsviertelstunde gute Torchancen.

Deutsche Drangperiode
Aus zentraler Position vergab Bajramaj die größte Möglichkeit, ihr Schuss landete in den Armen von Torhüterin Marisa Brunner (24.). Doch die deutschen Spielerinnen drückten nun aufs Tempo, die italienische Schiedsrichterin Silvia Tea Spinelli verwehrte der DFB-Elf nach einem Fehler und anschließenden Foul von Caroline Abbé an Bajramaj einen Elfmeter, denn Abbé traf beim Versuch den Ball zu treffen nur die Spielerin (27.).

Fatmire Bajramaj

Fatmire Bajramaj (li.) war zweifache Torschützin gegen die Schweiz © Nora Kruse / ff-archiv.de

Führung durch Bajramaj
Nach einer halben Stunde hatte Bajramaj nach Vorarbeit von Bresonik noch Pech, das ihr Schuss aus fünf Metern übers Tor ging, doch zwei Minuten später machte es die Neu-Frankfurterin besser, als sie nach Vorarbeit von Behringer und vorausgegangenem Fehler von Rahel Graf den Ball im Netz unterbrachte (32.). Popp hatte vor der Pause die Chance, die Führung in einer durchschnittlichen ersten Halbzeit auszubauen, verzog aber aus 15 Metern (45.).

Bajramaj trifft erneut
In der zweiten Halbzeit flachte die Partie ab, ein Bresonik-Schuss aus rund 20 Metern war die erste gute Möglichkeit (59.). Einen schnellen Konter über Popp und Behringer schloss Bajramaj mit einem Drehschuss aus sechs Metern ab (65.). Doch die Schweiz machte es noch einmal spannend, Ramona Bachmann gelang nach einem deutschen Ballverlust im Mittelfeld und schöner Vorarbeit von Ana Maria Crnogorcevic der Anschlusstreffer (68.).

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Klare Verhältnisse
Aber die DFB-Elf fand eine schnelle Antwort, eine Flanke von Lena Goeßling drückte Bresonik per Kopf ins Netz (73.) und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Die eingewechselte Martina Müller sorgte bei einem Konter über die linke Seite für die endgültige Entscheidung (79.), auch in der Schlussphase mangelte es der DFB-Elf an der Chancenverwertung, so dass es beim 4:1-Sieg blieb.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Mal meine Noten zum Spiel:

    Angerer: 4 – Sehr viele heikle Aktionen, die auch mal ins Auge gehen hätten können, wurde ansonsten nicht gefordert, außer von den eigenen Leuten
    Schmidt: 4 – In der 1.HZ sehr schlecht gegen Bachmann, wurde immer wieder überlaufen und verlor viele Zweikämpfe. In der zweiten Halbzeit besser und souveräner
    Krahn: 4 – kein Spielaufbau, sah beim Gegentor nicht gut aus, forderte Angerer eins, zweimal heraus.
    Bartusiak: 4,5 – noch schwächer als ihr Pendant, wackelte sehr stark und hat Glück, dass aus ihren riskanten Zuspielen kaum eine Torchance entstand.
    Peter: 3 – noch die beste Spielerin in der Abwehr, hat Bachmann in der zweiten Halbzeit recht gut kontrolliert und machte einen souveränen Eindruck.
    Goeßling: 4 – hatte einige Probleme beim Konterspiel der Schweizerinnen, offensiv kam von ihr nicht viel
    Laudehr: 2,5 – spielte den offensiveren Part; machte eine gute Arbeit sowohl offensiv als auch defensiv
    Behringer: 1,5 – sehr starke Leistung, bereitete drei Treffer vor und war sonst sehr agil, vergab allerdings auch eine Großchance.
    Bajramaj: 1 – die Spielerin des Spiels, belohnte sich mit zwei Toren, stellte die Abwehr der Schweizerinnen immer wieder vor riesige Probleme
    Bresonik: 4 – erste Halbzeit vollkommen desolat, gewann gerade mal 1 Zweikampf, wurde in der zweiten Halbzeit etwas stärker, machte dann das 3:1
    Popp: 4,5 – war überhaupt nicht im Spiel, hatte keine einzige Torchance, musste dann ausgewechselt werden

    M. Müller und Faißt ohne Bewertung

    Bei der Schweiz:
    Brunner 2,5
    Graf 5,5
    Betschart 5,5
    Abbe 6
    Egli 5,5
    Zumbühl 5
    Mehmeti 5
    Dickenmann 4,5
    Moser 5
    Bachmann 2
    Crno 3,5

    Meyer, Maendly und Wälti ohne Bewertung

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  • P.Enalty sagt:

    @Sheldon: Dem Großteil deiner Noten kann ich nur absolut zustimmen, Simone Laudehr sah ich aber lange nicht so stark wie du. Ich hätte ihr und Lena Goeßling eine 3,5 oder 4 gegeben.

    Generell fand ich den Auftritt unserer Defensive mal wieder alles andere als überzeugend. Bartusiak hatte (wie in so ziemlich jedem Spiel) mal wieder ihre ein, zwei kapitalen Aussetzer. Leider war auch Bianca Schmidt, nach zuletzt wirklich guten Leistungen in Potsdam, immer wieder ein Unsicherheitsfaktor.

    Was ich aber auch nicht verstehen kann ist, dass Frau Neid erst so spät gewechselt hat. Gerade Alexandra Popp hatte heute nicht ihren besten Tag erwischt, sie kam einfach immer ein paar Schritte zu spät. Das war allerdings schon in der ersten Halbzeit abzusehen und deshalb verstehe ich nicht, dass Frau Neid Martina Müller erst so spät gebracht hat…

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  • Striker sagt:

    Ich würde nicht mal sagen „harmlose Schweizer“. Wann immer die den Ball nach vorne bekommen haben, wackelte es auch dank einer sehr guten Bachmann (die Noten von Sheldon würde ich fast komplett so unterschreiben, nur Crnogorcevic habe ich jetzt nicht so ’stark‘ gesehen). Die Schweiz war taktisch desolat – man kann ja ein, zweimal überlaufen werden, aber irgendwann darf man das auch merken, sich darauf einstellen und die Räume dicht machen anstatt sich 90 Minuten im immer gleichen Strickmuster veräppeln zu lassen. Im Einzelnen sind die Schweizer Spieler gar nicht so schlecht, aber als Teamleistung war das gar nichts.

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  • Ulf sagt:

    „muskuläre Probleme“ ? ach was, „humiliation“ ! Wieso muß ich das schon wieder anbringen ? Hat es jemandem die Sprache verschlagen ?

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  • laasee sagt:

    @Ulf

    Why do you hate Inka?

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  • Bobbele sagt:

    Die deutsche Mannschaft wirkte zu Beginn ein wenig arg gehemmt. Vielleicht war die verkorkste WM noch in den Köpfen…

    Bajramaj schien tatsächlich bemüht, ihre schwache Leistung bei der WM vergessen zu machen. Auch wenn nicht alles klappte, war sie heute die entscheidende Spielerin auf dem Platz (@shelden: Note 1 ist aber ne Spur zu übertrieben, ne gute 2+ hätt’s auch getan).

    Popp hat mich dagegen einmal mehr enttäuscht, sie stand fast völlig neben sich. Neben Bartusiak für mich die schlechsteste deutsche Akteurin auf dem Feld heute. Man hätte Müller sicher auch schon zur Halbzeit einwechseln dürfen – kaum im Spiel, merkte man ihren Drang zum Tor und prompt zappelte der Ball im Netz.

    Beste Schweizerin war für mich Ramona Bachmann. Hab mir nicht mal verkneifen können bei ihrem Tor kurz zu jubeln. Irgendwie hatte es sich die deutsche Hintermannschaft mal wieder redlich verdient ein Tor zu fangen. Und sie hätten sich auch nicht darüber beschweren dürfen, wenn noch ein zweites gefallen wäre…

    Zwei Dinge, die mir darüber hinaus auffielen: 1) Die Schiedsrichterin hat sich wohl zu sehr von den Leistungen ihrer Kolleginnen bei der WM inspirieren lassen und ahndete u.a. ein elfmeterreifes Foulspiel von Abbè an Bajramaj nicht. 2) 6.600 Zuschauer kauerten sich im Augsburger Stadion zu einer beschämenden Kulisse für ein EM-Qualifikationsspiel zusammen. Kein Wunder, wenn gleichzeitig (aber nicht nur!) Herren-Bundesligafußball gespielt wird und in Bayern Oktoberfeststimmung ist. Welcher […] setzt so einen Termin an?

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    @P.Enalty: Gut, Laudehr hat recht unauffällig gespielt, dafür hat sie ihre Position gehalten und ihre Pässe zu Bajramaj kamen wenigstens an. Sie ist auch ein, zwei Male mit nach vorne gegangen, wo sie in diesem Spielsystem eigentlich auch hingehört (dafür Bresonik ins DM).
    Außerdem musste sie während der WM ziemlich unter meinen Schelten leiden, daher wollte ich sie heute mal für einige Dinge belohnen, die sehr wichtig sind auf der Position und die sie heute im Gegensatz zur WM besser gemacht hat. Allgemein würde ich aber auch deine Einschätzung unterschreiben.

    @Striker: Crno kam in der zweiten Halbzeit sehr stark, gab die klasse Vorlage zum 2:1 und war auch noch an der ein oder anderen Aktion beteiligt. Sie war noch eine der besseren im Spiel der Schweizerinnen heute.
    Allgemein war ich auch überrascht gerade von der Agilität im Sturm, wenn man bedenkt, dass sie da ja sogar noch eine Vanessa Bürki haben. Man sieht, da ist eine Mannschaft mit extrem viel Potential. Gerade die Einwechslung von Isabelle Meyer, die ich momentan vor Moser sehe, hat dem Spiel noch einmal einen richtigen Schub gegeben.
    Defensiv ist da in jedem Falle noch Nachholbedarf, da muss noch einiges getan werden. Aber die Schweiz wird stärker und rückt uns auf die Pelle. Wir haben gesehen, wie schnell das gehen kann bei denen und uns steht noch ein Spiel gegen sie bevor.

    @Ulf: Ausnahmsweise muss ich mal Neid beglückwünschen. Das Ende der Ära „Grings“ ist offensichtlich! Der Wechsel nach Zürich hat ihr sportlich das Genick gebrochen. Dort kann sie sich als Stürmerin nicht unbedingt auszeichnen, da die Abwehrreihen wie heute gesehen, einfach viel zu schlecht sind.
    Sie wird in der N11 genauso untergehen wie Prinz, Hingst und andere Spielerinnen!

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  • ballander sagt:

    warum hat grings eigentlich gefehlt? gab es dazu ne erklärung von frau neid? das ist irgendwie an mir vorbeigegangen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @ballander: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. 😉

    „Inka Grings saß wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nur auf der Bank.“

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  • ballander sagt:

    ah danke! wie konnte ich das übersehen? hab mich nur gewundert, weil es in der moderation im tv kein thema war. oder habe ich da auch nicht richtig hingehört und/oder hingesehen? inka schont sich eben für die schweizer. man muss ja prioritäten setzen 😉

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  • Striker sagt:

    @Sheldon: Grings hat in ein paar Wochen in der Schweiz nicht das Fußballspielen verlernt, sie ist definitiv noch eine Topstürmerin. Genauso sicher wird sie das Niveau dort nicht halten können. Drei der Schweizer Spieler aus der Startaufstellung spielen noch in der Schweiz, dazu eine der eingewechselten Spielerinnen. Die Spieler verlassen alle ihr Land, weil das Level zu niedrig ist. Mehr braucht man zu dem Thema nicht sagen.

    Zur Schweizer Defensive: die Spieler und die einzelnen Mannschaftsteile standen viel zu weit voneinander weg. Wenn das Mittelfeld nicht defensiv arbeitet und die Spieler passieren lässt, wird es für jede Abwehr hart, die mit Tempo auf sie zu eilenden Spieler noch zu stoppen. Das muss aber auch ein Trainer sehen und korrigieren, sonst rücken sie der Spitze nicht auf die Pelle…

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  • Paul sagt:

    sheldon@ setzt dir mal eine neue Brille auf.
    Die Schweizer N11 ist eine junge- und sehr gut besetzte Mannschaft.
    Auch die Mädels können Fu?ball spielen.
    Jeder Gegner wird unser N11 so einiges abverlangen.
    Es werden keine einseitigen Spiele mehr (WM hat es gezeigt).
    SN hat jetzt nicht mehr den Vorlauf, wie vielleicht vor 4 Jahren.
    Was sie hat,sind sehr gute Leistungssportler und die heiste es so einzustellen das sie jedem Gegner gewachsen sind.
    Auf dem Weg sind wir.
    Mit einstellen, mein ich das die Spielerinnen sich blind verstehen (Laufwege),oder mann den Ball nicht umständlich zur Vereinspielerin spielt sondern die Spielerin sieht die frei steht. Wenn ich eine Position spiele, die sollte ich auch ausfüll und nicht das in der Mitte immer eine Spielerin feht Goeßling hat zeitweise sehr gut die Außen mit ins Spiel einbezogen .
    Wohin gegen auf recht das noch nicht zu sehen war,weil eine Laudehr sich mit den Ball weg dreht oder selbst auf die Außen geht .
    Wenn sie Bresonik mit ins Spiel gebracht hat, sind über Außen gute Chancen entstanden.
    Der Ansatz ist da.

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  • kleinschwarz sagt:

    Mich hat das Spiel gestern sehr an die Spiele bei der WM erinnert. Schnelles, überlegtes Spiel nach vorne war nur ansatzweise zu erkennen. Man hat gemerkt, dass die WM noch in den Köpfen der Spielerinnen steckt. Sie haben nicht frisch und frei aufgespielt.

    Ich finde den geringen Zuschauerzuspruch nicht sehr überraschend. Er hängt bei der Frauen-Nationalmannschaft stark vom Erfolg ab. Sie sind nun mal bei der Heim-WM im Viertelfinale rausgeflogen. Wenn sie Weltmeister geworden wären, dann wäre das Stadium in Augsburg voll gewesen. Die Nationalmannschaft muss jetzt auch ihr Publikum durch ansprechende Leistungen zurückgewinnen.

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  • P.Enalty sagt:

    @Bobbele: Der Termin für das Spiel wurde von der UEFA so festegesetzt. Die Anstoßzeit dürfen die Verbände festlegen. Der DFB muss also mit den Fernsehsendern, die die Spiele übertragen, (beim gestrigen Spiel war das die ARD)über die Anstoßzeit verhandeln.
    Beim DFB hatte man die Problematik dieses Spieltages durchaus erkannt und wollte deshalb das Spiel am Abend, am besten zur Prime-Time stattfinden lassen.
    So weit so gut. Da wir allerdings alle wissen, was für ein fortschrittlicher und auch mutiger Sender das Erste ist, hat man sich bei der ARD stattdessen dafür entschieden, lieber das allseits beliebte Musikantenstadl zu bringen…
    Zu WM-Zeiten war der Frauenfußball wohl gut genu für die Prime-Time und hat ARD und ZDF ja auch richtig gute Quoten eingebracht. Jezt ist wieder Alltag… was die Liga betrifft und auch das Engagement der Sender…schade, aber wahr

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  • Frank W. sagt:

    Die UEFA setzt nur den Rahmentermin fest. Wer und wo gespielt wird machen die Verbände untereinander aus.

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  • sodalith7 sagt:

    Im Vergleich zum Spiel Kanada – USA (lief heute Nacht) kann ich nur festhalten, dass wir immer mehr den Anschluss zu den Top-Mannschaften verlieren … :-/

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  • Sheldon sagt:

    @Paul: Das einzige, was ich sehe, ist der Fakt, dass wir das einzige Team in der Welt sind, das fußballerisch bei den Frauen auf der Stelle tritt bzw. sich sogar zurückentwickelt. Solche Querschläger, wie Nadine Angerer sie gestern fabrizierte, wären vor 4 Jahren undenkbar gewesen.
    Die Schweiz haben ein sehr gutes Team, doch sie scheinen das nicht umsetzen zu können. Gerade in Sachen Laufwege und Stellungsspiel war es gestern einfach viel zu einfach, die Mannschaft auszuhebeln. Eins, zwei Doppelpässe und die Abwehr war geschlagen.
    Außerdem stimmt die Fitness noch nicht, die Abwehrspielerinnen waren einfach zum Teil viel zu langsam.
    Dagegen hat mich die Offensive beeindruckt, sowohl physisch als auch technisch. Die Schweiz hat momentan mit Ramona Bachmann sicherlich das größste Offensivtalent in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Doch stimmte es auch da taktisch leider noch nicht zwischen Mittelfeld und Sturm, wenig wurde aus den vielen deutschen Fehlern in der Hintermannschaft gemacht.

    Ich weiß nicht, wo ich mit deiner Meinung kollidiere. Die Schweiz ist auf dem Weg, das europäische Japan zu werden, kein Zweifel. Doch sie investieren mMn an den falschen Stellen. Statt eine Inka Grings nach Zürich zu holen, hätte man lieber im Trainerteam der N11 und auch bei den Vereinen aufstocken sollen, gerade im Bereich Fitness und Taktik, denn die technischen Fähigkeiten, die sind mit Sicherheit schon vorhanden!

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  • labrys sagt:

    Hm, ich weiss nicht, was hier einige von der schweizer Mannschaft erwartet haben. Sie haben sich, meiner Meinung nach, gut geschlagen. Aber man sollte mal die „Namen“ weglassen und mal auf das Alter schauen: Bachmann, Crnogorcevic, Mehmeti, Keller, Kuster und Wälti waren bei der U20 dabei und gehören zu den Stammspielerinnen in der N11… wie sieht das in der deutschen Mannschaft aus? Momentan ist Popp die jüngste, dazu noch Schmidt und KK, danach haben keine Spielerinnen aus dem Jugendbereich eine Stammfunktion, wobei Popp langsam darauf hingeführt wird.
    Die meisten schweizer Leginärinnen spielen im offensiven Bereich: Dickenmann, Crnogorcevic, Bachmann, Moser und Meyer, in der Abwehr ist Abbé in Deutschland und Betschart hat diese Saison nach SChweden gewechselt… Ich denke, das Problem liegt zwischen Abwehr und Mittelfeld, da ist die Leistung bisschen schwächer als zwischen Mittelfeld und Sturm.
    Und nochmals ein riesen Lob für Moser, Bachmann und Dickenmann, was die für Laufwege absolviert haben, chapeau. Die rannten ja von einer Spielerin zur nächsten, liessen wenig zu und machten die Räume enger…. Die deutsche Abwehr musste viele Male zurück zu NAtze spielen, weil man nach vorne keine Anspielstation gefunden hat 🙂

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  • Markus Juchem sagt:

    @labrys: Ich fand die Leistung der Schweiz gestern insgesamt unterdurchschnittlich und auch von Siebenthal meinte, sie hätten sich unter Wert geschlagen und viele Spielerinnen ihr Potenzial nicht abgerufen. Man hat Deutschland über weite Strecken viel zu viele Räume gelassen, über die Flügel konnten die deutschen Spielerinnen ja schalten und walten und mit Tempo vorstoßen wie sie wollten und natürlich sehen dann die Abwehrspielerinnen ganz alt aus. Diese Schweizer Mannschaft hätte vor einem Jahr mit so einer Vorstellung gegen Deutschland wohl 7:0 oder 8:0 verloren.

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  • Sheldon sagt:

    @labrys: Naja, unser Enthusiasmus vor dem Spiel war auch von dir und CSLini geschürt. Ich habe von der Schweiz wenigstens eine solide Abwehrleistung erwartet. Da kam gar nix.
    Überzeugt haben mich nur Bachmann und Brunner, selbst Dickenmann hat über weite Strecken fast gar nix angeboten, von Mehmeti und Zumbühl ganz zu schweigen.
    Ich hatte da doch ein bisschen mehr Gegenwehr erwartet, die aber einzig und allein vom Sturm kam.
    So heißt die Bilanz aber: Zwei gegen mind. ein Dutzend Torchancen. Für die Lobeshymnen, die hier vorher verbreitet wurden, war das gegen einen sehr, sehr schwachen Gegner Deutschland (der sich vor allem durch Fehlpässe, mangelnde Schnelligkeit und unansehnliches Ballgestocher auszeichnete) mal absolut gar nix!

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  • laasee sagt:

    Inka is still Germanys best player.
    You might not like that but it is true.

    This time next year you will still be predicting that ‚Grings is history’…….and repeating yourself again the following year.

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  • abschalter sagt:

    Ich war weder mit dem Spiel noch mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Deutlich war: Die WM ist noch nicht vergessen. Ich vermisste Kerstin Garefrekes schmerzlich, da fehlte viel von dem Druck, den sie gebracht hat. Mangelhafte Chancenverwertung ist allerdings ein altes Thema, neu war dieser tadelhafte Tändelei in der Abwehr.
    Das Spiel gegen die Schweiz war kein Maßstab für eine Einordnung des deutschen Teams in der Weltklasse, dafür waren die Schweizerinnen, u.a. mit gerade 2 Torchancen zu harmlos.
    Schade, dass es so viele Verletzungen im Vorfeld gab.

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  • Sheldon sagt:

    @abschalter:

    Was willst du bei der Mannschaft auch anderes erwarten? Bis jetzt habe ich immer noch geglaubt, Neid wolle die richtigen Leute nicht nominieren wegen persönlicher Abneigung, mittlerweile habe ich aber das Gefühl, dass sie gar nicht mehr fähig ist, die Leute und die Fähigkeiten zu erkennen, die das heutige Spiel in der Weltklasse erfordert.
    Sie wählt die Spielerinnen noch nach demselben Muster aus wie Theune-Meyer vor 20 Jahren, nach demselben Muster wie auch Neid ausgewählt wurde.

    Ich muss zugeben, so ein paar Dinge haben sich schon verbessert, aber das lag an der Schwäche des Gegners. Jeder einzige Mannschaftsteil ist eine einzige riesige Baustelle, sogar Angerer entpuppte sich als sehr nervös und wacklig in der ersten HZ. Die deutsche Mannschaft bedarf einer Grundsanierung und sei es nur, um die Gedanken an die WM aus den Köpfen zu bekommen.
    Man hat das Gefühl, bis auf Bajramaj und Behringer hat die Mannschaft noch nichts von der WM verarbeitet! Dadurch, dass sich so gut wie nix verändert hat, ist es derselbe, alte Trott! Frischer Wind Fehlanzeige! Eine Mannschaft, mit der man nur verlieren kann!

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  • Paul sagt:

    Welche Spielerinnen soll den SN auswählen ?
    Der jetzige Kader ist mit Abstand der beste.
    SN kann doch kein U20 aufstellen . In dem jetzigen Team ist
    von Jugend und Erfahrung alles vorhanden.
    Nächste Woche wird die U23 getestet da können sich weiter Spielerinnen empfehlen.
    Popp hatte in der U20 alles, jetzt in der Frauennationalmannschaft bei starken Gegnern konnte sie das noch nicht zeigen .
    Wie glaubt ihr geht es den anderen Küken auf dieser Ebene?
    Wir haben jetz 2 Jahre und die werden auch benötigt um etwas neues aufzubauen. Das geht nicht im ersten Länderspiel nach der WM.

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  • Sheldon sagt:

    @Paul:

    Naja, das stimmt so nicht. Da sehe ich mindestens 4, 5 Spielerinnen von Potsdam, 2 von Bayern, Malinowski von Essen, Leupolz von Freiburg, Ni.Rolser von Bad Neuenahr und selbst Schwab und Elsig weiter vorne.
    Außerdem kannst du ja mit dem aktuellen Kader eigentlich hervorragend aufstellen plus einigen Ergänzungen, die krankheitsbedingt ausfallen, ja sehr gut aufstellen:

    Sarholz/Längert – Schmidt, Peter, Goeßling, Kemme – Odebrecht, Hanebeck/Kulig – Bajramaj, Simic, Mittag – Maroszan

    Odebrecht als Anbindung für die Abwehr, Hanebeck und Simic als Bindeglieder nach vorne, wo Mittag, Bajramaj und Maroszan ständig rotierten.
    Die Mannschaft ist zugegebenermaßen etwas Potsdam/Frankfurt-lastig, normalerweise nicht meine Philosophie, doch im Moment spielt Potsdam hinten überragend und vorne sind einfach zu viele verletzt, auch noch längerfristig!

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  • Paul sagt:

    Was soll das? Die Verletzten Spielerinnen stehen SN nicht zur Verfügung.
    ok Odebrecht hätte ein Chance verdient.
    Für die anderen hat SN zwei jahre zeit.
    Die Spielerinnen benötigen diese Zeit auch. Mit Hut und Wensing erfolgt dieser Umbruch.
    Aber selbst die beiden müssen sich auf der Ebene erst bewähren.
    Es sind keine U19,U20,U23-Turniere mehr.

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  • Michele sagt:

    Ich bin normalerwiese kein großer Bajramaj-Anhänger, aber was sie gestern an Leidenschaft und Kampfkraft geleistet hat, war richtig stark. Ich glaube, die neue Position, passt zu ihr. Was mich aber extrem gestört hat, dass nach dem Spiel wieder nur über sie geredet wurde. Viele kritisieren hier oft Melanie Behringer. Dazu möchte ich jetzt mal was sagen. Sie ist keine Supertechnikerin, aber sie ist so wichtig für das deutsche Spiel. In fast jedem Spiel bereitet sie Tore vor und sucht auch oft den Abschluss. Gestern hätte sie zwar zwei Tore machen müssen, aber sie hat drei Tore vorbereitet. Sie gehört auch in Zukunft zu Neids Stammpersonal.

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Man mag Bajramaj einen schlechten Charakter zurecht oder zu Unrecht vorwerfen, man mag sie als Potsdam-Fan hassen, man mag ihr Verhalten als schäbig bezeichnen. Ich bin selbst Potsdam-Fan und ihr gegenüber natürlich deswegen auch nicht gerade positiv gestimmt. Ebenso auch bei Behringer, als Spielerin für Frankfurt fällt sie auch nicht gerade in die Kategorie „Liebling“ bei mir. Dennoch kann man zu keinem anderen Schluss kommen, als das ihre gestrige Leistung wirklich so war, wie man es von allen erwartete.
    Bei allem Mangel an Sympathie sollten wir nicht vergessen, dass die beiden begnadete Fußballerinnen sind, die nicht umsonst dort stehen, und zwar die einzigen, die ihre Nominierung gestern gerechtfertigt haben.

    @Paul: Ja, du magst recht haben. Vielleicht ist dieser Kader im Moment tatsächlich das Beste, was es im deutschen Fußball mit ein paar kleinen Abstrichen gibt.
    Man muss auch sagen, dass Sylvia Neid mit ein paar Nominierungen Wiedergutmachung betrieben hat, insbesondere bei den Spielerinnen Kemme, Simic und Längert. Das zeigt doch schon eine Menge guten Willen, gleich drei zu nominieren, die auf meiner Liste standen. Allerdings geht mir das noch nicht weit genug.
    Wir hatten jetzt EM-Quali, da kann man natürlich auch nicht 20 neue Spielerinnen nominieren und debütieren lassen. Doch werden auch Freundschaftsspiele kommen, beispielsweise gegen Schweden, wo es einfach an der Zeit wäre, ganz viele junge Spielerinnen einfach mal in die Waagschale zu werfen.
    Gerade in der Defensive kann man mit Wesely, Kemme, Elsig, Prießen, Simon, Schöne experimentieren, im Mittelfeld Maroszan, Simic, Hanebeck alle mal auf den verschiedensten Positionen durchrotieren lassen, dazu vorne mit Mittag, Popp, Malinowski (falls wieder fit), Schwab, Ni.Rolser etc. viele Kombinationen ausprobieren und aufeinander abstimmen.
    Ob das Spiel nun verloren geht oder nicht, schert eh niemanden mehr, aber es gäbe einfach sehr viele Erfahrungsberichte. Man wirft die Spielerinnen einfach mal ins kalte Wasser.

    Allerdings relativiere ich mal meine Kritik an Neid, für diese Situation hat sie ausnahmsweise doch mal sehr besonnen und gut benannt, nur die Aufstellung hat noch nicht gepasst.

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  • Eric sagt:

    Für mich ist es immer wieder unerklärlich, wie B. Peter als für mich beste IV in Deutschland auf der Außenbahn verschenkt wird. Gerade in der IV sehe ich große Probleme, da S. Bartusiak wieder mal ein Unsicherheitsfaktor war und A. Krahn nur eine einfache“ Zerstörerin“ ist, ohne das Spiel von hinten ordentlich eröffnen zu können.

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  • Pit sagt:

    Die Spielweise von A. Krahn ist nicht mehr zeitgemäß! Immer nur als Zerstöhrer auftreten ohne einen vernünftigen Spielaufbau nach vorne ist nicht mehr gefragt. Außer bei S.N.Ich hätte die Krahn auch nicht für die WM nominiert,da sie noch viel zu unbeweglich war und auch heute noch ist.

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  • Sheldon sagt:

    Neid hat es glaub ich einfach noch nicht mitbekommen, dass heute bei der Bewertung des Fußballs im taktisch-technischen Bereiches andere Maßstäbe zu setzen sind. Man hat sich hierzulande einfach an das technisch-taktisch hochwertige Spiel von Dortmund und München, aber auch an das von Barca gewöhnt. Weltklasse, dieses Prädikat verdient man sich nur, wenn man mit diesen Mannschaften mithalten kann.

    Und dazu gehört auch die Umstellung des Spielstils und damit die Besetzung der jeweiligen Positionen mit ganz bestimmten Spielertypen.
    Dies fängt in der IV an und zieht sich bis zum Sturm. Willst du heute mithalten, musst du entweder viele Spielerinnen aussortieren oder umschulen.
    Jede Spielerin muss technisch auf einem sehr hohen Level unterwegs sein, dazu müssen defensiv sehr gute Zweikampfwerte sowie eine hohe Passquote her, offensiv wird Flexibilität und Kreativität gebraucht, um sich möglichst viele Torchancen zu erarbeiten.

    Da stockt es doch gewaltig. Der Sprung, der gerade bei den Männern gemacht wird, ist so enorm groß. Bei den Frauen ziehen die allermeisten Vereine nach, nur Deutschland hat den nächsten, einen sehr entscheidenen Schritt verpasst und muss jetzt ganz stark nacharbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren.

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