Nordkorea qualifiziert sich für Olympia

Von am 11. September 2011 – 19.42 Uhr 9 Kommentare

Nach Japan hat sich Nordkorea als zweiter asiatischer Vertreter für das Olympische Frauenfußball-Turnier 2012 in London qualifiziert.

Nationalmannschaft Nordkorea

Nordkorea: Für die WM 2015 gesperrt, in London dabei © Hanna Urbaniak

Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Jinang/China kamen die Nordkoreanerinnen unter ihrem neuen Trainer Sin-Ui Gun beim abschließenden Spieltag am Sonntag zu einem ungefährdeten 5:0-Sieg gegen Thailand, durch den das Team mit 11 Punkten hinter Japan (13 Punkte) als Zweiter seine Fahrkarte für Olympia löste.

Australien und China außen vor
WM-Teilnehmer Australien kam zum Abschluss zu einem 2:1-Sieg über Südkorea und wurde Dritter, verfehlte aber die Olympia-Qualifikation genauso wie China, das in seinem letzten Spiel Japan mit 0:1 unterlag. Der Weltmeister hatte sich bereits vorzeitig die Teilnahme an den Spielen in London gesichert.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Das ist für mich ein moralischer Skandal, dass sich das IOC nicht der Sperre der Fifa wegen mannschaftlichen Dopings anschließt. Damit setzt man in meinen Augen das falsche Zeichen.

    waiiy

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  • Jennifer sagt:

    Riesenskandal! Da wird es hoffentlich Komitees geben, die dagegen Einspruch erheben werden! Oder wozu sind die da? Nordkorea bei Olympia – geht gar nicht! Die müssen auf jeden Fall disqualifiziert werden … oder macht sich hier das Olympia-Komitee lächerlich/unglaubwürdig?

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  • Sheldon sagt:

    Dieser ganze Dopingkram sollte mal zentral für alle Sportarten und Sportwettbewerbe geregelt werden. Es kann doch nicht sein, dass eine Mannschaft, die von der FIFA gesperrt ist, vom IOC zugelassen
    wird…
    Außerdem wäre es extrem schade für Australien!

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  • Frieda sagt:

    Ich habe in einem anderen Artikel gelesen, dass die FIFA Nordkorea nicht für die Olympischen Spiele sperren will.

    „Die FIFA erwägt nach eigenen Angaben momentan keinen Ausschluss der Nordkoreanerinnen. Ihr Vergehen werde, wie im Fußball üblich, nur in dem betreffenden Wettbewerb bestraft, in diesem Falle der Weltmeisterschaft. Die Spielerinnen wurden mit individuellen Dopingsperren von 14 bis 18 Monaten von allen Wettbewerben ausgeschlossen, der Verband musste die 400 000 Euro Prämie für die erfolgreiche Qualifikation zurückzahlen und wurde von der WM 2015 ausgeschlossen. Bei den Olympischen Spielen könne die Mannschaft aber, im Falle der Qualifikation, antreten.“ (Quelle 11 freundinnen)

    Erst habe ich mich auch tierisch darüber aufgeregt. Andererseits hat die FIFA ein bisschen recht, die Spielerinnen wurden gesperrt, das Team von der nächsten WM ausgeschlossen. Gucken wir rüber zu anderen Sportarten, zum Beispiel Leichtathletik. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ein Sprinter aus Jamaika jetzt Doping nachgewiesen werden würde, der bei der WM in der Staffel war, dann dürfte Jamaikas Staffel doch trotzdem, bei entsprechenden Zeiten und natürlich ohne die Gedopten, bei den Olympischen Spielen antreten. Kann das wer bestätigen?

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  • waiiy sagt:

    @Frieda: In der Leitchathletik wird man meines Wissens nach für einen Zeitraum für sämtliche Wettbewerbe gesperrt. Aber da gibt es in dem Sinne auch keine Mannschaftssperre wie es jetzt bei Nordkorea vorgenommen wurde.

    Vielleicht sollte Deutschland das Frauenturnier von London aus Protest boykottieren… ach nee, wir sind ja eh nicht dabei… 😉

    waiiy

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  • Frieda sagt:

    @ waiiy
    Ja, aber das steht ja in meinem vorherigen Beitrag. Die Spielerinnen wurden für eine gewissen Zeit gesperrt und das ist ja beim Doping immer für alle offiziellen Wettkämpfe. Aber die Mannschaft eben nicht.

    Eine andere Geschichte wäre es, wenn jetzt zB eine Französin oder Schwedin gedopt hätte. Denn bei denen galt die WM ja als Quali für die Olympischen Spiele.

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  • Lusankya sagt:

    Ich stimme da mit Frieda und der FIFA überein. Der nordkoreanische Verband und die betroffenen Spielerinnen wurden hart bestraft. Aber jetzt hat man sich auf (wie ich doch hoffe) faire Weise für Olympia qualifiziert, indem man Zweiter bei der entsprechenden Qualifikation geworden ist.

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  • Sheldon sagt:

    Boah, waiiy, der war hart^^ Muss da schon wieder einer nachtreten? 😀

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  • Ulf sagt:

    food for thought

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