Birgit Prinz beendet Karriere

Von am 12. August 2011 – 11.47 Uhr 46 Kommentare

Deutschlands Rekordnationalspielerin Birgit Prinz wird ihre Karriere nicht fortsetzen. Dies gab die 33-Jährige Stürmerin von Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt auf einer Pressekonferenz bekannt.

„Fußball ist eine der größten Leidenschaften in meinem Leben, deshalb ist es mir schwer gefallen, das Kapitel zu beenden“, sagte Prinz, die bereits nach dem WM-Aus ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte.

Angekündigter Rücktritt
Zuletzt hatte sie beim 1. FFC Frankfurt noch einmal das Traininga aufgenommen, doch ihre Nicht-Teilnahme am Trainingslager im polnischen Posen hatte den Rücktritt bereits angekündigt. „Ich habe die Entscheidung bewusst und gut überlegt getroffen und nicht aus der Emotion nach der WM heraus.“

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Richtiger Moment
Es fühle sich „nach dem richtigen Moment an, da meine Motivation, die eigene und berufliche Zukunft weiter voran zu treiben, immer größer geworden ist und das Leben als Profisportlerin zu viel Zeit und persönliches Engagement benötigt, um dies in befriedigender Weise nebeneinander gestalten zu können.“

Birgit Prinz

Birgit Prinz beendet ihre außergewöhnliche Karriere © fussballpics.de

Erfolgreichste Fußballerin der Welt
Prinz ist bis heute die erfolgreichste Fußballerin der Welt. Mit der Nationalmannschaft wurde sie 2003 und 2007 Weltmeisterin, sie nahm an fünf WM-Endrunden teil ist ist immer noch mit 14 Treffern erfolgreichste WM-Torschützin.

Zwischen 1995 und 2009 wurde sie zudem fünfmal Europameisterin, dazu neunmal Deutsche Meisterin und elfmal DFB-Pokalsiegerin. Viermal wurde sie in der Bundesliga Torschützenkönigin.

Lobeshymnen
FFC-Manager Siegfried Dietrich bedauert die Entscheidung: „Nach nun über einem gemeinsamen Jahrzehnt mit vielen großartigen Erfolgen, aber auch so manchem Tiefschlag, möchte sich der gesamte 1. FFC Frankfurt bei Birgit Prinz für die überaus gute Zusammenarbeit bedanken. Birgit war maßgeblich an unseren Erfolgen beteiligt und wir wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles erdenklich Gute. Sie war der Prototyp einer aufrichtigen, ehrlichen, angemessen kritischen und immer mannschaftsdienlichen Offensivspielerin, die auf dem Platz oft den Unterschied ausgemacht hat.“

Prinz bleibt dem Sport erhalten
Nach der Verabschiedung aus dem Leistungssport wird Prinz nun ihre Profession als Sportlerin und Diplom-Psychologin weiter entwickeln und auszubauen. „Dabei werde ich in neuer Funktion u. a. am Institut für Performance-Psychologie in Frankfurt dem Sport erhalten bleiben, um andere Talente und Athleten/-innen in ihrer persönlichen und sportlichen Entwicklung zu unterstützen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

46 Kommentare »

  • Svensson sagt:

    Der Hamburger sagt:
    Sonntag, 14. August 2011 um 16.54 Uhr

    „PS: Are you Swedish or English? It´s great to have people from other countries like you or laasee or Germans abroad like Antje in London or Rainer in Sweden on a German women soccer blog. Welcome!“

    ————–
    @Der Hamburger

    Thank you! 🙂
    I’m Swedish, a native of Stockholm.
    And my alias is my real name. A very common surname here.

    Take care of you all!

    – Svensson

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  • Michael sagt:

    Die größte Stärke von Birgit Prinz war, wie sie mit ihren Schwächen umgegangen ist: mit ihrer Mißgelauntheit, sobald eine Fernsehkamera auf sie gerichtet war, mit ihrer Unlust, den nötigen Werbe-Schnickschnack mitzumachen (bzw. eher über sich ergehen zu lassen), mit ihrer schonungslos kritischen Haltung sich selbst und ihrer Leistung gegenüber (immer, ohne Abstriche!), mit der undiplomatischen Geradheit und Direktheit in allen ihren öffentlichen Äußerungen. Das hat sie angreifbar und verletzbar gemacht – wie sie dann allerdings in ihren beiden letzten PKs damit umgegangen ist (während sie auf der Zeil noch unfreiwillig als 3-Meter-Werbeikone prangte), das macht ihr niemand mehr nach.

    Einmalig. Nicht wiederholbar.

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