Fatmire Bajramaj zur „Fußballerin des Jahres“ gewählt

Von am 31. Juli 2011 – 13.31 Uhr 26 Kommentare

Mit überwältigendem Vorsprung hat Fatmire Bajramaj die zum 16. Mal vom Kicker organisierte Wahl zur „Fußballerin des Jahres“ gewonnen.

Bei der unter den Mitgliedern des Verbands deutscher Sportjournalisten (VDS) durchgeführten Wahl setzte sich die Neu-Frankfurterin mit 223 der 837 gültigen Stimmen deutlich gegen Vorjahressiegerin Inka Grings vom FCR 2001 Duisburg durch, die es auf 88 Stimmen brachte. Zusammen mit Grings landete ex aequo Birgit Prinz auf Platz 2, die ebenfalls 88 Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Fatmire Bajramaj

Gewann die Wahl zur "Fußballerin des Jahres" mit einem Riesenvorsprung © Nora Kruse / ff-archiv.de

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Bescheidene Bajramaj
„Es freut mich ungemein. Ich möchte mich aber selber nicht zu wichtig nehmen – Fußball ist ein Mannschaftssport. Deshalb ist es mir wichtig, in diesem Zusammenhang mein altes Team hervorzuheben. Ohne meine ehemaligen Mitspielerinnen wäre so ein Erfolg ja nicht möglich“, versicherte Bajramaj.

Die weiteren Platzierungen
Nur einen Punkt dahinter belegte die Frankfurterin Kim Kulig Platz vier gefolgt von zwei weiteren Duisburgerinnen: Alexandra Popp (61 Stimmen) und Simone Laudehr (51 Stimmen).

Die Plätze sieben und acht gingen an weitere Frankfurterinnen: Kerstin Garefrekes (49 Stimmen) und Nadine Angerer (43 Stimmen).

Die Neu-Wolfsburgerin Conny Pohlers (35 Stimmen) holte Rang neun vor Célia Okoyino da Mbabi vom SC 07 Bad Neuenahr, die mit 25 Stimmen Platz 10 holte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Einerseits ehrt es sie, dass sie die Leistung ihrer damaligen Mitspielerinnen nicht aussen vor lässt, andererseits hat sie wohl den bei ihr in Ungnade gefallenen Schröder (absichtlich?) vergessen! 😉

    Trotzdem, sei es wie es sei, meinen Glückwunsch zu diesem Titel mit einem grandiosen Ergebnis! 🙂

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  • melli sagt:

    das erinnert mich doch sehr an die wahl zur weltfußballerin. geht es nach leistung oder nach bekanntheitsgrad? aber gut. es gab ja auch während der wm akkreditierte journalisten, die auf fotos deutschen spielerinnen keinen namen zuordnen konnten. hatte sehr oft den eindruck, man füllt mit dem großereignis wm eine ansonsten fast sportlose sommerlochzeit.
    ich möchte behaupten, die wahl wäre komplett anders ausgefallen, hätte man die gefragt, die sich intensiv mit dem frauenfußball beschäftigen und deshalb ahnung haben, wer leistung bringt: die fans z.b.!

    1. bajramaj, 2. grings und prinz, dann kulig??? das ist eine umfrage zu den bekanntesten namen – mehr nicht!!!!!!!!!!!!

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  • Michele sagt:

    Wenn man die Leistungen über die komplette Saison betrachtet, hat Lira verdient gewonnen. Aber dann kommen schon Prinz und Grings? Was haben die beiden großartiges geleistet? Wie immer bei so einer Umfrage, zählen nur die Namen. Nach echter Leistung wird da nicht beurteilt.

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  • Soccerfan sagt:

    Für mich ist es verwunderlich, dass sie mit so einem großen Abstand zur fussballerin des Jahres gewählt wurde. Sie hat diese Saison zumindest in der natio sportlich nicht überzeugt. Allerdings gibt es bei einer solchen Wahl ja nicht nur sportliche Faktoren…

    Ein anderer Faktor ist der menschliche, weswegen Birgit Prinz sicher ein paar stimmen verdient hat.

    Inka grings hat bei der wm und in Duisburg diese Saison gut gespielt und auch Groesse bewiesen, als sie gegen Frankreich ueberragend gespielt hat, nachdem sie gegen Kanada und Nigeria zunächst auf der Bank war. Sie hätte den Titel „Fußballerin des Jahres“ nochmal verdient gehabt.

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  • Mika sagt:

    Ich gönne es ihr auf jeden Fall. Schade ist es allerdings, dass wieder keine einzige Abwehrspielerin unter den ersten 10 zu finden ist! Außerdem ist Conny Pohlers die einzige, die nicht in der WM gespielt hat. Aber das war auch zu erwarten.

    Frage: Kommen hier nur Spielerinnen in Frage, die die deutsche Nationalität haben? Oder reicht es, in der Bundesliga zu spielen?

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  • laasee sagt:

    @Michele

    Inka has 23 Buli goals and is top scorer in CL.
    Birgit has 23 Buli goals and a DFB Pokal winners medal.

    Both players merit and deserve big recognition.

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  • xXx sagt:

    Das ist eine Beliebtheitswahl, wo die Journalisten die wenigen Spielerinnen aufzählen, deren Namen ihnen überhaupt geläufig sein. Keiner von denen wird die Bundesliga so verfolgt haben, dass er ein verlässliches Urteil bilden kann.

    Michele schrieb: „Wenn man die Leistungen über die komplette Saison betrachtet, hat Lira verdient gewonnen.“

    Lira Bajramaj war letzte Saison nichtmal die beste Spielerin bei Turbine Potsdam. Das war eindeutig Yuki Nagasato. Auch beim eh schon schlechten Absachneiden der Nationalmannschaft bei der WM war sie nur Bankspielerin. Von einem verdienten Sieg kann man da alles andere als reden.

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  • jochen-or sagt:

    Lira war 2009/10 überragend, nicht aber 2010/11!

    Es zeigt sich immer wieder, dass die Journalisten eigentlich keine Ahnung vom Frauenfußball haben, denn eine Babett Peter hat neuerlich eine Supersaison sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft hingelegt, und zwar auch eine gute bei der WM.
    Sie war – anders als Lira – durchgängig gut!
    Wo sind die verdienten Stimmen für sie?

    Lira hat weder im Cl-Finale noch in der Natio Besonderes gebracht. Auch bei Turbine hatte sie nur wenige gute oder gar überragende Spiele. Yuki war dort zuletzt die bessere Stürmerin.

    Allerdings gab es im letzten Jahr auch nicht „die“ Spielerin, die sich für den Titel aufdrängte. Umso erstaunlicher die Eindeutigkeit der Abstimmung, die mehr mit der PR für Lira zu tun haben dürfte als mit ihren wirklichen Leistungen.

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  • dragonfly sagt:

    Die Wahl ist doch absolut nichts wert! Wenn es nach Leistung gegangen wäre hätte eine Kerstin Garefrekes ganz weit vorne sein müssen. Aber anscheinend ging es nur darum wär am schönsten in die Kamera lächeln kann…

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  • xXx sagt:

    Hier die ganze Liste —> http://j.mp/nfpZ4g

    Unter Anderem hat ein Journalist seine Stimme für Andrea Brosche vom 1. FFC Hannover abgegeben.

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  • Winter sagt:

    Lira Bajramaj hat zwei überragende Jahre in Potsdam gehabt mit überragender Technik und Spielintelligenz, auch dank Yuki und Anja und vielen anderen aus der gesamten Mannschaft. Ich finde, wenn sie in der Mannschaft richtig integriert ist, sieht man, dass sie „goldene Füße“ hat. Glückwunsch!
    Mir kommen dennoch in der aktuellen Bewertung viele Aspekte zu kurz, überragende Spielerinnen wie Odebrecht, Peter, Schmidt und viele andere mehr, auch aus anderen Mannschaften, kommen mir dabei deutlich zu kurz.
    Von daher muss man die ganze Wahl und auch die Stimmengeber von der Fachkompetenz deutlich in Frage stellen!

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  • Emmi sagt:

    Warum hat Weltmeisterin Nagasato nur 10 Stimmen? Sie hat meiner Meinung nach eine überragende Saison gespielt…

    Unverständlich auch warum Annike Krahn Stimmen bekam, sie war doch fast die komplette Saison verletzt…

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  • NRHZ sagt:

    Fatmire Bajramaj war in der Saison 2009/2010 sicher eine der überragenden Spielerinnen der ersten deutschen Frauenbundesliga,
    als sie mit Turbine Potsdam die Champions League gegen Lyon und die deutsche Meisterschaft gewann, in der Saison 2010/2011 müsste aber klar die Wahl auf ihre Mitspielerin Yuki Nagasato zielen, die für ihren Club die spielentscheidenden Tore zur erneuten Meisterschaft schoss, obwohl oder trotz das der Konkurrent aus Frankfurt spiel- und personalstärker war. Yuki gelang es sogar langsam aus ihrer Joker Rolle herauszuwachsen, denn immer mehr konnte sie ein Spiel lesen und sehebnswerte Tore erzielen. Die vor kurzem gewonnene WM 2011 mit ihrer japanischen Nationalmannschaft ist an sich nur ein Sahnehäubchen darauf. Das Medien Spektakel um Lira hat derselben nur geschadet. Das sie jetzt trotzdem gewählt wurde, spricht für die Qualität der Journalisten, die das Wahlrecht hatten. Es fällt auf, dass während der Frauen WM 2011 Sportjournalisten Berichte und Kommentare ablieferten, die ich persönlich NOCH NIE auf den Plätzen der Frauenbundesliga habe arbeiten sehen. Trotzdem ist Lira natürlich eine prima Sportsfrau und eine sympathische begabte Spielerin. Nur die Wahl als Beste hat sie weiß Gott nicht verdient, ich gehe davon aus, dass sie langsam kapiert, was es heißt zur Eselin der künstlichen Werbe- und Marketingwelt gemacht worden zu sein. Ihr sympathisches Lachen und ihr Sinn für Humor ist ihr aber sicher nicht vergangen – trotz dieser Eseleien um ihren scheinbaren Marktwert als Testmonial.

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  • Johnny Mo sagt:

    …es ist für mich vor allem bemerkenswert und verwunderlich, dass keine Spielerin vom amtierenden Deutschen Meister unter den Spitzenpositionen zu finden ist – die bei weitem nicht mehr so entscheidende und prägnante Rolle L.Bairamais sowie das unerklärliche Fehlen von Babett Peter wurden ja bereits angesprochen…

    …insofern stellt sich damit der Preis selbst als auch den abstimmenden Journalisten ein absolutes Armutszeugnis aus…schlimm.

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  • XX sagt:

    Ich habe das Gefühl, dass bei dieser „Wahl“ folgende Kriterien galten: Für jedes Tor eine Stimme, für jede Nennung in den Medien eine weitere. Das hier die Leistung bewertet wurde bezweifel ich stark, wäre dies der Fall würden auch Abwehrspielerinnen unter den Top Ten sein: Wo sind Babett Peter, Bianca Schmidt, Josephine Henning, Linda Bresonik, Luisa Wensing, Carolin Simon und all die anderen, von denen einige es ebenfalls verdient hätten?!

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  • Lucy sagt:

    Der Werbehype, der kräftig für und um Lira aufgeführt wurde, hat funktioniert 😉

    Werbung ist eben alles, man muss nur ständig iwi im Gespräch sein, dann brennt sich der Name bei den „Fußballexperten“ schon ein und reicht für die nächste Wahl… 😉

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  • laasee sagt:

    I think that Babett Peter was the player that should have won the Award.

    Also, I would place Inka Grings, Birgit Prinz, Conny Pohlers and Kerstin Garefrekes in front of ‚lipstick‘ Lira.

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  • FFFan sagt:

    @ XX und alle:
    Wie ich schon bei der Wahl zur Weltfussballerin angemerkt habe, wird mit solchen Wahlen die Popularität gemessen und nicht die Leistung!
    Für mich ist die Wahl von Lira Bajramaj in diesem Jahr eine Verlegenheitslösung: wirklich überragend war sie in der Saison 2010/11 nicht, schon gar nicht bei der WM. Andererseits: wen hätte man sonst wählen sollen? Sportlich wären Babett Peter, Kerstin Garefrekes oder Simone Laudehr vielleicht in Frage gekommen, aber sie werden als ’stille Stars‘ medial kaum wahrgenommen. Da die große Bühne „Weltmeisterschaft 2011“ aus deutscher Sicht von niemandem genutzt wurde, fiel die Wahl notgedrungen auf diejenige, die schon vor dem Turnier als „Gesicht“ des deutschen Frauenfussballs präsentiert wurde.
    Für eine Ausländerin als Deutschlands Fussballerin des Jahres ist die Zeit (im Gegensatz zur Situation bei den Männern, wo 2008-2010 ausländische Bundesliga-Stars gewannen) wohl noch nicht reif. Weltmeisterin Yuki Nagasato schnitt mit 10 Stimmen auf Platz 12 noch am besten ab. Der große WM-Star war sie freilich nicht, fiel ggü. ihren Teamkolleginnen sogar ein wenig ab.

    Gleichzeitig mit dem „Fussballer des Jahres“ und der „Fussballerin des Jahres“ wurde (geschlechterübergreifend) auch der „Trainer des Jahres“ gewählt. Dabei belegte Bernd Schröder aus Potsdam einen respektablen 10.Platz. Er bekam sieben Stimmen, sechs mehr als die Bundestrainerin. Das wird ihn freuen!

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  • bneidror sagt:

    Es stellt sich doch jedes Mal aufs Neue die Frage der Sinnhaftigkeit dieser Wahlen. Und das bei den Frauen wie bei den Männern. Bei den Frauen ist es natürlich schwerwiegender das die Mehrzahl der Spielerinnen von den wählenden Journalisten nie unter Augenschein genommen worden ist. Was man auch niemanden vorwerfen kann. Ergo ist es nur zu verständlich, dass die forderen Plätze von den Nationalspielerinnen und zugleich, wie meistens im Fussball, von Offensivspielerinnen belegt werden. Da bleibt nur das Übliche, fröhliches Diskutieren.

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  • annawestphalia sagt:

    Mit dieser Wahl haben die deutschen Sportjournalisten bewiesen, dass sie im Fach „Frauenfußball“ nur über einen amateurhaften Sachverstand verfügen. Die neue „Fußballerin des Jahres“ Fatmire Bajramaj konnte in der vergangenen Spielzeit ihre spielerischen Fähigkeiten zu oft nicht entfalten. Dass Babett Peter nicht einmal unter den Top 10 erscheint, ist aus sportlicher Sicht nicht zu erklären. Damit sich auch der frauenfußballerische Sachverstand vieler Sportjournalisten verbessert, sollte unbedingt wöchentlich ausführlicher über die Frauenfußball-Bundesliga im Fernsehen berichtet werden.

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  • Lucy sagt:

    Die sollten ganz einfach nur Frauenfußball-Kenner/Beobachter dazu befragen und alle die, die das ganze Jahr über nur Männerfußball beobachten da raus halten und auch nur für Männer abstimmen lassen !!

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Simon hat eine sehr durchwachsene BuLi-Saison gespielt, sich dann in den Vorbereitungsspielen zur WM stark verbessert, um dann in den WM-Spielen wieder abzufallen!!!
    Also klingt nicht nach der besten Spielerin der Saison!!!

    Zu LIRA wurde hier bereits alles geschrieben!!!
    Ihre Wahl ist ein Triumpf der Medienpräsenz, und ein erneutes Armutszeugnis der Sportjournalie!!!

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  • Marcel sagt:

    Ich sehs so: Lira hat sich den Titel absolut verdient aber halt die Saison davor da war sie einfach überragend aber die Journalie hats mal wieder nicht mitbekommen war ja nicht WM.
    Jetzt also nachträglich unbewusst richtig gewählt und jemanden unrecht getan hat man ja auch nicht denn diese Saison hat keine groß herrausgeragt.

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  • Detlef sagt:

    @Marcel,
    Und was ist mit den bereits angesprochenen Kerstin Garefrekes & BABETT PETER???
    Ich hätte da noch eine VIOLA ODEBRECHT, YUKI NAGASATO, CONNY POHLERS, Sara Thunebro, Ali Krieger!!!
    Selbst Birgit Prinz hätte es letzte Saison mehr verdient als LIRA!!!

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  • Marcel sagt:

    @Detlef

    Ich hab ja auch gesagt für die Saison davor hätte sichs Lira verdient gehabt,da haben sie aber Inka Grings gewählt.
    Was ja sowieso wieder zeigt wie „objektiv“ diese Wahl ist.

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  • johann sagt:

    Melli hat recht……………leider…………

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