Potsdam siegt, Duisburg verliert erneut

Von am 30. Juli 2011 – 21.15 Uhr 13 Kommentare

Am Samstag standen einige Testspiele der Bundesligisten auf dem Programm. Meister 1. FFC Turbine Potsdam gewann gegen eine Auswahl aus Württemberg, der FCR 2001 Duisburg kassierte hingegen die zweite Niederlage binnen 24 Stunden.

Beim 5:0-Sieg der Potsdamerinnen trafen in Kirchheim/Teck Weltmeisterin Yuki Nagasato (13.), Babett Peter (27.), die Neuzugänge Patricia Hanebeck (65.) und Chantal de Ridder (74.) sowie Sandra Starke (80.).

Jede Menge Defizite
„Wir haben heute etliche Erkenntnisse gewonnen“, so Potsdams Co-Trainer Dirk Heinrichs, „insbesondere dass wir im spielerischen Bereich noch jede Menge Defizite haben. Da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.“ Bereits am Sonntag steht binnen 24 Stunden um 15 Uhr das nächste Testspiel gegen eine Sachsen-Auswahl ins Braunsbedra an.

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Aufstellung Potsdam: Berger – Schmidt (46. Wiegand), Peter (46. Wesely), Kemme (46. Draws) – Zietz (46. I. Kerschowski), Odebrecht (46. Demann), Hanebeck, Göransson (46. Cramer) – Nagasato (46. Starke), Anonma (46. de Ridder), Mittag (46. Andonova)

Fünf Gegentreffer
Der FCR 2001 Duisburg musste hingegen nach der 1:2-Niederlage gegen den VVV Venlo am Freitagabend am Samstagmittag eine neuerliche Niederlage hinnehmen. Beim Zweiligisten 1. FC Köln gar es gar eine 2:5-Packung, Elena-Dorina Dorloff erzielte die Duisburger Treffer zum 1:3 und 2:4.

Spritzigkeit fehlt
„Solche Spiele sind wichtig und notwendig – schon allein, damit die einzelnen Spielerinnen ihre Form überprüfen können“, meinte Duisburgs Trainer Marco Ketelaer trotz der fragwürdigen Entscheidung, nach einer harten Trainingswoche zwei Testspiele binnen weniger als 24 Stunden zu terminieren.

Für die neuerliche Niederlage hatte er eine Erklärung parat: „Die harte Trainingsarbeit dieser Woche hat sich bemerkbar gemacht. Da fehlt noch die Spritzigkeit.“ Es fehlten weiterhin alle Nationalspielerinnen. „In zwei Wochen sieht alles ganz anders aus“, ist sich Ketelaer sicher.

Bei Duisburg kamen folgende Spielerinnen zum Einsatz: Bellinghoven, Preuß; London, Himmighofen, Neboli, Starmanns, Müller, Oster, Groenen, Cengiz, Weichelt, Islacker, Oppedisano, Dorloff, Gruteser

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • laasee sagt:

    „In zwei Wochen sieht alles ganz anders aus“

    Ja, ja. Und ich glaube an den Weilnachtsmann.

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  • Detlef sagt:

    Interessantes Spiel in Kirchheim, bei bestem Fußballwetter!!!

    Man merkte den TURBINEN zwar an, daß sie erst seit Kurzem wieder gemeinsam trainieren!!!
    Dafür lief es aber schon erstaunlich flüssig!!!
    Oft fehlte nur ein wenig mehr Genauigkeit, um das Offensivspiel noch besser zu machen!!!

    Von den Neuen im Team machten vor allem ANTONIA GÖRANSON (sehr dynamisches Flügelspiel) in der Ersten Hälfte, und CHANTAL DE RIDDER (unglaublich schnell und zweikampfstark) in Hälfte Zwei auf sich aufmerksam!!!

    Einen sehr guten Eindruck hinterließen auch unsere Youngster, vor allem JENNY CRAMER und SANDRA STARKE gefielen mir sehr gut!!!

    Noch nicht so gut in Fahrt waren dagegen GENOVEVA ANONMA und vor allem PATTI HAHNEBECK!!!
    Vor allem Letztere wird noch Einiges tun müssen, um in der 1. BuLi bestehen zu können!!!
    Schröder setzte alle Spielerinnen je eine Hälfte ein (außer der 2. Torfrau), nur PATTI spielte die kompletten 90 min durch!!!

    Die Defensive wurde heute gar nicht gefordert, ANN-KATHRIN BERGER mußte nicht einen Ball halten!!!

    Jetzt sind noch 3 Wochen Zeit, um der Mannschaft den letzten Feinschliff zu verpassen!!!

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  • rockpommel sagt:

    Patricia Hanebeck schreibt sich ohne „h“ nach dem „a“!

    Außerdem werden bei den Namen lediglich die Anfangsbuchstaben groß geschrieben. 😉

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  • xXx sagt:

    Und GöranSSon schreibt sich mit SS …

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  • Detlef sagt:

    Gut das hier einige ganz genau aufpassen!!! 😉

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  • rockpommel sagt:

    Wenn man diese Spielerinnen schon durch diese alberne „GROSSSCHREIBEREI“ auf ein imaginäres Podest hebt, dann sollte man zumindest die korrekte Schreibweise beherzigen.

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  • sisyphos sagt:

    @ laasee: in a fortnight things will change … I quite believe it. Did anyone say ‚different‘ could mean ‚better‘?

    @ rockpommel: versuch einen Stein zum Weinen zu bringen – es wird leichter sein.

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  • sitac sagt:

    @Detlef: ergänzen möchte ich noch, dass ich vom Zuschauerzuspruch doch enttäuscht war, hätte etwa mindestens das Doppelte erwartet. Ich fürchte, an der Zuschauermisere wird sich auch fürderhin nichts ändern. Und erwähnen möchte ich noch Isabel Kerschowski, die in der 2. Halbzeit auf rechtsaußen beeindruckte. Anonma hat meiner Meinung nach sich sehr gut in das Potsdamer Spiel eingefügt und gezeigt, dass sie unbedingt eine Verstärkung ist.

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  • laasee sagt:

    @sisyphos

    I hope you are right. I want everything to be good at FCR.

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  • AG sagt:

    Ich habe nicht mehr Zuschauer erwartet. Die Werbetrommel wurde leider nur sehr mäßig gerührt. Außerdem waren an diesem Wochenende einige Veranstaltungen (z.B. Sennerpokal in Wendlingen), so dass der mäßige Andrang fast vorausschaubar war.

    Ich fand Anonma hat besser ins Spiel gefunden als Nagasato. Wobei sich bei der Japanerin verständlicherweise auch die fehlende Spritzigkeit bemerkbar machte. Bei Anja Mittag vermisste ich ein wenig die Spielfreude. Einige Bälle versprangen und es klappte nicht all zuviel. Patricia Hanebeck war in der 2. Hälfte deutlich bemühter das Spiel zu leiten. Doch der letzte Pass wollte noch nicht so recht gelingen. Aber das Potenzial ist da und man darf nicht vergessen, dass es ihr Debüt im Potsdamer Trikot war. Und soweit ich weiß, hatte sie die Tage zuvor mit einer Erkältung gekämpft. Also nur Geduld – alles wird jut 🙂 Ansonsten ist niemand großartig aufgefallen – evtl. noch Isabel Kerschowski, die ihre Schnelligkeit ausspielte. Alles in allem hatte ich etwas mehr von Potsdam erwartet, da die WFV-Auswahl nun wahrlich nicht die beste Formation aufzuweisen hatte.

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  • Detlef sagt:

    @sitac,
    ich habe (ähnlich wie AG) gar nicht mit so vielen Zuschauern gerechnet, denn FF ist hierzulande eher Freizeitsport!!!
    Die Angaben schwanken auch zwischen 500 (Teckbote) und 600 (pnn)!!!

    Auch wenn viele Zuschauer wohl hauptsächlich wegen des Rahmenprogramms da waren, fand ich es sehr gelungen, was Mosolf und der Vfl Kirchheim da auf die Beine gestellt hatten!!!

    Und nochmal Respekt vor der Leistung der WFV-Mannschaft!!!

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  • sitac sagt:

    @AG und Detlef: War jemand von euch noch bei der anschließenden Pressekonferenz? Wenn ich den Stadionsprecher richtig interpretiert habe, war sie öffentlich. Ich musste leider wegen eines Anschlusstermins gleich nach Spielende gehen.

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  • Detlef sagt:

    @sitac,
    Nein, ich bin gleich nach dem Spiel mit zwei anderen TURBINE-Fans ins Festzelt gegangen!!!
    Schröder kam ziemlich spät, da war der Großteil der Mannschaft schon vor Ort!!!

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