U17-EM: Deutschland scheitert nach Elferkrimi

Von am 28. Juli 2011 – 20.07 Uhr 35 Kommentare

Im letzten Turnier unter der Leitung von Trainer Ralf Peter hat die deutsche U17 das Finale der Europameisterschaft in Nyon gegen Frankreich nach einem dramatischen Elfmeterschießen verpasst.

Bei der 7:8 (2:2, 1:0)-Niederlage nach Elfmeterschießen ging die DFB-Auswahl beim zum vierten Mal ausgetragenen Turnier zwar durch Lina Magull in Führung (8.), Claire Lavogez traf jedoch zum 1:1 (49.), ehe Lydia Belkacemi Frankreich per Kopf sogar in Führung brachte (60.). Doch der eingewechselten Annabel Jäger gelang der Ausgleich (68.). In einem dramatischen Elfmeterschießen vergab jedoch Kapitänin Melanie Leupolz den entscheidenden Elfmeter, nachdem zuvor bereits zwei Spielerinnen auf beiden Seiten mit ihren Versuchen gescheitert waren.

Frühe Führung
Die DFB-Auswahl fand schnell in die Partie, Linda Dallmann traf mit der ersten Chancen aus 18 Metern nur die Latte (6.). Doch schon zwei Minuten später gab es Grund zum Jubeln: Nach feiner Einzelleistung von Lina Magull, die im Mittelfeld auf und davon ging und anschließenden Doppelpass mit Lena Petermann, verwertete sie mit einem flachen Schrägschuss zur verdienten Führung (8.).

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Deutsche Überlegenheit
Deutschland hatte das Spiel im Griff, war körperlich stärker in den Zweikämpfen und stieß immer wieder gefährlich über die Außenpositionen nach vorne. So gab Dahlmann schön vom rechten Flügel nach innen, doch Petermann traf den Ball nicht richtig und verpasste eine gute Gelegenheit zum 2:0 (16.).

Ausgleichschance für Frankreich
Doch die Aktionen der DFB-Spielerinnen wurden in der Folge etwas unpräziser, Frankreich fand ein wenig besser in die Partie und hatte eine Großchance zum Ausgleich, als sich Liesa Seifert zu leicht von Léa Declerq ausspielen ließ, doch Torhüterin Friederike Abt aus kurzer Distanz per Fuß klärte (32.).

Deutschland außer Tritt
Frankreich fand nun wesentlich besser ins Spiel, Kadidiatou Diani hatte die erste Chance in Halbzeit zwei, doch ihr Schuss ging übers Tor (46.). Doch nur kurz darauf gelang den Französinnen der Ausgleich, ein perfekt getretener direkter Freistoß von Kapitänin Claire Lavogez von der seitlichen Strafraumgrenze landete im Tor (49.).

Frankreich trifft per Kopf
Die deutsche Dominanz der ersten Halbzeit war nun endgültig vorbei, Sara Däbritz hatte aus schrägem Winkel dennoch die erste gute Chance für die DFB-Elf, doch Solène Durand im französischen Tor konnte abwehren (56.).  Und es kam noch schlimmer: Nach einer Ecke kam Lydia Belkacemi gegen die indisponierte deutsche Abwehr frei zum Kopfball und traf zur 2:1-Führung (60.).

Joker Jäger sticht
Annabel Jäger kam für die blasse Fabienne Dongus und rechtfertigte ihre Einwechslung schnell, als sie mit einem Distanzschuss aus 25 Metern die unglücklich aussehende Durand überwand (68.). Deutschland fasst nun wieder Zutrauen ins eigene Spiel, Magull versuchte es in der nun immer verbissener geführten Partie mit einem 25-Meter-Schuss (72.), Dallmann verzog einen Kopfball (73.). Doch auch Frankreich hielt noch einmal dagegen, so dass es ins Elfmeterschießen ging.

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Die Nerven halten nicht
Dort ging es hin und her, nachdem jeweils zwei Spielerinnen auf beiden Seiten scheiterten, doch DFB-Kapitänin Melanie Leupolz setzte den letzten Elfmeter neben das Tor, nachdem zuvor Jäger die Entscheidung auf dem Fuß hatte, aber ebenfalls vergab.

Elfmeterschießen

0:0 Lavogez verschießt
1:0 Magull
1:1 Belkacemi
1:1 Dallmann scheitert an Durand
1:2 Declerq
2:2 Seifert
2:3 Kerrache
3:3 Petermann
3:4 Huchet
4:4 Däbritz
4:5 Mbock Bathy Nka
5:5 Bröckl
5:5 Adram scheitert an Abt
5:5 Jäger verschießt
5:6 Wenger
5:6 Leupolz verschießt

DFB-Elf am Sonntag gegen Island
Im Spiel um Platz 3 trifft die DFB-Elf nun am Sonntag, 31. Juli, um 14.00 Uhr, auf Island, das im zweiten Halbfinale mit 0:4 gegen Spanien verlor. Ab 18 Uhr (live auf Eurosport) bestreiten dann Frankreich und Spanien das Finale.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Müssen denn eigentlich in aller Regel die von Peter trainierten Mädels überlegen geführte, aber wichtige Spiele grundsätzlich vergeigen?
    Kann mir übrigens nicht vorstellen, dass da die talentiertesten U17-Mädels auf dem Platz bzw. im Team standen.
    Jede Ecke und Strafraumszene war bestens geeignet einen Herzkasper zu bekommen. Das Jäger den Elfer verschießt, wußte ich vorher schon…

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  • laasee sagt:

    There are now more sad days than happy days for German football.
    The aura of ‚invincibility‘ of German football has now been removed at all levels.

    Unless there is a complete examination of all the problems, then matters will not improve.

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  • Pit sagt:

    Man kann ja jetzt schön meckern,weil es nicht geklappt hat. Ob ein anderer Trainer oder Trainerin es besser machen werden, wird man ja bald sehen. Bei der U16 hat die Nachfolgerin ja nicht gerade ein glückliches Händchen gehabt(Nordic Cup Platz7)Ob es mit der U17 dann besser wird? Naja abwarten. Ich denke Herr Peter ist ein erfahrener Trainer und laut Aussage vieler seiner Spielerinnen, hat er ihnen auch sehr viele Dinge beigebracht die sie in ihrer sportlichen Entwicklung weiter gebracht haben.
    Ob die Lösung sein sollte,immer mehr ehemalige Natiospielerinnen als U-Trainerinnen zu angagieren,wage ich zu bezweifeln.

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  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „Das Jäger den Elfer verschießt, wußte ich vorher schon…“

    Was weißt du eigentlich nicht vorher?

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  • intersoccer sagt:

    „There are now more sad days than happy days for German football.“

    Also alles schlecht reden müssen wir ja hier jetzt auch nicht.
    Die U20 ist Weltmeister und die U19 Europameister!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    > Was weißt du eigentlich nicht vorher?

    Zu welcher Kategorie Dein nächster Kommentar zu zählen sein wird!
    Zu den sachlich fachlichen oder den polemisch populistischen?
    Obiger jedenfalls ist ein persönlicher Angriff mit dem Ziel das Fähnlein der Gehässigen auf den Plan zu rufen. Darauf deutet auch der fehlende Smiley ausreichend hin!
    Man braucht sich doch nur die Frage stellen, wem nützt Dein Kommentar, der sowieso ohne jeglichen thematischen Bezug daherkommt…

    @intersoccer
    Was hat das Vergangene mit der Gegenwart gemein?
    Alles ist vergänglich!
    Das Ausruhen auf den Lobeeren hat schon manchen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
    Schwarzmalerei wurde hier ja nicht betrieben, sondern nur berechtigte Kritik geübt und das ist nunmal Gegenstand dieses Portals.

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  • Johnny Mo sagt:

    …nach der ersten Halbzeit hätte ich nicht mit so einer Wende im Spiel gerechnet. Aber es bewährt sich mal wieder der Spruch, dass es sich rächt nur 1:0 zu führen…

    Vor allem dem ersten Satz von Futbolista kann ich mich anschliessen, mittlerweile muss man sich langsam für derartige Spiele schämen – es liegt nämlich offensichtlich nicht vorrangig an der Stärke der gegnerischen Teams (die auch unbestritten besser werden), sondern vorrangig an den Nachlässigkeiten der Deutschen Teams – wenn nach 10min das Tor fällt und man vor der Pause nochmal nachlegt (die Chancen waren ja da…), ist das Ding fast gelaufen…

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  • intersoccer sagt:

    „Was hat das Vergangene mit der Gegenwart gemein?
    Alles ist vergänglich!“

    -> Ganz genau, deshalb kann die U17 nämlich nächstes Jahr auch wieder Europameister werden…

    Die U19-EM ist vor gerade mal 2 Monaten gewesen, als die Mädels sehr überlegen Europameister wurden.

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  • Lusankya sagt:

    „There are now more sad days than happy days for German football.
    The aura of ‘invincibility’ of German football has now been removed at all levels.“
    So eine Aura gab es noch nie und wird es auch nicht geben. Es werden immer mehr Turniere „verloren“ als gewonnen, so ist das nunmal. Wer etwas anderes erwartet ist ein Traumtänzer. Gerade bei den Jugendnationalmannschaften ist alles möglich.

    „Unless there is a complete examination of all the problems, then matters will not improve.“
    Genau! Die „Probleme“, die wir ja offensichtlich haben, da wir nicht jedes Turnier seit Menschengedenken gewonnen haben. Wieviele Probleme haben dann eigentlich die anderen Teams?
    Natürlich möchte man immer an Problemen arbeiten und es in Zukunft immer besser machen, aber was genau ist daran hilfreich, wenn man bei jedem nicht gewonnenen Turnier den Weltuntergang herbeibeschwört?

    Gleichzeitig werden auch die erst kürzlich errungen Erfolge unter den Teppich gekehrt. U-20 WM und U-19 EM souverän mit jeweils 6 Siegen gewonnen? Scheißegal anscheinend.
    Aber hey, hauptsache die USA abfeiern, obwohl die weniger Turniere als Deutschland gewonnen haben…

    Ich glaube bei vielen Leuten färbt der Hass, den sie auf unsere A-Nationalmannschaft haben, auf die Jugendmannschaften ab. So konsistent gute Leistungen wie unsere Mannschaften liefert aber quasi keine andere Nation im Jugendbereich ab. Die gewinnen zwar dann auch mal die EURO, nur um sich dann im nächsten Jahr gar nicht erst zu qualifizieren.

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  • intersoccer sagt:

    Lusankya, du sprichst mir aus der Seele! 🙂

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  • laasee sagt:

    @intersoccer

    Yes there are still successes but the failures are now happening more often.
    It is important to try and understand why the failures occur.
    I think the answer is very simple. Players are not encouraged to solve problems for themselves.
    There is only ever Plan A. Nothing else.
    When Plan A does not work then there is a big problem.
    That was the same at U17 WM against North Korea and at senior WM against Japan.

    The problems start at the highest level.
    The ‚cult of the coach‘ was developed with Frau Neid.
    It was an illusion. WM 2011 exposed that illusion.
    The Japan game is the classic example of players being ‚robots‘ and just following the instructions of the coach.
    It happens at all age groups. It is a big problem.

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  • Johnny Mo sagt:

    …keiner will Erfolge schlechtreden oder unter den Teppich kehren. Und, zugegebenermaßen, ist es auch so dass in niedrigeren Alterstufen auch noch Faktoren zum tragen kommen, mit denen man später vielleicht eher umgehen kann. War es wieder mal der Druck, den Ralf Peter auch ansprach und dem die deutsche Mannschaft nicht standhalten konnte, nachdem man sich nach der überlegenen ersten Hälfte und dem 1:0 schon im Finale wähnte…?

    Die U20-WM hat das ja gezeigt, dass es kein generelles Problem gibt, mit dem Druck umzugehen und trotzdem tolle Leistungen anzubieten. Das ist vielleicht auch eine Generationssache – ich würde generell einen Grossteil des aktuelle A-Teams ausmisten, die einfach nicht merken dass ihre Halbwertszeit überschritten ist. Dazu gehören auch Nadine Angerer, M.Müller und A.Krahn, vor allem ist mir ihrer rustikalen und destruktiven Spielweise eigentlich ein relikt aus vergangenen Tagen – hinten raushaun und vorne besorgen Prinz und Co. den Rest – das läuft heute nicht mehr. Spätestens das Japan-Spiel hat gezeigt wie stark sich die Mannschaft schwächt wenn Frau Krahn spielt…

    Man sollte sich aber, Generationswechsel und Zusammenrücken der Weltspitze hin oder her, IMMER vor Augen führen unter welchen Bedingungen die Mädels hier spielen, welche taktischen Schulungen sie bekommen und welchen Stellenwert der Frauenfussball im vergl. zu manch anderen Ländern hat – da muss man die Rolle einfach mal annehmen und dieser gerecht werden (oder es zumindest versuchen). Die letzten 2 Spiele deutscher Mannschaften die ich sah (das gestrige sowie das aus der A gegen Japan) liessen vieles davon vermissen (die erste Halbzeit der U17 gegen Frankreich ausgenommen, leider fehlten die angesprochenen Tore).

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @intersoccer

    1. Es geht hier nicht um die U19!
    2. Lies mal diesen Artikel ->

    Und die kommende U17 hat sicher im Gros kaum noch Ähnlichkeit mit der jetzigen. Von daher ist das Einräumen der Möglichkeit, das wir den nächsten U17-EM-Titel erringen, kein weit hergeholtes Thema – nur mit diesem Team eben nicht. Und auch nur dann, wenn nicht die selben Fehler wieder gemacht werden.

    Kritik ist das, was einen vorwärtsbringt und eben nicht das Darüberdecken des Mantels des Schweigens und Zurückbesinnen auf Vergangenes.
    Merkst Du, worum es hier geht?! 🙂

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  • Claudi9 sagt:

    Es geht hier um eine U17 die in einem Halbfinale einer EM im Elfmeterschießen gescheitert ist. Man spielt um Platz drei und wird diesen sicherlich auch gewinnen. Aber man sollte nun nicht alles negativ sehen. Es handelt sich hier bei immerhin noch um Jugendspielerinnen und nicht um Vollprofis!
    Wir sollten nicht die ganze Mannschaft nieder reden bzw. schreiben sondern lieber die Daumen drücken dass es mit Platz 3 klappt! Ich denke auch in dieser Mannschaft sind Spielerinnen drin die sicherlich noch eine große Karriere vor sich haben und auch noch einige die sich sicherlich noch weiter entwickeln und den großen Durchbruch vielleicht erst in 2-3 Jahren schaffen werden. Aber sollte man sie dafür kritisieren? Ich meine wo leben wir denn wenn man in der Jugend keine Nerven mehr zeigen darf oder keine Fehler mehr machen soll, wann denn bitte dann?

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  • zong sagt:

    @Claudi: Vielen Dank!

    @Schenschtschina: Mit welchem Recht verbreiten Sie hier solche abqualifizierenden Anmerkungen zu Spielerinnen, die gerade einmal 16 oder 17 Jahre alt sind? Ich finde solche Kommentare – und offensichtlich bin ich nicht der Einzige hier – ziemlich unerträglich.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Abqualifizierende Bemerkungen? Die hätte ich, wenn überhaupt, nur für solche abartigen Darstellungen von scheinbar Leseunkundigen.
    Und es geht hier eben nicht nur um Jugendspielerinnen, denn wenn man das Spiel gesehen hätte, wäre auch eine Lena Petermann aufgefallen und die ist eben nunmal Profi!

    Zur Erinnerung:2009 gewann man mit 7:0 gegen Spanien und das zum letzten Male!
    Und was war das gestern? Versprühter Traineroptimismus?!

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  • Jochen-or sagt:

    Ich wage mal vorsichtig einen Vergleich zu ziehen:

    Selten habe ich eine derartig gute U-17 gesehen, wie die deutsche Mannschaft bei der diesjährigen WM der männlichen Jugendlichen.

    Da liegen dann doch Welten zwischen der Spielqualität bei Jungen und Mädchen.

    Dies gilt interessanterweise ( s. auch letzte WM der Mädchen) auch offensichtlich im psychischen Bereich, in dem die Jungens auch wesentlich stabiler zu sein scheinen und nicht gleich nach einem Rückstand in eine Art Schockstarre fallen ( s. gestern und beim 0.1 gegen Nordkorea).
    Die gestrige Mädchenmannschaft, auch wenn sie das Spiel zunächst überlegen gestaltet hat, hat mir nicht besonders gut gefallen, insbesondere ist mir keine Spielerin aufgefallen, von der Großartiges zu erwarten wäre wie etwa von einem Can, Yesil, Ayhan und anderen aus der Jungen U-17, aber auch wie von einzelnen Mädchen aus der letztjährigen U-17 Mannschaft wie Wensing u.a..

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Du hast mindestens Weiser, Mende, Günter, Röcker und Perrey aufzuzählen vergessen, weil Du Dich zufällig auf die Spieler mit Migrantenhintergrund beschränkt hast, Jochen. 😉
    Und, Du hast Recht bzgl. der Aussagen, aber wie auch sie am Finaleinzug gescheitert sind, sollte auch nicht unerwähnt bleiben…

    Mit dem Mädels von gestern habe ich genau wieder die Assoziation zur bereits mehrfach angesprochenen U-WM in Trinidad/Tobago – Chancen über Chancen, einzigartiges Torekonto, aber im VF ausscheiden gegen Nordkorea mit ´ner sehr, sehr dürftigen 1:0-Niederlage.
    Geändert hat sich seitdem für mich nichts, was die Hoffnung auf Änderung nähren könnte!

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  • uwe sagt:

    @ Jochen or

    Zitat:Selten habe ich eine derartig gute U-17 gesehen, wie die deutsche Mannschaft bei der diesjährigen WM der männlichen Jugendlichen.

    Richtig, nur 2-3 Wochen vorher hatten sie bei der EM grotteschlecht gespielt und nur mit viel Dusel die Quali für die WM überhaupt geschafft.( der 1:1 Ausgleich im zweiten Vorrundenspiel gelang in der 94min!!!!. Wenn man den nicht geschafft hätte wäre man gar nicht bei der WM dabei.)
    3 Wochen später spielt man dann Zauberfussball. So ist das halt bei U17 Spielern. Die Niederlande bei der EM noch Titelträger und dabei 2 mal Deutschland geschlagen, ist bei der WM sang und klanglos als Gruppenletzter!!! ausgeschieden.
    Ich will damit sagen, das bei Jugendteams nun mal Leistungsschwankungen an der Tagesordnung sind und wir bzw.Trainer damit Leben müssen.

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  • XQ sagt:

    Ich glaube, dass hier der Hebel falsch angesetzt wird. Vielmehr sollte es um die Entwicklung von Talenten gehen und nicht in erster Linie um Erfolgsorientierung. Denn gewinnen wollen die Mädels schon. Für mich zählt das Gesamtbild und das ist o.k. Dann holen sie halt als U19 den Titel oder als U20 oder mit der Natio als Ü23 (da wäre auch der BT-Posten evtl. anders besetzt). Mit dem Pressen in erfolgsorientierte Spielmuster hat man in den 90er Jahren im Männerbereich gerade das Spiel der Natio unattraktiv gemacht und dabei auch die größten Pleiten erlebt (an dieser Stelle ist m. E. die Damennationalelf gegenwärtig). Deshalb müssen die jungen Spielerinnen auch Fehler machen dürfen. Aus diesem Grunde finde ich solche Aussage, wie: „dass Jäger verschießt wusste ich vorher schon!“ voll daneben. Und Angst vor einer negativen Entwicklung im FF habe ich nicht, weil Frauen meist wissen, was sie wollen. Solange Geld nicht den Charakter versaut.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @uwe
    Wenn es schon um das Nicht-vergessen geht, sollte man auch die erst 1-jährige Amtszeit von Steffen Freund nicht unerwähnt lassen und da kann sich der 3. Platz durchaus sehen lassen.
    Und die angesprochenen Höhen und Tiefen gibt es wohl auch nicht nur bei den Mädchen…

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  • FFFan sagt:

    Wenn wir schon bei der Ursachenforschung sind: die U17 bestreitet seit Jahren praktisch ausschließlich die offiziellen Turniere (Qualifikation und Endrunde). Länderspielreisen und Mini-Turniere (das letzte war im Frühjahr 2008 in Neuseeland) wie früher gibt es nicht mehr; im Dezember 2010 wurden zwar zwei Spiele in Israel ausgetragen, aber da war die Hälfte des Kaders nicht dabei.
    Vielleicht bräuchten die Mädels vor einem Turnier mal die Gelegenheit, sich ohne Druck einzuspielen?

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  • Lusankya sagt:

    Sie hatten doch vor der Endrunde zwei Testspiele gegen die SG Essen-Schönebeck und ein U-15 Männer Team.
    Oder schwebt dir da etwas anderes vor? Mehr offizielle Länderspiele für die U-17 wären sicherlich nicht verkehrt, wenn es die Zeit zulässt.
    In der ersten Qualirunde der EURO darf Deutschland in der Regel allerdings nicht mitspielen.

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  • Lusankya sagt:

    Schenschtschina Futbolistaschrieb: „Mit dem Mädels von gestern habe ich genau wieder die Assoziation zur bereits mehrfach angesprochenen U-WM in Trinidad/Tobago – Chancen über Chancen, einzigartiges Torekonto, aber im VF ausscheiden gegen Nordkorea mit ´ner sehr, sehr dürftigen 1:0-Niederlage.
    Geändert hat sich seitdem für mich nichts, was die Hoffnung auf Änderung nähren könnte!“

    Mal davon abgesehen davon, dass der letzte Satz ziemlich bescheuert ist, haben wir doch gesehen, was aus den Spielerinnen dieser U-17 WM Mannschaft werden kann. Wensing, Cramer, Schmid, Lotzen allesamt Leistungsträgerinnen bei der siegreichen U-19 Mannschaft. Abt und Demann waren ebenfalls im U-19 Kader und Malinowski wäre ohne Verletzung auch dabeigewesen.

    Und du willst uns weismachen, dass in Trinidad&Tobago quasi Versagermädels für uns gespielt haben. :rolleyes:

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Lusankya

    Die Mädels sind genauso „Versager“ wie Deine bescheuerten Kommentare ungeschönte Kritik beinhalten!
    Wensing lasse ich als Einzige aus Deiner kurzen Aufzählung gelten, alle anderen blieben den Nachweis genauso schuldig, inkl. Chojnowski, Petermann und Malinowski. Letztere hat doch gerade in T/T den Gomez abgegeben und die größten Chancen en masse versemmelt, wie auch Lotzen, Petermann und Co.!
    Und das es mit ihr gestern anders gelaufen wäre, ist sowas von fiktiv…

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  • Emmi sagt:

    Schenschtschina Futbolista wen interessiert es denn in 10 Jahren ob die Spielerinnen mit der U-17 Europameister oder Dritter wurden?

    Wichtig ist doch, dass sie Erfahrungen sammeln, sich an das hohe Niveau gewöhnen und vor allem merken was es alles bedarf um vorne mitspielen zu können. Fehler sind doch in dem Alter komplett normal!! Wichtig ist, dass sich diese Fehler die nächsten Jahre minimieren…

    Ich wette du wärst halbwegs versöhnlicher gestimmt, wenn ein paar mehr Potsdamer dabei gewesen wären 😉 Aber dafür können die Mädels, die nominiert wurden nichts. Sie haben ein tolles Turnier gespielt und sind erst im Elfmeterschießen gestopt worden. Man sollte stolz auf das junge Team sein ( auch wenn ihnen Fehler unterlaufen sind) …

    Wäre doch viel schlimmer, wenn die Jugendmannschaften alles hoch gewinnen würden und dann trotzdem keiner den Sprung in die A-Mannschaft schaft, weil die Leistungsdichte nicht ausreicht und sich Spielerinnen in anderen Ländern erst später zu einer Topspielerin entwickeln!

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  • FFFan sagt:

    @ Lusankya:
    Stimmt, sie hatten diese beiden Trainingsspiele. Das ist besser als nichts und als unmittelbare Turniervorbereitung sicherlich nicht schlecht.
    Gut wäre aber gewesen, schon im Februar/März mal gegen starke Nationalteams (USA?) zu spielen, um auch mal neue Spielerinnen unter Wettkampfbedingungen testen zu können.
    Zweistellige Siege gegen inferiore Gegner in einer ersten Quali-Runde bringen dagegen keinen großen Nutzen oder Erkenntnisgewinn. Insofern ist es kein Nachteil, dass die deutsche U17 davon derzeit befreit ist.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Emmi
    Sicher wäre es nicht nur schöner, sondern regelrecht angebrachter gewesen, wenn die eine o. andere U17 von TP in der Natio spielen würde. Allerdings ist das mitnichten der Grund für meine kritische Positionierung explizit zum HF-Spiel vom vergangenen Donnerstag.
    Ich bin auch genauso der Ansicht, dass die einzige Turbine (Liesa Seifert) nach meinem Dafürhalten keine Berechtigung mitbringt, in diesem Team mitzuwirken, da gibt es nach meinem Erkenntnisstand fähigere, die aber, weshalb auch immer, nicht nominiert wurden.

    Und das in 10 Jahren keiner mehr nach den sportlichen Erfolgen fragt, halte ich für falsch! Zumindest die betreffenden Spielerinnen inkl. deren Umfeld, und natürlich einige Eingefleischte, werden sich sehr wohl an diese Titel besinnen!

    Trotzallem werde in das Gefühl nicht los, dass meine Kritik falsch interpretiert wird, wenn ich in den Fokus stelle, das der Trend der letzten Jahre, überlegen gestalteltete Spiele mit besonderer Bedeutung zunehmend in den Sand zu setzen, nicht nur am Aufholen der anderen Nationen festzumachen geht. Wieso ist man augenscheinlich nicht in der Lage, der U17 diese hektische Spielweise mit der hohen Unkonzentriertheit beim Torabschluss abzustellen. Da „stürmen“ recht häufig 2 unserer Mädels auf die ballführende Gegnerin, behindern sich gegenseitig dabei und der Ballbesitz bleibt beim Gegner – mehrfach im diskutierten Spiel beobachtet und mitgeschnittet.
    Wenn die geschilderten Unzulänglichkeiten dem Alter geschuldet sein sollen, warum sind es dann ausgerechnet unsere Mädels, die das „übertreiben“?

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  • jochen-or sagt:

    @uwe

    Klar kann man bei Jugendmannschaften keine Kontinuität erwarten, zumal sich ja die Zusammensetzung nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern auch von Turnier zu Turnier ( wie dieses Jahr bei den männlichen U-17ern) ändert. Ein jetzt überragender Yesil z.B. – oder für SF Weiser – wird womöglich später für den Spitzenfußball zu langsam sein.
    Bei diesen Mannschaften schaut man eigentlich weniger auf die Erfolge, denn daran erinnert sich kaum jemand, zumal es ja jedes Jahr in allen Altersklassen irgendwelche Europa- oder Weltmeistermeisterschaften gibt. Zumindest geht es mir so, dass ich nach Talenten schaue, die dann später mal auch in der Natio oder bei Spitzenklubs auftauchen könnten.
    So betrachtet fand ich am Donnerstag die U-17 nicht besonders interessant. Aber wie Du sagst: Die können bei der WM – so sie sich qualifizieren – wieder ganz anders aussehen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Die angesprochene mangelnde Kontinuität bei Jugendmannschaften sieht bei Spanien zumindest so aus, dass sie zum 3. Mal in Folge im U17-EM-Finale stehen…
    Unsere Mädels sind im Vorjahr an Irland genauso wie dieses Jahr an Frankreich gescheitert, wobei beide Spiele bei der Überlegenheit und Anzahl 100%iger Torgelegenheiten niemals hätte verlorengehen dürfen.
    Fazit:The same prodecure every year!

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  • Therese sagt:

    14:00 Island U17 – Deutschland U17 (HZ 0-5)
    0-1 Dabritz
    0-2 Magull
    0-3 Jager
    0-4 Jager
    0-5 Magull

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  • jochen-or sagt:

    8 : 2

    Na, ja, es ist eben Jugendfußball!

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  • Therese sagt:

    14:00 Island U17 – Deutschland U17 (HZ 0-5) 2-8FT
    0-1 Dabritz
    0-2 Magull
    0-3 Jager
    0-4 Jager
    0-5 Magull
    0-6 Magull
    1-6 Thrastadottir
    1-7 Jager
    1-8 Leupolz
    2-8 Ludviksdottir

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  • Johnny Mo sagt:

    …was mich da schockiert, ist die Tatsache, wie die Isländerinnen 2 Tore schiessen können – nach der Leistung im Halbfinale ist das schwer vorstellbar.

    So gesehen dachte ich nach dem Halbzeitstand wirklich noch, dass es einfach auch viel „Pech“ war, nicht ins Finale gekommen zu sein, aber mittlerweile sollte man doch den Hut vor dieser beeindruckenden Leistung ziehen, gegen die Frauenfussball-Grossmacht Island das Spiel so klar entscheiden zu können.

    Es wird für die meisten dieser Spielerinnen sicherlich (und hoffentlich) der grösste Erfolg ihrer Karriere sein. Herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz bei der U17 EM!

    Da kann man nur hoffen, dass Birgit Prinz,Ariane Hingst und Co. doch noch 4-5 Jahre spielen, um diese Generation nicht im A-Nationalteam zu sehen. Erinnert mich frappierend an die 90er im Männerfussball – eine Generation, für die es sich zu schämen lohnte…

    Wer Ironie im 2. Abschnitt findet, darf sie behalten, aber mir ging dieses „freut euch doch über die tollen Erfolge“ einiger User so dermassen auf den Keks…

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  • Markus Juchem sagt:

    Bitte die nächsten Kommentare zum Spiel um Platz 3 im entsprechenden Beitrag posten:

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