Bruno Bini verlängert bis 2013

Von am 19. Juli 2011 – 19.37 Uhr 15 Kommentare

Der französische Fußballverband (FFF) hat den Vertrag mit Nationaltrainer Bruno Bini nach dem Erreichen des Halbfinals bei der Frauenfußball-WM in Deutschland bis 2013 verlängert.

Sollte sich der 56-Jährige mit seinem Team für die Europameisterschaft 2013 in Schweden qualifizieren, würde sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre verlängern. Bini unterzeichnete den Vertrag heute am FFF-Sitz in Paris, mit dem der Verband „die nachhaltigen und exzellenten Ergebnisse der Bleues in den vergangenen Monaten“ honorieren möchte.

Teilnahme an den Olympischen Spielen
Die französische Nationalelf hatte bei der Frauen-WM den vierten Platz belegt und sich neben Schweden als zweiter europäischer Vertreter für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London qualifiziert.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • jule sagt:

    oh welch vernünftige einigung! keine rentenverträge in frankreich!

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  • jochen-or sagt:

    So gut, wie die gespielt haben, hätten sie den Vertrag besser um 6 Jahre verlängern sollen – auch um vorab ausreichend Vertrauen für ein ordentliches Ergebnis bei den Olympischen Spielen 2012 zu schaffen.

    Da ist der DFB denen doch – beim wahrsten Sinne des Wortes – noch um Jahre voraus!

    Jedenfalls ist bei uns die Stärkung des Egos deutlich erkennbar gelungen und bewiesen, dass das Ego mit einem solchen Vertrag jedem Sturm locker gewachsen ist und zudem ein solcher Vertrag auch gute Laune beim Zuschauen bereitet.

    Ein echtes Highlight gelungener Verbandsführung, an dem sich die Franzosen ein Beispiel nehmen sollten. Aber vielleicht wollte deren Verbandschef sich nicht das Schicksal seines Trainers ans eigene Bein binden.

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  • sodalith7 sagt:

    @ jochen-or: Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung um FÜNF Jahre hat sich der DFB aber auch jeglicher Handlungsgrundlage beraubt. Um sein Ansehen nicht zu verlieren, blieb Herrn Dr. Zwanziger doch gar nichts anderes übrig, als unsere Welttrainerin in Schutz zu nehmen. Bei den Franzosen gilt dagegen das Leistungsprinzip.

    Ich hoffe nur, dass das Team hinter dem Team in den nächsten Jahren eine neue Mannschaft aufbauen kann, die wieder tollen und erfolgreichen Fußball spielt.

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  • sitac sagt:

    Ich wiederhole mich, aber ich finde es schön, dass Bruno Bini uns und dem FF erhalten bleibt.

    http://j.mp/pCDeEM

    Bon courage, bon chance. Alles Gute Monsieur Bini !

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  • FFFan sagt:

    @ jochen-or:
    „So gut, wie die gespielt haben, hätten sie den Vertrag besser um 6 Jahre verlängern sollen“

    Sooo toll war’s jetzt auch wieder nicht. Bei 2 Siegen, 1 Unentschieden (im Elfmeterschießen gewonnen) und 3 Niederlagen würde man normalerweise von einer „durchwachsenen“ Bilanz sprechen – wenn nicht ein Bonbon namens Olympia-Qualifikation das Abschneiden versüßen würde!

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  • XQ sagt:

    Okay, Frankreich war im Halbfinale der WM und hat sich für Olympia qualifiziert. Aber für mich bleibt, dass Frankreich neben Nigeria und Brasilien das unfairste Team stellte. Außerdem, was nützt das Schönspielen, wenn es dem Selbstzweck dient und in Richtung Torabschluss regelrecht hilflos wirkt.
    Herr Bini hat sicher eine Basis gelegt, auf der er jetzt sein Team weiter Formen darf. Genug Entwicklungspotential nach oben hat die Truppe.

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  • ballander sagt:

    ich bin empört. nur zwei jahre verlängert. und das erst nach der wm. das verletzt den ehrenkodex. der verband sollte sich umgehend bei bini entschuldigen 😉

    im ernst: in frankreich gilt offenbar das leistungsprinzip. und nicht die vetternwirtschaft. so soll es sein!

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  • pinkpanther sagt:

    @XQ: Wann und wo hat Frankreich unfair gespielt?

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  • sitac sagt:

    Keine Antwort ist auch eine. 🙂

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  • Stefan sagt:

    Ich finde, da wird mit zweierlei Maß gemessen. Die Französinnen hatten gegenüber den Deutschen einfach den Vorteil, dass sie bei vorangegangenen Turnieren fast nichts gerissen hatten (beste Platzierungen: mehrfaches Erreichen des EM-Viertelfinales 1984, 1989, 1997, 2001, 2005, 2009 sowie einmal das Achtelfinale bei der WM). Da ist natürlich das WM-Halbfinale und die Olympiaqualifikation ein riesiger Erfolg. Ich stelle mir aber die Frage, was wäre möglich gewesen bei der Mannschaft mit so riesigem Potenzial? Haben sie doch in den entscheidenden Spielen Chancen über Chancen vergeben (auch im Viertelfinale – obwohl letztlich weitergekommen), obwohl sie tollen Fußball gespielt haben. Außerdem soll Monsieur Bini mindestens einen Wechselfehler begangen haben, der das WM-Finale gekostet hat. Und die Nichtmitnahme von Sarah Bouhaddi…Meines Erachtens hätte diese Mannschaft auch das Zeug zum Titel gehabt. Insofern haben sie eigentlich enttäuscht, und drei Niederlagen in den Spielen der Endrunde sind nicht so wirklich gut…ich verstehe nicht, dass hier Monsieur Bini so gefeiert wird – und Frau Neid hier teilweise schon lange sehr unbeliebt ist. Ja, gut Monsieur Bini kommt sehr sympathisch rüber, während das man bei Frau Neid nicht sagen kann. Allerdings blieben beide Teams weit unter ihren Möglichkeiten… Wenn man den Rauswurf Silvia Neids fordert, dann müsste man auch Bini rauswerfen. Er hat halt einen Sympathiefaktor, aber die klaren Fakten sprechen eine andere Sprache…ich muss aber sagen, dass ich dafür bin, dass beide weitermachen – mindestens bis 2013. Diese Chance haben beide verdient. Ich hoffe allerdings, dass Frau Neid besser mit ihren Trainerkollegen in der Bundesliga zusammenarbeitet, und sich der Kritik stellt. Dies gilt auch für Bini. Aber ich glaube, das tut er sowieso…Viel Erfolg, Frau Neid! Bonne chance, Monsieur Bini!

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  • Tobias sagt:

    @ Stefan: Ich stimme Dir weitgehend zu. Natürlich hat Frankreich noch nie mehr erreicht als bei dieser WM. Trotzdem ist das ganz große Lob nicht angebracht, denn die Franzosen hätten wesentlich mehr erreichen können und müssen. Ich hatte permanent das Gefühl, dass insgesamt noch Potential nach oben da war. Meines Erachtens wäre auch der Titel drin gewesen, wenn man dieses Potential komplett abgerufen hätte.

    Nur ein Beispiel: Louisa Necib hat in meinen Augen eine höchstens durchschnittliche WM gespielt. Die kann doch viel mehr, als sie uns gezeigt hat. Sie war an kaum einem Tor beteiligt, wurde mehrmals zurecht ausgewechselt und hat dem französischen Spiel nur gelegentlich den Stempel aufgedrückt.

    Daran kann insgesamt auch der Trainer nicht ganz unschuldig sein, auch wenn er angeblich einen noch so tollen Draht zur Mannschaft hatte.

    Ein weiteres Beispiel: Laura Georges hat eigentlich eine tolle WM gespielt. Das Problem nur: Sie konnte sich überhaupt nicht auf eine feste Partnerin in der Innenverteidigung einstellen. Mal spielte dort Renard, dann Meilleroux, dann Viguier, am Schluss wieder Renard, der man aber deutlich anmerkte, dass sie – sicher auch aufgrund des Rein/Raus – verunsichert war. So stärkt man eine Mannschaft in der Defensive nicht, und Georges hat sich zumindest im Spiel gegen die Schwedinnen endgültig anstecken lassen.

    Und ein letztes Beispiel: Warum um alles in der Welt lässt er in der Partie gegen die USA im HF die bis dahin in meinen Augen wirklich gute Lepailleur draußen? Zumindest das 3:1 fiel nach meiner Erinnerung über ihre Seite.

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  • FFFan sagt:

    @ Tobias:
    „Und ein letztes Beispiel: Warum um alles in der Welt lässt er in der Partie gegen die USA im HF die bis dahin in meinen Augen wirklich gute Lepailleur draußen? Zumindest das 3:1 fiel nach meiner Erinnerung über ihre Seite.“

    Lepailleur hat im HF doch gespielt! Allerdings nicht sonderlich überzeugend, nicht nur weil der erste Gegentreffer über ihre Seite vorbereitet wurde. Vielleicht blieb sie deshalb im Spiel um Platz 3 außen vor?!

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  • sitac sagt:

    Mit den 3 Kommentaren direkt vor mir in Allem einverstanden. Aber Bini ist für mich auch deshalb so sympathisch, weil es bei ihm eine Welt außerhalb des Fussballs gibt, die er seinen Spielerinnen auch vermittelt. Mir kommt der Vergleich mit Helmut Benthaus in seiner Zeit beim VfB Stuttgart, der seine Spieler animierte, auch mal ins Theater zu gehen und ihnen auch anspruchsvolle Lektüre anempfahl. Er wurde dafür belächelt und teilweise sogar verpottet.

    Die mangelnde Effizienz, d.h. wenig Tore, sehe ich auch. Aber ein 1:0 gegen Nigeria ist für den Zuschauer im Stadion ( für mich auf jeden Fall) einfach ein Genuss auch bei wenigen Toren, weil er ein faszinierendes Flügel- und Passspiel erleben darf.

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  • Jochen-or sagt:

    Mal ernst!
    Auch ich glaube, dass die Französinnen dieses Mal das Zeug gehabt hätten, Weltmeister zu werden und dass Bini nicht immer optimal aufgestellt bzw. ausgewechselt hat.

    Völlig unverständlich ist mir, dass er Bouhaddi nicht mitgenommen hat, die ich 2x als großartige Torhüterin im CL-Finale gesehen habe. Ich behaupte sogar, dass sie den Kopfball von Grings zum
    2 : 0 gehalten hätte.

    Beim Spiel gegen die Deutschen hatte ich zudem den Verdacht, dass ihm das Ergebnis nicht ganz so wichtig war, weil die vorher so gut spielende Mannschaft auf wichtigen Positionen verändert war.

    Aber die/eine Verlängerung um 2 Jahre ist doch o.k. und da begibt sich im Verband niemand in die Situation, dass er auf Teufel komm raus, den Trainer groß reden muss, weil er sich rechtfertigen müsste. Bei dessen Versagen ist dann eben in 2 Jahren Schluss bzw. bei vorzeitiger Beurlaubung ist nicht so viel zu zahlen.

    Auf jeden Fall bin ich gespannt, was bei Olympia rauskommt.
    Ich tippe sie jedenfalls auf einen Medaillenplatz.

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  • Mika sagt:

    @Jochen-or:

    Klar war ihm beim Spiel gegen Deutschland das Ergebnis recht egal. Er wollte 1. Kräfte schonen für’s Viertelfinale und 2. anderen Spielerinnen eine Chance geben, sich zu zeigen. Eigentlich eine nachvollziehbare Strategie… (Außerdem ging sie auf, weil Frankreich durch die Niederlage nicht gegen Japan spielen musste.)

    …erklärt nebenbei auch warum Deutschland nur bei dem Spiel gut aussah.

    Aber ich gönne es ihm auch. Er hat die Mannschaft und den FF in Frankreich schon klar vorangebracht. Hoffentlich gehts weiter so.

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