Caitlin Foord ist beste WM-Nachwuchsspielerin

Von am 15. Juli 2011 – 12.48 Uhr 2 Kommentare

Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauenfußball-Weltmeisterschaft wurde die beste Nachwuchsspielerin des Turniers gewählt. Die erste Preisträgerin ist gerade einmal 16 Jahre alt und kommt aus Australien.

Gewählt hat die Technische Studiengruppe (TSG) dieser WM, die sich für Caitlin Foord entschieden hat. „Wir sind von ihr sehr angetan“, so TSG-Mitglied Tina Theune.

Viel Einfluss auf das australische Spiel
Für die ehemalige deutsche Bundestrainerin sei es bei der Wahl des besten Nachwuchstalents in erster Linie um zwei Aspekte gegangen: Wie wichtig ist die Spielerin für ihre Mannschaft, und kann sie in Zukunft neue Maßstäbe setzen. Die 16-jährige Stürmerin hat für die Matildas bei diesem Turnier zweimal durchgespielt und bei ihren Auftritten auch durch ihre Vielseitigkeit einen bleibenden Eindruck bei der TSG hinterlassen. Zunächst hat sie eher defensiv gespielt, teilweise auch in der Spielmacherposition. „Sie hat einen sehr guten Blick für die Situation und kann Pässe auch durch die Schnittstelle spielen“, lobt Theune in Abwesenheit der Australierin.

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Foord verkörpert Entwicklung des Frauenfußballs
„Sie ist eine sehr dynamische Spielerin – egal ob mit oder ohne Ball“, erklärt April Heinrichs. Die ehemalige US-Nationaltrainerin ist ebenfalls TSG-Mitglied und sieht in Foords Stärken, das Spiel über die Außenbahn schnell gestalten und gute Flanken schlagen zu können, Komponenten, die im Frauenfußball immer wichtiger geworden sind.

Tatjana Haenni (FIFA), Mark Hall (Hyundai), Tina Theune (DFB) und April Heinrichs (USSoccer; von links) mit dem Preis für Caitlin Foord. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Erstes positives WM-Fazit
Überhaupt fällt das erste Fazit der TSG zum Niveau dieser Weltmeisterschaft positiv aus. Der Frauenfußball sei athletischer und schneller geworden, wodurch eine gute Technik essenziell geworden ist. Wer nicht gut am Ball sei, verliere ihn sofort, so Heinrichs.

Neue Standards
Gerade Japan habe daher neue Standards gesetzt, so die US-Amerikanerin, die die Japanerinnen noch nie so stark gesehen habe. Beidfüßigkeit, viel Bewegung mit und ohne Ball und sehr selbstsicher – dies seien die Stärken im japanischen Spiel, das unheimlich schwer zu lesen sei. Wenn die Technische Direktorin des US-Frauenfußballs daher die Spielanlagen ihrer Mannschaft und die der Japanerinnen mit Blick auf das WM-Finale vergleicht, stellt sie unumwunden fest: „Natürlich wird Japan besser sein.“ Die Stärken der US-Amerikanerinnen, die körperbetont spielen und willensstark sind, liegen eben woanders. Es wird also spannend sein, welches Team seine Möglichkeiten besser zur Entfaltung bringen kann.

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2 Kommentare »

  • Mika sagt:

    Gratulation! Sie hat es auch klar verdient. Ich sage voraus, dass sie noch viel erreicht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Die Wahl der Kleenen is ne jute!

    Tipp an den USV:Holt se euch! 🙂 Da hat Amber gleiche ne Mitfliegerin, wenn´s auf Urlaub geht.

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