„Wenn man sich gut fühlt, spielt man gut“

Von am 13. Juli 2011 – 15.31 Uhr 1 Kommentar

Sara Thunebro hat gestern kurz in ihrer Frankfurter Wohnung nach dem Rechten gesehen. „Alles in Ordnung“, schmunzelt sie. Die Defensivspezialistin, die seit zwei Jahren beim 1. FFC spielt, wohnt mit der schwedischen Nationalmannschaft vor dem WM-Halbfinale gegen Japan in Frankfurt im Hotel. Komisch sei dies nicht, „man ist zu fokussiert“. Und hat dabei Spaß.

„Wenn man sich gut fühlt, spielt man gut“, beschreibt Schwedens Trainer Thomas Dennerby das Erfolgsrezept seiner Mannschaft. Die strahlt positive Energie und Teamgeist aus. „Wenn ich sie momentan sehe, fühle ich mich auch gut“, so Dennerby, der noch einen Sieg vom WM-Finale entfernt ist.

Heimspiel für Thunebro
„Es ist schön, hier zu sein“, freut sich Thunebro über den Auftritt in ihrer neuen Heimatstadt. „Es war vor der WM ein Traum.“ Der ist nun Wirklichkeit geworden, und wenn die Schwedinnen am Abend (20.45 Uhr, live im ZDF) gegen Japan gewinnen, dürfen sie auch noch für ein weiteres Spiel in der Mainmetropole bleiben. Doch von diesem Spiel möchte am liebsten noch niemand sprechen.

Anzeige

Schweden kommt momentan aus dem Jubel nicht heraus. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bewunderung für Japan
„Ich bin ja keine Wahrsagerin“, lacht Schwedens Co-Trainerin Ann-Hélen Grahm, „wir müssen uns auf das schwere Spiel gegen Japan konzentrieren.“ Vom Halbfinalgegner ist jeder im schwedischen Team angetan. „Sie sind spielstark, technisch versiert und stehen kompakt“, so Dennerby, und Torhüterin Hedvig Lindahl sagt: „Mich haben sie beeindruckt, wir sind zwar einen Kopf größer als sie alle, aber die sind so schnell – das stört sie gar nicht.“

Kopfbälle nutzen
„Wir sind schließlich nicht beim Basketball“, schmunzelt Dennerby. Der Ball liege auf dem Boden, und im schnellen Passspiel sei der Gegner ausgezeichnet. Dennoch setzen natürlich auch die Schwedinnen auf ihre körperliche Überlegenheit, die möglichst bei Kopfbällen ausgenutzt werden soll. Dass man das schnelle japanische Spiel mit körperlicher Präsenz unterbinden kann, haben die Engländerinnen bei deren 2:0-Erfolg gegen den Weltranglistenvierten in der Vorrunde bewiesen.

WM-Finale 2003 vor dem Fernseher
„Die ganze Mannschaft hat eine gute Physis“, so Thunebro. „Wir sind froh, dass wir bislang so weit gekommen sind und dass wir noch spielen.“ Die Gedanken an ein Endspiel sind momentan für die Schwedinnen noch ein Traum, der beseite geschoben wird, ebenso die Gedanken an das WM-Finale 2003. Aber Annica Svensson gerät dann doch noch ins Schwärmen. „Ich habe das Spiel damals zu Hause im Fernsehen geschaut, das war richtig cool. Und dann träumt man natürlich davon, auch einmal im Endspiel zu stehen.“

Sollte das gelingen, wird auch im Frankfurter WM-Stadion wieder getanzt. Aber was eigentlich? „Ich kenne den Namen des Liedes nicht. Lotta (Schelin) hat ihn komponiert. Na ja, nicht komponiert, sie hat den Tanz erfunden. Na ja, auch nicht wirklich. Er kommt auf jeden Fall aus Frankreich“, lacht Caroline Seger. Aber der Mannschaft dürfte dies auch egal sein – Hauptsache Spaß haben.

Schlagwörter: , ,

Tags: , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

1 Kommentar »

  • Rainer sagt:

    Der Tanz heißt LOGOBITOMBO, das Original in der Underground-Version kann man sich auf http://j.mp/nDvd0b
    anschauen.

    (0)