Konzeptloser Kick, taktischer Offenbarungseid

Von am 10. Juli 2011 – 16.58 Uhr 120 Kommentare

Man hätte wohl kaum enttäuschender aus der Frauenfußball-WM ausscheiden können, als es die DFB-Elf gegen Japan getan hat. Gegen eine gute, aber keineswegs überragende Mannschaft rannten die deutschen Spielerinnen sang- und klanglos ins Verderben – konzeptlos, ideenlos und ohne jede Kreativität.

„So ist das eben wenn die Nummer zwei der Welt auf die Nummer vier trifft. Da entscheiden Nuancen“, redete sich Bundestrainer Silvia Neid das WM-Aus nach der 0:1-Niederlage gegen Japan schön.

Kein Konzept
Denn trotz einer Torschuss-Statistik von 23:9 zugunsten der deutschen Mannschaft fühlte sich der Sieg der Japanerinnen am Ende nicht unverdient an. Denn die Aktionen der DFB-Elf wirkten über die gesamte Spielzeit eher zufällig, als einem spielstrategischen Konzept geschuldet. Dass das Team im Vorfeld der WM eine dreimonatige Vorbereitung genossen hatte, war auf dem Spielfeld nicht zu bemerken.

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Überraschungsmoment fehlt
Die japanische Auswahl war erwartet laufstark und kompakt in der Defensive. Keine echte Überraschung, doch die DFB-Elf über fand über 120 Minuten trotz körperlicher Überlegenheit keine Mittel gegen die Asiatinnen. Immer wieder rannten die DFB-Spielerinnen auf das gegnerische Tor an, doch die spielerischen Mittel fehlten, um mit Überraschungsmomenten oder schnellen Flankenläufen Löcher in die Abwehr zu reißen.

Trauer im deutschen Team

Almuth Schult (li.), Simone Laudehr und Linda Bresonik trauern © Zetbo / Framba.de

Durchschaubares Spiel
Melanie Behringer kämpfte unermüdlich, führte ihre Freistöße aber wie ein Roboter aus, im Mittelfeld vermisste man Akzente, die vielleicht eine Fatmire Bajramaj hätte setzen können, die schon im Spiel um Platz 3 bei Olympia in Peking die Japanerinnen mit zwei Toren in Angst und Schrecken versetzt hatte. Doch ihr blieb ein Einsatz genauso verwehrt, wie etwa Birgit Prinz, die möglicherweise die gegnerische Verteidigungslinie aus dem Gleichgewicht hätte bringen können. Doch die Nummer zwei und Nummer drei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres wurden von der Welttrainerin des Jahres verschmäht.

Keine stimmigen Wechsel
Es wäre zu einfach, die Probleme im deutschen Spiel auf das frühe verletzungsbedingte Aus von Kim Kulig zurückzuführen, die überraschend durch Bianca Schmidt und nicht durch Lena Goeßling ersetzt wurde. Die kam dann erst in der zweiten Halbzeit für Linda Bresonik, die im defensiven Mittelfeld agierten musste, auf einer Position, die sie in der Nationalmannschaft schon lange nicht mehr eingenommen hatte und dennoch bis zu ihrer Auswechslung ordentlich löste. Ein verschenkter Wechsel, denn Goeßling hätte Kulig auch gleich auf der Doppel-Sechs ersetzen können. Auch Alexandra Popp kam viel zu spät, um dem festgefahrenen Spiel noch frische Impulse verleihen zu können.

Unter Wert geschlagen
Darüber hinaus muss sich Silvia Neid ankreiden lassen, Birgit Prinz ein unrühmliches Ende ihrer Karriere verschafft zu haben. Daran können auch die hemdsärmeligen Bestrebungen, Prinz ein Abschiedsspiel zu verschaffen, nichts ändern. „Ich habe mich fit gefühlt, aber die Trainerin hat anders entschieden“, verbarg Prinz nur unverhohlen ihren Unmut. Eine besonders gute Figur machte Neid weder gegen Japan noch zuvor. Was bleibt, ist eine WM, die trotz dreier Siege in vier Spielen einen faden Beigeschmack hinterlässt, denn bei diesem Turnier wäre mehr drin gewesen.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

120 Kommentare »

  • psychio sagt:

    selten spricht mir ein bericht so aus der seele das hab ich schon lange gesagt. lustig ist nur wie ich hier auf dieser seite immer kritisiert wurde wenn ich was gegen frau neid gesagt habe und auf einmal fällt es mehreren auf 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Habe diese nüchterne, sachliche und völlig zutreffende Einschätzung eigentlich etwas überraschend, weil doch ungewohnt kritisch für Herrn Juchem, zur Kenntnis genommen! 😉 🙂
    Fehlte nur noch die demonstrative Rücktrittsforderung in Richtung Bundestrainerin Frau Neid, als diejenige, die dieses fatale Vorkommnis zu verantworten hat. Die Folgen für unseren geliebten FF haben einen dermassen nachhaltigen Effekt, dass man davon ausgehen muss, dass ein Führungswechsel unvermeidbar erscheint, wenn man die Glaubwürdigkeit an die eigenen Ziele nicht verlieren will!

    @psychio
    Na, stelle Dich mal nicht so als Einzelkämpfer auf weiter Flur hin, damit tust Du nämlich nicht nur mir Unrecht! 😀

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  • xxfussball-boyxx sagt:

    Irgendwas kann in der Mannschaft nicht gestimmt haben. Es kann doch nicht sein, dass die Weltfussballerinnnen 2 und 3 beide auf der Bank sitzen. Formkrise hin oder her. Entweder man steht zu den beiden oder lässt sie zuhause. Zudem war kein Konzept zu erkennen. Nur lange Bälle (Krahn), wenig bis keine Doppelpässe. Behringer technisch ganz schwach. Ballan- und mitnahme dauert meist viel zu lange. Und das war bereits in den Vorrundenspielen zu erkennen. Tja Fussball besteht halt nicht nur aus Kraft und Ausdauer…

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  • psychio sagt:

    @Schenschtschina Futbolista 🙂

    stimmt das war ein schnellschuß 🙂

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  • uwe sagt:

    ARD Videotext s.818

    Zitat: Keine Konsequenzen für Neid.

    DFB Präsident Zwanziger: Silvia Neid ist das Beste was wir kriegen können.

    S.Neid: Ich verspüre keine Motivatonsprobleme.

    ohne Kommentar

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  • jochen-or sagt:

    Was mich am meisten stört, ist die Tatsache, dass sich weder Silvia Neid noch jemand anderes beim DFB hinstellt und zumindest erklärt, dass man nunmehr in Ruhe die Fehler analysieren müsse, die man in der Vorbereitung gemacht hat.
    Jeder hat gesehen, dass die Mannschaft nicht in Tritt gekommen ist.
    Jetzt werden aber Erklärungen wie “ gleichwertiger Gegner“ gesucht, der eben das Quentchen Glück hatte.

    Der DFB kommt mir vor wie die katholische Kirche – da sind auch der Papst und seine Gehilfen unfehlbar.

    Schlimm ist nicht das Ausscheiden, sondern schlimm ist die geringe Spielqualität und die Blindheit gegenüber den offensichtlichen Fehlern in der Vorbereitung, denn die Mannschaft hat x-fach gezeigt, dass sie es besser kann.
    Da kommt es noch nicht einmal auf mögliche Wechselfehler im Spiel gegen Japan an, denn ich bezweifele, dass bei anderen Auswechslungen Besseres heraus gekommen wäre.

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  • sisyphos sagt:

    Selbst ein ‚Gefällt mir richtig gut‘ würde völlig unzureichend ausdrücken, was ich beim Lesen Deiner Zeilen empfand, Markus …
    Man sollte dies als Pflichtlektüre für den morgigen Tag sämtlichen Entscheidungsträgern und maßgeblichen Personen beim DFB auf den Schreibtisch legen und ihnen dazu verordnen, darüber eine Viertelstunde nachzudenken. Ich wäre gespannt, ob sie es schaffen …

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  • Rainer sagt:

    Ich kann Markus nur zustimmen. Drei Monate intensivster Vorbereitung, ein auch vom DFB erzeugter Hype mit ausgewählten und überwiegend deklassierten Schaukampfgegnern, die problemlos abgefertigt wurden. Vier Testspiele, die den Hype nur noch verstärkten und allgemein die Erwartung, dass Deutschland ins Endspiel spazieren werde, erzeugte.

    Gegen Kanada, Nigeria und Japan blieb das Neid-Team weit unter dem, was man bei einer WM präsentieren muss, um Gold zu holen. Ich finde übrigens, dass wir selbst beim 4:2 gegen Frankreich nicht so überragend gespielt haben, wie es die Mainstream-Presse beim Bemühen die eigenen Auflagezahlen zu steigern, behauptet hat.Das war eine ordentliche Leistung, aber sie wurde ebenfalls nach der Durststrecke zu ANfang gehypt, als könne man so Weltmeister werden. Beide Teams waren schon fürs Viertelfinale qualifiziert.

    Gestern herrschte in der Tat die totale Einfallslosigkeit. Trotz der 23:9 Schüsse für´Deutschland – Japan hat hochverdient gewonnen. Die Nelken hatten eine Spielidee, ein Konzept,das sie 120 Minuten lang klug und aufopfernd verfolgt haben.

    Tragisch, dass Kim Kulig sich so schwer verletzte. Ihre Tränen waren nicht nur des physischen Schmerzes wegen, man sah und ahnte, dass sie wusste, dass das Kreuzband gerissn ist. Statt dann aber direkt Gössling einzuwechseln, kam der stümperhafte Fehler mit der Einwechslung von Schmidt und der Umgruppierung, spätere Auswechslund Bresonik.

    Totalausfälle wie Celia Okoyino da Mbabi und weitestgehend auch Melanie Behringer durften auf dem Feld weiter spazieren laufen. Konnte Frau Neid Behringer nicht mal zurufen,dass sie aufhören soll die Standards zu treten. Sie hat viele, viele Chancen einfach nur gefühllos versemmelt. Da muss man sie aber stoppen.

    Garefrekes hatte ein paar gute Szenen, aber zwischendurch taucht sie immer minutenlang ab.Auch sie ist eine Spielerin, die zumindest auf der großen internationalen Ebene ihren Höhepunkt eher hinter sich hat.

    Auf der Bank blieben mit Lira Bajramaj und vor allem Birgit Prinz zwei Spielerinnen zwei Stunden lang sitzen, die dem Spiel neue Impulse hätten geben können.

    Schwaches Coaching. Da entscheiden Nuancen, aber der japanische Coach hatte sein Team halt in vielen Nuancen besser instruiert.

    Dass der DFB in der Tat wie der Vatikan an der Unfehlbarkeit seiner Entscheidungen festhält, wundert mich nicht.

    Dabei wurden die Chancen des Frauenfußballs in Deutschland bei dieser WM nicht genutzt. Ein großartig organisiertes Turnier. Gut gemacht, Steffi. Leider hat die sportliche Führung völlig versagt. Denn dass der fünffache Europameister und zweifache Weltmeister in Folge mehr oder weniger sang- und klanglos ausscheidet und dass im eigenen Land, damit an der extrem wichtigen Olympiaqualifikation vorbeisegelt, das ist schon die größte Sensation in der Geschichte von FF-WM.

    Die dreimonatige Vorbereitung. Ein Scherz. Damit hat man zwar Turbine Potsdam denkbar schlechte Voraussetzungen für die Verteidigung des Champions League Titels gegeben, aber erreicht hat man damit nichts. Gar nichts.

    Gut zwei Wochen vor der Sommerpause sprach ich mit Thomas Dennerby darüber und fragte ihn, ob er nicht auch gern seine Spielerinnen dre Monate versammelthätte statt nut zwei Wochen.

    Er sagte, dass man in Schweden anders denke. Hier vertraue man den Vereinen und wisse, dass sie sehr gute Arbeit leisten, während man bei der deutschen Vorgehensweise auch dein Eindruck bekommen könnte, dass man den Vereinen keine gute Arbeit zutraue.

    Heute ist Schweden gerade an Deutschland vorbei nach Olympia gekommen und nach meinem Eindruck aus den vier Spielen hätte Deutschland auch in einem Halbfinale gegen Schweden wohl den Kürzeren gezogen. Die Schweden strahlen seit zwei Wochen aus, dass sie gerne in Deutschland sind und dass sie sich als Team sehr gut vertragen. Auch diesen Eindruck habe ich nicht beim deutsche Team gewonnen.

    Es ist wirklich bitter. Und die Konsequenzen bei eigentlich perfekten Voiraussetzungen sind so groß für den Sport, dass es sehr wichtig wäre, dass der DFB analysiert, was schief gegangen ist. Das würde ein längeres Papier werden. Aber ich fürchte, man wird alles unter den Teppich kehren, denn Silvia Neid ist ja das Beste, was wir je hatten.

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  • Michael sagt:

    Wie GER bei dieser WM gespielt hat, ist schlicht und einfach eine Schande für den modernen Frauenfußball!

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  • XQ sagt:

    Ich glaube, dass das Team Neid/Zwanziger ’ne ganze Menge mehr kaputt gemacht haben, als nur Prinz und den WM-Titel, der übrigens, wenn ich mir so dass Niveau ansehe, eigentlich leichter machbar gewesen wäre als die letzten zwei. Jetzt werden die jubeln, die konsequent gegen FF sind. Eigentlich schade, denn der Imageverlust bringt auch Sponsorenverlust mit sich. Da sollte aber Turbine außen vor sein, denn die Potsdamerinnen sind immerhin auch ein Stück Opfer des Neidschen Klüngels. Eins hat die WM gezeigt, FF funktioniert als Geschäft nicht, Rote Karte für das OK, die staatliche Allianz/Commerzbankabteilung und die Mayer-Vorfelder verkrusteten DFB-Funktionäre. Deren Vorbild muss wohl Norwegen sein… Oder sollte es noch schlimmer gehen?

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  • Conny sagt:

    100%ige Zustimmung, Markus. Sachlich, kritisch – hervorragender Bericht! Auch mir sprichst Du mit diesen Zeilen aus dem Herzen.

    Frau Neid hat alles bekommen, was sie wollte. Eine ewig lange Vorbereitungszeit, die BuLi/das CL-Finale wurde als nebensächlich neben diesem WM-Event abgestuft. Wenn für diesen Aufwand dann so ein Ergebnis steht und die Bundestrainerin nicht ansatzweise von Zwanziger/DFB in der Kritik steht, dann weiß ich auch nicht mehr.

    Es geht dabei nicht darum, dass das Viertelfinale das Ende war, sondern eben, wie Markus in seinem Bericht darstellt, vor allem auch um die Art und Weise. Uns wurde nur ein unterhaltsames Spiel angeboten, gegen Frankreich. Da waren wir schon wieder im siebten Himmel, obwohl auch diese Begegnung Schwächen im deutschen Spiel offenbarte. Diese Spielweise kann auf jeden Fall nicht der Anspruch der Deutschten Frauenfußballnationalmannschaft sein – und schon gar nicht, wenn man, wie gesagt, eine so lange Vorbreitungszeit für so ein Turnier erhält. Das auch die Oly-Spiele durch diese Niederlage verpaßt wurden, ist noch einmal ein herber Schlag.

    Ich verstehe da weder den DFB (Zwanziger) noch Frau Neid. Beide hätten sich Zeit für eine Analyse nehmen müssen. Es ist lächerlich, wenn man sagt – „Schade … aber alles ist trotzdem irgendwie gut und wir machen so weiter.“

    Frau Neid hat ihre Erfolge erreicht – keine Frage. Anerkennung dafür. Aber alles und jede(r) hat ihre/seine Zeit … und wir haben jetzt durch die verpaßte Quali für Olympia 2 Jahre Zeit bis zum nächsten Großereignis (EM). Vielleicht ja ein guter Zeitpunkt für einen Trainerinnenwechsel…

    Für Kim Kulig alles Gute.

    Mein ganz besonderer Respekt geht an Birgit Prinz für eine unvergleichliche Karriere, die sicherlich anders hätte enden sollen.

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  • laasee sagt:

    I fully agree with this article.

    The stupidity started in Berlin. Birgit should never have played as a striker.
    In midfield or as a free role, yes. She still had a lot to offer, because Germany does not have a play maker or creative player.
    The problem then exploded in the Nigeria game.
    The player got all the criticism but not the coach.

    Then against France, Neid includes Inka and one element of the problem is solved.
    Then it gets crazy again and more changes – 10 of the players that started against Japan also started in the first two games.
    Kulig gets injured and then another crazy decision – a substitution but two positional changes.
    Then Bresonik gets replaced by Goessling and that leaves only one further change possible.

    In EURO 2009 Inka and Birgit complimented each other brilliantly.
    The 6:2 win over England was the best ever performance at a tournament by a German team.
    Why wasn’t the whole planning of WM 2011 based on that?

    Neid humiliated Inka in Berlin.
    Neid created the humiliation of Birgit in Frankfurt.

    The two best German players of all time have been let down badly by Frau Neid at WM.

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  • Striker sagt:

    Wenn man selbst die Olympiaquali verpasst, was nur das absolute Minimalziel sein konnte (Top 3 in Europa), muss zumindest eine interne knallharte Analyse her. Die kann ja theoretisch durchaus zum Ergebnis haben, dass man keine Änderung für nötig hält. Aber einen Tag später zu sagen „alles ist toll, wir machen weiter so“, ist eine Farce aus dem Märchenwald. Aber es ist ja nur das eingetreten, was Frau Neid befürchtet hat, dann kann man ja zur Tagesordnung übergehen. Ich schlage vor, dass die Bundesligasaison 2014/15 komplett ausfällt und die Teams nicht für die Champions League melden, damit keiner in das Meisterwerk des Verbands pfuscht…

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  • Rainer sagt:

    Ich will noch ergänzen, dass Deutschland von allen WM-Teilnehmern sicherlich den ausgeglichensten Kader hatte und zum Beispiel gestern gegen Japan mit Fatmire Bajramaj und Birgit Prinz zwei Spielerinnen auf der Bank, die gerade gegen Japan schon das eine oder andere Tor geschossen haben.

    Von Alexandra Popp hatte ich wesentlich mehr in diesem Turnier erhofft. Von Lira Bajramaj hat man gesagt, sie habe zu viele Termine absolviert und sei dadurch zu stark abgelenkt worden. Da frage ich mich allerdings wieso niemand (Frau Neid?) ein längeres Gespräch mit Lira hatte, um darauf einzuwirken.

    Selbst Nadine Angerer wird jetzt wohl als beste der Welt in Frage gestellt. Beim KO-Tor der Japanerinnen geht sie zu früh runter und dazu noch auf die falsche Seite.

    Überfzeugt hat mich in den Startformationen von allen nur Babett Peter. Eine Klasseleistung der 23-Jährigen. Ari Hingst spielte eine tolle Halbzeit gegen Frankreich.

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  • Michele sagt:

    Für mich hat diese Niederlage viel mit den Wechseln zutun. Wie kann man eine Linda Bresonik nach einer Stunde auswechseln? Die Freistöße von MelB waren auch schon besser, aber die die gut kamen wurden fahrlässig vergeben. Lira nicht einzuwechseln, war auch keine gute Idee. Sie hätte vielleicht mehr Schwung gebracht.

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  • laasee sagt:

    „ARD Videotext s.818

    Zitat: Keine Konsequenzen für Neid.

    DFB Präsident Zwanziger: Silvia Neid ist das Beste was wir kriegen können.

    S.Neid: Ich verspüre keine Motivatonsprobleme.“

    Maybe both should be sacked!!

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  • emmi sagt:

    http://j.mp/nMo0UJ

    Habt ihr das schon gelesen? Wie kann es sein, dass die BT ihrem Jocker Popp Vorwürfe macht?! Unglaublich!!!

    Ich finde man müsste echt eine Aktion starten um dem DFB zu symbolisieren, dass die Fans nicht mehr hinter der Trainerin stehen….

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  • laasee sagt:

    @emmi

    It is embarrassing.

    Frau Neid is the only person to blame for this WM debacle.

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  • Karli sagt:

    oder das hier:

    war auch schwach von Angerer, aber das von der Trainerin geht gar nicht, da war ja Ribbeck souveräner.
    Wusste SN eigentlich, dass eine Niederlage mit großer Wahrscheinlickeit die Nichtteilnahme in London bedeutet? Thematisiert wurde es nicht und ist für den FF schlimmer als das jetzige Ausscheiden

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  • uwe sagt:

    @emmi
    Jemand muss ja Schuld haben und wenn man sich selbst nichts vorzuwerfen hat……
    Das S.Neid sich dann ein Mädel raussucht, die gerade mal 16 Länderspiele auf den Buckel hat spricht für sich. Zumal eine Frau Neid in Zukunft auf eine Alex Popp wohl angewiesen ist. Denn so viele junge Stürmerinnen haben wir nun auch wieder nicht.
    Für mich ist das Thema S. Neid jedenfalls durch.

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  • Bobbele sagt:

    Sehr schöner Artikel.

    Hab selbst fassungslos vor dem Bildschirm gesessen und das Grauen kommen sehen. Es ging schon mit der ersten Auswechslung los. Beim Kuli-Wechsel musste ich schon arg schlucken. Nicht nur wegen Kims Verletzung… Mit Bianca Schmidt und mit einen ungewohnten und mE.n. unnötigen Positionswechsel für Linda Bresonik hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Eher mit einer Ariane Hingst oder eben mit Goeßling zum Beispiel.

    Als sich aber immer weiter abzeichnete, dass wir ein Problem mit der Offensive haben, dass die zündenden Ideen fehlten und spätestens vor dem Strafraum Schluss war mit deutschem Kombinationsspiel fiel ich aus allen Wolken, als Neid dann tatsächlich Goeßling einwechselte. Ehrlich, ich hab minutenlang wie ein Rohrspatz gewettert… Neid bringt in so einer Situation eine defensive Mittelfeldspielerin? Ernsthaft? Draußen warten, nein ehrlich gesagt „brennen“ eine Birgit Prinz (die man durchaus mal im Mittelfeld hätte agieren lassen können), eine Lira Bajramaj und eine Alexandra Popp (die letztendlich viel zu spät reingeworfen wird und dann dafür auch noch die Ohren langgezogen bekommt) auf eine Einwechslung, während auf dem Feld ein offensiver Offenbahrungseid geleistet wird, gegen taktisch zwar diszipliniert aber bis dato völlig harmlos spielende Japanerinnen.

    Noch was zum Popp-Wechsel: Wen nimmt man natürlich raus, wenn die Mannschaft offenbar auf ein mögliches Elfmeterschießen zusteuert? Glasklar: Inka Grings… Da zweifelt man echt am Verstand der Trainerin. Anstatt Mdabi oder Garefrekes rauszunehmen, die beide wirklich völlig von der Rolle waren an diesem Abend und zuletzt auch sehr ausgepowert wirkten…

    Trotz allem hatte ich nicht unbedingt mit dem japanischen Treffer gerechnet. Diese Möglichkeit gab der Spielverlauf bis dato eigentlich nicht her. Wieviele Chancen hatten sie denn im Spiel? Maximal 2-3 über 120 Minuten? Ans Ausscheiden dachte ich freilich schon, aber eher durch Elfmeterschießen…

    Was bleibt von dieser WM?
    Das bittere Gefühl, dass da eine Mannschaft ausgeschieden ist, die ihr Potential bis auf wenige Spielminuten im Eröffnungsspiel und im Spiel gegen Frankreich nicht hat abrufen können, die eigentlich alle Anlagen besessen hat, zum dritten Mal Weltmeister zu werden, aber an sich selbst gescheitert ist.
    Eine verpatzte Olympia-Qualifikation – einfach undenkbar, dass die deutsche Mannschaft sich nicht mit den besten Teams der Welt um Olympiagold kämpfen darf.
    Eine völlig demontierte Birgit Prinz, die so ein Karriereende einfach nicht verdient hat.
    Und über allen trohnt eine unantastbare Silvia Neid, die weder eigene Fehler zugeben, noch die nach so einem desaströsen Ausscheiden notwendige Konsequenz ziehen will. Wer als Trainer eines Titelverteidigers, Top-Favoriten und Gastgebers bei einer WM im Viertelfinale ausscheidet und das Olympia-Ticket verpasst, sollte Platz für einen Neuanfang machen.

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  • René sagt:

    @Bobbele:

    „Wer als Trainer eines Titelverteidigers, Top-Favoriten und Gastgebers bei einer WM im Viertelfinale ausscheidet und das Olympia-Ticket verpasst, sollte Platz für einen Neuanfang machen.“

    Hundertprozentige Zustimmung!

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  • fribu sagt:

    @ emmi:

    „Ich finde man müsste echt eine Aktion starten um dem DFB zu symbolisieren, dass die Fans nicht mehr hinter der Trainerin stehen….“

    Gute Idee, bin dabei! Nur – wie? Unterschriften sammeln? Hat jemand einen praktischen Vorschlag?

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  • Jan sagt:

    2 unorthodoxe Konzepte

    Ich hab da so ’ne Theorie. Im Grunde gibt es 3 Spielanlagen:
    Manndeckung – Raumdeckung – u. One-Touch- bzw. Kombinations-Fußball
    Die 3 verhalten sich zueinander wie Stein – Schere – Papier.
    Die Bezeichnung der Spielsysteme (4-4-2, 4-2-3-1 u.a.) ist dafür unerheblich.

    Daher böten sich gegen offensiven wie defensiven One-Touch- bzw. Kombinations-Fußball (gegen starke Gegner wohlgemerkt), wo man nur wenig klare Torchancen bekommt, m.E. 2 u.U. effektivere Mittel an als ständiges Anrennen (falls jenes überhaupt gelingt):

    1.) den Gegner mit seinen eigenen Mitteln schlagen; d.h. den Gegner das Spiel machen lassen – was ihm ebenso schwer fallen dürfte – um dann selbst Konterfußball zu spielen, wenn sich vorn viel mehr Räume für die eigenen gefährlichen Stürmer auftun (z.B. AUT-ALG 2:0 WM1982); ist natürlich etwas riskant; und wer überlässt schon gern dem Andern die Initiative? (spiele Schach)

    2.) klingt vllt. verrückt, aber was haltet Ihr wg. o.g. Klassifizierung von der Renaissance einer uralt-Strategie: totale Manndeckung – um dem Gegner einfach sämtliche Anspielstationen zu nehmen (außer zum Torwart); was wegen der Lauf-Intensität evtl. nur 1x im Turnier anwendbar ist, und zwar gegen denjenigen Gegner mit dem eingeübtesten Pass-Spiel; ggf. mit der extra dafür eingespielten B-Elf. Könnte das funktionieren?

    Weil der Favorit sowas jedoch NIEMALS zu tun gedenkt – sei es, da er stets auf die eigene Stärke baut, od. diese Mittel ihm ungeeignet erscheinen od. unbekannt sind – wird es immer wieder solch eher unerwartete Resultate geben (z.B.: ITA-PRK 0:1 WM1966, GER-ALG 1:2 WM1982, BRA-ARG 0:1 WM1990, ESP-SUI 0:1 WM2010, GER-PRK 0:1 U17-FWM 2010, GER-JPN 0:1 FWM2011 usw.)

    *
    Auch die Statistik sprach gegen Deutschland: Denn erst 1x konnte der – oft mitfavorisierte – Gastgeber FF-Weltmeister werden; und das erst im 11m-Schießen (1999). Für Kanada sieht’s 2015 noch trostloser aus…

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  • rockpommel sagt:

    “Wer als Trainer eines Titelverteidigers, Top-Favoriten und Gastgebers bei einer WM im Viertelfinale ausscheidet und das Olympia-Ticket verpasst, sollte Platz für einen Neuanfang machen.”

    Hundertprozentige Zustimmung + 20% drauf! 😉

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  • Striker sagt:

    Beeindruckend ist vor allem Zwanziger. „Silvia Neid ist das Beste, was wir kriegen können“. Binnen 20 Stunden hat der Mann die WM analysiert, sämtliche möglichen Kandidaten überprüft und deren Verfügbarkeit abgecheckt – beeindruckend…

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  • wfm sagt:

    Da die Meinung hier so einhellig ist, vertrete ich doch mal eine andere Position, weil man es sich doch etwas zu einfach macht. Solche Niederlagen haben ja in der Regel nie eine einzige und eindeutige Ursache.
    1. Die Verletzung von Kim hat das (Auswechsel-)Konzept von vornherein durcheinander gebracht. Außerdem fehlte damit eine – an normalen Tagen – der passsichersten und kopfballstärksten Spielerinnen.
    2. Sowohl Linda wie Melanie Behringer konnten vielleicht auch aufgrund ihrer Verletzung bzw. der Erkrankung nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und auch Celia hatte beträchtliche auch technische Probleme und leider hatte auch Inka Grings nicht die Torgefährlichkeit wie noch gegen Frankreich.
    3. Bei der Entscheidung für Kim sofort Lena Gößling zu bringen, ist zu bedenken, dass sie relativ unerfahren ist und beim 2. Gegentor im Frankreichspiel keine so gute Figur machte. Linda Bresonik ist dagegen eine sehr erfahrene Spielerin, die schon gegen Japan aufgelaufen ist und die die Doppelsechs auch schon oft gespielt hat.
    4. Lira hätte zwar für Belebung sorgen können, aber sie hat im Spiel gegen Frankreich so viele Bälle verloren, dass es ein sehr großes Risiko gewesen wäre, sie gegen die wieselflinken Japanerinnen zu bringen.
    5. Bleibt der letzte Wechsel Grings durch Popp oder Prinz zu ersetzen. Keine leichte Entscheidung. Wenn sie hätte Prinz einwechseln wollen, hätte es kurz nach der Pause sein müssen, um mehr Spielkultur hineinzubringen. Da sich aber schon so etwas wie ein Kampfspiel entwickelt hatte, weil die Japanerinnen so gut standen, wäre es bei der schwachen Form ihrer Mitspielerinnen nicht einfach gewesen. Da Popp eine der kopfballstärksten Spielrinnen ist, hat sie sich natürlich angeboten. Leider blieb aber auch sie glücklos an diesem Tag.
    6. Ohne Silvia Neid einen Persilschein ausstellen zu wollen, halte ich es für Blödsinn, von ihr direkt am Tag nach dieser schweren Niederlage, eine vernünftige Analyse vorzulegen. Sie hat ja auch in der PK gesagt, dass sie sich mit dem ganzen Team zusammensetzen werden, um eine Analyse und Auswertung zu erarbeiten.
    7. Sich auf den Artikel auf ntv zu berufen, Neid hätte die Schuld einseitig bei Spielerinnen gesucht, halte ich für überaus problematisch. Selbst wenn man SN nicht mag, derartiges habe ich bisher noch nie von ihr erlebt. Da möchte ich doch zuvor das Original sehen, denn generell haben sich die meisten am männlichen Fußball orientierten Medien durch die Bank weg auf Stars und auf Krawall hin orientiert. Denen geht es nicht um eine faire und kompetente Berichterstattung, sondern um die Auflage oder um Klickraten.

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  • fribu sagt:

    @wfm:

    „Sie hat ja auch in der PK gesagt, dass sie sich mit dem ganzen Team zusammensetzen werden, um eine Analyse und Auswertung zu erarbeiten.“

    Kann es vielleicht sein, daß so etwas zwar immer gesagt wird, dann aber nicht wirklich ernsthaft gemacht wird und es deshalb keiner mehr glaubt? Das läuft beim Männerfußball so, bei der FIFA, bei der Politik erst recht. Man kennt das.
    Ich will nicht, daß SN analysiert: sie soll VERANTWORTUNG übernehmen! Hier ist nichts mehr gutzumachen. sie soll GEHEN!

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  • eisbär sagt:

    Ja, natürlich hat Frau Neid Fehler gemacht. Als es um Kritik gegen Prinz ging, fanden diese viele zu heftig, aber jetzt auf Frau Neid einzuprügeln ist völlig O.K.? WM 2007, EM 2009, aber sie ist eine schlechte Trainerin. Ich bin auch kein Fan von Frau Neid, aber ich finde es schon fast lustig, wie mit zweierlei Maß gemesssen wird.

    Bajramaj und Prinz haben beide bei ihren Einsätzen in keinster Weise überzeugen können und nun hätten diese beiden ausgerechnet dem Spiel eine Wendung geben sollen? Niemals!

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  • fribu sagt:

    @eisbär:

    An anderer Stelle schrieb Camulos:

    „(…)Indizien ihres versagens sind:

    – Nicht Erkennung der Tatsache, dass das Aufbauspiel seit Jahren kränkelt (durch das festhalten an der monatelang verletzten Krahn noch verstärkt)

    – Keine Schaffung einer Stammformation

    – Keine Stammplatzgarantien (führt zu höheren Druckbelastung)

    – Kein eingespieltes Team

    – Erschöpfte Spielerinnen

    – Schlechte taktische Vorbereitung

    – Problem Prinz usw. in die WM verlagert (Ablenkung usw.)“

    Dem ist NICHTS hinzuzufügen… 🙁

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  • Detlef sagt:

    Auch ich stimme Markus Beitrag völlig zu!!!
    Obwohl mir Deine Benotungen der Spielerinnen zumeist zu gut ausfielen, kritisierst Du hier völlig richtig die schwache Leistung gegen Japan!!!
    Deren Spielweise hat mich ziemlich überrascht, da ich von ihnen eigentlich ein One-Touch-Fußball erwartete!!!
    Aber sie gingen auch bewußt in die Zweikämpfe, obwohl sie körperliche Defizite hatten!!!
    Das war für mich der eigentliche Punkt, wo unser Team versagt hat!!!
    Spielerinnen wie Simone Laudehr, Linda Bresonik, und Melanie Behringer, die gegen die harten Nigerianerinnen noch sehr gut dagegen hielten, scheiterten nun gegen die schmächtigen Töchter Nippons, die mit viel Einsatz und Laufarbeit ihre körperlichen Nachteile wett machten!!!

    Deutschland vernachlässigte das Flügelspiel, und auch die Distanzschüsse waren zu unpräzise!!!
    Ich glaube jetzt auch nicht, das ausgerechnet Birgit Prinz oder LIRA die Wende gebracht hätten!!!
    Dafür waren ihre Leistungen in diesem Turnier vorher zu schwach!!!
    Aber warum hat man es nicht mit Martina Müller versucht, die in ihrer Heimatstadt sicher besonders motiviert gewesen wäre???
    Eigentlich hätte Silvia Neid 6 oder mehr auswechseln müssen, aber es war ja diesmal kein Freundschaftsspiel!!!

    Obwohl sie immer wieder von außen versucht hat zu ordnen, und Anweisungen hineinrief, wirkte das Spiel der DFB-Elf auch auf mich bis zum Schluß konfus und konzeptlos!!!
    Also entweder war es das falsche Konzept, oder die Mannschaft hat es ignoriert!!!

    Jetzt bleibt abzuwarten, inwiefern dieses frühe Ausscheiden sich auf die Bundesliga auswirkt!!!
    Vor der WM waren ja sehr viele davon überzeugt, daß dies sehr positiv sein wird!!!
    Jetzt kann man nur hoffen, daß es nicht noch negativer wird!!!

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  • waiiy sagt:

    Beim Turnier gab es 2 Tor nach einer Flanke von Babett Peter mit einem Kopfball von Kerstin Garefrekes. Jetzt spielt man gegen einen Gegner, der im Schnitt 10 cm kleiner ist und bei dem vorher analysiert wird, dass man ihn mit Kopfbällen packen kann. Und was passiert? Babett Peter darf bei gefühlten 20 Freistößen wie ein Clown daneben stehen, wenn Melanie Behringer ihre hoffnungslosen Zielversuche macht. Bei solch einer taktischen Meisterleistung sollte man selbst über D-Jugend-Trainer nachdenken! Aber Ansilvia Neid darf es keine Zweifel geben…

    Es ist, als wenn sich Theo Zwanziger ein sündhaft teures Auto gekauft hat, was kurz danach auseinanderfällt und wo er den Kauf rechtfertigt – rückgratlos! Und ich dachte der Fußball lebt von den Fans und nicht von den Funktionären…

    btw: Wenn man Melanie Behringer unbedingt Ecken und Freistöße schießen lässt, dann sollte man Babett Peter nicht daneben herhampeln lassen und sie in den Strafraum schicken, da sie schön des öfteren unter Beweis gestellt hat, dass sie eine gefährliche Kopfballspielerin ist. Aber das kann man nicht wissen, wenn man sie nie im Verein spielen sieht…

    waiiy

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  • Camulos sagt:

    @eisbär

    Hier misst keiner unterschiedlich, sondern die meisten auf Basis vieler Spiele, welches dann meist eine grobe Orientierung ermöglicht.

    Es gab auch schon früher knappe Spiele. Hätte Deutschland nur gegen Japan so ausgesehen wie geschehen und verloren, dann würde ich das niemals Neid anlasten. Sowas kann, auch in diesem Fall, einfach Pech sein.

    Die Problematik „Neid“ ist aber schon alt und gerade bei dieser Weltmeisterschaft hat sich das Unheil doch vor langer Zeit angedeutet.

    Mich lässt auch die Argumentation der „pro-Neid-Fraktion“ völlig kalt, denn sie haben keine. Sie berufen sich, wie du, nur darauf, dass es in der Vergangenheit gut gelaufen ist, ohne zu erkennen, dass Neid quasi einen Spielerpool übernommen hat, der bereits super war und ihr die nötige Umformung dieses Pools, welcher zu dieser WM im gewissen Maße angestanden hat, nicht gelungen ist.

    Es ist völlig irrelevant was früher bei Neid war. Sie hat auch nie wirklich ein komplett neues Team formen müssen, sondern ist bereits bei der Überarbeitung kleinerer Teamänderungen im gewissen Umfang gescheitert. Auch früher war nicht alles dufte, auch da gab es glücliche Spiele die man halt gewonnen hat.

    Doch diesmal gab es keine guten Spiele, gegen im Ansatz gleichgestellten Gegner. Das muss einem einfach aufgefallen sein.

    Natürlich könnte man auch Neid weiterhin arbeiten lassen. Nur welchen Grund gibt es dazu ?

    Sie stellt ein unkalkulierbares Risiko dar, weil NICHT klar nachvollzogen werden kann was zum scheitern führte. Es kann sein, dass alles an Holl gelegen hat (^^) oder an dem grünen Sportschuh … oder an Neid. Man weiss es nicht und niemand wird dieses exakt klären können.

    Es bleibt ein Risiko weiterhin auf Neid zu setzten, auch wenn ich hier bereits sage, dass sie prinzipiel zukünftig erfolgreich sein kann. Nur ist dieses auch kein Beweis.

    Deutschland muss, unabhängig von der Trainerin, erstklassige sein, dass garantiert die Liga. Neid konnte dieses nicht gewährleisten

    … ob sie es zukünftig kann, dass weiss niemand. Sie wird an sich zweifeln, davon bin ich überzeugt.

    Mal schauen, wie sich das entwickelt.

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  • FFFan2 sagt:

    Ein Problem ist mMn auch diese Sturheit was das Spielsystem angeht. Immer 4-2-3-1, egal was passiert, wie es steht oder welche Spielerinnen man zur Verfügung hat. Wenn man schon 150 Flanken in den 16er haut, darf man auch mal mit 2 oder 3 Spitzen agieren. Und wenn man dann die kopfballstärkste Spielerin 100 Minuten draußen lässt und alle Bälle auf den 2. Pfosten in eine Traube von 10 Spielerinnen geschlagen werden, darf man sich nicht wundern.
    Diese Fixierung auf das Erzielen eines Kopfballtores ensprach sowieso eher einer Kreismeisterschaftstaktik. Die Japanerinnen haben in 4 Spielen genau 1 Kopfballtor kassiert und das nach einem Konter. Alle Gegentore der Japanerinnen waren übrigens Kontertore. Vielleicht hätte man die Japanerinnen häufiger mal aus der eigenen Hälfte locken sollen.
    Da Mbabi auf der 10er Position kann ehrlich gesagt auch nur ein Witz sein. Celia ist eine Stürmerin und nichts anderes. Auf der 10 können eigentlich nur Prinz, Maroszan oder Kulig spielen. Für ein System mit einer Spitze hatte man zu viele reinrassige Stürmerinnen im Kader.
    Darüber hinaus hat die NM auch ein Torwartproblem. Angerer wirkte das ganze Spiel über hypernervös und beim Tor steht sie völlig falsch und springt geradezu ins Toraus. Verglichen mit einer Hope Solo liegen Welten dazwischen. Zum Glück ist sie in den meisten Spielen beschäftigungslos, sonst wäre das schon längst ein Thema.
    Die verpasste Olympiaquali könnte für Neid doch noch zum Stolperstein werden. Die deutsche NM wird nun 4 Jahre lang kein großes Turnier mehr bestreiten. Das hält in dieser schnelllebigen Zeit keine Sportart aus. Ein Neustart ist defitiv nötig.
    Aber der Algarve-Cup vor 20 Zuschauern ist ja auch schön.

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  • psychio sagt:

    @eisbär vor einigen jahren war deutschland noch sehr dominant da hättest du als trainer hinstellen können wen du willst jetzt haben die anderen länder aber aufgeholt was man bei dieser wm wunderschön sehen kann wie ich finde und schon kann man sehen das unsere fleischereifachverkäuferin doch nicht so die ahnung hat wie sie es vorgiebt.

    an die anderen bei so einer neid muss weg aktion währe auch ich mit freuden dabei

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  • Detlef sagt:

    @FFFan2,
    2013 ist die EM in Schweden, welche ich schon zu den großen Turnieren zählen würde!!!
    Aber 2 Jahre sind auch schon lang genug!!!

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  • laasee sagt:

    FFFan2

    The better system would have been 3-5-2

    Inka as the main striker with Birgit in a free role.
    Kerstin and Poppi as wingbacks.
    Babett as one of the three central defenders – her best position.

    Frau Neid had 3 months to get it right, but only in one of the four games did Germany play good football.

    @Detlef

    I now worry that the Buli will not benefit.
    Losing to Japan is not the problem but it was the way that Germany lost which is the problem.
    The fault is totally that of Frau Neid but I worry than the public will not see it that way.

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  • nike75 sagt:

    Ich saß gestern im Stadion und hätte da Mbabi schon zur Halbzeit rausgenommen. Nicht, weil sie eine schlechte Spielerin ist, nein, weil sie gestern nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen hat. Verstolperte Bälle bei der Ballannahme, permanent falsche Laufwege und jedes verdammte KOPFBALLDUELL verloren. Man hat gesehen, dass sie einfach körperlich und geistig platt war udn ehrlich gesagt, hat mich das auch nicht verwundert, denn sie hat in den ersten drei Spielen schon ein Riesenpensum abgespult und irgendwann fordert das seinen Tribut.

    Darüberhinaus darf man sich auch mal fragen, warum Silvia Neid nicht zumindest in einem Spiel mal die bewährte Startformation in der Offensive Prinz/Grings ausprobiert hat. Gerade in der Vorbereitung hat das mit dem müde spielen doch ganz gut funktioniert, dann kommen nämlich auch die Vorzüge einer Alex Popp besser zum Vorschein.

    Aber irgendwie machte es insgesamt den Eindruck als ob Neid ihrer Kapitänin übel nahm, dass sie ein mentales Problem mit dem selbstgemachten Druck hatte und ihr dann das Vertrauen komplett entzog. „Birgit ist keine Einwechselspielerin“ – ah ja, super, und deshalb lässt man eine Spielerin draußen schmoren, die auf einen Einsatz gebrannt hätte, die genügend Erfahrung mitgebracht hätte, um das kopflose Anrennen zu kanalisieren und die dank ihrer Robustheit auf jeden Fall Räume geschaffen hätte.
    Ich hab Birgit gestern auf der Bank ein bisschen beobachtet – die ist innerlich die Wände hochgegangen und ich kann mir gut vorstellen, wie frsutriert und hilflos sie sich gefühlt haben muss.

    Und zu dem mentalen „Problem“ von Birgit Prinz kann man sich auch mal ein paar Gedanken machen. Ich hab mir die Pressekonferenz nochmal angesehen und es ist schon interessant, wenn sie sagt, dass sie sich den Druck vor allem deshalb gemacht hat, weil eine „starke Konkurrenz“ in der Mannschaft war – klingt ein bisschen so, als hätte Neid Prinz nicht wirklich das uneingeschränkte Vertrauen vermittelt, was sie sich gewünscht hätte. Natürlich ist auch eine Birgit Prinz nicht vom Leistungsprinzip ausgeschlossen, aber ich kann mir schon vorstellen, was in jemandem vorgeht, der immer unangetastet war und dann heißt es plötzlich „dein Platz ist nicht mehr sicher“ – ganz abgesehen davon, dass man mit dieser ganzen Geschichte auch die Mannschaft in sich erschüttert, weil einer der Eckpfeiler wegbricht.

    Ich würde mir wünschen, dass es noch ein Abschiedsspiel für Birgit und Ariane gibt, würde mich gern von beiden verabschieden. Aber sicher, dass sie das annehmen, bin ich mir nach dieser WM nicht.

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  • sitac sagt:

    Denkt Frau Neid, Frau Popp sei eine Torfabrikationsmaschine, die man 18 Min. vor Schluss der Verlängerung in eine verzweifelnde und völlig ratlose Mannschaft schicken kann, um das bestellte Tor abzuliefern????!! Anders allerdings ist ihre katastrophale Kritik an Frau Popp nicht zu erklären.
    Nach allem, was ich gehört und beobachtet habe, muss ich die Frage stellen, ob Frau Neid zukünftig die Spielerinnen, speziell die nachrückenden, überhaupt noch erreichen wird?

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  • laasee sagt:

    „Nach allem, was ich gehört und beobachtet habe, muss ich die Frage stellen, ob Frau Neid zukünftig die Spielerinnen, speziell die nachrückenden, überhaupt noch erreichen wird?“

    The only solution – goodbye Frau Neid!!!

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  • Daniela sagt:

    Also Frau Neid hat in diesem „Sommermärchen“ wahrlich alles erreicht, was man nur erreichen kann. 1. Eine Kapitänin aus dem Team geworfen; 2. diese war zugleich Urgestein und – auch wenn ihre Leistungen zuletzt nicht überzeugten – wäre ein angemessenerer Abschied wünschenswert gewesen. 3. im eigenen Land und als Titelverteidiger im Viertelfinale rausgeflogen. 4. den Vereinen Misstrauen ausgesprochen (lange Vorbereitungszeit) somit 5. der BL, und 6. insbesondere Potsdam (CL) geschadet…Respekt.
    Die Wahl von Garefrekes als Kapitänin war auch falsch. Mir hat in dem Spiel jemand gefehlt, der die Truppe mal lautstark zusammenpfeifft, anfeuert, einfach mal verbal was raus lässt. Babett fiel mir hierbei positiv auf. Auch wenn ich den Eindruck hatte, dass sich nicht alle davon anstecken ließen.
    Und Poppy, tja, ich glaube einfach der Sprung von U20 zur A-Natio ist doch was größer. Sie kam zwar leider viel zu spät, aber ihr ungestümes spielen/drauf losspringen, bringt gegen andere A-Teams wohl nichts mehr. War zumindest mein Eindruck. Hätte auch eher Müller eingewechselt, die hätte vor heimischer Kulisse sicher gut gewirbelt.

    Aber in gewisserweise hat mich das Ausscheiden auch wieder gefreut, weil mir die Arroganz, mit der bereits über den Wunschgegner im Halbfinale gesprochen wurde, tierisch auf den Zünder ging. Jedes einzelne Spiel muss für sich gewonnen werden.

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  • laasee sagt:

    @Conny

    {Ich verstehe da weder den DFB (Zwanziger) noch Frau Neid. Beide hätten sich Zeit für eine Analyse nehmen müssen. Es ist lächerlich, wenn man sagt – “Schade … aber alles ist trotzdem irgendwie gut und wir machen so weiter.”}

    The comparison with Hope Powell of England is very interesting.
    Powell has now said that she thinks this is the time to finish.
    She is realistic and knows that going is the only logical option.
    Even though England have had the best WM in their history.

    Sylvia Neid should immediately leave or be sacked.
    Resign or be sacked – there is no other logical option.

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  • peter sagt:

    Leider verpasst es der DFB einen neu Anfang zu wagen. Jetzt hätte man zwei Jahre Zeit um mit einer neuen Trainerin oder Trainer eine neue Truppe zusammen zu stellen.

    Es ist leider ein Typisches Deutsches Problem, sich nicht von Leuten zu trennen, auch wenn sie vielleicht in der Vergangenheit viel erreicht haben. Frau Neid passt einfach nicht in den modernen Fussball. Mit einem Rücktritt würde sie Rückrat beweißen.

    Früher hat es vielleicht gereicht, wenn man ein physisch starkes Team hatte. In der heutigen Zeit braucht man auch Leute die Fussball spielen können.

    Das Spiel war natürlich grauenhaft anzusehen, aber die anderen Spiele waren es auch. da mbabi hätte nach spätestens 45 minuten von feld gehört. sie hat das ganze offensiv spiel lahmgelegt. sie kam nie ins spiel , war immer wie ein fremdkörper im spiel und dazu hat sie fast jeden ball verstolpert.

    Japan hat zurecht gewonnen. Gut eingestelltes Team. Wir hätten wohl noch in 500 Minuten kein Tor geschossen.

    Die WM wird dem Frauen Fussball nicht helfen. Auch wenn die Medien es wohl anders darstellen wollen. Nach der Propaganda der Ard , ZDF und dem Axel Springer Verlag wohl auch anders nicht möglich.

    Die WM ist gut Organisiert gewesen, aber der größteil der Fans wird sich immer an den schlechten Fussball erinnern und die peinlichen Schiedsrichterinen. Im Endeffekt bleibt alles beim alten.

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  • Rallfb sagt:

    @ emmi

    Ist ja wohl ein Scherz !

    Die Neid hat sie ja viel zu spät gebracht, was kann sie in der Verlängerung denn noch groß ausrichten ?
    Kritik sollte die BT, wenn überhaupt, an ihre erfahrenen Spielerinnen richten, die sich gegen Japan zu keiner Zeit als Führungsspielerinnen erwiesen haben. Öffentliche Kritik, vor allem, wenn sie völlig unangebracht gegen einen Youngster wie Popp gerichtet wird, ist einfach nur schwach.

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  • Michael sagt:

    Wenn Sylvia Neid das Leistungsprinzip favorisiert, dann wäre es nur allzu logisch, dass sie sich selbst als erste aus dem Team nimmt. Denn das, was sie da bei dieser WM abgeliefert hat, war nicht mal ansatzweise eine Leistung!

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  • Matt sagt:

    Nach dem Leistungsprinzip muss Frau Neid gehen, sie bekommt eine schöne Abfindung vom rheinischen Klüngelvater Zwanziger an die Klüngeltochter Neid ( die Vertragsverlängerung war nichts anderes, als die finanzielle Zukunft Neids zu sichern, daher auch die lange Laufzeit ) Neid wird fliegen, da bin ich mir sicher, aber… mit einer saftigen Abfindung. Ihre erfolge waren der geringen Konkurrenz und einer Spielergeneration mit Prinz und auch Lingohr geschuldet, die auch ohne Trainerin gewonnen hätten. Kaum holt die Konkurrenz auf und eine Prinz schwächelt, da helfen auch 3 Monate Trainingslager ( haben die da auch mal Freistossvarianten trainiert? Wie kann die immer gleiche SPielerin den immer gleichen Ball in die immer gleiche Frauentraube bolzen, dachte fast, die hätten eine Ballmaschine aus dem Tennis da hingestellt, lächerlichst) nichts, ausser dass die CL verloren wird.

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  • Daniela sagt:

    Ich weiß was. Frau Neid sollte Brasilien trainieren! Mit ihrer Überheblickeit und ihrer „Ich bin an nichts Schuld“-Einstellung passt sie gut in diese arrogante Truppe.
    Aber „gut“, dass sie bereits letztes Jahr Trainerin des Jahres wurde (warum auch immer). Wussten die Wähler damals etwa schon, dass es 2011 keinen Grund geben wird, sie zu wählen???

    Ach ja, und Punkt 7, den Frau Neid in diesem „Sommermärchen“ erreicht hat – bei Olympia nicht dabei zu sein…RESPEKT!

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  • OK sagt:

    wir sollten die rolle der medien bei dieser wm, besonders beim abservieren von birgit prinz, nicht vergessen. da wurde ein ungeheurer druck aufgebaut, dem sich silvia neid wohl nicht entziehen konnte. sicher hat birgit, wie andere spielerrinnen auch, nicht gut gespielt, aber sie bekam die geballte hetze der öffentlich, rechtlichen schlechtredner ab. diese herrschaften, die mit ihren analysen so treffsicher sind, wie angela merkel beim torwandschiessen…

    die kommentatorin vom zdf mal ausgenommen.

    ich fordere für die zukunft abschaltbare kommentare, ein mikro in der nähe der ersatzbank und ein richtmikro auf das spiel.

    zum schluss @birgit prinz: wenn du das hier zufällig liest: ich habe während der ganzen wm nicht eine sekunde vergessen, wer mir vor etlichen jahren den spass am fussball wieder gegeben hat. es war eine schöne zeit mit dir, besonders weil du ein mensch mit ecken und kanten bist. dafür, danke, egal ob mit oder ohne abschiedsspiel!

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  • Jonos sagt:

    Ein Rücktritt oder Rausschmiss von Frau Neid würde nur etwas bringen, wenn der/die Nachrücker/in nicht aus den eigenen Reihen kommen würde. Meinert und Wiegmann verfolgen die gleiche Philosophie. Mir fehlt eine Kraft mit einer positiven, netten und freundlichen Ausstrahlung. Ich kann dieses Neids, Meinerts, Wiegmanns und vielleicht bald Prinzens mit ihren gequälten, verkniffenen Gesichtern nicht mehr sehen!

    Jonos

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  • laasee sagt:

    It is now clear that the relationship between Frau Neid and Birgit Prinz was not good.
    If the coach does not consult the captain then how can any of the other players voice opinions?
    It was clear during the game that the tactics were wrong. However, the coach did nothing.
    The error of the first substitution created the second substitution and then only one more change could happen.
    So, it was then even more important that the tactics should have altered – but sadly it did not happen.

    Inka Grings said, ‚we could have played 500 minutes and not scored a goal‘.
    Birgit Prinz said, ‚I told the coach that I was ready to play‘.

    Neither has directly criticised Neid but their comments can be viewed as a subtle indication that the architect of the mess was the coach.

    Just as with Hope Powell in England, Silvia Neid has reached the end of the road.
    I hope that a new coach will adopt a different philosophy and create a new environment where the players are not frightened to change matters on the field when needed.

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  • Salamander sagt:

    Ich habe bis jetzt einige Spiele dieser WM gesehen und m.E. haben die meisten Mannschaften mehr Spielkultur als die Deutschen. Bei der DNM wird der Ball einfach von hinten nach vorne gekickt und die vorne sollen dann was daraus machen. Selten gibt es ein gepflegtes Aufbauspiel. Wie wäre es, wenn man da mal was ändern würde?! Die Spielerinnen sind sicher technisch genug gut um das so zu spielen.

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  • karl sagt:

    Neid und Powell koenhnten ja einen job swap machen , da haette jeder nen job, ne neue Aufgabe und es waer sicher auch niemend zufrieden damit , aber vielleicht wuerde es ja funktionieren….

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  • wfm sagt:

    Ich weiß, dass eine besonnenere Betrachtung gegenüber den vereinsbebrillten Besserwissern, Neidhassern, Schnellschussexperten und Sündenbocksuchern hier zurzeit wenig Gehör findet.
    Kann es wirklich sein, dass eine Mannschaft, vorher MIT der Trainerin leichtfüßig, elegant und erfolgreichen Angriffsfußball gespielt hat, jetzt WEGEN der derselben Trainerin plötzlich schwerfällig und „erfolglos“ geworden ist, weil sie ein Spiel – zugegeben eine sehr wichtiges – gegen Japan verloren hat? Wurde denn die deutsche Mannschaft von Japan an die Wand gespielt? Bei der WM der Männer hat es Spanien als derzeit beste Mannschaft der Welt nicht geschafft gegen den „Fußballzwerg“ Schweiz trotz drückender Überlegenheit zu gewinnen. Die USA haben gegen Brasilien auch nicht gewonnen, weil sie überragenden Fußball geboten hätten.
    Ein kleiner Hinweis noch zur psychologischen Dimension. Andrea Petkovich spielte in Paris hervorragendes Tennis bis die Medien über sie hergefallen sind. Danach ging es schon im nächsten Spiel bergab und sie hat dann selbst gesagt, dass sie da erst einmal einen Weg für sich finden musste. Ebenso traf Lisicki in Wimbledon nach ihrem Sieg über FrenchOpen-Gewinneren Li Na die volle Wucht des medialen Interesses. Das Halbfinale hat sie dann verloren obwohl sie keinesfalls die schlechtere Spielerin war.
    Einen Umgang mit diesem Druck und mit der Medialen Wucht, die auf die Spielerinnen eingestürmt ist, kann man nicht trainieren, man muss sie erfahren und dann einen Weg finden, trotzdem die beste Leistung abzurufen. Wer die Interviews mit Grings gesehen hat, konnte erkennen, dass nicht nur die jungen Spielerinnen, sondern auch eine so erfahrene und ausgebuffte Spielerin wie sie ziemlich naiv auf den Hype reagiert hat. Dass die Spielerinnen durchaus unter Druck standen war nicht zuletzt daran zu erkennen, dass Simone Laudehr bei dem ZDF-Befragungsspiel, bei dem es auf spontane Antworten ankam, auf die Frage eine Katastrophe wäre es …? Als Antwort gab: „Wenn wir schon im Viertelfinale ausscheiden.“

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  • berggruen1 sagt:

    @Jonos: Vorschläge? Wer sollte es machen? (Ausser Martina Voss-Tecklenburg)

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  • MatzeM sagt:

    Guter Beitrag Markus! Frage ist, wie geht es jetzt weiter? Dass SN zurücktritt, ist nach ihren bisherigen Äußerungen wohl illusorisch. Feuern wird sie der DFB auch nicht, die fällige Abfindung nach der Vertragsverlängerung wäre auch ganz schön heftig.
    Wenn Inka, Kerstin, Martina und Natze einen Funken Verstand haben, folgen sie Birgit und Ari und treten zurück, sonst droht IHNEN bei der EM2013 die Demontage. Ja, auch NA hat meiner Meinung nach ihren Zenit überschritten. Beim Gegentor gegen Japan sah sie zwar unglücklich aus, aber das kann man ihr nicht vorwerfen. Aber gegen Frankreich einen langen Freistoß unbedrängt zur Ecke abzuklatschen und bei den Ecken auf der Linie kleben zu bleiben, obwohl die Bälle ziemlich genau auf der 5m-Linie und damit im Hoheitgebiet der Torhüterin runterfielen, da dachte ich mir schon: Das ist nicht mehr die alte Natze, die da humorlos dazwischengefahren wäre. Vermutlich ist auch an ihr das Spektakel und der Druck nicht spurlos vorüber gegangen.

    Zeit für einen Neuanfang, aber mit wem? Marozsán, Huth, Kemme, die Kerschowsis, Sarholz, weitere Vorschläge?

    Matze

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  • Jan sagt:

    Mal das HF abwarten; dann wissen wir, ob’s ja vllt. am Gegner lag, das VF zu verlieren, und die massive Kritik hier tatsächlich angemessen ist.

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  • spocky sagt:

    @ wfm

    Vielen Dank für den Versuch einer „sachlichen“ Betrachtung … 🙂
    Ich wehre mich auch dagegen, jetzt mit voller Wucht auf Silvia Neid einzuschlagen – aber ich würde sie gerne persönlich dazu befragen, warum sie erst so spät die Offensive verändert hat …? Nach der Verletzung von Kim hätte ich es noch mal mit Ariane auf der 6er Position versucht (gegen Frankreich hat sie ihre Sache doch so sehr gut gemacht …)
    Wenn jeder das Gefühl hatte, dass wir große Probleme im Abschluss gezeigt haben, dann hätte SN doch wirklich Birgit oder Lira einsetzen können … Oder worüber niemand spricht = es gab auch noch eine hochmotivierte Martina Müller, die vielleicht mit ihrer Schnelligkeit bestimmt noch einige Chance hätte erspielen können … Speziell sie tut mir auch unendlich leid, dass sie bei dieser WM keine einzige Minute gespielt hat und ich bin mir nicht sicher, ob Martina nicht auch in der Natio aufhört …
    Was mich auch sehr verwundert, dass die meisten Spielerinnen doch wirklich extrem platt waren … Und das Argument, dass die Mädels evtl. nicht mit dem großen Druck durch Medien, volle Zuschauerränge ein Problem hatten = das lasse ich nicht gelten … Nach großer Enttäuschung freue ich mich – trotzdem – auf spannende Halbfinal-Spiele und beim Endpsiel bin ich live in Frankfurt, um beide Teams anfeuern …

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  • Nikki sagt:

    Zeichen nicht erkannt?

    ..das Sommermärchen, die Wiederholung von 2006 und der Traum vom dritten Stern hätten wahr
    werden können.
    Wenn, ja wenn man die (Warn)zeichen im Vorfeld und auch während den Spielen unserer Frauen
    bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land richtig und punktgenau eingeschätzt hätte.

    Das ist die schmerzhafte, bittere Erkenntnis die aus der völlig überflüssigen Niederlage
    im Viertelfinale gegen Japan gewonnen werden muss. Denn es ist zu beobachten dass KEIN einziges
    Team eine Übermacht darstellt. Natürlich sind die Teams vom Leistungsniveau her enger
    zusammengerückt und das ist die zweite Erkenntnis aus dieser WM.

    Eine in Ihren öffentlichen Auftritten leicht überheblich, arrogant wirkende Bundestrainerin die vollmundig
    im Vorfeld der WM tönte „Wir wollen Weltmeister werden“ hätte schon während der Vorbereitung ihrer Damen
    auf das kommende Grossereignis diese auf den immensen Erwartungsdruck einstellen und vorbereiten müssen.
    Die Begeisterung der Fans im ganzen Land sowie der Jounalisten von der Weltmeisterschaft aus 2006 durfte
    noch bestens im Gedächtnis aller sein. Logische Folge: Es WAR zu erwarten dass sich der ganze Hype wiederholen
    wird.

    Genau hier nahm aber das Unglück seinen Lauf und zwar vom ersten Spiel der deutschen Frauen gegen Kanada
    an. Wer genau hinsah bemerkte sofort dass die Mannschaft gehemmt wirkte, völlig überrascht ob der
    vielen tausend Menschen die sich plötzlich für sie interessierten, ihnen zu- bzw. auf die Füße
    schauten. Schon da war klar erkennbar dass manche mit dem Druck nicht zurecht kommt. Beispiel gefällig?
    Birgit Prinz… eine verdiente Spielerin die sehr viel für den Frauenfussball in Deutschland geleistet
    hat. Eine symphatische Birgit Prinz eigentlich mit ihrer Erfahrung bis dahin DIE Stütze des Teams war
    und auch während der WM weiterhin sein sollte. Sie war völlig mit der Situation wegen unzureichender,
    mentaler „Vorbereitung“ durch Frau Neid überfordert. Die Folge: Nichts gelang ihr, letztendlich wurde sie
    dann auch noch von der Presse zum „Buhmann“ gemacht. Hier fehlte die Kompetenz der Bundestrainerin, die
    eigentlich ihre Spielerin zu schützen hatte und nicht „der Meute zum Fraß“ vorwerfen. Übrigens schien nicht
    nur Birgit Prinz „neben der Spur“ zu laufen sondern darüberhinaus auch noch weitere Spielerinnen die man
    eigentlich als Führungsspielerinnen einstufen muss.

    Die Verkettung der Fehleinschätungen zog sich wie ein roter Faden durch den weiteren Turnierverlauf der deutschen
    Damen bis hin zu dem verlorenen Japan-Spiel. Damit sind nicht nur die Titelträume geplatzt, nein auch die Olympia
    Teilnahme 2012 in London wurde verspielt. Auf ein „Fussballwunder“ durch Australien zu hoffen das Schweden im
    Viertelfinale schlägt war sehr naiv.

    Das Ergebnis ist bekannt; Schweden, Frankreich und England als Gastgeber sind bei den olympischen Spielen 2012 als
    einzige europäische Teams qualifiziert; Deutschland hingegen hat nur die Rolle des Zuschauers. Somit wiegt die
    Niederlage vom 09. Juli 2011 gegen Japan doppelt schwer und ist schmerzhaft.

    Frau Neid sagte in der Pressekonferenz nach dem verloren gegangenen Spiel dass die Mannschaft „ein neues Gesicht“
    bekommen wird, dass neue Spielerinnen eingebaut werden da einige der älteren Spielerinnen ihre Karriere in der
    Nationalelf nach der WM beenden.
    Der Neubeginn muss nun mit allen Mitteln, konsequent und vor allem richtig betrieben werden, damit nicht bei der
    kommenden Europameisterschaft schon frühzeitig das nächste Desaster droht.

    Daher diese Forderung: Frau Neid, wenn Sie Rückgrat haben, ziehen sie die Konsequenz aus dieser verkorksten WM!
    Machen Sie den Platz frei für eine jüngere Nachfolgerin, zum Beispiel eine Silke Rottenberg oder auch Mia Künzer,
    die als WM-Expertinnen mit ihren Einschätzungen und Kommentaren nicht nur immer punktgenau richtig lagen, sondern
    auch mal kritisch und offen Dinge ansprachen die im deutschen Team nicht „rund“ liefen und keineswegs so wie Sie,
    Frau Neid nur „schön“ redeten.

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  • uwe sagt:

    @berggruen1

    MVT wirds auf keinen Fall. Dafür hat sie zu oft den DFB kritisiert, und sie hat Vertrag in Jena.

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  • berggruen1 sagt:

    @Uwe: Deswegen fragte ich ja nach Alternativen;-)

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  • uwe sagt:

    @MatzeM

    Marina Hegering (Kapitänin der U20 Weltmeistermannschaft) Leider war sie sehr lange verletzt (seit der U20 WM)und sie wird sicherlich einige Zeit brauchen um wieder zur alten Stärke zurückzukommen. Ob sie allerdings von der BT. in Leverkusen wahr genommen wird ist fraglich.

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  • uwe sagt:

    @berggruen1

    Maren Meinert und Silke Rottenberg. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das für Maren Meinert zu früh käme.

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  • wfm sagt:

    @spocky
    In der Tat gibt es viele Fragen. Das Problem ist nur, dass wir hier doch im Nebel stochern, weil wir nicht wissen, warum SN so entschieden hat. Der Versuch mehr spielerische Linie hineinzubringen hängt ja auch von den Mitspielerinnen ab. Nicht nur Kim fehlte, sondern ich habe z.B. von der Celia noch nie so viele technische Fehler gesehen. Auch Garefrekes, Behringer und Laudehr können doch unter normalen Umständen erheblich besser spielen. Natürlich wäre auch Ariane Hingst eine Option gewesen, aber wer Bilder aus dem Training gesehen hat, konnte erkennen, dass es mit ihrer Kondition nicht zum besten stand. Fragen über Fragen …
    Ich würde die Sache mit dem „Psychologie“ nicht so abtun. Nach dem Nigeriaspiel hat sich die Mannschaft auch alleine getroffen und versucht, die Zuschauer nicht als Druck, sondern als Motivation für sich zu sehen. Wie mir scheint konnten sie sich nicht wirklich davon befreien. Zudem waren die Spielerinnen medial durch vielfältigste Interviews, Pressekonferenzen und Medientage in Anspruch genommen wie noch nie bei einem Turnier, von den sogenannten „Affären“ „Prinz“ und „Bajramaj“ ganz zu schweigen. Sie wollten das und haben das genossen, aber da kann dann vielleicht schon mal der Focus verloren gehen.

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  • waiiy sagt:

    Also ich muss mal ehrlich sagen, dass ich sohwohl Silvia Neid vieles vorwerfe, als aber auch als völlig richtig ansehe, dass Birgit Prinz aus dem Team zu nehmen. Dazu stehe ich auch heute noch. Und mit ihrer fehlenden Schnelligkeit wäre sie auch gegen die Japanerinnen untergegangen und hätte der Mannschaft nicht helfen können. Nur weil Silvia Neid jetzt (zu Recht) am Pranger steht, kann man nicht so tun, als wenn Birgit Prinz das Allheilmittel gewesen wäre. Der Fehler, der absolut grandios gemacht wurde, dass wir alle Positionen doppelt besetzt hatten bei der WM nur die von Birgit Prinz nicht. Da wurde nach dem Aus von Marozsan nicht reagiert und Lira Bajramaj wurde auf den Außenbahnen erst versauern und dann mit den Medien allein gelassen und somit demontiert. Dann steht man natürlich ziemlich ideenlos da, wenn aus der Defensive keine Impulse nach vorn kommen.

    waiiy

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  • berggruen1 sagt:

    Erstaunlich: „Vater von Prinz fordert Neid zum Rücktritt auf“ – so steht es in der online-Ausgabe der Freien Presse (Verweis auf hr-Radio).

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  • Michael sagt:

    Als neuen BT für die A-Natio würde ich eher jemand vorschlagen, der ein erfahrener und international erfolgreicher Profi war und der jetzt auch die A-Lizenz für den Fußball-Lehrer besitzt wie z.B. Markus Babbel, Christian Ziege usw. Ich meine, es täte den jungen Spielerinnen vielleicht mal gut, einen männlichen BT zu haben, weil da einfach viel mehr spielerische Kompetenz damit einhergehen würde, denn die nachrückenden jungen Spielerinnen sind wesentlich athletischer und spielintelligenter ausgebildet als die Generation von Neid, Prinz, MVT usw.

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  • waiiy sagt:

    Ich finde, es sollte vor allem ein guter und erfahrener Fußballlehrer sein (ob Mann oder Frau ist egal). Wenn man es schafft, taktisch veriabel zu spielen, wird man auch erfolgreicher sein. Dieses starre Festhalten an einem einzigen Konzept, auch wenn der Gegner leider nicht so spielt, wie man will oder eigene Spieler durch Formschwäche das auf sie ausgerichtete Konzept sprengen, ist äußerst unbefriedigend. Außerdem sollte es jemand sein, der/die darauf setzt, neue Impulse ins Team zu bringen und auch schwierige Charaktere (Sarholz, Bajramaj usw.) integrieren und zu Höchstleistungen bringen kann. Diese Spieler machen den Unterschied (siehe Hope Solo).

    waiiy

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  • berggruen1 sagt:

    @waiiy: Also die berühmte Wollmilchsau… Es wird schwer sein, einen gestandenen/erfahrenen (männlichen) Trainer zu finden, der darauf brennt, die Frauennationalmannschaft zu trainieren.

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  • Tobias sagt:

    Heute ein Interview mit Hannelore Ratzeburg auf der DFB-Website:

    Auf die interessante Frage, ob es denn gelingen werde, die Begeisterung in die Vereine zu transportieren, wird mit keinem Wort die Bundesliga erwähnt, vielmehr wird meines Erachtens einfach an der Frage vorbei geantwortet. Dann sagt doch bitte gleich, dass wir zugunsten unserer erfolgreichen Nationalmannschaft auf den lästigen Vereinsfußball verzichten sollen!

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  • waiiy sagt:

    Was will man erwarten, wenn der DFB sich selbst interviewt?!

    waiiy

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  • laasee sagt:

    Birgit Prinz and Inka Grings should together call a PK and demand the immediate sacking of Frau Neid.

    Birgit has nothing to lose – she has already announced her retirement.
    Inka has everything to lose because she still has a good future with the National Team.

    But FF is more important than individuals.
    This WM has been a football disaster for the National Team.
    People need to wake up and stop living in fantasy land.
    People talk about the good young talent, blah, blah, blah.
    The reality is that other countries also have equally good young talent.
    USA have one of the oldest teams at WM but they are in the semi-final because they are a good team with good players and a good coach.

    The simple truth is that Germany has only ever had two true World Class players – Birgit and Inka.
    Germany has had very good players but a lot of the past success has been based more on power and strength – not on ability and technique.

    The coach and the DFB made mistake after mistake after mistake since EURO 2009.
    The ‚cult of the coach‘ was created and the image of Frau Neid as the FF Jose Mourinho or Alex Ferguson was developed.
    It was just an illusion!!

    It is not just the coach but the entire system at the DFB.
    At the last U17 WM the German team could not find the answers against the tactics of North Korea.
    On Saturday against another Asian team, Germany could not find the answers to the Japanese tactics.
    There is clearly a fundamental problem with the coaching at all levels.

    Something drastic needs to happen and now.
    The two most important German players need to stand up and speak out – even if it should mean that Inka is never allowed to play for Germany.
    It is not just Frau Neid that is the problem but the whole system.

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  • Daniela sagt:

    Angerer bleibt bis zur EM. Ihre Aussage, so wolle sie nicht abtreten, jetzt bleibe sie erst recht.
    Mangelnde Lufthoheit bewies sie schon in der Bundesliga. Da fragte ich mich oft, warum sie die Nummer 1 ist. (hierbei bewunderte ich die japanische Torhüterin, die zum Ende sicher alle Flanken rauspflückte)
    Vielleicht liegt es auch an der nicht vorhandenen Konkurrenz. Ich glaube, auch hier macht es Schröder richtig, sich im Tor nicht festzulegen. So bleibt der Ansporn.
    In China war Angerer motiviert, weil sie die Chance erhielt, zu zeigen, was sie kann. Wenn man so selbstverständlich die 1 ist und zudem übertrieben in den Himmel gelobt wird…tja, genauso spielt man dann auch.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Michael

    Bei aller Wertschätzung, aber ich würde Mehmed Scholl als BT favorisieren! Er bringt eigentlich alle Voraussetzungen für diesen Job mit, fachlich, menschlich und last but not least den Trainerschein.
    Ja, das ist mein vollster Ernst, auch weil ich meine, dass ein männlicher Trainer (s. Gero Bisanz) dem FF gut tun würde!

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  • Probiersmalmit... sagt:

    Und wieder ist eindrucksvoll belegt das der Medienhype und Werberummel im Vorfeld eines Sportereignisses für Sportler nicht zielführend ist, denn es ist nicht deren Metier.
    Anstatt Werbung mit den Männern der Natio zu drehen, sich in tumben Verarschungsmedien zu presentieren oder provokante Plakate zu betiteln, ist es für unsere Mädels in Zukunft angebrachter, sich über die geistige Ablenkung solcher Maßnahmen zuunterhalten. SN und Trainerstab dürften doch im DFB professionelle Berater finden die Techniken im Umgang mit Druck von aussen haben. Es ist nun mal Aufgabe der Verantwortlichen Druck von der Mannschaft fernzuhalten. Wenn SN in der PK sagt einige Spielerinnen konnten nicht mit dem Druck umgehen, dann würde ich mich fragen wie gut kenne ich meine Mannschaft, wie viel Einfühlungsvermögen besitzte ich im Umgang mit meinen Spielern.
    Es regelt sich nichts automatisch, wenn man denkt man hat genug Konkurenzdruck im eigenen Team und dann von aussen von allen
    sinnlosen Seiten noch mehr Spannung zulässt.
    Die WM soll Werbung für Frauenfussball im eigenen Land sein, um die
    finanziellen Strukturen zu verbessern. Nun wird es eher eine Werbung
    für die Mannschaften, der Länder, die ins Endspiel kommen.
    Mal ehrlich die Ausrichtung der WM ist Extraklasse, die Ausführung eher ein Fehlpassfestival und Schiedsrichterdebakel. Da bis jetzt keine Mannschaft brillieren konnte, wird mancher neugierig gemachte Zuschauer sagen:“`s ist halt Frauenfussball“
    So gesehen kanns nur besser werden, damit man von der erfolgreichen Mannschaft noch was lernen kann.

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  • Michael sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    „…ich würde Mehmed Scholl als BT favorisieren“.

    Ja, das wäre eine erstklassige Option. Als ich Markus Babbel und Christian Ziege nannte, meinte ich damit auch diese gesamte Spielergeneration, denn die drei sind erstens sehr gute Fußballer und auch gute Trainer und außerdem noch so jung, dass sie m.E. auch die jungen Frauen sowohl sportlich als auch normal menschlich ansprechen und auch erreichen könnten. Und das wären Typen, die nicht – wie SN – von den jungen Spielerinnen unter 25 Jahren verlangen würden, sie per Sie anzureden. Da wäre schon mal eine ganz andere Hierarchie im Team.

    (Ich habe da auch meine div. Erfahrungen als Wasserball-Trainer gemacht und ich wäre nie auf die Idee gekommen, von meinen Jungs per Sie angesprochen zu werden, da kommt man nämlich m.E. gar nicht an diese ran.)

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  • Maskal69 sagt:

    Ein sehr guter Bericht, in das Schwarze getroffen!!
    Wir sind von den Japanerinnen im taktischen Regelrecht vorgeführt worden. Dabei bot Sawa ein überragende Partie, das beste was ich von einer Spielerinnen bei dieser WM gesehen habe.
    In der Partie gegen Japan hätte ich bei der Auswechslung von Bresonik, eine 6er Position aufgelöst und dafür mit zwei Stürmerinnen agiert.
    Der DFB sollte mal sein 4-5-1 System überdenken und das nicht nur bei den Frauen, auch bei den Herren ( die ja auch in letzten Monaten nicht überzeugen).
    Das Frau Neid die Schuld am 1:0 der Japanerinnen allein unser Torhüterin gibt finde ich unmöglich, das sah unsere Innenverteidigung alles andere als gut aus.
    Zum Schluß muss ich aber unsere Frauen ein großes Kompliment machen. Den ich war schon sehr überrascht wie gut sie sich in den Medien und der Öffentlichkeit präsentiert haben.

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  • Michael sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    „…aber ich würde Mehmed Scholl als BT favorisieren!“

    Ja, das wäre mit Sicherheit eine sehr gute Option. Als ich Babbel und Ziege nannte, meinte ich damit eben jene Spielergeneration. Natürlich weiß ich nicht, ob sich jemand von diesen überhaupt für diesen Posten dann auch interessieren würde.

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  • Jarmusch sagt:

    MatzeM schrieb: „Zeit für einen Neuanfang, aber mit wem? Marozsán, Huth, Kemme, die Kerschowsis, Sarholz, weitere Vorschläge?“

    @MatzeM
    Monique Kerschowski kommt dafür wohl kaum in Frage. Ist sie doch zur neuen Saison in die 2.Mannschaft von Turbine versetzt worden. Da verbietet sich das Thema Nationalelf wohl von alleine.
    Abgesehen davon sollten die Kerschowskis als größtes Ziel mal über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei bleiben.

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  • MatzeM sagt:

    @SF
    Scholl als Bundestrainer? Zuerst musste ich lachen, aber wenn ich so drüber nachdenke, keine schlechte Idee…

    @Maskal69
    „sah unsere Innenverteidigung alles andere als gut aus“
    Fragt sich nur welche? Dass Sassi das Laufduell gegen eine eingewechselte Spielerin nicht gewinnen und so nicht final klären konnte – verziehen! Natze sah sehr unglücklich aus – auch verziehen, da wirklich clever geschossen.

    Die Doppel6 stand auf gleicher Höhe am Mittelkreis und hat die beiden japanischen MF-Spielerinnen allein gelassen. Der Raumdeckungsversuch wurde mit einem zwar gekonnten aber doch einfachen hohen Ball ausgehebelt. Lena ist wenigstens noch hingesprintet, Simon trabte nur nebenher, als hätte sie die Gefährlichkeit der Situation überhaupt nicht begriffen. Aber ich erwähnte hier ja schon, dass ich sie als _defensive_ Mittelfeldspielerin für eine Fehlbesetzung halte. Babett und Bianca kümmerten sich positionsgerecht um die japanischen Außen und Annike machte eigentlich nichts. Sie nahm die Mittelstürmerin nicht in die Zange, sie rückte nicht vor um den Steilpass abzufangen bzw. die Passgeberin zu attackieren. Sie sah in der Tat ganz schlecht aus.

    Matze

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  • MatzeM sagt:

    Ist zwar in diesem Thread off topic…

    @Jarmusch

    „Monique Kerschowski…doch zur neuen Saison in die 2.Mannschaft von Turbine versetzt worden“

    Wurde das auf der Fanparty bekanntgegeben? Da war ich nicht. Als Magdeburger ohne gleichgesinnte Bekanntschaft ist es immer schwierig für mich, ins Karli zu fahren. Aber ich habe mir fest vorgenommen, in der neuen Saison mehr als wie bisher nur ein bis zwei Spiele pro Spielzeit zu besuchen 🙂

    Aber mit dem Verletzungspech hast Du natürlich recht!

    Matze

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  • Schlafwagenfussball sagt:

    Gute Analyse. Wenn ich über das ganze Desaster auch nach zwei Tagen nachdenke, wird mir immer noch schlecht.
    Wie kann es sein, dass Dr. Zwanziger Silvia Neid vor der WM mit einem überhaupt nicht mehr zu überbietenden und ungesund übertriebenen Loyalitätsvorschuss ausstattet? Um das nach erfolgreicher WM noch zu überbieten, hätte er ihr nur noch einen von jeglichen Zielvorgaben losgelösten Vertrag auf Lebenszeit anbieten können. Dies Vorgehen zeigt in beängstigender Weise eine Realitätsferne, die bei der FIFA und anscheinend auch inzwischen beim DFB systembedingt sind. Wenn Theo Zwanziger jetzt mit solchen Maßstäben einer Trainerin, die objektiv aus Sicht der überwältigenden Mehrheit aller Fachleute einfach nur Mist gebaut hat, solch einen Loyalitätsvorschuss, einen für den Frauenfußball bombastisch bezahlten Vertrag und nach dem sportlichen Scheitern anschließend einen Persilschein mit Belobigung ausstellt, ist er nicht mehr glaubwürdig. Zumindest in seiner Zuständigkeit für den Frauenfußball. Soll er das doch lieber zu 100% an Steffi Jones delegieren. Wenn objektiv die Leistung über Jahre nicht erbracht wird, kann man doch so nicht im Vorbeigehen berechtigte Kritik wegwischen. Klar: die Mannschaft wurde Welt& Europameister usw. aber entwickelt hat sie sich nicht- im Gegenteil! Welt& Europameister sind wir auf Grund der hervorragenden Arbeit in der Frauen- Bundesliga- die immer noch fast eine kleine WM für sich ist- geworden. Das Silvia Neid unter diesen Voraussetzungen passabel gearbeitet hat, stimmt wahrscheinlich für die Jahre 2005 bis 2008. Aber seitdem hat sich eine neue Spielkultur im Frauenfußball durchzusetzen begonnen, die Silvia Neid offenbar nicht umsetzten konnte, eine Entwicklung, die sie nicht fördern konnte. Beweis ist das Ergebnis dieser WM: Was haben die eigentlich in der Nationalmannschaft in den Lehrgängen vorher gemacht außer Kondition bolzen und PR-Termine wahrnehmen? Nichts, was nicht schon vor drei Jahren so war, konnte die Mannschaft messbar Neues auf den Platz bringen. Der Qualitätsverlust durch die Rücktritte von Stegemann, Lingor und Smisek wurde weder gleichwertig ausgeglichen noch sichtbar ein nachhaltiger Neuaufbau gerade hinsichtlich des Spielaufbaus begonnen. Es wurden durch die Art und Weise des Auftritts bei dieser WM ungeheure Sympathien und die Chance eines gewaltigen Schubs für den Frauenfußball verzockt. Versuchen sie mal in den USA den Leuten im Frauenfußball zu erklären, wieso Birgit Prinz nicht mehr gespielt hat. Die denken, wir sind entweder größenwahnsinnig oder nur noch bekloppt. Zum Glück sind wir gleich beim allerersten Entscheidungsspiel rausgeflogen, sonst hätte man sich bei einem verlorenen Halbfinale alles gnadenlos schöngeredet, mit dem Hinweis, dass man ja immerhin ein Halbfinale erreicht hat und jetzt noch um Platz drei spielen könne. Von daher können wir dankbar sein, dass es so gekommen ist. Allerdings nicht wirklich dankbar, da auf dem Platz/ der Bank auch menschlich tolle Fußballerinnen standen/ saßen, die wirklich ein Sommermärchen verdient gehabt hätten. Wenn Frau Neid die beste Trainerin ist, die wir haben können, ist das eine beängstigende Bewertung aller anderen Trainerinnen des DFB. Und warum wird nicht die oder auch der Beste für diesen Job genommen? Ich bin mir , dass wir viele bessere Trainer als Frau Neid haben. Und bei den Trainerinnen gibt es garantiert auch jüngere mit mehr Potential und Charakter als Silvia Neid. Ohne Unfair sein zu wollen, hätte man Silvia Neid nach der EM 2009 in den Ruhestand schicken sollen. Irgendwie kriegen die den Absprung zu richtigen Zeit beim DFB nie hin. Schade, dass man dann darauf hoffen muss, dass der öffentliche Druck so groß wird, dass eine Entlassung von Neid als kleineres Übel bewertet wird, als der die Werbeeinnahmen mindernde Imageverlust durch das Festhalten an ihrer Person. Geld ist dann leider immer wieder das einzige Argument, dass Entscheidungen auslöst.

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  • susifan sagt:

    Ich geh auch voll mit MArkus konform und sehe auch, dass über alle Vereinsgrenzen der hier oft schreibenden Fans, eigentlich alle die sich mit dem FF auskennen, einer Meinung sind. Schade nur, dass wir alle gegen die Macht der Medien und des DFB rein gar nichts ausrichten werden… Was jetzt passiert ist das genaue Gegenteil von dem was viele hier gehofft haben, nämlich einen Schritt anch vorn für den Frauenfussball, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Schaut mal in die ganzen Foren der Zeitungen (auch wenn viele der Printmedien in den Aussagen ähnlich kritisch sind wie wir) da äussern sich die ganzen Sch…-Chauvis, so nach dem Motto geht doch lieber Federball spielen oder gleich kochen… Am Ende wird also der erhoffte Urknall zum Megagau. Wenn irgendjemand das vermeiden kann (will) ist es der DFB, aber den interessiert`s wahrscheinlich wie immer gar nicht, Hauptsache die Kasse hat gestimmt….

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  • Michael sagt:

    Vielleicht ändert sich ja was, wenn Steffi Jones ab Sep. 2011 neue Direktorin für FF im DFB wird.

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  • Michael sagt:

    Ich habe dem DFB eine Mail geschickt:

    „Guten Tag,
    wenn Sylvia Neid das Leistungsprinzip favorisiert, dann wäre es nur allzu logisch, dass sie sich selbst als erste aus dem Team nimmt. Denn das, was sie bei dieser WM als Bundestrainerin abgeliefert hat, war nicht mal ansatzweise eine Leistung!
    Mit freundlichen Gruessen“

    —————————————————–

    Und hier die Antwortmail vom DFB:

    „Sehr geehrter Fußballfan,
    vielen Dank für Ihre Zuschrift.

    Natürlich stellt sich Silvia Neid nach dem Ausscheiden ihrer Mannschaft der entsprechenden Kritik. Unmittelbar im Anschluss an das verlorene Viertelfinale hat sie schon unterstrichen, dass nach dem aus unserer Sicht unbefriedigenden Verlauf der WM alles auf den Prüfstand gestellt wird. Seien Sie versichert, dass Silvia Neid und ihr Trainerteam sich kritisch mit dem Abschneiden ihrer Mannschaft auseinandersetzen. Die Geschehnisse werden detailliert aufgearbeitet, analysiert und anschließend intern diskutiert.

    DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat direkt nach dem Ausscheiden unterstrichen, wie er zu Silvia Neid steht und gesagt: „Sie ist die beste Trainerin, die wir haben können“. Dieses Urteil gründet auf den herausragenden Fähigkeiten, die Silvia Neid während ihrer bisherigen Laufbahn als Trainerin schon oftmals unter Beweis gestellt hat, unter anderem beim Gewinn des WM-Titels 2007. Dass hohe Ansehen des Frauenfußballs in Deutschland und der Welt, die nachhaltige Entwicklung dieses Sports, ist auch der Leistung von Silvia Neid zu verdanken.

    Wir bedauern natürlich, dass unsere Mannschaft im WM-Viertelfinale ausgeschieden ist, respektieren aber die Leistung unserer Gegner. Selbstverständlich werden Silvia Neid und ihr Trainerteam die weiteren WM-Spiele verfolgen, um die Erkenntnis in die Gesamtanalyse einfließen zu lassen. Beim Halbfinale Japan gegen Schweden in Frankfurt am Mittwoch sowie beim Endspiel am Sonntag an gleicher Stelle ist die Trainerin zur Beobachtung im Stadion.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr DFB-Team“

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  • laasee sagt:

    „Vielleicht ändert sich ja was, wenn Steffi Jones ab Sep. 2011 neue Direktorin für FF im DFB wird.“

    ‚Direktorin‘ with real power? or is it a cosmetic title?
    Zwanzigger says today that he is happy that Frau Neid is still coach in 2020.
    What happens in September if Steffi Jones wants to replace Neid with a new coach?

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  • MatzeM sagt:

    Nachtigall ick hör dir trapsen!

    Dr. Theo 20er hält sich noch vornehm zurück, für die unangenehmen Aussagen schickt er offenbar seinen Vize Rolf Hocke vor:

    http://j.mp/nTkp7J

    Matze

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  • XQ sagt:

    @Michael.
    Danke für die Mail des DFB, sie sagt alles. Theo braucht sich keinen Kopf mehr zu machen, der Funktionär funktioniert. Und er weiß, wie er dafür sorgt, dass seine Bundestrainerin funktioniert. Bei Nichtfunktionieren gibt es Verbannung in die bundesdeutschen Ostgebiete an der Oder (Schwedt) oder eine 6-wöchige Lehrunterweisung bei Bernd Schröder.

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  • maxsee sagt:

    Gehört St.Jones zur Frankfurter Kerntruppe? Wo soll sich da etwas prinzipiell ändern? Bitte nicht träumen!

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  • laasee sagt:

    The DFB as an organisation is now in a very bad situation.
    Zwanzigger gives Neid a new contract five days before WM.
    Only one good performance out of four. The Birgit Prinz drama.
    Tactical stupidity from the coach in the Japan game.
    Elimination at quarter-final stage. No Olympic qualification.
    Zwanzigger backed Neid and she totally failed to deliver.

    The full realisation of the crisis will be more clear on Wednesday when the semi-finals take place without Germany playing.
    I think that is when the big arguments will really start to happen.
    Zwanzigger committed the DFB to an extended contract for the coach.
    I think the stakes are now very high for him as well.
    If the DFB decide to sack Neid, then what does that say about Zwanzigger’s judgement.
    If Neid goes, will Zwanzigger survive?

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  • Detlef sagt:

    Ich habe heute ein interessantes Radio-Interview auf SWR 3, mit Hans-Jürgen Tritschocks gehört!!!
    Er forderte eine akribische Analyse des vorzeitigen Ausscheidens vom DFB!!!
    Er beschrieb den enormen Aufwand, und die großen Opfer, die vor allem von der BuLi gefordert wurden, und fragte zurecht, wie man dies mit der „mageren Ausbeute“ rechtfertigen wolle!!!

    Natürlich ist nicht nur Silvia Neid an diesem Debakel allein schuld!!!
    Sie hatte ja auch einen riesigen Kader von Helfern um sich geschart, der dann ebenso unfähig gewesen sein muß wie sie!!!

    Was mich erschütterte, waren die konditionellen Probleme einer Simone Laudehr, die schon nach 60 Minuten völlig platt war, und nichts mehr von ihrer Spritzigkeit übrig hatte!!!
    Auch ein Laufwunder wie KG, nahm sich viele Auszeiten im Spiel, obwohl vor allem ihre Größe vor dem japanischen Tor gefragt war!!!
    Auch Celia lief wohl ziemlich auf dem Zahnfleisch, denn sie lief den flinken Japanerinnen meißt nur hinterher!!!

    Eine Inka Grings dagegen lief auch bis zu ihrer Auswechslung noch wie ein Duracell-Hase, und hätte das sicher noch bis zur 121. Minute durchgehalten!!!

    Aber wer wurde ausgewechselt???
    Und wenn man solchen Kraftverschleiß im deutschen Team wahrnimmt, wieso setzt man dann nicht auf Spielerinnen, die noch keine einzige Sekunde im Einsatz waren???
    Da saßen noch eine Verena Faißt, und (noch viel besser) eine Martina Müller, die in ihrer Heimatstadt auf einen Einsatz warteten!!!

    Zum Gegentor nur soviel,
    meiner Meinung nach lagen je 40% der „Schuld“ an Sassi und NATZE, und die restlichen 20% an Laudehr und Goessling!!!

    Aber es hätte ja gar nicht so weit kommen dürfen, wenn unser Team ihre Chancen besser genutzt hätte!!!
    Allerdings können wir auch froh sein, daß YUKI den katastrophalen Fehler von Sassi nicht schon in Hälfte Eins bestrafte!!!
    Aus ähnlicher Position, gegen die selbe Torhüterin, hat sie ja im Pokalfinale ein Tor erzielt!!!

    Japan war sicher nicht die Übermannschaft, und hätte bei konzentrierter Bespielung auch kaum eine Chance gehabt!!!
    Aber sie machten geschickt die Räume eng, und attackierten unsere Offensive mit Nadelstichen, die sie völlig aus dem Konzept brachte!!!

    Die deutsche Mannschaft war auf diesen Gegner nicht richtig vorbereitet worden, und das lag alleinig bei dem Trainergespann Neid/Ballweg!!!
    Weiterhin reagierten sie auf die Harmlosigkeit unseres Sturmes viel zu spät, und mit der falschen Entscheidung!!!
    Die völlig überzogene Kritik an einer noch lernenden-, unerfahrenen Alex Popp, zeigt mM nach den wahren Charakter von Frau Bundestrainerin!!!

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  • ErnestoIV sagt:

    Steffi Jones wird in Erinnerung bleiben als die Person, die mit Sympathie und Ausstrahlung das freundliche Gesicht des WM-Gastgebers Deutschland war.

    Bald wird sie in Diensten des DFB stehen und im Dickicht dieses Verbandes nicht mehr viel Produktives für den FF leisten können(dürfen). Ob sie will oder nicht, sie steht dort unter der Fuchtel des DFB und wird dessen Philosophie vertreten müssen. Sie wird den FF dort wohl eher verwalten als tatsächlich fördern können.
    Der Titel „Direktorin“ ist nur ein schöner Name für diesen Posten.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Das Primitivste an der ganzen Niederlage ist doch, dass man augenscheinlich der Japan-Niederlage gegen England nichts Nutzbringendes abgewinnen und deren Spielweise und Taktik adaptieren konnte – die habe es doch deutlich vorgemacht, wie es geht! Da braucht man nicht mal eine Hope Powell fragen, sondern nur das Video zum Spiel analysieren. Aber vermutlich ist man selbst dazu nicht in der Lage…

    Sarkastisch könnte man auch in den Raum stellen, ob die Spielerinnen aus der Trance der letzten Psychositzung nicht mittels dem bekannten Fingerschnipsen herausgeholt wurden, so wie sie gespielt hatten. Oder war das Tai chi , Chu feng oder sowas ähnliches?

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  • Daniela sagt:

    @jarmusch

    „MatzeM schrieb: “Zeit für einen Neuanfang, aber mit wem? Marozsán, Huth, Kemme, die Kerschowsis, Sarholz, weitere Vorschläge?”

    @MatzeM
    Monique Kerschowski kommt dafür wohl kaum in Frage. Ist sie doch zur neuen Saison in die 2.Mannschaft von Turbine versetzt worden. Da verbietet sich das Thema Nationalelf wohl von alleine.
    Abgesehen davon sollten die Kerschowskis als größtes Ziel mal über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei bleiben.“

    Hm, also da Frau Neid bleibt, hat sie doch gute Chancen. Zweite Liga und lange verletzt sind doch gute Voraussetzungen für die Natio…ihr Problem ist nur der Verein…;)

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  • laasee sagt:

    „Bald wird sie in Diensten des DFB stehen und im Dickicht dieses Verbandes nicht mehr viel Produktives für den FF leisten können(dürfen). Ob sie will oder nicht, sie steht dort unter der Fuchtel des DFB und wird dessen Philosophie vertreten müssen. Sie wird den FF dort wohl eher verwalten als tatsächlich fördern können.“

    Then it is better to separate from the DFB.
    FF needs : (1) a new coach, and (2) a good lawyer.

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  • Schlafwagenfussball sagt:

    Zu den Gründen des Ausscheidens wurde eigentlich schon fast alles gesagt. Zwei Faktoren, die auch zur Niederlage gegen Japan führten, halte ich noch für wesentlich: Die fehlende variable Spieldynamik, insbesondere die Fähigkeit, das Tempo zu ändern sowie ein fehlendes Briefing mit entsprechenden taktischen Reaktionsmustern. Gleich zu letzterem, da sich das erst mal etwas nichtssagend anhört: Bei einer KO Situation wie in einem Viertelfinale wird man sich in jeder Sportart vorher mit möglichen Spielszenarien beschäftigen und wie man dann reagieren kann. Also zum Beispiel: Der Gegner- noch so schlecht- könnte ein Tor schießen, wie reagieren wir dann im Spiel auf einen Rückstand? Antwort: Wenn noch genügen Zeit bleibt, Ruhe bewahren, kontrolliert die Offensive verstärken, vielleicht taktisch umstellen, Auswechseln usw. Und jetzt, in unserem konkreten Fall, gehen wir vor dem Spiel in einer Teamsitzung einmal die ungeheuer ungewöhnliche Variante eines Viertelfinales durch, dass nach 90 Minuten Anrennens gegen einen defensiven Gegner noch 0:0 steht. Es kommt die Verlängerung. Wer hier das erste Tor macht, hat wahrscheinlich das Spiel gewonnen. Also was machen wir, wenn es nach 90 Minuten 0:0 steht? Eine plausible Antwort: Priorität eins: Kein Gegentor. Aus gut kontrollierter Defensive agieren; vielleicht vermehrt auf blitzschnelles Umschalten setzen (wenn mans kann), Ruhe bewahren, Geduldig auf Fehler warten, dann Kontern, ansonsten lieber Sicherheit&Elfmeterschießen. Was haben wir im Spiel gegen Japan gemacht? Total verkrampft weiter gerannt wie bekloppt. Und dann war Bartusiak im entscheidenden Moment nicht schnell genug und Angerer konnte auch nicht die Leistung einer Weltklasse Torhüterin abrufen und im entscheidenden Moment mal einen na ja nicht wirklich Unhaltbaren halten. Natürlich kann ich nicht beweisen, dass solche Szenarien nicht vorher besprochen wurden. Das es aber wahrscheinlich nicht passierte, zeigen die Reaktionen der Spielerinnen nach dem Spiel, die das überhaupt nicht realisieren konnten, dass sie jetzt ausgeschieden sind. Anscheinend hatte ihnen niemand klar gemacht, dass man in der Verlängerung eines KO Spiels auch eine gehörige Portion vorsichtiger sein muss, da man sonst ganz schnell nicht nur ein Spiel verliert, sondern aus dem Turnier ist. Und wenn es spielerisch überhaupt nicht läuft, muss ich einfach zunächst nur zusehen, kein Tor zu kriegen. Das hat Japan zumindest begriffen.
    Nun zum erstgenannten Faktor
    Deutschland versuchte von Beginn an -ja sagen wir mal- eine Art „Großraumpressing“ zu spielen, es wurde immer planloser versucht, Dauerdruck auszuüben und das möglichst ununterbrochen in der Hälfte der Japanerinnen. Jede Aktion war von ungeheurer Hektik geprägt. Dementsprechend hoch war die Fehlerquote, und da die Japanerinnen alles konsequent zugestellt haben, kam nie Sicherheit ins Spiel. Hätte da eine Spielmacherin immer wieder mal das Tempo rausgenommen, ab und zu mal „nur“ Defensivpressing initiert oder auch einfach mal eine Phase komplett defensiv wäre das vielen deutschen Spielerinnen enorm entgegen gekommen. Beispielsweise der bewundernswerten Simone Laudehr, bei der man den positiven Eindruck hat, das die unter Dauerstrom steht und ununterbrochen Gas gibt. In so einem Spiel führt das aber automatisch dazu, dass man sich in jeder Beziehung total festläuft, verkrampft und auspowert. Variiert man dann den Spieltypus mit viel Geduld und guten Nerven passiert das nicht so schnell und man kann durch plötzliche dynamische Explosionen noch am ehesten einen so defensiv stehenden Gegner aushebeln. Diese Unausrechenbarkeit hatte unser Spiel nie. Das war aber beispielsweise eine unserer Topstärken bei der Männer-WM 2010.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Alles soweit stimmig, Daniela! 😉
    Wer den Schaden verursacht hat, braucht sich um den Spott keine Sorgen machen!

    […]

    @Schlafwagenfussball
    Deinen obigen Beitrag solltest Du an ein Bewerbungsschreiben beim DFB – Sektion FF anheften!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • sitac sagt:

    Also ich muss jetzt doch mal, gerade angesichts „unseres“ Ausscheidens, feststellen, dass es immer wieder eine Freude ist, hier in die redaktionellen Beiträge und ins Forum reinzuschauen. Wie hier geackert wird und Links recherchiert werden und Interessantes referiert wird (siehe z.B. Detlef SWR3) , ist schon beachtlich. Hier in diesem Thread speziell Top-Beiträge meiner Meinung nach.
    Für mich ist das Infotainment vom Feinsten! Danke!
    Entschuldigung, ich will hier keine Peinlichkeiten verbreiten, aber es war mir ein Bedürfnis.

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  • Michael sagt:

    Das Einzige, was ich an sog. „Spielsystem“ gesehen habe, war die Tatsache, dass SN aus dem engl. System von „kick and rush“ ein dt. „kick und schlurf“ gemacht hat.

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  • Detlef sagt:

    @ErnestoIV,
    ich hoffe sehr, Du behälst Unrecht!!!
    Die Zeiten haben sich auch beim DFB geändert, und es gibt mittlerweile einige Frauen, die sich dort einbringen!!!
    Die Zeit einer Einzelkämpferin Hannelore Ratzeburg ist ein für allemal vorbei!!!

    Natürlich bleibt es ein Kampf um Macht, und um die Umverteilung von Mitteln aus dem Männerbereich hin zu den Frauen!!!
    Auch deswegen ist das zeitige Ausscheiden eine mittlere Katastrophe, weil nun ein weiteres Argument fehlt, warum der FF weiter gefördert werden muß!!!

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  • Michael sagt:

    Wäre es vielleicht mal eine bessere Alternative, wenn die Natio-Spielerinnen sich in einer internen Abstimmung selbst eine Wunschtrainerin/Wunschtrainer aussuchen könnten? Da hätte man dann doch schon mal einen Vorteil für das Team. Denn dass sie sehr guten und erfolgreichen Fußball spielen können, stellt niemand in Frage.

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  • Rainer sagt:

    Könnte nicht, falls silvia Neid auch der Ansicht wäre, dass sie durchaus ein Anteilchen an der schlechten Performance haben könnte und dass ein Neuanfang zwar nicht für sie, aber für den Sport dienlich wäre, Steffi Jones das Team trainieren? Sie hat mit Sicherheit Empathie, Fusball kann sie auch und soweit ich weiss auch den nötigen Schein.

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  • Striker sagt:

    @Rainer: bitte nein, nicht noch eine alte ehemalige Spielerin ohne jegliche Trainererfahrung. Keine DFB Trainerin hat jemals einen Verein trainiert, deswegen ist die DFB-Riege doch so realitätsfremd. Wenn man wirklichen Fortschritt will, muss man von diesem Quotenunsinn runter und Qualität verpflichten.

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  • waiiy sagt:

    @Rainer:

    Vom menschlichen Auftreten und Menschenverstand her ist Steffi Jones sicher richtig gut. Aber ihr fehlt halt die Trainererfahrung und die pädagogische Erfahrung. Aber wie wäre es als Teamchef mit einem erfahrenen Trainer? Mehmet Scholl wäre wirklich klasse dafür, aber wohl eher nicht zu haben. Wir sollten mal an Uli Hoeneß schreiben… 😉

    waiiy

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  • Detlef sagt:

    @Michael,
    tolle Idee!!!
    Dann würde man auch erfahren, ob die Spielerinnen wirklich so überzeugt von Frau Bundesneid sind, wie sie es vor der WM immer wieder in die Kameras und Diktierlöcke geflötet haben!!!

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  • nike75 sagt:

    IMO muss sich der Frauenfussball inklusive DFB auch überlegen, wo sie hin wollen – setzen sie mehr auf die sportliche Seite oder mehr auf die Vermarktung? Beides zusammen wird mMn kaum funktionieren, weil der Kontrast zwischen BL-Alltag und dem vermakrtungstechnischen Medienhype zu Großereignissen zu groß ist.

    Die Spielerinnen, die vor allem Fussball spielen wollten und mit dem Medienrummel eher wenig anfangen können, „sterben“ langsam aus und nun müssen sich die jungen Wilden überlegen, ob sie beides unter einen Hut bekommen.

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  • laasee sagt:

    @nike

    The DFB has got FF wrong.

    The basis of the MF National Team is the Bundesliga clubs and the strong league.
    In FF the Frauen Bundesliga has been neglected and the National Team has been given priority.
    It is impossible to build a house starting with the roof.

    The German people have already shown that FF has a positive future.
    Now it is time for the DFB to show good leadership and help develop the BuLi.

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  • henry sagt:

    @waiiy:
    was hat den mehmet scholl als trainer herausragendes geleistet, wenn ich fragen darf?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @henry
    Da ich Mehmed Scholl ins Spiel gebracht hatte, erlaube ich mir mal, Dir Fragen zu stellen!
    Was an Herausragendem hat denn für eine Frau Neid als BT gesprochen? Wieviel erfolgreiche Jahre als Trainerin einer Vereinsmannschaft mit welchen Titeln hatte sie da bereits hinter sich als sie die Natio übernahm?
    Das männliche Pendant kann da so einiges vorweisen, wie auch ein Scholli, bei dem hinzukommt, ein sehr offener, umgänglicher Typ zu sein, der auch jetzt noch am Ball so einiges vormachen kann, was ich in noch keinem Training bei Fr. Neid feststellen konnte.

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  • Ralf sagt:

    Mein lieber Scholli, … sind das Gedankengänge hier! 🙂

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  • Schlafwagenfussball sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    das kann man aus meiner Sicht sachlich leider so nicht stehen lassen-sorry, falls ich falsch liegen sollte. Also auf den Mehmet gehe ich jetzt mal nicht ein- der ist ein klasse Typ, aber hat soweit ich weiß, noch gar keine Titel als Trainer geholt. Bei Neid ist die Bilanz wirklich da, bevor sie 2005 von der Assistentin zur hauptamtlichen Trainerin wurde. Sie hatte unter anderem immerhin als U-19 Trainerin 2004 die WM gewonnen und noch ein paar Europameisterschaften. Und eben Assistentin der sehr erfolgreichen Tina Theune. Das war schon eine Leistung. Außerdem war der Frauenfußball zu Beginn ihrer Trainerzeit noch in einer ganz anderen Phase, da konnte man sich überhaupt nicht in dem Maße profilieren. Sie war im Nachwuchsbereich des DFB nach ihrer aktiven Laufbahn als Spielerin (auch da war sie sehr erfolgreich) tätig und nicht im Vereinsfußball. Silvia Neid als Trainerin 2005 war eine gute Entscheidung. Hätte Sie nach der EM 2009 aufgehört, wäre sie als eine der erfolgreichsten Trainerin der Welt in die Geschichte eingegangen. Danach hat sie total abgebaut. Also so sehr ich sie kritisiere, sie hat auch objektiv wirklich viel geleistet, auch wenn uns das im momentanen Frust gar nicht schmeckt…

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  • henry1 sagt:

    ups, habe ich mich da wirklich so geirrt, dann bitte ich um entschuldigung richtung waiiy und schenschtschina futbolista wegen der verwechslung.
    dennoch sehe ich mehmet scholl nicht als den überfliegertrainer an, auch wenn er ein dufter typ ist, das reicht einfach nicht. loddar ist auch ein dufter typ.
    hat schon mal jemand über steffen freund nachgedacht (ausser mir)? was seine U17 jungs gerade in mexico gespielt haben, war DER HAMMER!!
    taktisch, technisch, strategisch allererste sahne! und jetzt kommt mir bitte keiner mit „das hätten die jungs auch ohne übungsleiter so gespielt“. und noch was Herr Freund ist beim DFB angestellt.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Schlafwagenfussball
    Sieh doch mal genau hin, es war die Rede von Herausragendem, was die Einnahme dieser BT-Position rechtfertigt! Ich habe das in Richtung Trainererfolge bei Vereinsmannschaften präzisiert und das auch primär am männlichen Pendant und nicht unbedingt an Scholli festgemacht, der ja noch ein sehr junger Trainer ist und bislang wohl „nur“ die 2. des FCB trainiert hat.
    Die Trainerkarriere sollte doch auf Vereinsebene einsetzen und auf den dort erzielten Erfahrungen/Erfolgen basieren, und das kann ich bei Fr. Neid so nicht feststellen.
    Mir liegt es fern irgendwem seine Eignung abzusprechen, nur wenn man nach Scholls Qualifizierung für diesen Posten in der nachzulesenden Art+Weise (s. henry) fragt, sollte man diese auch beim Ist-Zustand kennen, ansonsten bleibt doch die Vergleichbarkeit auf der Strecke!

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  • berggruen1 sagt:

    @SF: Franz Beckenbauer hatte nie eine Vereinsmannschaft trainiert, als er 1984 Nationaltrainer wurde; auch Rudi Völler wurde meines Wissens ohne Vereinstrainer gewesen zu sein, Nationaltrainer; auch Jürgen Klinsmann war vor seiner Tätigkeit als Nationaltrainer kein Vereinstrainer. Vereinstrainer wurden sie alle erst NACH der Nationalmannschaft. Alle drei haben entweder sehr oder doch zumindest ansehnlich guten Fußball spielen lassen und waren erfolgreich. Selbst Berti Vogts, nicht unbedingt Maßstab filigraner und schneller Fußballtechnik, war als Nationaltrainer erfolgreich – und nur dort, hat er jemals einen Verein trainiert?
    Erich Ribbeck hingegen war vor der NM Vereinstrainer, seine Zeit als Trainer der Nationalmannschaft ist jedoch sehr bescheiden.
    Ottmar Hitzfeld, ein bekanntermaßen großartiger Vereinstrainer, hat in der Schweiz auch so seine Probleme (die Fußballer sind in der Breite auch nicht schlechter als er sie in seinen Vereinen vorgefunden hat) und auch Otto Rehagel, wenn man von dem sehr überrschenden Erfolg bei der EM absieht, ist nur mäßig erfolgreich als Nationaltrainer.

    Tina Teuhne war keine Vereinstrainerin…

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Alles richtig, berggruen1, aber wo ist der Bezug zum hier Diskutierten?
    Sicher ist es so, dass auch ehem. Profifussballer ohne Trainererfahrung Erfolge eingefahren haben, was auch durchaus für den gen. Scholl sprechen würde.
    Aber gehe doch mal chronlogisch die Diskussion durch, dann wirst Du feststellen, dass im Zusammenhang mit der Scholl-Alternativnennung nach dessen Herausragendem, sprich nach Referenzen gefragt wird und bei Fr. Neid (die fehlt auch in der Auflistung!) vermeidet man eine dbzgl. Positionierung!
    Aber, ist Dein Beitrag nun kontra oder pro Neid? Ich lese ihn eher als völlig unparteiisch!

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  • laasee sagt:

    Scholl is a nice idea but for credibility the next coach must be active in FF.

    Only Bernd Schroder and MVT are really qualified.
    In MF, winning CL is the ultimate test of a club coach.
    The same principle should apply for FF.

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  • berggruen1 sagt:

    @SF: 1. Ja, ich bin relativ unparteiisch.
    2. Nun, Du hast gefordert („Ich habe das in Richtung Trainererfolge bei Vereinsmannschaften präzisiert“), der künftige Bundestrainer solle auch Vereinstrainer gewesen sein – da habe ich Gegenbeispiele aufgezählt, die durchaus erfolgreich waren.
    3. Das Herausragende aller Genannten war im Vorfeld ihres Engagements als Bundestrainer ihre persönliche Spielerkarriere (und bei ihnen ging ich davon aus, dass sie bekannt sind, die Erfolge eines Franz Beckenbauers oder Rudi Völlers als Spieler wollte ich nicht noch aufzählen).
    4. Ähnliches gilt doch auch für Frau Neid, denn so weit ich mich entsinne gelesen zu haben, war sie doch im Kader der WM 2003? Und dann als U-Trainerin und Co-Trainerin erfolgreich (steht jedenfalls in einem der vielen Blogeinträge hier)? Viele der genannten Herren hatten aber als „Herausragendem“ „nur“ die eigene Spielerkarriere vorzuweisen. Frau Neid immerhin die U-Trainerschaft und das Co-Engagement!
    5. Das spricht weder für noch gegen Frau Neid; mir persönlich ist es auch relativ gleich, ob sie bleibt oder nicht, da ich kein FF-Fan bin (in einem anderen Thread schrieb ich vom geordneten Rückzug, den ich für sinnvoll halte).
    6. Ebenso spricht es weder für noch gegen Mehmet Scholl, der mir persönlich überaus sympathisch ist (auch wenn er außer beim KSC nur bei meinem Nicht-Lieblings-Verein gespielt hat;-)); der einen unglaublich großen Fußball-Sachverstand hat; der viele taktische Fragen einfach auch dem geneigten Zuhörer vermitteln kann; der medienerfahren ist und gut „mit ihnen kann“, da er relativ pflegeleicht scheint; der das Gefühl vermittelt, auf dem Boden geblieben zu sein; ganz nebenbei ist er als Fußballer sehr erfolgreich gewesen und verfügt über die Erfahrung der empfundenen Enttäuschung und Schmach, wenn man als Titelverteidiger sang- und klanglos vier Jahre später aus dem Turnier auscheidet).
    7. Um es klar zu stellen: aus Punkt 6 kannst Du entnehmen, dass ich die Lösung Mehmet Scholl durchaus für eine mögliche halte, mir ging es nur um die Forderung, dass ein Bundestrainer vorher Erfolge (oder um es nicht immer nur an Erfolgen, was quasi ja eigentlich nur Titel sein können) bzw. ausreichend Erfahrungen als Vereinstrainer gesammelt haben muss! Als (Bundes-)Trainer muss man meiner Meinung nach nicht einmal besondere Erfolge als Spieler gehabt haben.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @berggruen1
    Zu 2.: Nein, eine solche Forderung von mir gab es definitiv nicht! Warum auch? Ist ja nicht meine Intention.
    Ich habe mir lediglich von henry erbeten, das „Herausnehmende“ (seine Wortwahl!) von Frau Neid zu nennen, weil er auf das von Scholl anspielte.

    Es war schon richtig, als ich Dich bat, die Beiträge chronologisch durchzulesen!
    Die Frage der Verdienste eines potenziellen BT-Anwärters kann durchaus marginal, die Eignung und Autorisierung für diesen Job sollte dies aber keineswegs sein. Nachdem Babbel und Ziege genannt wurden, habe ich praktisch den Gegenvorschlag mit Mehmed Scholl eingeworfen, und wie ich in Deinen nachfolgenden, detaillierten Ausführungen lesen konnte, sind die Einschätzungen von uns Beiden in nahezu allen Punkten identisch. 🙂

    P.S.
    Herr Schröder wurde zu Wort gemeldet ->

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  • Holle sagt:

    Und wieder mal find ich, dass Schrödi den Nagel aufn Kopf trifft…

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  • Winter sagt:

    @ Holle

    Ja, er hatte bei fast allen Aussagen recht, auch wenn einige damit gar nicht oder nur sehr schlecht mit umgehen können! Es ist schon fast beängstigend!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    …und dann hat er noch damit gegen den Ehrenkodex verstossen!
    Vielleicht wird er ja deswegen demnächst in Sibirien ein russ. FF-Team erfolgreich quälen? 😉

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1 Pingbacks »

  • Anonymous sagt:

    […] Konzeptloser Kick, taktischer Offenbarungseid Und das darf und muss man einer Silvia Neid ankreiden. […]