Comeback oder Neuland?

Von am 10. Juli 2011 – 7.32 Uhr

Zum ersten Mal nach sieben Jahren treffen um 13 Uhr (live in der ARD) Schweden und Australien im WM-Viertelfinale aufeinander. Ein schwedischer Erfolg würde die Olympia-Qualifikation für die Skandinavierinnen bedeuten, die Matildas wollen auf der anderen Seite zum ersten Mal in die Runde der letzten Vier einziehen.

Beide Mannschaften sind in diesem Turnier bislang sehr locker aufgetreten, nach Siegen wurde getanzt oder im Publikum gefeiert. Die sympathische Art kam bei den Zuschauern an, doch nun wird es ernst für beide.

Positive Bilanz für Schweden
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften fand 2004 statt; bei den Olympischen Spielen in Athen gewann Schweden mit 2:1. Auch die vorhergehenden Duelle gewann fast immer der Vize-Weltmeister von 2003. Von acht Duellen konnte Schweden fünf für sich entscheiden, zweimal gab es ein Unentschieden, nur einmal gewannen die Matildas – und das liegt 14 Jahre zurück.

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Australien hatte bislang allen Grund zum Jubeln. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Australien vor dem bislang größten Erfolg
Die Australierinnen standen zwar bei der letzten Weltmeisterschaft schon einmal im Viertelfinale, eine Halbfinalteilnahme wäre für die Matildas dagegen Neuland. Die Schwedinnen möchten auf der anderen Seite an ihre großen Erfolge zwischen 2000 und 2004 anknüpfen, als sie bei der Europa- und Weltmeisterschaft jeweils den zweiten Platz erreichten. Danach durchschritt der schwedische Frauenfußball ein tiefes Tal, die Jugendnationalmannschaften spielten keine wichtige Rolle mehr, und die damals selbsternannte „beste Liga der Welt“ in Schweden geriet in Finanznot. Ein Halbfinaleinzug wäre vor der Europameisterschaft 2013, die von den Schweden ausgerichtet wird, das richtige Signal.

Abschlussschwäche auf beiden Seiten
Die Routine spricht sicherlich für die Schwedinnen, doch Australien hat schon gegen Norwegen gezeigt, diese ausgleichen zu können. Die Matildas haben erfrischenden und motivierten Fußball gezeigt. Zu viel lief allerdings – gerade gegen Norwegen – über Lisa De Vanna. Hinzu kommt die Abschlussschwäche, die sich durch das australische Spiel bislang zieht. Doch in dieser Hinsicht geht es den Schwedinnen ähnlich.

Schweden kommt mit dem Selbstbewusstsein aus drei Vorrundensiegen – inklusive gegen die USA -, dennoch dürfte ein Duell zu erwarten sein, bei dem offen ist, wer am Ende im Stadion tanzt.

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