England gegen Frankreich: Spannung garantiert

Von am 9. Juli 2011 – 11.32 Uhr 9 Kommentare

Mit der Begegnung England gegen Frankreich (18 Uhr, live im ZDF) startet die Frauenfußball-Weltmeisterschaft am Abend in die K.O.-Phase. Englands Trainerin Hope Powell hat es geschafft, Deutschland im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen, doch die Partie gegen die Französinnen dürfte kaum einfacher werden.

Noch nie konnte England gegen Deutschland gewinnen, Powell wollte die DFB-Elf unbedingt vermeiden. Mit der „Équipe Tricolore“ wartet nun allerdings eine Mannschaft, die sich bei dieser WM bislang stark präsentiert hat und gegen die Engländerinnen zuletzt 1974 gewinnen konnten.

Die letzten Duelle endeten unentschieden
Zwölf Duelle gab es zwischen beiden Mannschaften bislang, fünfmal gewann Frankreich, fünfmal spielten sie beide Teams unentschieden – interessanterweise unter anderem in den letzten drei Aufeinandertreffen. Dieses Ergebnis ist heute Abend allerdings ausgeschlossen, denn sollte nach 90 Minuten kein Sieger feststehen, geht es in die Verlängerung und möglicherweise ins Elfmeterschießen.

Anzeige

Frankreich bislang stark
Die Französinnen haben sich in der Vorrunde stark präsentiert und konnten sich nach den Siegen gegen Nigeria und Kanada vorzeitig für das Viertelfinale qualifizieren. Gegen Deutschland verloren „Les Bleues“ zwar mit 2:4, doch schonte Nationaltrainer Bruno Bini einige Leistungsträgerinnen – und dennoch bot sein Team eine gute Leistung.

Frankreich hat sich bislang als starke Einheit präsentiert. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Die Engländerinnen konnten Gruppe B zwar gewinnen, mussten allerdings bis zum letzten Gruppenspiel zittern. Nach zwei schwachen Auftritten gegen Mexiko (1:1) und Neuseeland (2:1) konnte sich die Powell-Elf gegen Japan allerdings deutlich steigern und besiegte die „Nadeshiko“ mit 2:0. „Wir hatten einen Plan für dieses Spiel, und der hat sich ausgezahlt“, lobte Powell die Leistungssteigerung, mit der die technisch versierten Japanerinnen in Schach gehalten werden konnten.

Sapowicz ist gesperrt
Auf Seiten der „Équipe Tricolore“ wird Torhüterin Bérangère Sapowicz nach ihrer Roten Karten aus dem Deutschland-Spiel fehlen, die „Three Lions“ können dagegen auf den kompletten Kader zurückgreifen. Einzig Casey Stoney ist vorbelastet und würde England in einem möglichen Halbfinale gegen Brasilien oder die USA fehlen, sollte sie heute eine zweite Gelbe Karte sehen.

Technisch starke Französinnen
„Spiele gegen Frankreich waren immer sehr, sehr eng“, so Powell. Mit den Strateginnen Camille Abily und Sonia Bompastor bieten die Französinnen zwei Weltklasse-Spielerinnen auf, die von den Engländerinnen erst einmal in den Griff zu bekommen sind. Darüber hinaus ist Frankreich den „Lionesses“ technisch sicherlich überlegen. Es wird für die englische Elf darum gehen, das Spiel der Französinnen frühzeitig zu unterbinden. Gegen Japan ist das gut gelungen, im Vergleich zu Japan bringt Frankreich neben der Technik auch noch eine starke Physis mit ein.

Schlagwörter: ,

Das letzte WM-Aufeinandertreffen beider Mannschaften fand vor fünf Jahren im Rahmen der Qualifikation. Die Partie in Rennes endete 1:1, England qualifizierte sich für die WM in China. Die Partie – auch damals unter der Leitung von Schiedsrichterin Jenny Palmqvist – war an Spannung kaum zu überbieten. Und auch heute dürfte die Zuschauer ein packendes Duell erwarten.

Tags: ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

9 Kommentare »

  • laasee sagt:

    I think that France have more quality playere and are the favourites.
    But England have improved with each game. Also, England have a super coach.

    (0)
  • Eurycantha sagt:

    Jetzt auch auf BBC2 ab 16:50(BST) England – Frankreich! LIVE

    (0)
  • Nora Kruse sagt:

    Die Aufstellungen:

    England: Bardsley, A. Scott, Unitt, F. White, Stoney, F. Williams, E. White, K. Smith, Yankey, Carney

    Frankreich: Deville, Georges, Soubeyrand, Bompastor, Abily, Lepailleur, Necib, Bussaglia, Thiney, Delie, Viguier

    (0)
  • Sven sagt:

    Und Kelly Thmiss ist auch wieder mit von der Partie.

    (0)
  • sodalith7 sagt:

    Frankreich spielt besser und hat sich den Ausgleich wirklich verdient. Jetzt bin ich auf die Verlängerung gespannt …

    (0)
  • Eurycantha sagt:

    Laasee schrieb: Also, England have a super coach.

    Wirklich?

    In England gibt es doch ganz andere Meinungen!

    link: http://j.mp/rdc8ep

    Taking both the fullbacks off at the same time while trying to defend a one goal lead with five minutes to go, on the face of it, was totally bizarre. Huh

    Hopeless Powell sends us crashing out of the cup with probably the most ridiculous substitutions in the history of football!

    Oh we are 1 nil up against a team who have dominated with 9 minutes left I’ll change my back four.. Then we lose well done Hope(less) Powell tactical genius.. Not..

    (0)
  • laasee sagt:

    Eurycantha

    Yes, she is still a good coach.
    The substitution of Rachel Unitt was correct because she does not have pace and the speed of Thomis was a problem.
    I do not understand the substitution of Alex Scott and I think that was a mistake.

    I still think that she is a top coach because a coach should be assessed by the achievement gained by the resources that are available.
    The FA have always treated FF very badly and the achievements of Hope Powell should be viewed in that context.
    Going out of WM on penalties in the quarter final is the best achievement for England in WM history.

    So, Hope Powell has at every tournament made improvements.
    Is Hope Powell infallible? Of course not.
    She should be assessed on her overall achievement and praised for the good and criticised for the bad.
    There is far more to praise than to criticise.

    (0)
  • Nora Kruse sagt:

    @laasee:

    Ich stimme dir zu: Hope Powell ist eine sehr gute Trainerin, die in England viel erreicht hat. Ich habe HP auch schon des öfteren als schlaue Taktikerin beschrieben, aber das gestern war einfach schlecht, und es war die falsche Taktik. Die Auswechselung von Scott war okay, sie war scheinbar angeschlagen, die von Unitt war dumm. England lag in Führung, es waren keine zehn Minuten mehr zu spielen – da wechsele ich einfach nicht in der Viererkette auf gleich zwei Positionen. Natürlich waren sie eine halbe Stunde unter Dauerdruck, aber die Abwehr war eingespielt. Da muss man einfach nur durchhalten.

    Powell wollte durch die Auswechselungen sicherlich auch ein bisschen Zeit schinden, und das ging dann nach hinten los. Bei dem Spielverlauf musste man eine Verlängerung mit einplanen. Smith war völlig aus dem Spiel, sie konnte nicht mehr laufen. Ihre Mitspielerinnen mussten um sie herum spielen, einbinden konnten sie sie nicht mehr. White war ebenfalls am Ende. Powell hätte sich die Möglichkeit offen halten müssen, in der Nachspielzeit noch zu wechseln, um dann z. B. mit Clarke auch die Offensive zu beleben. Stattdessen ging mit Asante auch der dritte Wechsel in die Defensive, die Verletzten mussten durchspielen. Das waren wirklich die dümmsten Auswechselungen, die ich bislang gesehen habe.

    (0)
  • laasee sagt:

    @Nora

    Your points are valid and your criticism is valid.
    I do not disagree with you.
    A coach is judged by decisons and results.

    „Das waren wirklich die dümmsten Auswechselungen, die ich bislang gesehen habe.“

    Yes it was not good.
    At the same level as taking Grings off and leaving da Mbabi on.

    Yesterday was not agood day for decision making by coaches at WM.

    (0)