DFB-Elf will Japan mit Flanken bezwingen

Von am 9. Juli 2011 – 12.14 Uhr 6 Kommentare

Jetzt wird es ernst: Heute Abend trifft die DFB-Elf im Viertelfinale der Frauen-WM in Wolfsburg auf Japan (ab 20.45 Uhr im ZDF). Im Duell Zweiter gegen Vierter der Weltrangliste ist Deutschland klarer Favorit, doch die Bundesliga erprobten Yuki Nagasato und Kozue Ando wollen dem DFB-Team die Schau stehlen.

Am Tag vor dem Duell mit dem Dritten der Asienmeisterschaft präsentierte sich Bundestrainerin Silvia Neid entspannt. „Nicht die Größe wird entscheidend sein“, schmunzelte sie darüber, dass die DFB-Elf ihre körperliche Überlegenheit nur dann wird zum Tragen bringen können, wenn man vor der Gegnerin an den Ball käme. Doch klar ist: „Wir wollen über außen kommen und Flanken schlagen.“

Fatmire Bajramaj

Fatmire Bajramaj: Spielt sie oder spielt sie nicht? © Nora Kruse / ff-archiv.de

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Drohende Gelbsperren nicht im Hinterkopf
Vor allem wird es darauf ankommen, das eigene Spiel aufzuziehen, um Japan gar nicht erst zu seinem gefürchteten Kombinationsspiel kommen zu lassen. Kim Kulig wird anstelle von Lena Goeßling in die Anfangsformation zurückkehren, eine wie bei Annike Krahn und Simone Laudehr drohende Gelbsperre macht Kulig keine Sorgen. „Daran denke ich gar nicht. Wir haben 21 gute Spielerinnen, das macht uns als Mannschaft stark.“ Offen ist noch die Frage, ob Melanie Behringer nach ihrer Außenbanddehnung von Beginn an spielen kann, ansonsten würde Fatmire Bajramaj einen Platz in der Anfangsformation erhalten.

Statistik spricht für DFB-Elf
Das bisher letzte Aufeinandertreffen beider Teams fand vor zwei Jahren in Mannheim statt. Damals gab es im Vorfeld der Europameisterschaft in Finnland ein torloses Remis. Seit dem verlorenen Viertelfinale 1999 gegen die USA hat die DFB-Auswahl bei einer Weltmeisterschaft keine Partie mehr verloren, auch Neid ist in inzwischen 15 Spielen ungeschlagen, nur gegen England gab vor vier Jahren in China ein Remis, alle anderen 14 Partien beendete sie siegreich.

Yuki Nagasato

Yuki Nagasato: "Wir gewinnen gegen Deutschland!" © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Wiedersehen mit Freundinnen
Im Lager der Japanerinnen ist man guter Dinge, dem Favoriten ein Bein stellen zu können. „Wir gewinnen gegen Deutschland!“, verspricht Yuki Nagasato, beim 1. FFC Turbine Potsdam in der vergangenen Bundesligasaison eine der wertvollsten Spielerinnen. „Ich freue mich auf das Duell. Da spielen meine Freundinnen mit“, freut sie sich auf ein mögliches Wiedersehen mit Babett Peter, Fatmire Bajramaj und Bianca Schmidt.

Japan mit Probleme gegen körperlich starke Teams
Für Japan wird es darauf ankommen, die eigenen technischen Fähigkeiten, das sichere Passspiel und die Laufstärke in vollem Umfang zum Tragen kommen zu lassen, doch in bisher neun Duellen gegen europäischen Teams hat Japan noch nie gewonnen.  „Körperkontakt ist gegen europäische Mannschaften immer ein Problem“, räumt Trainer Norio Sasaki ein. So zuletzt beim 0:2 gegen England zum Abschluss der Vorrunde oder auch bei den beiden 0:2-Niederlagen gegen die USA im Vorfeld der WM. Dennoch ist sich Kozue Ando sicher: „Wir haben jede ihrer Kombinationen analysiert, wir können gewinnen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Why change the team?
    The performance against France was very good.
    The two French goals were not from open play.
    Kulig for Goessling? Also, I read that Bresonik for Schmidt.

    It will be almost the same team as for the Nigeria game.
    In that game it was not only Prinz that played badly but also several others.

    I am getting worried again.

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  • Paul sagt:

    Mit der Elf gegen Frankreich sollte es gelingen — die zwei ersten Spiele waren zu unständlich (Spielerinnen).

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Japanische Eckbälle sollte man keinesfalls unterschätzen, denn Sawa hat bereits eines erzielt, und nach dem letzten Spiel sollte man den eigenen Kasten endlich mal sauber halten. Die Gegentorquote ist nämlich alles andere als normal, insbesondere deren Entstehung.
    Auch sollte man nicht darauf spekulieren, das Yuki ein weiteres glückloses Spiel abliefert und sowieso nicht trifft.
    Ansonsten hoffe ich auf ein ansehnliches, weil spannendes und foularmes Spiel mit einem verdienten Sieger und wünsche den Japanerinnen einen guten Heimflug! 🙂

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  • Markus Juchem sagt:

    Aufstellung Deutschland: Angerer – Bresonik, Krahn, Bartusiak, Peter – Kulig, Laudehr – Garefrekes, Da Mbabi, Behringer – Grings

    Aufstellung Japan: Kaihori – Kinga, Iwashimizu, Kumagai, Sameshima – Ohno, Sakaguchi, Sawa, Miyama – Ando, Nagasato

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  • Michele sagt:

    Arme Kim. Das sieht so aus, als wäre das Turnier für sie beendet. Kopf hoch, Kimi!

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