USA wollen nicht locker lassen

Von am 6. Juli 2011 – 14.26 Uhr 16 Kommentare

In Wolfsburg kämpfen heute Abend um 20.45 Uhr (live in der ARD) die USA und Schweden bei der Frauen-WM um den Gruppensieg. Den Amerikanerinnen reicht bereits ein Remis, doch das Team muss voraussichtlich ohne zwei Topspielerinnen auskommen.

Denn der Einsatz von Abby Wambach, die Achillessehnenbeschwerden plagen und zudem gelbvorbelastet ist, und Heather O’Reilly (Leistenprobleme), Torschützin um 1:0 im Spiel gegen Kolumbien, steht auf der Kippe.  Doch die Devise ist für US-Trainerin Pia Sundhage dennoch klar: „Wir spielen auf Sieg, es wäre komisch, wenn wir das nicht täten.“

Sundhage spielt Bedeutung herunter
Für die Schwedin dürfte es gegen ihr Heimatland ein emotionales Spiel werden, auch wenn sie die Bedeutung beiseite schiebt. „Das ist mir egal. Ich hoffe einfach, dass wir eine gute WM spielen, so dass ich ein weiteres Jahr bleiben kann und die Olympischen Spiele erneut gewinnen kann. Ich kenne die amerikanischen Spielerinnen besser als die schwedischen.“

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Leistenprobleme bei Schelin
Die schwedische Nationalelf bereitete sich auf ihr erstes Abendspiel mit entsprechenden Trainingszeiten zu später Stunde vor. Auch das Team von Trainer Thomas Dennerby plagen leichte Verletzungssorgen. Stürmerin Lotta Schelin beendete das Abschlusstraining wegen Beschwerden in der linken Leiste früher als alle anderen Spielerinnen, doch Teamarzt Per Lindblom glaubt, dass sie Abend wird spielen können.

 

Lauren Cheney und Megan Rapinoe

Lauren Cheney und Megan Rapinoe sind zwei Trümpfe im US-Spiel © Zetbo /Framba.de

Bei Schweden soll die Null stehen
Sara Thunebro plagten zuletzt Rückenschmerzen und Kristin Hammarström machten Nackenprobleme zu schaffen, doch beide sollten rechtzeitig zur Partie wieder fit werden. „Die USA haben ein starkes Team mit schnellen Spielerinnen“, lobt Dennerby den Gegner, doch er hofft, dass seine Elf auch im dritten WM-Spiel zu Null spielen kann.

Nordkorea und Kolumbien im Duell um Platz 3
In der zweiten Partie der Gruppe C stehen sich in Bochum Nordkorea und Kolumbien (ab 20.45 Uhr live in Einsfestival) gegenüber. Für beide Teams geht es darum, sich mit einer ansprechenden Leistung aus dem Turnier zu verabschieden. „Wir wollen in unserem letzten Spiel gegen einen starken Gegner einen guten Eindruck hinterlassen“, so Kolumbiens Trainer Ricardo Rozo, der möglicherweise auf Yoreli Rincón in der Anfangsformation setzen könnte.

Erfahrung sammeln
Nordkoreas Trainer Kim Kwang Min verspricht, dass seine Elf noch einmal alles geben wird, auch wenn das Viertelfinale nicht mehr erreicht werden kann. „Für unsere junge Mannschaft ist das noch einmal ein wichtiges Spiel, um mehr Erfahrung zu gewinnen. Wir haben hier eine Menge gelernt und werden in vier Jahren stärker sein.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • MatzeM sagt:

    @Schnappa

    Danke! Zumal das Referee-Gespann ansonsten wirklich gut geleitet hat. Auch nicht selbstverständlich und insofern erwähnenswert.

    Matze

    (0)