Fernduell in Gruppe B

Von am 5. Juli 2011 – 10.12 Uhr 1 Kommentar

Wenn die englische Nationalmannschaft um 18.15 Uhr (live im ZDF) auf Japan trifft, scheint die Situation klar: Japan steht bereits im Viertelfinale, und die Engländerinnen haben die Vorteile auf ihrer Seite, der „Nadeshiko“ zu folgen. Doch im Fernduell mit Mexiko kann noch viel passieren.

Drei Punkte beträgt Englands Vorsprung auf die Mexikanerinnen, darüber hinaus ist das Torverhältnis besser. Doch die englische Leistung war im Turnierverlauf eher enttäuschend. Bei einer nicht ausgeschlossenen Niederlage gegen Japan und einem ebenfalls möglichen höheren Sieg der Mexikos gegen Neuseeland, müssen die Engländerinnen nach Hause fahren.

Ergebnisfußball
„Das Erreichen des Viertelfinales ist wichtiger als alles andere“, sagt Englands Nationaltrainerin Hope Powell, der gegen Japan ein Unentschieden reicht, um mit Platz zwei das Ticket für die K.o.-Runde zu lösen. Das heißt für die langjährige Trainerin auch, dass nicht mit allen Mitteln auf Sieg gespielt wird, um Mexiko im Fernduell nicht doch noch das Hintertürchen offen zu lassen.

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Mit Physis gegen japanische Technik
Bislang gab es erst ein Aufeinandertreffen zwischen England und Japan, in der Gruppenphase der WM 2007 endete es 2:2. Mittlerweile haben sich die Japanerinnen enorm verbessert und sich in der Weltranglist auf Platz vier vorgearbeitet. „Mir müssen auf der Hut sein“, sagt Powell, denn gegen Mexiko hat Japan eine souveräne Leistung geboten und mit technischem Fußball überzeugt. Im Spiel zuvor gegen Neuseeland taten sie sich allerdings schwer. Powell weiß warum: „Wenn sie Tempo aufnehmen, müssen wir versuchen, das Spiel zu verlangsamen. Neuseeland hat das sehr, sehr gut gemacht. Und Japan schien, dabei ins Straucheln zu geraten. Wir müssen körperlich präsent sein.“

Doch bisher hat die englische Mannschaft wenig überzeugt. Sollte Japan erst einmal in Führung gehen, dürfte man in Augsburg kein schönes Spiel mehr erwarten, so Mexiko gegen Neuseeland ebenfalls die Oberhand gewinnt. Powell lässt sich auf dem Laufenden halten, was auf den Parallelplätzen passiert – in einem solchen Fall dürfte also Defensivfußball zu erwarten sein.

Jubeln am Ende doch noch die Mexikanerinnen? © Nora Kruse, ff-archiv.de

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Mexiko unter Zugzwang
Neuseeland ist nach zwei Niederlagen die einzige Mannschaft, die keine Chance mehr auf das Erreichen des Viertelfinales hat. Dennoch haben die Kiwis zwei sehr engagierte Spiele gezeigt, in denen sie jeweils nur mit einem Tor Unterschied verloren haben (0:1, 1:2). Es wäre überraschend, wenn sie von Mexiko nun mit einer hohen Niederlage nach Hause geschickt werden (live ab 18.15 Uhr im ZDFinfokanal). Auf der anderen Seite sind die Mexikanerinnen unter Zugzwang, für Neuseeland geht es um nichts mehr. Und das bislang einzige Duell der beiden Teams entschied Mexiko beim Cyprus Cup in diesem Jahr mit 5:0 für sich.

Erfahrene Schiedsrichterinnen für beide Partien
Die Kanadierin Carol Anne Chenard wird die Begegnung zwischen England und Japan leiten, Jenny Palmqvist aus Schweden das Spiel zwischen Neuseeland und Mexiko.

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1 Kommentar »

  • intersoccer sagt:

    Dass England mit mehr als einem Tor Unterschied verliert, halte ich durchaus für möglich. Aber ob es Mexiko schafft, Neuseeland klar zu schlagen? Aber lassen wir uns überraschen, unmöglich ist es nicht!

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