WM-Ticker ++ 3. Juli 2011

Von am 3. Juli 2011 – 13.54 Uhr

In unseren WM-Kurzmeldungen geht es heute unter anderem um die afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft, die Antwort die Kraken-Orakel  und internationales Lob für die WM-Zuschauer.

Fruchtfliege tippt deutsche Spiele
Krake Paul ist tot, und bei der Weltmeisterschaft kommen derzeit gleich andere acht Kraken zum Einsatz. Doch an der Universität Würzburg tippt nicht ein Krake den Ausgang der deutschen Spiele sondern eine Fruchtfliege – und das auch noch wissenschaftlich. Die Fliege bewegt sich mit einem Mini-Ball auf einem Spielfeld und soll den Ball ins Tor „schießen“. Die beiden Tore sind jeweils mit den Flaggen der antretenden Länder hinterlegt. Bewegen sich Fliege und Ball in Richtung eines Kastens, wird dies als erfolgreicher Torschuss gewertet. 120 Sekunden hat das Tierchen Zeit für die Schüsse auf die Tore und somit den Tipp für das deutsche Spiel. Die Wissenschaftler erhoffen sich mittelfristig Erkenntnisse darüber, wie sich Fliegen im Raum bewegen. Besser so, denn mit den Tipps lief es nicht ganz so gut: Ein Unentschieden hätte es gegen Nigeria geben sollen – am Ende gewann die DFB-Elf bekanntlich 1:0.

Ausstellung zur afghanischen Nationalmannschaft
Während in Deutschland die TV-Quoten für die WM-Spiele über den Erwartungen liegen, kämpfen andere Nationalmannschaften nicht nur um die Anerkennung der Öffentlichkeit sondern gar um die Möglichkeit, überhaupt auf dem Platz stehen zu können. So auch das Frauen-Team Afghanistans, das aus Angst vor Anschlägen zumeist auf dem Militärgelände in Kabul trainiert. Während der Frauen-WM befasst sich nun die Ausstellung „A Woman’s Goal – Die afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft“ mit dem Team. Gezeigt wird sie auf dem Sportgelände Burgfeld in Friedberg (Hessen). Nähere Infos gibt es auf der Internetseite.

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Viele US-Fans bereiteten dem zweifachen Weltmeister ein stimmungsvolles Spiel. © Nora Kruse, ff-archiv.de

WM-Lob von den Teilnehmern
Die Spielerinnen und Trainer der WM-Teilnehmerländer sind derzeit des Lobes voll über die Titelkämpfe. „Die Fans gehen hier nicht nur begeistert mit, sie haben auch wirklich Ahnung von unserem Spiel“, sagt US-Stürmerin Abby Wambach. „Es ist unheimlich schön zu erleben, wie die Zuschauer im richtigen Moment jubeln und klatschen. Das ist bei uns in den USA nur selten der Fall, weil sie die Regeln nicht genau kennen“, freut sich auch Teamkollegin Heather Mitts über die deutsche Fußballbegeisterung. Norwegens Nationaltrainerin Eli Landsem: „Es ist sehr wohltuend, wie sich die Menschen in Deutschland auf den Frauenfußball einlassen. Bei uns hat Frauenfußball keinen geringen Stellenwert, aber unsere Landsleute sind doch eher desinteressiert.“

Ausverkaufte Stadien
Über die Stimmung in den WM-Stadien hat sich die US-amerikanische Nationalmannschaft auch gestern in Sinsheim gefreut. Viele US-Militärangehörige aus Kaiserslautern und Heidelberg fanden mit ihren Familien den Weg in die ausverkaufte Rhein-Neckar-Arena und feierten ihre Mannschaft. Auch die Partie zwischen Brasilien und Norwegen (18.15 Uhr, live im ZDF) ist heute ausverkauft.

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