Brasilien und Norwegen wollen Vorsprung behalten

Von am 3. Juli 2011 – 7.05 Uhr 2 Kommentare

„Wir müssen ein Top-Spiel zeigen, wenn wir eine Chance haben wollen“, sagt Leni Larsen Kaurin. Die norwegische Nationalspielerin trifft am Abend mit ihrem Team auf Brasilien (18.15 Uhr, live im ZDF). Beide Mannschaften haben ihren Auftakt gewonnen und wollen den Vorsprung auf die Konkurrenz behalten.

„Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir in Wolfsburg spielen“, so Kaurin weiter, denn die 30-jährige Mittelfeldspielerin kickt seit einem Jahr beim VfL und freut sich auf das Heimspiel.

WM-Stimmung
„Ich fühle mich in Wolfsburg wohl“, sagt Kaurin, die die WM-Stimmung schon vor den Titelkämpfen gespürt hat: Viel Werbung in der Stadt, umlackierte Busse, darüber hinaus die stärkere Fokussierung auf den Frauenfußball in den vergangenen Wochen und Monaten.

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Um die gute Stimmung während der WM noch länger genießen zu können, braucht es gegen Brasilien in der bereits ausverkauften Arena im Allerpark allerdings eine Leistungssteigerung. Beim 1:0-Erfolg gegen Äquatorialguinea konnten die Norwegerinnen nicht überzeugen und waren fahrlässig in der Chancenverwertung. Der Siegtreffer durch Youngster Emilie Haavi fiel erst in der 84. Minute.

Große Ziele auf beiden Seiten

Doch auf brasilianischer Seite sah es im Auftaktmatch gegen Australien kaum anders aus. Auch dort hat der vermeintliche Außenseiter aus Down Under eine beherzte Partie gezeigt, die Brasilianerinnen gewannen am Ende ebenfalls nur knapp mit 1:0.

Beide Teams haben hohe Ziele. Während die Brasilianerinnen endlich ihren Ruf des ewigen Zweiten ablegen wollen und den Titel gewinnen möchten, hat sich Norwegen eine Medaille auf die Fahnen geschrieben. Bisher gab es sieben Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. Dreimal gewann Brasilien, zweimal Norwegen, zweimal trennte man sich unentschieden.

Geleitet wird die Partie von US-Schiedsrichterin Kari Seitz.

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2 Kommentare »

  • Nora Kruse sagt:

    Die Aufstellungen…

    Brasilien:
    Andreia, Maurine, Daiane R., Aline, Rosana, Ester, Formiga, Marta, Cristiana, Erika, Fabiana

    Norwegen:
    Hjelmseth, Holstad, Mjelde, Stensland, S. Lund, Rönning, Herlovsen, Kaurin, Giske, Mienna, Haavi

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  • Camulos sagt:

    Der Begriff der Ehre ist ja heutzutage von jedem frei erwählbar, jedoch hat sich allgemein etwas durchgesetzt, welches als Norm gilt und entsprechende Ansprüche an alle, also auch Sportler u. demnach auch Fußballer stellt.

    Marta müsste sich die Frage gefallen lassen, wie sie ihren Ehrbegriff definiert.

    In meinen Augen darf so eine Spielerin keine Weltfußballerin werden. Mit diesem Titel ist einfach auch ein gewisse Charakteranforderung verknüpf und alle Menschen in diesem Wahlgremium müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass Vorbilder auch Werte in unsere Gesellschaft hineintragen sollen und was für Werte vermittelt uns Marta, die sich durchs spiel schwalbt und für ein Tor offenbar alles tut und auch weiterhin tun wird, solange es der Schiedsrichter nicht sieht ?

    Ich persönlich bin schon lange dafür, dass Fouls nicht nur an ihrer Härte, sondern vielmehr auch dahingehend bewertet werden was die Konsequenz daraus gewesen sein könnte und in kritischen Fällen prinzipiell eine gelbe Karte, in sehr kritischen Fällen eine rote Karte gegeben wird (natürlich auch für foulende Stürmerinnen).

    In meinen Augen kommen Stürmerinnen viel zu gut weg.

    Im Falle Martas muss also folgendes garantiert werden:

    – Das das Schiedsrichtergespann solch offensichtliche Fouls sieht (Die Lienienrichterin muss es ja fast gesehnn haben)

    – Das ganze mit einer gelben oder roten Karte belohnen

    – Sollte das Schiedsrichtergespann es nicht sehen, jedoch Videomitschnitte den eindeutigen Beweis liefern, dann sollten solche Spielerinnen hart und persönlich bestraft werden.

    Und mit hart, mein ich hart. Es darf einfach niemals sein, dass Spielerinnen glauben foulen zu dürfen, wenn es die Schiedsrichterin nicht sieht.

    Derzeit werden Stürmerfouls wie Kavaliersdelikte behandelt.

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