Marta führt Brasilien ins Viertelfinale

Von am 3. Juli 2011 – 20.06 Uhr 56 Kommentare

Die brasilianische Frauenfußball-Nationalmannschaft hat bei der Frauen-WM auch ihr zweites Gruppenspiel gewonnen. Gegen Norwegen feierte das Team einen klaren Sieg, der allerdings durch eine Fehlentscheidung eingeleitet wurde.

Beim 3:0 (1:0)-Sieg vor ausverkauftem Haus in Wolfsburg brachte die fünffache Weltfußballerin Marta ihr Team mit einem irregulären Treffer in Führung (22.). Norwegen verschlief den Beginn der zweiten Halbzeit und wurde durch Rosana (46.) und wiederum Marta (48.) gnadenlos bestraft.

Guter Beginn von Norwegen
Die Norwegerinnen starteten gut und hatten gegen die Brasilianerinnen, die zunächst Abstimmungsprobleme im Aufbauspiel hatten, die erste Chance. Doch der Schuss von Madeleine Giske aus elf Metern war zu harmlos, um Torhüterin Andreia vor echte Probleme zu stellen (18.).

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Irregulärer Treffer von Marta
Wenige Minuten später ging Brasilien in Führung: Marta brachte im Laufduell Nora Holstad Berge zu regelwidrig zu Fall, ließ im Strafraum mit zwei Übersteigern Maren Mjelde aussteigen und verwertete mit einem platzierten Schuss zur zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaften Führung (22.).

Bruch im norwegischen Spiel
Doch Norwegen verlor durch den Rückstand seine Linie, Brasilien beherrschte nach und nach das Geschehen, Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth lenkte einen Distanzschuss von Rosana über die Latte (42.). Doch wer gedacht hatte, die Skandinavierinnen würden in den zweiten 45 Minuten wieder besser ins Spiel finden, sah sich getäuscht.

Marta

Zwei Tore gegen Norwegen: Marta ist bei der WM angekommen © Hanna Urbaniak

Teurer Doppelschlag
Kurz nach Wiederanpfiff kam Marta im Mittelfeld an den Ball, stürmte auf und davon und hatte das Auge, den Ball quer auf den rechten Flügel zu legen, von dort verwertete Rosana mit einem trockenen Schuss zum 2:0 (46.). Und nur kurz darauf war die Partie entschieden, als Marta einen Fehler von Mjelde ausnutzte und aus sieben Metern den Ball gegen den Lauf von Hjelmseth ins Netz schob (48.) – zwei schnelle Gegentreffer, die Norwegen noch teuer zu stehen kommen könnten, denn gegen Australien muss nun wegen des schlechteren Torverhältnisses ein Sieg her, um ins Viertelfinale einzuziehen.

Nur eine Chance
Norwegen versuchte zwar noch einmal in die Partiezurückzufinden, doch Brasilien hatte das Geschehen fest im Griff. Nach Kopfballvorlage der eingewechselten Cecilie Pedersen hatte Giske die Chance zum Anschlusstreffer, doch sie hob den Ball übers Tor (83.). Die Brasilianerinnen spielten die Schlussminuten herunter und haben sich durch den Erfolg bereits sicher fürs Viertelfinale qualifiziert.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

56 Kommentare »

  • laasee sagt:

    At WM the football has been very good and all games are competitive.
    Zuschauer numbers have been brilliant – the best aspect of the tournament.

    Negative is the referees.
    Again today there have been very bad decisions – especially the handball and the the first goal of Marta.

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  • karl sagt:

    Marta hat offenbar von der FIFA die Lizenz zum foulen. Es sieht so aus als koenne man auch mit gekonnten Fouls , sehenswerten Schwalben und ziemlich viel gemecker Weltfussballerin werden, was meiner Meinung nach ne Menge ueber diesen Titel aussagt…

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  • MatzeM sagt:

    @karl

    nicht zu vergessen, Karten für die Gegner zu fordern wie z.B. im WM-Finale gegen Deutschland. Irgendwie hält sich meine Sympathie für sie sehr in Grenzen.

    Aber die Norwegerinnen haben heute leider den schwachen Eindruck aus dem Testspiel bestätigt. Da fand ja überhaupt keine Spieleröffnung und Spielaufbau durch die Verteidigung und die Sechser statt. Nur lange Bälle nach vorne zu schlagen reicht eben auch gegen Brasilien nicht, obwohl die hinten alles andere als sattelfest waren. Eine Übermannschaft sind die nicht. USA und Japan schätze ich deutlich stärker ein.

    Matze

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  • Rainer sagt:

    Wenn Marta einen Freifahrtschein hätte, dann hätte auch Kerstin Garefrekes dasselbe Papier, denn das Fuehrungstor Deutschlands gegen Kanada war ebenso irregulär wie das heute von Brasilien.
    Aber Fussball ist halt nicht Schach und die Spielerin, die nicht drueckt und schiebt und schubst gibt es nicht auf diesem Niveau. Leider haben es die Schiedsrichterinnen versäumt, Freistösse fuer Kanada und Norwegen zu pfeifen und somit beiden WM-Favoriten wichtige, irreguläre Fuehrungstore zuerkannt.
    Nebenbei waren Martas Aktionen endlich Weltklasse. Bislang haben wir nur wenig Glanzpunkte in diesem Turnier gesehen.

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  • Ute sagt:

    wie man mit einem Foul-Tor auch noch zur besten Spielerin des Spiels gekürt werden kann, sagt auch einiges über DIESEN Titel aus, dafür um so mehr über die weiterhin miserablen Schierieleistungen… haben die denn gar nix dazugelernt seit der EM, ich hab da echt grad ein Deja Vu – fand das damals auch schon unterirdisch, da reißen sich die Spielerinnen den Hintern auf, verbessern sich stetig, nur die Schieries verpfeifen weiterhin unterirdisch…Da würde ich auch lieber auf männliche Schieries zurückgreifen, hauptsache die pfeifen gut (Gleichberechtigung mal anders rum gefordert 😉 aber nein, die Fifa steht ja auf multikulti, hauptsache eine Frau aus „Honululu“ darf mal WM-Luft schnuppern…

    Noch mal zum „titel“ Spielerin des Spiels, welche Typen wählen da überhaupt mit? Bisher war ich mit KEINER Wahl einverstanden, hatte eher das Gefühl es geht nach Namen – Hauptsache bekannt und flüssig auszusprechen…

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  • Nora Kruse sagt:

    Die „Beste Spielerin der Partie“ wird von der Technischen Studiengruppe gewählt. Das ist bei jeder WM eine Gruppe aus z. B. NationaltrainerInnen, die alle Spiele beobachten und am Ende auch den technischen Bericht zum Turnier verfassen. Dabei sind in diesem Jahr u. a. Elisabeth Loisel, Sylvie Beliveau und Vera Pauw.

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  • Jennifer sagt:

    Als ich heute herausfand, dass Kari Seitz das Spiel pfeifen wird, war ich echt froh. Hatten wir ja schon soviele Fehlentscheidungen gesehen. Es handelt sich hier um eine erfahrene Schieri, die schon viele Internationale und Nationale Spiele gepfiffen hat und außerdem schon seit über 10 Jahren für die Fifa pfeift. Aber ihre heutige Leistung ist mir auch unerklärlich. So ein Foul (und auch noch weitere) ist eigentlich schwer zu übersehen. Die Schieri-Leistungen müssen Anlass für Diskussionen bei der Fifa geben, aber das will der Blatter ja nicht.

    Es ärgert mich auch für Norwegen. Anfangs hielten sie eigentlich noch ganz gut mit und sind dann nach dem Tor tatsächlich etwas aus dem Tritt gekommen. Sie müssen ihre Leistung natürlich noch beachtlich steigern, aber durch so ein Tor in Rückstand zu geraten hatten sie dann auch wieder nicht verdient.

    Von Marta halte ich generell nicht viel. Soviel zaubert sie nun auch wieder nicht. Eigentlich sehe ich sie immer nur bei ihren Schwalben und Fouls. Eigentlich schade, denn ich glaube, dass sie viel bessere Leistungen zeigen könnte. Spielerin des Tages? LOL.

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  • waiiy sagt:

    Marta hat sich heute nicht anders gegeben, als man sie schon seit Jahren sieht. Sie hat natürlich fußballerisch die größten Möglichkeiten. Aber menschlich wird sie sich wohl nie ändern. Das ist auch ein Grund, warum Brasilien auch diesmal wieder nicht den Titel holen wird.

    Und für mich ist es auch unverständlich, dass jemand „Weltfußballerin des Jahres“ werden kann, wenn die Vorbildwirkung nur in so mäßig vorhanden ist. Fairness gehört auch da dazu. Gut Fußball spielen und eine große Fußballerin zu sein, sind verschiedene Dinge.

    waiiy

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  • laasee sagt:

    At WM 2007 Final, Brazil were an embarrassment with their antics in the tunnel before the game.
    Then in the game, Marta missed a penalty. Football ‚karma‘?

    Also, in the semi-final with USA at WM 2007, the Brazil players had a very bad attitude and were always attempting to influence the referee.
    They succeeded in doing so.
    Then in Olympic 2008 Final, USA beat Brazil. Football ‚karma‘?

    Brazil are a very talented team but sadly they also have a big attitude problem.
    I have far more respect for a team such as Japan, who attempt to play good football with a good attitude.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Jennifer: Welche Spielerin hat denn Deiner Meinung nach das Prädikat „Spielerin des Spiels“ gestern verdient?

    Man muss Martas Verhalten auf dem Platz ja nicht gutheißen, und man kann darüber streiten, ob eine Spielerin, die den Fairplay-Gedanken nicht unbedingt zur Schau trägt, Weltfußballerin werden muss. Dennoch hat sie das Spiel gestern geprägt (2 Tore, 1 Vorlage) und vor allem bei ihrer Vorarbeit zum 2:0 die meiner Meinung nach bisher herausragende Szene des Turniers gezeigt. Es obliegt den Schiedsrichterinnen, Schwalben oder versteckte Fouls zu sehen und entsprechende zu ahnden. Ich finde nicht, dass man Marta das Foul zum 1:0 anlasten kann, jede andere Stürmerin hätte in dieser Szene instinktiv das gleiche gemacht. Das passiert ein Dutzend mal in jedem Spiel, und dafür gibt es Schiedsrichter, derartige Fouls zu bemerken und zu sanktionieren. Ich erinnere mich an ein ähnliches Tor in der Vorbereitung: Da Mbabis 2:0 gegen Nordkorea in Ingolstadt, als sie ihre Gegenspielerin vor dem Treffer regelwidrig foulte. Damals hieß es „clever gemacht“ und es gab überhaupt keine Diskussionen. Ich finde es ungerechtfertigt, zweierlei Maßstäbe anzulegen.

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  • KarlMai sagt:

    Marta hat das Spiel gestern mit der exzellenten Vorlage zum 2-0 und dem Tor zum 3-0 entschieden. Daher ist die Auszeichnung als prägendste „Spielerin des Spiels“ nachvollziehbar.

    Was immer man moralisch von ihr halten mag.

    Bei einer Auszeichnung fürs Gesamtwerk wie der Weltfußballer-Wahl können und sollten in der Tat auch noch andere Gesichtspunkte als die reine Leistung in einem Spiel eine Rolle spielen. Da kann man dann auch Akzente für eine gewisse Art des Verhaltens/Fair-play setzen mit seiner Wahl. Oder eben nicht.
    Aber diese Diskussion jetzt schon wieder aufzuwärmen… das können wir uns doch noch für Dezember aufheben, wenn es wieder so weit ist und sonst eh nix los ist.

    Es gibt Hunderte von Laufduellen und Zweikämpfen im Fußball, bei denen der Stürmer irgendwie noch versucht, am Gegenspieler vorbeizukommen, mit dem Arm ein bissel drängelt, eben den Kampf um die Position sucht… oder eben wie hier in die Hacken läuft. Das wird in Hunderten von Malen gepfiffen. Wenn es über die Grenze geht. Das heißt trotzdem nicht, dass all diese Stürmer deswegen Arschlöcher sind.

    Und nur weil es hier nicht gepfiffen wurde, fälschlich, ist Marta deswegen gleich moralisch schlimmer als all diese anderen Fußballer auf allen Plätzen der Welt?

    Es ist Aufgabe der Schiedsrichter, das Spiel zu richten und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ärgerlich und bedauerlich, dass es hier nicht geschah.

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  • Probiersmalmit... sagt:

    Am besten lässt man die Wahl „Spielerin des Spiels“ fallen.
    Wenn die Schiedsrichterinnen nicht in der Lage sind die Rahmenbe-
    dingungen zu schaffen, die eines Frauenfussballspiels würdig sind.
    Foulspiel gibt es immer nur der Vorsatz wird vom Publikum meist besser erkannt als vom Schirigespann. Deshalb wird die Wahl oft mit
    Unverständnis quittiert. Denn Spielerin des Spiels zu sein und mit
    bewusster Unfairness aufzufallen darf kein Vorbild werden. Sollte
    aber der Fussball die Gesellschaft widerspiegeln dann fehlen noch die Auszeichnungen: beste Blutgrätsche; elegantester Ellbogencheck usw.

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  • Camulos sagt:

    @Markus Juchem:

    Ich muss deine Ansicht hier scharf korrigieren:

    Ein Foul wird nicht anders bewertet, nur weil es die Schiedsrichtern nicht gesehen hat. Es darf auch niemals sein, dass Spielerinnen sich im Recht fühlen, wenn sie ein Foul begangen haben, dieses aber nicht gesehen wurde.

    Was wäre, wenn wir deinen Gedanken auf das Alltagsleben übertragen und zulassen würden, dass all Schandtaten gut, prächtig und toll sind, solange man sich dabei nicht erwischen lässt ?

    Das wäre doch das Ende unser Kultur.

    Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn eine Spielern mal den Kopf verliert und sich wie Marta so ein Tor sichert. Das mag auch den fairsten Spielern mal passieren.

    Doch dieses kann man doch gerade biegen, sei es mit entsprchender Gestik auf dem Platz oder einer Stellungnahme nach dem Spiel.

    Wenn aber all dieses ausbleibt, dann steht fest, dass hier Maßnahmen ergriffen werden müssen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Camulos: Ich halte Deine Einschätzung für ziemlich realitätsfremd. Jede Spielerin in jedem Team versucht im Rahmen des Erlaubten die eigenen Möglichkeiten so gut es geht auszureizen. Das finde ich auch nicht verwerflich. Es ist eine WM und jeder versucht das Beste für sich und sein Team rauszuholen. Ja, es war meiner Ansicht nach ein Foul vor dem 1:0, die Schiedsrichterin hat die Szene offenbar anders gesehen oder eingeschätzt.

    Es geht doch hier nicht um Recht oder Unrecht. Welche Maßnahmen sollen den ergriffen werden? Soll Marta bis ans Lebensende gesperrt werden? Oder soll Brasilien in einem Spiel gegen Deutschland mit 0:3 Handicap beginnen? Fouls gehören zum Fußball dazu, ob man das mag oder nicht und die Schiedsrichter sind dazu da, das Spiel zu lenken und es in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Ich finde auch den Vergleich zwischen Fußballplatz und Alltagsleben nicht angebracht.

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  • eisbär sagt:

    Und ich gebe Markus Juchem vollkommen Recht. Wenn es um Marta geht, wird oft mit zweierlei Maß gemessen. Wenn sie für Deutschland spielen würde, würde man sich über ihre Aktionen niemals so aufregen, wie es jetzt der Fall ist. Ich kann mich noch ganz genau an das BL-Spiel zwischen TP und FCR Duisburg in der Saison 2009/2010 erinnern, als Bajramaj Krahn in die Hacken gelaufen ist, die Schiedsrichterin nicht gepfiffen hat und Bajramaj so alleine aufs Tor zulief und das 1:0 duch Mittag vorbereitete. Da wurde Bajramaj auch nicht für ihr Foulspiel kritisiert. Ich mache ihr da auch kein Vorwurf, denn was soll sie machen? Stehen bleiben, weil die Schiedsrichterin nicht gepfiffen hat?

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  • berggruen1 sagt:

    @eisbär: Jo, in einer idealen Welt ;-).
    Es ist schon ein Unterschied, ob man ein Foul auf dem Fußballplatz begeht oder ob etwa Jemand einen anderen über den Tisch zieht oder die Handtasche klaut (um die „harmloseren“ Straftaten aufzuführen). Heftige Fouls, die nicht gesehen und auf dem Platz geahndet werden, können ja sogar noch nachträglich bestraft werden. Ich habe mir Martas Foul vor dem 1:0 mehrfach angeschaut – Foul ja, aber in der BuLi nahezu Usus – in beide Richtungen und diversen Varianten. Etwas Anderes waren die ausgefahrenen Ellbogen und eingesprungenen Doppelaxel beim Nigeria-Deutschland-Spiel… Dort wurde zum Teil fahrlässig die Gesundheit der Gegnerinnen riskiert.

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  • Probiersmalmit... sagt:

    Karls als gut bewerteter Kommentar ist sehr gut und wird auch durch die Pfiffe im Stadion gestützt. Deshalb kann die Problematik, bewusste Voteilsbeschaffung mit unfairen Mitteln, nur an einer besonders beachteten Spielerin festgemacht werden, damit das nicht zur Regel wird.

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  • karl sagt:

    Es geht ja nicht nur um das foul das zum ersten Tor gefuehrt hat. Ich finde dass Marta fouls generell von der Schiedsrichterschaft nicht als solche gesehen werden oder zumindest nicht gepfiffen werden. Da gabs ja auch noch ne sehenswerte Schwalbe kurz nach dem 1:0 kurz vor dem eigenen Strafraum. Deshalb spreche ich von einer Lizenz zum foulen. Dass auch mal andere Spielerinnen mit annaehernd aehnlichen fouls durchkommen mag stimmen, aber Marta kommt eben immer damit durch. Es entsteht der Eindruck dass wenn sie jemanden foult sie auch noch den Freistoss bekommt. Ob die Schiedsrichter das aus Angst vor ihrem gemecker so entscheiden oder ob sie Anweisungen von der FIFA haben kann ich nicht beurteilen. Ich glaube nur nicht dass die das alle nicht sehn.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Probiersmalmit: Hat eigentlich im Berliner Olympiastadion jemand gepfiffen, als sich Kerstin Garefrekes mit unfairen Mitteln einen bewussten Vorteil verschafft und das 1:0 erzielt hat oder wie schon angesprochen Da Mbabi beim Tor zum 2:0 im Testspiel gegen Nordkorea?

    Ich finde es ziemlich heuchlerisch, wenn man mit zweierlei Maß misst, je nachdem ob es die eigene oder die gegnerische Mannschaft betrifft.

    Ich finde weder verwerflich, was Garefrekes und Da Mbabi, noch was Marta getan hat. Wenn es ein Foul war, hat es die Schiedsrichterin zu ahnden, dafür ist sie da. Wenn sie es nicht pfeift, ist es ärgerlich, kann aber nicht der Spielerin angelastet werden.

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  • Markus Juchem sagt:

    @karl: Nein, sie haben keine Anweisungen von der FIFA, das ist ein absurder Verdacht.

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  • Camulos sagt:

    @Markus Juchem

    Du hast einfach keine Argumente. Du versuchst ein unrecht runterzuspielen, indem du die Schuld der Schiedsrichterin gibst.

    Das schreit doch zum Himmel.

    Für jeden war folgendes ersichtlich:

    1. Sie hat die Spielerin absichtlich und wissendlich umgeworfen. Ihre Hände hatten dort einfach nichts verloren. Das sie dieses weiss, garantiert ihre langjährige Erfahrung.

    2. Sie hat sich nicht entschuldigt.

    3. Sie hat auch weiterhin versucht die Entscheidungen der Schiedsrichterin zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

    Hier helfen bloß drakonische Maßnahmen um sicherzustellen, dass diese Spielerin zukünftig nicht mehr derartig ein Spiel beeinflussen kann, denn eine Besserung kann unter diesen Umständen nicht stattfinden.

    So ist bloß die logische Konsequenz, dass irgentwann wieder Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter falsch entscheiden werden, weil sie von ihrer Gerissenheit getäuscht oder das Foul nicht sehen konnten.

    Ich persönlich hätte, egal bei welcher Spielerin, kein Problem wenn in solchen Fällen eine Prüfung stattfindet u. gegebenfalls eine Tuniersperrung verhängt wird, sollte die Spielerin sich NICHT einsichtig zeigen.

    Es muss hier schlicht der Zwang geschaffen werden, dass die Spielerin ihren Fehler wenigstens einsieht und diesen offen gesteht.

    Dadurch würde man einer verhamlosung, einer auswucherung zuvor kommen ohne der Spielerin direkt und vorschnell Schaden zu können.

    So wie es im augenblick aber ist, nämlich das nur das Ergebnis zählt, dass kann nicht das Ziel sein.

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  • karl sagt:

    Die Vergleiche mit dem Garefrekes Tor gegen Canada oder dem Da Mbabi Tor gegen Nordkorea hinken gewaltig:

    Ich hab mir die Scenen nochmal angesehn und finde nicht dass sich Garefrekes aufgestuetzt hat , sie wurde unterlaufen.

    Da Mbabi hat ihre Gegenspielerin mit so ner Art Hueftschwung behindert , das erscheint mir im Bereich des erlaubten. Wenn es doch nicht erlaubt sein sollte ist es sicherlich fuer eine Schiedsrichterin schwerer zu erkennen als das beidhaendige Niederringen gestern….

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  • laasee sagt:

    @Camulos.

    I agree with your comments.
    Also, the top players at WM must take responsibility – they are role models and should set the correct example to the children who watch the games.

    Marta clearly fouled. The refereee made a wrong decision.
    After the game, Marta should just have been honest and admitted that she made a foul.
    She could have been diplomatic and say that she was expecting the referee to whistle and was surprised that the referee did not.

    For FF the PR benfits of this WM will be immense.
    Negative PR should be avoided.
    Players, coaches, official et al, should be intelligent and smart – if a mistake has been made then just admit the fact.
    The public (in all countries) appreciate honesty above anything else.

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  • waiiy sagt:

    @Markus Juchem:

    Ja, ich denke auch, dass Marta mit anderen Maßstäben gemessen wird als viele andere Spielerinnen. Und das ist richtig so, da sie ja auch einen anderen Anspruch hat und auch anders bezahlt und geehrt wird. Das tut mir leid für sich. Aber wenn sie sich und andere sie als nicht so tolle Spielerin ansehen würden, würde sie auch anders bewertet werden.

    Auch in Deutschland werden einige Spieler anders bewertet (z.B. Prinz und Bajramaj). Das liegt genau an diesen Dingen.

    Wenn man das nicht will, muss man alle gleich machen. Das will doch aber keiner. Herausheben kann man sich nur, wenn man polarisiert und dann muss man auch mit gesonderter Kritik umgehen.

    Die Pfiffe hat sich Marta einfach verdient. Und ich bin auch froh, dass das so gemacht wurde. Wenn man solche Unsportlichkeiten als normale Fouls oder „Schlitzohrigkeit“ durchgehen lässt, kann sich jeder andere auch darauf berufen. Immerhin waren wir ja mal beim Vorbildcharakter und bei Präzedenzfällen.

    Und ob es gerechtfertigt ist oder nicht, stellt Marta sich und die ganze Schar südamerikanischer Laienschauspielerinnen in ein Licht, wo sie eigentlich nicht hin wollten. Das weiß man natürlich als mediengewandte Spielerin vorher. Also hat sie das auch so gewollt.

    Aber das Ärgerliche ist ja nicht im eigentlichen Sinne das Foul gewesen, sondern dass eine erfahrene Schiedsrichterin und eine Linienrichterin auf Ballhöhe das nicht gesehen und als Unsportlichkeit geahndet haben.

    waiiy

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  • Markus Juchem sagt:

    @Camulos: Das, was Du Marta zuschreibst, trifft auf einen Großteil der anderen Spielerinnen genauso zu. Deine Punkte 1, 2 und 3 sehe ich in jedem Spiel, ob Frauen, Männer oder Jugend dutzendfach. Sollen wir einfach alle Spielerinnen sperren? Dann können wir gleich das Turnier absagen. Ich finde Deine Ausführungen einfach nur realitätsfremd und übertrieben.

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  • Markus Juchem sagt:

    Klar, Karl, waren ja auch deutsche Spielerinnen, gell? 🙂

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  • karl sagt:

    Zumindest warens keine Brasilianerinnen , ich geb ja zu dass ich die nicht mag

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  • Probiersmalmit... sagt:

    @ Markus Juchem:

    Garefrekes und Da Mbabi erfahren Weltweit nicht diese Beachtung wie Martha. Sie hat technisch auch viel mehr zu bieten, als die beiden, was sie so auffällig macht. Deswegen hat ein solches von den Damenschiris nicht geahndetes Auftreten Signalfunktion. Es wäre auch
    wirklich Überlegenswert Utes Vorschlag zu prüfen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Probiersmalmit: Bei der Beurteilung ist es vollkommen unerheblich, ob die Spielerin Marta, Garefrekes, Da Mbabi oder sonst wie heißt.

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    It is ironic that FIFA Award Winners – Marta (5) and Birgit (3) have in the last games been the only two players at the centre of attention for their ‚attitude‘ during a game.

    Both players should be reminded that they have a special responsibility for the image of FF.

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  • Camulos sagt:

    @Markus Juchem

    Das dir mein Vorschlag missfällt liegt daran, dass du dir nur die schlimmste Lösung vorgestellt hast und dieses auf jeden kleinen Vorfall übertragen hast.

    So habe ich das aber nicht geschrieben.

    Sondern die angesprochene „Strafe“ würde nur im Falle fehlender Einsicht und ständige Wiederholungen vorkommen.

    Das heißt die Spielerin hat es selbst in der Hand.

    Im Falle Martas: Entschuldigung gegenüber der Schiedsrichterin und der gegnerischen Mannschaft und die Sache ist gegessen.

    Es ist doch nun wirklich kein Kavaliersdelikt durch ein Foul ein Spiel zu gewinnen, sondern neben den persönlichen Schaden kommt ja auch gegebenfalls ein enormer finanzieller Schaden hinzu.

    Deshalb finde ich es sehr verwunderlich, dass man hier allgemein (bei anderen Sportarten, wie zum Beispiel dem Boxen ja teilweise noch schlimmer) so lasch damit umgeht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Camulos: Was würde die Entschuldigung der Spielerin an der Fehlentscheidung der Schiedsrichterin ändern? Dann müsste sich wohl eher die Schiedsrichterin bei den Norwegerinnen entschuldigen, dass sie das Foul offenbar übersehen hat. Ich sehe die Schiedsrichterin in der Verantwortung, nicht die Spielerin.

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  • laasee sagt:

    @Markus

    Then is Diego Maradona’s ‚hand of God‘ goal acceptable?
    The referee is clearly at error for not seeing the handball and allows a goal.
    But it is not a true goal – it is cheating.

    Yesterday, Marta pushes the opponent (cheats) and gets away with it.
    Yes, the referee is at fault for allowing the goal but Marta also has a responsibility for the image and values of football.
    She is 5 times FIFA Award Winner and the highest paid player in FF.
    Marta should set a better example.

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  • Camulos sagt:

    Das wird ja immer abenteuerlicher.

    An erster Stelle steht die Tat Martas. Alles andere sind Fehler die daraus resultieren.

    Es ist gar abenteuerlich, dass sich in deiner Vorstellung Menschen alles erlauben dürfen und dafür dann auch noch die Schiedsrichterin die alleinige Verantwortung trägt.

    Übertrag das doch mal lustigerweise ins alltägliche Leben, wo der Polizeibeamte stellvertrendend für die Schiedsrichterin steht 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    @Camulos: Ich will das aber nicht ins alltägliche Leben übertragen, wir sind hier beim Fußball. Und es ist keine „Tat“, sondern ein schlichtes „Foul“, was zum Fußball gehört, wie der Ball, der Anstoßkreis oder der Elfmeter. Man kann hier auch künstlich aus einer Mücke einen Elefanten machen. 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    If you say pushing a player is cheating, then we can stop the World Cup and stop playing football as of today. It is part of the game. If you don’t like it watch swimming. Marta plays football, she doesn’t care about setting examples.

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  • Camulos sagt:

    @Markus Juchen

    wenn man das so wie du siehst und das ganze mit einer gewissen Gleichgültigkeit betrachtet, dann werden wir uns wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen können.

    Ich habe auf Youtube mal eine Strafraumszene gesehen, in der der Verteidiger umgenietet wurde. Das sah auch wirklich so aus. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt … wer reklamierte war der „gefoulte“ Verteidiger.

    Das ist eben wahre Größe und ich glaube, dass es Marta nicht geschadet hätte, wenn sie diese Größe gezeigt hätte.

    Dazu ist sie aber offenbar nicht in der Lage.

    Wenn dich das nicht stört und wenn du der Meinung bist, dass sich hier nichts grundlegendes ändern muss … bitteschön.

    Ich persönlich finde aber, dass es Schiedsrichter leichter hätten, wenn die Spieler fairer wären und di eses würde zu faireren und zutreffenderen Endergebnissen führen und das ist zumindest mein Wunsch.

    Du gehst aus einer ganz anderen Perspektive (wie ich) etwas realitätsfremd vor, nämlich du gehst davon aus, dass in einem idealisiertem Fußball die Schiedsrichterin alles sehen muss um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können.

    Dieses ist genauso unmöglich, wie die Warscheinlichkeit das sich mein Vorschlag durchsetzten könnte 😉

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  • NaviDrH sagt:

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Team Brazil generell sehr von sich überzeugt ist, ein Indiz: die Norwegerinnen haben sich von der tollen Atmosphäre in WOB (ausverkauft) anstecken lassen und es sich trotz 0:3 nicht nehmen lassen, sich in einer Stadionrunde von den Applaus spendenden Zuschauern zu verabschieden, während die brasilianische Entourage stante pede in den Kabinen verschwandt und erst wieder mit ihrer Trommelperformance auftauchte, als das Stadion leer war, obwohl sehr viele grün-gelbe Fans gewartet haben. Man hat es halt nicht nötig, sich mit den eigenen Anhängern, Pfiffen und kritische Berichterstattung auseinanderzusetzen.

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  • Jarmusch sagt:

    Markus Juchem schrieb: „Hat eigentlich im Berliner Olympiastadion jemand gepfiffen, als sich Kerstin Garefrekes mit unfairen Mitteln einen bewussten Vorteil verschafft und das 1:0 erzielt hat oder wie schon angesprochen Da Mbabi beim Tor zum 2:0 im Testspiel gegen Nordkorea? Ich finde es ziemlich heuchlerisch, wenn man mit zweierlei Maß misst, je nachdem ob es die eigene oder die gegnerische Mannschaft betrifft.“

    Ich finde, dass man die Aktionen von Garefrekes und Marta durchaus mit zweierlei Maß messen muss.

    Garefrekes war in einer klaren Abschlusssituation und hat sich dabei womöglich aufgestützt. Das hätte man sicher auch abpfeifen können, klar, aber derartige Dinge passieren zigfach in einem Spiel.
    Marta hingegen war gar nicht in der Position für einen Torabschluss. Erst durch das Wegschubsen der Gegnerin hat sie sich diese Möglichkeit ergaunert. Und die Absicht dahinter finde ich deutlich kritikwürdiger, nämlich grob unsportlich.

    Das bei lapidarer Betrachtung beides hätte abgepfiffen werden sollen mag so sein, aber die Schiedsrichterin hätte Marta Gelb zeigen müssen, Garefrekes hingegen sicherlich nicht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Jarmusch: Das macht für mich keinen wesentlichen Unterschied. Beide haben sich durch regelwidrigen Einsatz einen Vorteil verschafft. Warum ist das Aufstützen von Garefrekes weniger unsportlich? Weil es eine klare Abschlusssituation war, ist es dann besser oder erlaubter? Diese Logik erschließt sich mir nicht.

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  • Jarmusch sagt:

    @Markus Juchem

    Martas Foul ist eine grobe Unsportlichkeit, Gareferekes Aufstützen ein Foulspiel das abgepfiffen werden kann. Bei Garefrekes Aufstützen besteht ja zudem noch ein mehrfach geäußerter Zweifel ob es sich hier überhaupt um eine Regelwidrigkeit gehandelt hat.

    Und warum ich Garefrekes Aufstützen weniger unsportlich finde habe ich doch oben beschrieben.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Jarmusch: Martas Foul ist für mich ein Foul, nicht mehr und nicht weniger. Für mich besteht kein Unterschied.

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  • Ralf sagt:

    @Markus

    Ich muss schon sagen, 😉 ^^ … Foul ist eben nicht gleich Foul; sonst bräuchten wir auch keine Differenzierung/Abstufung der Sanktionsmöglichkeiten (Karten).

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  • Markus Juchem sagt:

    @Ralf: Sind wir doch mal ehrlich: Die Aufregung ist doch nur so groß, weil es Marta gemacht hat. Bei jeder anderen Spielerin würde heute niemand mehr darüber diskutieren, bei einer deutschen Spielerin würde es jetzt Kommentare geben, die das Verhalten als „clever“ oder „kaltschnäuzig“ beschreiben würden. Mir geht einfach die Marta-Hetze gewaltig gegen den Strich. Man muss sie nicht mögen und man muss sie auch nicht zur Weltfußballerin küren, aber fußballerisch spielt sie in einer eigenen Liga und damit kommen offenbar einige nicht klar und verweigern ihr die sportliche Anerkennung, die sie verdient. Mich stört auch, wenn sie es immer wieder mit Schwalben versucht, trotzdem finde ich, eine Schiedsrichterin + zwei Schiedsrichter-Assistentinnen dürfen auch mal die Augen auf machen. In diesem Sinne hat mich ihre Schwalbe gestern viel mehr gestört als das Foul vor dem 1:0, denn Ersteres ist für mich eine grobe Unsportlichkeit, Zweiteres aus Stürmersicht eine instinktive Handlung.

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  • Jarmusch sagt:

    Markus Juchem schrieb: „Die Aufregung ist doch nur so groß, weil es Marta gemacht hat. Bei jeder anderen Spielerin würde heute niemand mehr darüber diskutieren, bei einer deutschen Spielerin würde es jetzt Kommentare geben, die das Verhalten als “clever” oder “kaltschnäuzig” beschreiben würden.“

    Da muss ich einlenken. Auch wenn ich mehr als einmal geäußert habe, dass ich Marta nicht mag, hat das keinen Einfluss auf meine Bewertung der beiden Foulspiele Marta/Garefrekes.
    Hätte anstelle von Marta da Mbabi das Foul begangen, hätte ich genau so argumentiert. Vielleicht weniger leidenschaftlich, aber im Kern genau so.

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  • Ralf sagt:

    @Markus

    „Mich stört auch, wenn sie es immer wieder mit Schwalben versucht, trotzdem finde ich, eine Schiedsrichterin + zwei Schiedsrichter-Assistentinnen dürfen auch mal die Augen auf machen. In diesem Sinne hat mich ihre Schwalbe gestern viel mehr gestört als das Foul vor dem 1:0, denn Ersteres ist für mich eine grobe Unsportlichkeit, Zweiteres aus Stürmersicht eine instinktive Handlung.“

    Dann ist es aber eine Schirie-Diskussion und keine Marta-Debatte! 🙂

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  • dadida sagt:

    @markus: da bin ich bei dir. dieses geschreibe von wegen das hat sie ja nicht notwendig, unfair, buh … find ich ehrlich gesagt scheinheilig. ungeachtet dessen, dass hier wirklich die schiedsrichterin in der pflicht war, glaub ich nicht einmal, dass die marta das foul mit absicht begangen hat, sondern einfach beim wechseln auf die andere seite der norwegerin über die beine gelaufen ist. zweitens möcht ich schon sehen wie hier einige reagieren würden, wenn im viertelfinale vielleicht der celia in der letzten minute so etwas passiert und sie dann brav vor dem torschuss stehen bleibt, obwohl die schiedsrichterin nicht pfeift und dieser den ball mit den worten: „oh sorry, i made a foul and you and your assis did not see it“ in die hände schupft. wenn dann die deutsche natio ausscheidet wird danach sicher ein eigener fairnesspreis nach ihr benannt, sie wird millionen dankschreiben erhalten und zur nächsten bundespräsidentin gewählt.

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  • Striker sagt:

    Die Diskussion hier ist völlig absurd. Marta hat gestoßen, ein Allerweltsfoul wie es in jedem Spiel mehrfach vorkommt. Die Stürmerin will ich sehen, die stehen bleibt und der Schiedsrichterin sagt, dass sie pfeifen soll wenn die ihr Foul nicht gesehen hat. Wenn sich bald jede Spielerin öffentlich entschuldigen soll, die ein nicht geahndetes Foul begangen hat, räumt man auf den Pressekonferenzen demnächst am besten jeder Spielerin schon mal pauschal drei Minuten Entschuldigungszeit ein. Rein sportlich betrachtet war das eine Leistung von Marta, die unterstrichen hat, warum sie zurecht Weltfußballerin ist.

    Zum Glück war es nur ein Schieben. Nicht auszudenken, was hier los wäre wenn Marta den Ball im Strafraum in die Hand genommen hätte, oder sie so über den Platz pflügen würde wie Anomna…

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  • Probiersmalmit... sagt:

    Marta als Weltfussballerin hat Vorbildfunktion. Das Problem mit vorsätzlichem Foulspiel und Schauspiel besteht nicht erst seit dieser
    Weltmeisterschaft sondern seit dem Marta diese Auszeichnung erhielt.
    Werden solche Zeichen gesetzt vesteht man auch warum Frauenschiris vor
    Zicken zucken.
    Die Heuchelei ist ja schon mit Händen zugreifen:
    Es beginnt mit „Fair geht vor“
    R E S P E K T Achtung des fussballspielenden Gegners
    Niedliche Kinder beim Einlaufen
    Shake hands
    Dann der Anpfiff der gleichzeitig der Abpfiff dieser geforderten Tugenden ist.
    Wo soll das noch hinführen, wenn argumentiert wird, die anderen spielen ja so auch foul. Aber das ganze fing ja mal an.
    Wie gesagt die Richtungsweisende Spielerin ist, aufgrund ihrer Bezeichnung Weltfussballerin, Marta und diese Art zu spielen wird versucht zu kopieren. Daraus resultiert auch m. E. das grosszügige
    wegsehen der Schiris in allen Spielen. Das absichtliche Wegstossen,
    plump in den Gegner laufen, von hinten mit voller Gewalt in den Gegner springen, das auch noch mit ausgefahrenem Ellbogen usw. hat nichts aber auch gar nichts mit den oben beschriebenen Erklärungen
    zutun.
    Es hat sich was verändert im Frauenfussball. Als Birgit Prinz
    Weltfussballerin war, gab es auch Foulspiel es herrschte aber mehr
    Achtung gegenüber dem Gegner.
    Heute wird beim Anstoss die Menschenwürde für ca.90min vergessen.
    Das ist Sport wie ihn die Journaille gerne hat.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Probiersmalmit: Ich denke, man muss sich einfach von dieser romantisierenden Vorstellung entfernen, der Frauenfußball wäre weicher, sauberer, fairer. Das war vielleicht einmal, doch mit zunehmender Professionalisierung, einhergend mit der Möglichkeit, auch im Frauenfußball inzwischen in der Spitze gutes Geld zu verdienen, verschwimmen die Grenzen zum Männerfußball immer mehr. Das muss man nicht mögen oder gutheißen, stoppen wird man diese Entwicklung nicht.

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  • Probiersmalmit... sagt:

    Sehr bedenklich, wenn gegenseitiger Respekt im Zuge der Professionalisierung zur romantischen Vorstellung verkommt.
    Der überwiegende Anteil der mit Gut bewerteten Kommentare spricht
    eine eindeutige Sprache. Nichts Destotrotz wäre das, wie KarlMai schon erwähnte, eine gute Diskusionsgrundlage für die saure Gurkenzeit im Dezember.

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  • Fee sagt:

    Herr Juchem, sie haben sich mal wieder verrannt. Das Tor von KG mit dem von Marta zu vergleichen ist mehr als abenteuerlich.

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  • Matt sagt:

    Marta ist die weltbeste Fussballerin. Punkt. Sie hat die Athletik und die Technik. Es hapert an taktischem Vermögen (Willen?) und an medienwirksamer Darstellung. Jeder Fussballer hätte in dieser Situation das Tor gemacht und gut ist. Wenn der Schiri nicht pfeift… Pech, so ist das schon tausendmal passiert.
    Auch ist festzustellen, dass die norwegische Spielerin ggü. Marta so schnell lief, als hätte sie Betonplatten an den Füssen. Man muss Marta nicht lieben, aber sie ist eben Lichtjahre von allen anderen Fussballerinas entfernt, was das Einzelkönnen betrifft. Es ist gar nicht einfach als Superkönner sich auf das Spiel von Mitspielern einzulassen, die mindestens eine Liga tiefer spielen.

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  • karl sagt:

    Ich moechte hier nochmal was praezisieren um Misverstaendnisse zu vermeiden: Ich glaube niemand bezweifelt ernsthaft dass Marta die perfekteste und talentierteste Spielerin(moeglicherweise aller zeiten) ist. Und niemand verlangt von ihr dass sie nach dem foul nicht weiterspielt. Was mich stoert ist ihr Verhalten auf dem Fussballplatz .
    Die Schwalben , die ungeahndeden fouls , das gemecker , das fordern von karten fuer Gegenspielerinnen und vor
    allem dass sie selbst bei guten Schiedsrichtern immer damit durchkommt. Sicher ist all das eine allgemein bekannte brasilianische Unart, nicht umsonst ist allgemein bekannt dass man
    jede noch so leichte Beruehrung eines Brasilianers auf dem Spielfeld vermeiden sollte weil der sich sonst sofort fallen laesst und den toten Mann spielt bis seine Mannschaftskameraden
    den Schiedsrichter von der roten karte fuer den vermeintlichen
    uebeltaeter ueberzeugt haben. Das und nichts anderes ist es was mich an Marta und auch anderen , sehr haeufig brasilianischen Spielern und Spielerinnen stoert und was mir die unsympathisch macht. Ich bin ueberzeugt wenn zum Beispiel Abby Wambach das gleiche foul begangen haette waere das von jeder Schiedsrichterin sofort abgepfiffen worden und Anonma wuerde fuer ne Schwalbe sofort ne gelbe Karte kriegen und Bajramaj kriegt ne gelbe Karte fuers meckern , an die Statistiker unter uns : hat Marta jemals ne gelbe Karte bekommen ….

    Im Grund genommen geht meine Kritik mehr in Richtung der Schiedsrichter die das unschoene Verhalten Martas dulden , aber vielleicht dulden sie es ja nur deshalb weil sie zuviel

    Respekt vor einer weltfussballerin aufbringen , wer weis das schon…

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  • Gast sagt:

    @ Karl: „Ich glaube niemand bezweifelt ernsthaft dass Marta die perfekteste und talentierteste Spielerin(moeglicherweise aller zeiten) ist.“

    doch: laasee 🙂

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  • Sven sagt:

    Warum soll eigentlich Marta die beste Spielerin sein? Weil sie Weltfußballerin ist? Das ist bekanntermaßen ein Medienpreis und als solcher zwar für den Gewinner ganz nett, für den Rest der Menschheit aber völlig irrelevant. Klar ist sie technisch ausgezeichnet und ihre Aktionen sind bisweilen schön anzusehen, aber Tricksereien machen höchstens ein Prozent eines Fußballspiels aus. Ich persönlich finde kluge Pässe sehenswerter als Egotricks. Ich gucke Fußballspiele, weil mich das Zusammenspiel von 11 Menschen begeistert, die gemeinsam ein Ziel erreichen wollen.

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