Teamporträt Japan

Von am 24. Juni 2011 – 19.55 Uhr

Die japanische Frauenfußball-Nationalmannschaft startet bei dieser Weltmeisterschaft in Gruppe B. Während vor vier Jahren die WM für die Japanerinnen nach der Vorrunde beendet war, zählt man sie bei diesen Titelkämpfen zum erweiterten Favoritenkreis.

Das Team aus Japan hat die wohl rasanteste Entwicklung der asiatischen Mannschaften erlebt. Amtierender Kontinentalmeister sind zwar die Australierinnen, doch die Japanerinnen sind mittlerweile bis auf Rang 4 in der Weltrangliste vorgerutscht und damit die bestplatzierte asiatische Mannschaft.

Platz 4 bei Olympia
Wie vor vier Jahren trifft Japan in der Gruppe auch diesmal auf die Engländerinnen – damals endete die Partie 2:2, im Anschluss folgte ein Sieg gegen Argentinien sowie eine Niederlage gegen Deutschland. Die besiegelte das Vorrunden-Aus.

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Doch nur ein Jahr später spielte sich Japan ins Rampenlicht. Bei den Olympischen Spielen in Peking kämpften sie um die Medaillen, im Spiel um Platz 3 trafen die Asiatinnen auf Deutschland. Auch diesmal verloren sie, boten jedoch eine starke Leistung und unterstrichen ihre Ambitionen.

Technisch stark
Japan ist eine Mannschaft, die ihre Stärken in Technik und Kombination hat – darüber hinaus stimmt die Mischung im Team. Trainer Norio Sasaki setzt weiterhin auf Superstar Homare Sawa, die mit knapp 170 Länderspielen die erfahrenste Akteurin im Feld der „Nadeshiko“ ist, ebenfalls dabei ist Kozue Ando, die bereits ihre dritte Weltmeisterschaft spielen wird. Die für den FCR 2001 Duisburg spielende Angreiferin bringt Bundesligaerfahrung mit und kennt die deutsche Spielweise – die ist, wie typisch in Europa, robuster und körperbetonter als in Asien, worin ein Nachteil für Japan liegen könnte.

Mana Iwabuchi kommt aus der U20 ins Frauen-Team. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Neben Ando ist auch die zweite japanische Bundesligaspielerin nominiert worden: Yuki Nagasato vom 1. FFC  Turbine Potsdam. Die Stürmerin hat sich in der vergangenen Saison in Potsdam zu einer echten Leistungsträgerin entwickelt, nach 2007 ist es für sie bereits die zweite Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Doch neben den erfahrenen Kräften läuft Japan auch mit jungen Talenten auf, wie Mana Iwabuchi, die bei der U20-WM im vergangenen Jahr eine gute Leistung geboten bot.

Dauergast bei Weltmeisterschaften
Japan hat bisher an allen Weltmeisterschaften teilgenommen, doch der große Wurf gelang noch nie. Bis auf 1995 in Schweden schied Japan immer in der Gruppenphase aus. Doch die „Nadeshiko“ haben kontinuierlich gearbeitet – der derzeitige vierte Platz in der Weltrangliste ist der beste bislang. Eingestiegen in die Rangliste sind die Japanerinnen 2003 auf Rang 14. Die Chancen, die Gruppenphase zu überstehen, stehen diesmal wohl so gut wie noch nie.

WM-Auftakt gegen Neuseeland
Zunächst trifft Japan am Montag auf Neuseeland, im Anschluss folgt am 1. Juli die Begegnung mit Mexiko. Gegen beide Mannschaften sind drei Punkte absolut erreichbar. Ein vorzeitig gesicherter Einzug ins Viertelfinale ist denkbar. Ansonsten könnte es am 5. Juli in Augsburg zu einem Endspiel um das Ticket zur K.O.-Runde mit England kommen.

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