Kreuzbandriss bei Nicole Rolser

Von am 7. Juni 2011 – 19.58 Uhr 17 Kommentare

U19-Nationalspielerin Nicole Rolser hat sich bei der EM in Italien beim 1:0-Sieg gegen Spanien einen Kreuzbandriss zugezogen.

Die Verletzung zog sich sie bereits im zweiten Gruppenspiel nach einer knappen halben Stunde zu. Ein Schock für den Shootingstar der vergangenen Saison beim SC 07 Bad Neuenahr.

Sechs Monate Pause
Die fällige Operation wird in der Sportklinik Hellersen durchgeführt, die Reha wird dann von Prof. Dr. Billigmann und dem Koblenzer Physioteam Ralf Fröhlich übernommen, eine Kombination, bei der Rolser in besten Händen ist. Der SC 07 Bad Neuenahr wird wohl für sechs Monate auf seine Ausnahmestürmerin verzichten müssen, wünscht Ihr aber alles Gute und einen raschen Genesungsverlauf.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

17 Kommentare »

  • NCB sagt:

    @waiiy: Erklär das mal. Wenn dein Körper über ein ganzes Jahr hinweg immer wieder diesen Strapazen kontinuierlich ohne Regeneration ausgesetzt ist und die Muskeln schlichtweg immer schneller übersäuern am Ende der Saison, dann soll das Kreuzband nicht mehr gefährdet sein, als nach zwei Wochen gutem, muskelaufbauenden Training???

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  • Toni sagt:

    Erst einmal alles, alles Gute und rasche Genesung für Nicole Rolser und für alle anderen Betroffenen natürlich auch!

    Die Faktoren Regeneration und Überlastung sind mit großer Sicherheit ganz wichtige Aspekte zum Thema Kreuzbandriss. Auffallend ist in diesem Zusammenhang auch der Zeitpunkt der K-Verletzungen -gehäuft zum Ende der Saison. Wenn Körper und Kopf müde sind, passieren grundsätzlich schneller Verletzungen. Die meisten Kreuzbandrisse geschehen aber oftmals nicht durch Fremdeinwirkung (Fouls) sondern größtenteils durch ein Hängenbleiben im Rasen. Natürlich sehr unglücklich, aber wie gesagt, wenn Körper und Geist müde sind……….fehlt auch oftmals die Koordination.

    Dazu kommt der anantomische Bereich einer Frau: das weibliche Knie ist anders „gestaltet“ als ein männliches -kleinere Kreuzbandhöhle (Notch) und ein wesentliches schwächeres Bindegewebe. Ferner wird der muskuläre Zustand einer austrainierten Fussballerin NIE dem eines Fussballers entsprechen -man bedenke, dass selbst eine Leistungsfussballerin bis zu 10 mal stärker gefährdet ist als ein untrainierter Fussballer.

    Ferner ist erwiesen, dass an bestimmten Tagen des weiblichen Zykluses das Bindegewebe weicher ist als an anderen Tagen.

    Das sind leider Fakten, die in Verbindung mit zu starker Belastung bzw. nicht ausreichender Regeneration erfahrungsgemäß zur gefürchteten Verletzung führen können.

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