Frankfurt verpflichtet Saki Kumagai

Von am 31. Mai 2011 – 9.04 Uhr 71 Kommentare

Die Frauenfußball-Fans in Deutschland dürfen sich auf eine weitere japanische Nationalspielerin in der Bundesliga freuen: Abwehrspielerin Saki Kumagai wird ab der kommenden Saison den 1. FFC Frankfurt verstärken.

Kumagai kommt vom japanischen Spitzenklub Urawa Reds Diamonds an den Main und erhält beim DFB-Pokalsieger einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

Schnelle Integration
Die 20-Jährige hatte bereits in der Vorbereitung auf die Rückrunde als Gastspielerin beim 1. FFC Frankfurt mittrainiert und sich sofort bestens in der Mannschaft integriert. Bei der U20-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zählte sie zu den Leistungsträgerinnen des japanischen Teams und hat mittlerweile auch den Sprung in die erste Elf der „Nadeshiko“ geschafft.

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Saki Kumagai

Verstärkung für die Frankfurter Abwehr: Saki Kumagai (vorne) bei der U20-WM gegen Mexiko © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Kumagai freut sich auf Frankfurt
In den beiden WM-Testspielen vor knapp zwei Wochen gegen die USA gehörte die 1,72 Meter große Verteidigerin zu den Stammkräften. Kumagai erklärt: „Ich freue mich sehr darüber, für den 1. FFC Frankfurt spielen zu dürfen. Mein Ziel ist es, mich durch die alltägliche Praxis mit den vielen herausragenden Spielerpersönlichkeiten weiter zu entwickeln und ich möchte alles dafür geben, um mit dem FFC in der kommenden Saison die sportlichen Ziele zu erreichen!“

Dietrich: „Eines der größten Talente Asiens“
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Wir freuen uns sehr über die Zusage von Saki Kumagai. Sie hat im Frühjahr bei unseren Trainern einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und zählt sicherlich zu den größten Talenten in Asien. Mit Saki verstärken wir unseren Kader auch in der Breite, um für alle drei Wettbewerbe auch personell bestens aufgestellt zu sein!“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

71 Kommentare »

  • NCB sagt:

    Okay, 3 Stück. In den meisten BL-Mannschaften spielen mehr in der A-Mannschaft. 😀

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  • Rallfb sagt:

    @Lucy#

    Natürlich ist es legitim, doch was haben die Talente davon ?

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  • NCB sagt:

    @Rallfb: Deswegen ist es ja gerade nicht legitim. Es ist legal, weil es nicht ungesetzlich ist, aber es ist nicht legitimiert, weil es dem Fußball an sich schadet.

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  • pinkpanther sagt:

    @NCB: Nö! Es ist legitim was Frankfurt macht, legal ist es sowieso.
    Warum? Würde Frankfurt auf das „Modell“ Potsdam setzen, hätten sie kurzfristig (und wahrscheinlich auch mittelfristig) keine Chance, oben mitzuspielen. Das muss nämlich wachsen und da hat Potsdam einfach Tradition und meilenweit Vorsprung. Wenn aber ein Verein finanziell so gut ausgestattet ist wie Frankfurt, ist es legitim, diesen „Trumpf“ auszuspielen, ob einem das nun gefällt oder nicht. Als Frankfurt-Fan, -mitglied, -sponsor etc. würde ich den Verantwortlichen etwas husten, wenn sie auf einmal auf die Idee kämen, alle Konzepte über den Haufen zu werfen und z.B. zu sagen: Das war in der Vergangenheit nicht ok, was wir gemacht haben. Wir haben uns eines besseren Besonnen. Wir bauen jetzt dann mal eine junge Mannschaft auf, aber nur aus der eigenen Jugend, die etablierten Spielerinnen schicken wir in die Wüste, weil das ist nunmal DAS Ideal und sowieso das Beste für den Frauenfußball. Ach, und übrigens: Vielleicht steigen wir dann nächste Saison auch mal ab, ein zwei Jahre in der zweiten Liga mit unseren jungen Talenten ist doch auch nicht schlecht … Hallo?
    Es IST legitim, seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn die Konkurrenz, zuletzt vor allem Potsdam, in anderer Hinsicht (z.B. eigene Nachwuchsförderung) besser ist, ist es legitim auf die eigenen „Stärken“ zu setzen. Ohne Wenn und Aber.
    Wenn du dir die letzten 10 Jahre anschaust, teilen sich Frankfurt und Potsdam genau halbe/halbe die 10 Titel. Nur … die letzten 3 Titel gingen ausnahmslos in den Norden! Was schließen wir daraus? Geld allein holt keine Titel. Das Gesamtkonzept muss stimmen. Und da hat in Franfurt mittlerweile ein (kleines) Umdenken stattgefunden – man fängt an, auch vermehrt auf begabte junge Spielerinnen zu setzen. Auch wenn man sie mangels eigener Nachwuchsarbeit „erstmal“ einkauft.
    Wer will, dass ein grundlegendes Umdenken stattfindet, muss den Hebel woanders ansetzen: An den Verbands- und Förderungsstrukturen. Im Herrenfußball ist es für die 1. bis 3. Liga seit einiger Zeit PFLICHT, ein Jugendleistungszentrum zu haben. Etwas in diese Richtung wäre ein Ansatz …
    Aber nur mit dem moralischen Zeigefinger auf Frankfurt zu zeigen und deren Gebahren als nicht legitim hinzustellen, ist einfach nur daneben. Mir persönlich ist der Weg von Potsdam auch viel sympathischer, deswegen aber in keinster Weise legitimer!

    P.S. Ich bin weder Frankfurt- noch Potsdam- noch Duisburg-Fan, sondern eher allgemein am FF interessiert, weil ich diese Sportart gern mag.

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  • Nickless sagt:

    Habe eben gelesen, dass der Bundesfinanzmittel-Ausgleich gestrichen wird.
    Sorry, aber wenn Brandenburg pleite ist, dann war es das dann wohl mit den Subventionen an das Nachwuchszentrum von Potsdam. Jetzt darf man gespannt sein, wie man aus eigenen Mitteln die Nachwuchsarbeit finanzieren will.

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  • NCB sagt:

    @Nickeless: Schon mal was von Fördervereinen gehört? Die Sportschule liegt mittlerweile schon zu großen Teilen auf den eigenen Schultern bzw. den des Fördervereins der Schule. Klar gibt es Zuschüsse vom DFB und von den Ländern, aber deswegen wird noch lange nicht das wirklich stabile Nachwuchssystem gefährdet.

    @pinkpanther: Okay, ich muss mich entschuldigen. Wenn du so denkst, ist der Weg natürlich als Übergangslösung legitim. Dann will ich Frankfurt auch keinen Vorwurf machen. Nur dauert diese Übergangslösung jetzt gute 10 Jahre schon an. Und dieses Umdenken setzt mir einfach zu spät ein.
    Es ist doch bezeichnend, dass sie seit genau 3 Jahren keine Titel mehr geholt haben, weil damals einfach die Stützen des Teams weggebrochen sind. Lingor, Rottenberg, Künzer usw., alle in einer Saison aufgehört. Und anstatt damals schon diesen Weg des Umdenkens zu gehen, hat man sich, achja, Angerer (30) und Hingst (31) aus Amerika geholt, die jetzt mit Prinz, Smisek, Garefrekes und Thunebro aufhören werden, womit 6 Stammspielerinnen einfach von heute auf morgen nicht mehr da sind. Und da fragt man sich schon mal: Wann soll der Aufbau der eigenen Jugend geschehen? Irgendwann muss man ja anfangen.

    Übrigens, diese Saison im Männerfußball hat gezeigt, wie mans richtig macht. Die ersten Teams, die kategorisch auf Jugendarbeit gesetzt haben, waren Mainz, Freiburg und Hannover, alle schon vor 10 Jahren ihr Leistungszentrum aufgebaut. Jetzt ernten sie die Früchte, während Teams wie Wolfsburg oder Hoffenheim dumm aus der Wäsche gucken…

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  • waiiy sagt:

    @pinkpanther:

    Das meine ich damit, dass sie Frankfurt mit den Neuverpflichtungen Zeit erkauft, die dann natürlich in der Nachwuchsarbeit sinnvoll genutzt werden muss.

    Und ich denke, dass schon letzte Saison mit Maro und auch jetzt extra Spielerinnen verpflichtet wurden, die durchaus noch mehrere Jahre spielen können. Da kann man im Jugendbereich schon etwas bewegen.

    waiiy

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  • laasee sagt:

    Duisburg had a good system of youth development and signing star players.
    Sadly the club screwed up.
    The youth development has gone backwards and the star players are leaving.

    Good management and a clear vision is essential for all clubs.

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  • NCB sagt:

    So ist das nunmal, wenns dem Verein nicht gut geht. Vielleicht war man nach der Saison 2008/09 zu übermütig und ist danach innerlich kaputt gegangen.
    Die klare Vision ist nach dem größten Vereinserfolg natürlich verschwunden, das ist auch bei Frankfurt nach den UEFA-Cup-Siegen passiert.
    Vielleicht ist der Schnitt jetzt auch gut bei Duisburg, um wieder zu diesem System zurückzukehren und eine neue, nachhaltigere Jugendentwicklung zu haben.

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  • Detlef sagt:

    NCB schrieb; „hat man sich, achja, Angerer (30) und Hingst (31) aus Amerika geholt“

    Deine Geographiekenntnisse solltest Du mal auffrischen!!! 😉
    NATZE und ARI kamen aus Stockholm nach Frankfurt!!!
    Stockholm ist die Hauptstadt von Schweden, was nachweislich nicht in Amerika liegt!!! 😉

    @Nickless,
    woher hast Du Deine Weißheit, daß Brandenburg jetzt pleite ist???

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  • NCB sagt:

    @Detlef: Sry, hab das mit wem auch immer verwechselt, ist ja richtig, sie sind ja sogar noch zusammen mit Sara Thunebro gekommen, auch 30 Jahre.
    An der grundsätzlichen Tatsache, dass sie erst im Alter von über 30 gekommen sind, verändert das aber nix.

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