WM-Kader: Hat es die Richtigen erwischt?

Von am 27. Mai 2011 – 17.32 Uhr 125 Kommentare

Am Freitagvormittag ließ Bundestrainerin Silvia Neid die Katze aus dem Sack. Fünf Spielerinnen ereilte der gefürchtete Telefonanruf. Doch bleiben die richtigen Spielerinnen bei der Frauen-WM in Deutschland außen vor?

Für die größte Überraschung sorgte die Nominierung von Torhüterin Almuth Schult von Zweitligist Magdeburger FFC. Im November hatte Neid im Rahmen des Testspiels gegen Nigeria die Nominierung der U20-Weltmeisterin noch mit der Verletzung von Lisa Weiß begründet. Doch seitdem hat Schult offenbar ihre Konkurrentin um Platz 3 im DFB-Kader überflügelt. Eine Zweitliga-Torhüterin bei der WM, geht das? „Für uns zählt primär die Leistung und wie sich jemand weiterentwickeln könnte, für uns hat sie Perspektive, wenn sie weiter hart an sich arbeitet“, so Neid damals.

Entscheidung hinterlässt Fragezeichen
Für Weiß ist die Entscheidung ein Schlag ins Gesicht, denn bei ihrem bisher einzigen A-Länderspiel im DFB-Dress zeigte sie im Februar 2010 beim 3:0 gegen Nordkorea eine fehlerfreie Leistung. Doch Neid wollte offenbar ein Signal für die Zukunft setzen, neben Weiß dürften sich dennoch auch einige andere Erstliga-Torhüterinnen fragen, ob ihre Perspektiven wirklich schlechter sind als die der zukünftigen Torhüterin des SC 07 Bad Neuenahr.

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Routinier Fuss muss zuhause bleiben
In der Abwehr erwischte es Josephine Henning (1. FFC Turbine Potsdam) und etwas überraschend auch die erfahrene Sonja Fuss, die extra im Winter zum FCR 2001 Duisburg in die Bundesliga zurückgekehrt war, um sich für ein WM-Ticket zu empfehlen, doch sich in den Bundesligaspielen und auch in den Lehrgängen offenbar nicht nachhaltig genug aufgedrängt hat. Dass die zukünftige Wolfsburgerin Henning nicht nominiert wurde, ist nachvollziehbar, denn wie rau der Wind auf dem internationalen Parkett weht, bekam sie am Donnerstag im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyonnais schmerzhaft zu spüren, in dem sich andeutete, dass eine WM-Nominierung für die 21-Jährige wohl zu früh käme. Für die 32-jährige Fuss dürfte die WM-Ausmusterung das Ende ihrer internationalen Karriere bedeute.

Anja Mittag

Stürmerin Anja Mittag fand im WM-Kader keine Berücksichtigung © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Top-Sturmduo Pohlers und Mittag ausgemustert
Neben Fuss gab es zwei weitere prominente Opfer: Bundesliga-Torschützenkönigin Conny Pohlers vom 1. FFC Frankfurt wird genauso wenig in den Genuss der Heim-WM kommen wie Anja Mittag vom 1. FFC Turbine Potsdam, die nach dem verloren gegangenen Champions-League-Finale somit den zweiten Nackenschlag binnen weniger Stunden einstecken musste. Bereits gestern Abend sprach Mittags Mimik im ZDF-Interview Bände.

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Sie habe schon vorher ein „mulmiges Gefühl“ beschlichen. „Das sagte mir, dass es mich treffen könnte. Ich kann das schon gut einschätzen, ich war ja jetzt lange dabei in der Vorbereitung“, so Mittag in einer ersten Stellungnahme. Zu selten hat die 67-fache Nationalspielerin, die weiterhin zu den technisch besten Fußballerinnen in Deutschland gehört, ihr Potenzial bei den Länderspielen abrufen können. Und beim aktuellen Spielsystem mit nur einer Spitze hätte sich Mittag wohl nur als treffsicherer Edeljoker aufdrängen können.

Müller darf mit
Doch diese Rolle wird bei der WM erneut Martina Müller zuteil, die im Kampf gegen Pohlers die Nase vorn hat. Gegen die erst nachträglich für die verletzte Dzsenifer Maroszan in den vorläufigen WM-Kader gerutschte Frankfurterin könnte auch gesprochen haben, dass nach den atmosphärischen Störungen zwischen ihr und Neid bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Bundestrainerin Pohlers als möglichen Unruheherd für das Team ausgemacht hat. „Im Hinterkopf hatte ich die WM auf jeden Fall, wenn man Torschützenkönigin wird. Ich glaube, ein Löw hätte einen trotzdem mitgenommen“, hatte sie bereits zunächst nach ihrer Nicht-Berücksichtigung für den vorläufigen WM-Kader gesagt.

Lisa Weiß

Bittere Ausmusterung: Lisa Weiß ©Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Ab Sonntag nächster Lehrgang
Bundestrainerin Neid hofft, hofft, dass die „verständliche Enttäuschung“ bei den Aussortierten bald verflogen ist. Wie schon bei der WM in China nominierte Neid auch diesmal neben den obligatorischen drei Torhüterinnen, sieben Verteidigerinnen, sieben Mittelfeldspielerinnen und vier Stürmerinnen. Mit dem 21er-Kader geht es bereits ab Sonntag in Marienfeld nahe Gütersloh in den nächsten und vorletzten WM-Lehrgang. „Ich bin sehr zufrieden mit den Trainingsleistungen in den bisherigen fünf Lehrgängen, alle haben hervorragend mitgezogen. Dafür möchte ich mich gerade auch bei den Spielerinnen bedanken, die nun nicht mehr dabei sind“, so Neid.

Noch drei Testspiele
Nach dem 2:0 gegen Nordkorea stehen noch bis zur WM noch drei Testspiele auf dem Programm: am 3. Juni in Osnabrück gegen Italien, am 7. Juni in Aachen gegen die Niederlande und am 16. Juni in Mainz gegen Norwegen. Am 21. Juni trifft sich der WM-Kader dann in Berlin. Fünf Tage später startet die DFB-Elf mit dem Eröffnungsspiel gegen Kanada in die WM.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

125 Kommentare »

  • Ralf sagt:

    @Markus

    „Hat es die Richtigen erwischt?“

    Da kommt es dann wohl auf die Vereinsbrille an!
    Aber wie gesagt, wie mer’s macht, macht mer’s meistens einer Seite nicht recht!

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  • laasee sagt:

    Mittag and Pohlers are very unlucky.
    Also, it is a big risk. If Inka gets injured then who is going to score the goals?
    The team are bad in defence – so there is a very big responsibility on Inka.

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  • Steffen sagt:

    müller, popp oder prinz

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  • Steffen sagt:

    bartusiak und goeßling können meiner meinung nach froh sein, nominiert worden zu sein, weil es keine alternativen gibt.

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  • laasee sagt:

    „müller, popp oder prinz“

    In the last two calendar years (2009 & 2010) the total number of goals each player scored is :-

    6 – Prinz
    4 – Popp
    3 – Muller

    Meanwhile Inka scored 20 goals!!

    The team is dependant on Inka. What is Plan B in the event of her getting injured. Is there a Plan B?

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  • Mini sagt:

    @steffen:

    das seh ich genauso…es ist mir immer wieder ein rätsel wie diese beiden überhaupt inner natio spielen können..

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  • xXx sagt:

    Mittag hat in den letzten 2 Jahre im Übrigen 4 Tore geschossen. Also nicht wirklich schlechter als die anderen Stürmerinnen. Nur so zum Vergleich.

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  • Toni sagt:

    NEIN !!!!

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  • laasee sagt:

    Better if Mittag and Pohlers were kept as forwards.
    Prinz in midfield and Popp in defence.
    Then auf wiedersehen to Bartusiak and Goessling.

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  • licaro sagt:

    „Hat es die Richtigen erwischt?“

    ich hoffe, die überschrift ist so gemeint, dass hinter der frage steht, ob es die richtigen geschafft haben bzgl. des sprunges in den kader und nicht andersrum!
    alles andere wäre respektlos!!!

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  • xXx sagt:

    Nachdem ja schon veranschaulicht wurdem, dass außer Grings in den letzten 2 Jahren von den anderen Stürmerinnen nicht viel kam, habe ich das mal aud die Zeit seit der letzten WM (2007) ausgeweitet.

    Seit dem (die letzten 4 Jahre) haben nur 4 Spielerinnen (Prinz (28), Grings (20), Garefrekes (20) und Behringer(15)) mehr Tore erzielen können, als Anja Mittag (8).

    Da Grings als Stürmerin gesetzt ist, Prinz und Garefrekes in der 3er-Reihe dahinter, sollte eigentlich Mittag mMn die erste BackUp-Alternative für Grings sein.

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  • Ulf sagt:

    Ich bitte meinen Kommentar zu löschen, da durch die erfolgte Editierung der verbliebene Rest entstellt ist.

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  • laasee sagt:

    @xXx

    Also, Anja has the valuable experience of being a winner – UEFA Cup, Champions League, Buli, DFB Pokal.
    Anja has more medals than Inka, Poppi and Martina combined.
    Only Birgit Prinz has more winners medals.
    Experience and the ‚winning mentality‘ at this WM is going to be even more important for the German team.

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  • Rainer sagt:

    Ich sehe das alles nur aus der schwedischen Ferne und wundere mich dennoch. Anja Mittag nicht mitzunehmen ist eine grandiose Fehlentscheidung. Falls Silvia Neid nicht den WM-Titel verteidigt und damit allen Kritikern ohnehin ins Gesicht lachen kann, wird man ihr sagen dürfen und müssen, dass sie falsche Beschlüsse gefasst hat und hoffentlich gibt es dann auch Konsequenzen. Bei der Ausgangslage als fünffacher Europameister und zweifacher Weltmeister in Serie darf es bei einer WM im eigenen Land sowieso nur Gold geben. eine Finalniederlage könnte man vielleicht noch hinnehmen, alles andere wäre unakzeptabel.

    Ich hoffe, dass alle der 21 nominierten Spielerinnen wirklich 100%-ig fit und gesund sind, wenn es am 26.06. losgeht.

    Im Übrigen kann ich Bernd Schröders Äusserung von gestern nur bestens verstehen. Fünf Potsdamerinnen sind seit Wochen in einem Trainiungsprogramm, das einzig darauf abzielt, in einem Monat den Leistungshöhepunkt zu erreichen. Das Champions League Finale passte da nicht rein. Wenn man dann noch sieht, dass 2 der 5 Potsdamerinnen knapp 12 Stunden nach dem Finale aus dem Kader telefoniert werden, ist es umso tragischer. Auch wenn Doris Fitschen alles zurückweist: Dass Bernd Schröder Fakten anspricht, heisst ja nicht, dass er nicht ursprünglich zugestimmt hat. Das eine hat aber mit dem anderen wenig zu tun.

    Auch die Vorbereitung, der sich die Liga bedingungslos unterordnen musste, verlangt nach nichts anderem als Gold.

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  • licaro sagt:

    @rainer:
    die argumente schröders sind zwar richtig, aber man muss klipp und klar sehen: die frauennationalmannschaft ist das aushängeschild des deutschen frauenfußballs und nicht die bundesliga. und dementsprechend haben sich die vereine unterzuordnen, ob’s nun gerecht ist oder nicht ist eine andere frage. außerdem muss man auch mal feststellen, dass mindestens 80%- wenn sogar nicht mehr- der jugend- bzw. talentförderung vom dfb bzw. von den auswahlmannschaften bis zum dfb ausgeht. viele spielerinnen, die heute die topspielerinnen in deutschland schlechthin sind, konnten dies nur durch die gute dfb-förderung werden. beispiele: eine lira bajramaj hätte in mönchengladbach in ihrem verein niemals den großen sprung geschafft, wenn sie nicht von voss-tecklenburg erst in der niederrhein-auswahl und danach beim dfb dermaßen gefördert worden wäre. eine alex popp wollte zunächst gar nicht den sprung von der jungenmannschaft zu den frauen wagen, wenn nicht eine kathrin peter (ehefrau von ralf peter) ihr vehement Fördermöglichkeiten im Rahmen des flvw geboten hätte. so lässt sich die liste immer weiter führen…und argumentieren: die natio hat momentan vorrang!

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  • Fee sagt:

    Frau Mittag hat in ihrer derzeitigen Verfassung in der Nationalmannschaft nichts zu suchen. Das sieht auch Herr Schröder so.

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  • djane sagt:

    Rainer, kannst Du das genauer erläutern, warum Du die Nicht-Nominierung von Mittag für eine grandiose Fehletnscheidung hälst ? bzw. was wären denn Deine Argumente, die eindeutig für Mittag sprechen (und komm mir jetzt nicht mit „sie hätte es verdient“ oder „sie is doch ne Nette“ 😉 )

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  • Striker sagt:

    @licaro: natürlich ist die Nationalmannschaft das Aushängeschild, aber das heißt doch nicht, dass sie machen kann, was sie will. Genau diese Denkweise der Verbände („wir sind die Guten, die Vereine können nichts“) ist die Wurzel des Problems. Es muss ein Miteinander zwischen Vereinen und Verbänden geben, beide benötigen sich gegenseitig. Wenn der Alltag (Verein) aber nicht attraktiv wird, kann sich die Sportart nicht über stichpunktartige Highlights hinaus entwickeln, daran müssen die Verbände auch denken. Das fällt natürlich schwer, denn je populärer der Vereinsfußball ist, desto mehr Macht haben die Vereine – und als Auswahltrainer kann das schon mal ärgerlich sein. Rainer hat da völlig Recht: wer so drastische Einschnitte trifft wie der DFB in dieser Saison, kann nur über Erfolg die nachträgliche Rechtfertigung dafür erzielen.

    Zur eigentlichen Frage, ohne auf irgendeine Spielerin gesondert einzugehen: wenn die erfolgreichste Vereinsmannschaft (Meister + CL Finale) nur drei Spieler stellt, während das enttäuschende Duisburg sechs Spieler dabei hat, darf man das doch hinterfragen. Vielleicht war es ja auch Nagasato, die alles alleine gerissen hat in Potsdam, oder die anderen fünf in Duisburg waren Hütchenträger, die den sechs Topspielern im Weg gestanden sind… Es ist schon traurig wenn man nicht in der Lage ist, die Äußerungen eines unbequemen Trainers von den Leistungen seiner Spielerinnen zu trennen. Genauso ist es für das Leistungsprinzip ein Schlag ins Gesicht wenn eine Torhüterin von einem Zweitligisten aus dem unteren Drittel den Bundesligatorhüterinnen vorgezogen wird.

    Im Nachhinein wird das aber alle keine Rolle spielen. Die gestrichenen Spieler hätten ohnehin nicht ernsthaft Spielminuten gesehen, genauso wie die fünf, die dafür drin geblieben sind. Mittelfeld und Angriff sind auf allen Positionen so stark, dass die Defensivschwächen weitestgehend unbemerkt bleiben werden.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fee
    Was schreibst Du denn hier für einen Nonsens? Du unterstellst Schröder die Aussage, Anja´s Nichtnominierung wäre korrekt!

    Vielleicht wäre ein wenig mehr Information zuvor angebracht gewesen?!

    Ich trete den Beweis hierzu an und verweise auf nachfolgendes Zitat aus dem von xXx verlinkten Bericht mit Anja´s und Schröders Kommentar:
    > „Mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht dabei bin“, sagte sie, und behielt recht.
    > Sie hatte Schröder aber nicht gemeint, als er sagte: „Bei mindestens zwei hat es nicht gereicht.
    > Da muss ich fragen: Was wollt ihr in der Nationalmannschaft?“

    Fee, Du kannst gern den Gegenbeweis antreten und Deine Quelle offenlegen! 🙂

    Und damit wir uns nicht missverstehen, mir geht es nur darum eine offensichtliche Falschdarstellung zu korrigieren und nicht etwa eine vermeintlich falsche BT-Entscheidung zu diskutieren.

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  • jule sagt:

    heute steht in der maz ein artikel über anja und dazu auch ein statement von bernd schröder in dem er sich zu den beiden nichtnominierungen äußert. zu anja sagt er in etwa, dass sie keine gute saison gespielt hat und er aber glaubt, wenn sie am donnerstag tore geschossen hätte, sie auch dabei wäre. zu henning sagt er, dass sie nie eine nationalspielerin war und auch nie sein wird.

    zudem müsste man bei der auflistung der geschossenen tore seit 2, 4, 10….Jahren vielleicht auch die spielminuten einberechnen.

    martina müller ist doch wahrlich keine schlechte einwechselspielerin, sie kennt es ja auch in der nationalmannschaft nicht anders und will spürbar in jedem ihrer einsätze jede minute nutzen. im letzten wm-halbfinale gegen norwegen hat sie 10 minuten gebraucht um das 3:0 zu erzielen, im spiel gegen australien in wolfsburg hat sie das tor zum 2:1 gemacht, jetzt gegen nordkorea die vorlage gegeben…so schlimm ist also nicht.

    in dem rahmen, den schon der 26-kader hergab, denke ich das der endgültige kader eine ganz gute Mischung hergibt. und das es zwischen den aussortierten und denen, die am ende wahrscheinlich nicht in der startelf stehen gibt es wohl kaum unterschiede im leistungsvermögen. ich meine wären nun beispielsweise Schult, Schmidt, Goeßling, Müller und Popp zu hause geblieben, würde das doch bei der wm keinen berechenbaren unterschied ergeben und genauso hätte man mit diesen 5 spielerinnen mitleid gehabt, nur halt andere von uns, als die die es jetzt verspüren.

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  • kleinschwarz sagt:

    Ich finde, der Kader ist richtig zusammengestellt. Anja Mittag hat in der Natio nie so richtig überzeugen können. Martina Müller hat ihren Wert als Joker schon mehrfach bewiesen. Sie braucht keine lange Anlaufzeit und ist sofort gefährlich. Dazu ergänzt sie als kleine wendige Stürmerin die robusteren Spielerinnen im Angriff wie Prinz und Popp. Pohlers ist zwar auch eine ähnliche Spielerin und sofort gefährlich, passt wohl vom Typ her nicht so gut in die Mannschaft. Martina Müller beschwert sich nicht, ist froh dabei zu sein und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Damit ist für mich die Entscheidung, Mittag und Pohlers nicht mitzunehmen, vollkommen in Ordnung.
    Dazu kommt, dass einzig das Trainerteam die genauen Trainingseindrücke hat, d.h. deren Entscheidung ist fundierter als es meine als Fan sein kann.
    Für Mittag und Pohlers ist es hart, ganz klar, aber irgend jemanden musste es treffen. Wegen mir könnte Deutschland bei der WM gerne zwei Mannnschaften stellen!

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  • laasee sagt:

    @Rainer

    I agree with your comments. I also view matters from a distance.
    I have been a critic of the ‚university‘ preparation. It displays contrasting signals – (1) arrogance (2) insecurity. That combination is the recipe for failure.
    It also shows a total disrespect for the Buli competition.

    Neid demands the long profesional preparation but Schroder and Potsdam get an amateur preparation for CL.
    It is a case of double standards.

    It is a big own goal for Neid. Germany now have to play France in the last Group A game. France will now be uber motivated with the success of Lyon in London.
    Possibly, Germany v France may be the game that decides which nation tops the Group.
    Worst case scenario is that Germany might have to win that game to stay at WM.

    Psychology is very important – why hand your opponents any opportunities?

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  • Ute sagt:

    ich hoffe nur für Anja, dass sie das alles nicht zu weit runterzieht und auch Chancen für einen „Neustart“ dabei erkennen kann.

    M.E. liegt das Problem eh auf der „mentalen Seite“ denn ihre fussballerischen Fähigkeiten stehen ausser Frage..
    vielleicht sollte sie mal auf die Couch… 😉 ich würde eine „Schrei“therapie empfehlen, um den Frust über eine eher schwache Saison von ihr voll abzulassen…und anschließend die „Reset“taste zu drücken.
    Nun hat sie auch Zeit dazu (denn mE hätte sie bei Nominierung eh nur auf der Bank gesessen!!!), sich in Ruhe und schrittweise wieder aufzubauen. Dann startet sie nä. Saison voll durch und wird es uns Allen beweisen. Ich hoffe jedenfalls auf solche oder ähnliche positive („Trotz“?)reaktion.

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  • stefan sagt:

    „wenn die erfolgreichste Vereinsmannschaft (Meister + CL Finale) nur drei Spieler stellt, während das enttäuschende Duisburg sechs Spieler dabei hat, darf man das doch hinterfragen. “

    sehr weit hergeholt:

    1. haben 2 von den 6 Duisburgerinnen kaum gespielt

    2. kommt es bei einer Meisterschaft auf das Kollektiv von der Nr. 1 bis 18 an. Und vllt war das einfach besser als das von Duisburg. Vllt ist es ja auch gerade die Stärke von Potsdam, das Spielerinnen, Taktik und Trainer gut funktionieren über eine ganze Saison. Was ja nicht heißen muss, dass Spielerinnen X, Y und Z das auch unter anderen Vorraussetzungen auch tun…

    Jedenfalls scheint die Vereinbrille bei einigen sehr interessante Züge anzunehmen. Sarholz, Odebrecht oder Zietz…würde man sich über das Fehlen von denen auch so aufregen wenn sie für Leverkusen oder Essen spielen würden?

    Auch ist es schlechter Stil wie Schröder über Henning redet. Hat er das auch so bei ihrem Debüt in der NM gesagt? Würde er es auch sagen wenn sie weiterhin bei Potsdam spielen würde?

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  • laasee sagt:

    From all the players of all 16 nations at the WM, how many German players would be in a pre WM ‚Welt Elf‘?

    I think only two – Inka Grings and Babett Peter.

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  • Striker sagt:

    @Stefan: ich habe mit keinem der drei Vereine etwas am Hut – du kannst die Vereinsnamen durch A, B und C ersetzen und das Ganze neutral betrachten. Ich sage nur, dass die Wahl an Kriterien begründbar bleiben muss. Natürlich hast du recht, dass es Gründe geben kann, warum eine Mannschaft trotz größeren Erfolgs weniger Spieler stellt. Und wie ich auch ausgeführt habe: wer da jetzt gestrichen wurde, spielt für den Erfolg der WM gar keine Rolle. Mittelfeld und Sturm sind top, wir können doch nur über Tor und Abwehr diskutieren. Mir geht es rein um das Leistungsprinzip, das der Auswahl zugrunde liegen muss (sollte). Und da lieferst du selber die passende Aussage: von den 6 Duisburgern haben 2 kaum gespielt!!! Das kann ich im absoluten Ausnahmefall machen wenn die Spielerin eine unglaubliche Wichtigkeit für das Team besitzt und ich weiß, dass sie 100% fit und leistungsfähig zu Turnierbeginn ist (unter Berücksichtigung der fehlenden Wettkampfpraxis).

    Bei Annike Krahn wird sich das auf dem Platz nachher zeigen, ob es richtig oder falsch war – bei der wackligen Abwehr kann man die Wahl durchaus vertreten, wobei das natürlich ein großes Risiko darstellt. Bei Uschi Holl wage ich zu behaupten, dass man dafür auch fünf andere Torhüter auf dem gleichen Niveau hätte nehmen können, die in der Bundesliga in diesem Jahr ihre solide Leistung gebracht haben. Für den Ausgang der WM ist die Ersatztorwartfrage meistens jedoch nicht wichtig, da kann auch Susi Müller vom TSV Hückeswagen-Ost aus der Kreisliga B die Bank wärmen – aber ich wage trotzdem in Frage zu stellen, ob für jede Entscheidung rein das Leistungskriterium ausschlaggebend war.

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  • XQ sagt:

    @Stefan: Bevor ich mit dem mittlerweile lästigen Ost-West-Gelaber nerve, nur eine Anmerkung: im Vorjahr übergab m. E. Zwanziger die Meisterschale. Ich erinnere michnicht, Frau Neid gesehen zuhaben. Aber man kann ja irren… Im Übrigen, ich finde den Kader gar nicht so schlecht, abgesehen von der Ausbootung Pohlers, die ich eigentlich nicht mag, die aber in meinen Augen Qualitätenhat, die keine andere Spielerin mitbringt. Und, jetzt provoziere ich mal, braucht man eine Klopperin wie Garefrekes? Ich habe diese Frau mehrfach live gesehen und weigere mich, sie als Spielerin zusehen. Ansonsten giltdie alte Weisheit, dass 11 (21) gute Spieler(innen) nicht unbedingten gutes Team sein müssen. Und zu den Torhütern denke ich, dass die Nominierung von schult perspektivisch ist. Denn Angerer und Holl sind bald alt wie Steinkohle (für Fußballer).

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  • Fee sagt:

    @SF

    „Der 68-Jährige hatte für Mittag aber kaum tröstende Worte übrig. „Machen wir uns nichts vor. In den vergangenen Jahren ist Anja mit durchgerutscht“, stellte Schröder klar. „Nationalspielerin zu sein, heißt für mich eine Persönlichkeit und auf dem Platz präsent zu sein, egal wie das Spiel läuft. Davon ist Anja im Moment Lichtjahre entfernt.“

    Quelle: Freie Presse

    Link:

    Soviel zu dem „Nonsens“, den ich hier schreibe.

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  • fisch sagt:

    Auch ich hasse das Ost-West-Gelaber. Durch welche Tatsachen aus Richtung dem Franfurter DFB wird das aber m.E. immer wieder erneut geschürt? Ich nenne da mal Reizthemen aus der letzten Zeit: Boykott Sarholz/Schumann, drastische Bestrafung Kemme nach Provokation Garefrekes, Boykott der BT von Turbines Heimstätte („Mauer noch im Kopf“ ?) und nun nach einigen unglücklichen Abschlussaktionen Anja’s
    deren endliche Ausbootung. Anja Mittag ist und bleibt derzeit eine von wenigen deutschen Fußballerinnen mit einem außergewöhnlichen vielseitigen Potential, mehr jedenfalls als einige Nominierte. Einer Birgit Prinz, Melanie Behringer, Saskia Bartusiak, Ariane Hingst und z.T. einigen anderen (Grings, Laudehr, Bresonik) hat man eine durchwachsene Saison auch zugestanden, einer Annike Krahn sogar eine völlig ausgefallene. Als eine Frankfurterin wäre Anja das sicher nicht passiert. Mit den vom DFB wohlwollend begleiteten Zugängen von Bajramaj, Kulig und sicher künftig Schumann hat man ja nun fast die gesamte Nationalmannschaft direkt vor Ort. Die Unterstützung eines CL-Finales mit dem DFB-SiDi-Commerzbank-Club wird sicher anders aussehen als die offensichtliche Behinderung der Turbine-Vorbereitung. Eine gründliche WM-Vorbereitung will ich hier garnicht zur Diskussion stellen. Es kann aber auch ein „sowohl als auch geben“, wenn man nur will. So widersprüchlich das scheint, ich wünsche unserem Deutschland viel Erfolg bei der WM, der ganzen Frankfurter Seilschaft aber mal eine gehörige Quittung.

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  • Ulf sagt:

    Bei der o.g. Fragestellung fällt mir doch der passende Name ein:
    http://j.mp/jyxEqr

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  • ballander sagt:

    @ fisch: gute darstellung. ich würde mir wünschen, der dfb würde augenmaß und ein herz für alle vereine aufbringen, dann hätten wir diese ost-west-debatte nicht und alle fans in allen regionen könnten sich mit der natio identifizieren, zu den wm-spielen fahren (nicht hunderte von kilometern entfernt!) und sich gemeinsam über die truppe und den erfolg freuen. das gebaren des dfb schadet momentan dem gesamten frauenfussball und macht mich wirklich traurig. deshalb lasst uns als fangemeinde nicht auseinanderdividieren und gemeinsam gegen die bevorzugung von einzelnen vereinen und regionen durch den dfb eintreten. nicht die schüren eine ost-west-debatte, die auf versäumnisse aufmerksam machen, sondern die, die immer wieder entscheidungen treffen, die bestimmte vereine, regionen und fans vernachlässigen!

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  • Garrincha sagt:

    @ Rainer

    Wie arrogant kann man denn sein? Als ob alle andere Nationen keinen guten Fußball spielen können bzw. für die deutsche Natio nur Kanonenfutter wären. Also bitte! Das Ziel ist Weltmeister 2011 – klar! Aber alle anderen Nationen haben definitv aufgeholt. Das ist kein Selbstläufer. Hat man wirklich schon vergessen, wie eng das Finale 2007 war? Mich ärgern diese Aussagen zu Frau Neid mitlerweile wirklich sehr, da das reiner Populismus ist. Leider kann ich mich immer weniger des Verdachts erwehren, daß Fußball auf FFM gegen TP reduziert wird (vielleicht OST-WEST?). Das verstehe ich nicht! Ich wünsche mir tolle Spiele bei der WM…sollte unser Team nicht Weltmeister werden, aber gute Spiele abliefern, bin ich auch zufrieden. Ich will auch kein 11:0 mehr sehen. JA – unglaublich, oder?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fee

    Nur noch soviel zum Thema:
    Als Du die von mir beanstandete Aussage ohne jegliche Quellenangabe am 28.05.11 3.33 Uhr getätigt hattest, war der im 2. Beitrag als Beweis verlinkte Artikel noch gar nicht publiziert gewesen! 😉

    Trotzdem hast Du nichtsdestotrotz den gewünschten Beweis nachgereicht, wenngleich hier unsere Medien (wie üblich) Aussagen sehr unterschiedlich wiedergeben, was vermutlich nicht an Schröder liegen dürfte.

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  • KarlMai sagt:

    It is a big own goal for Neid. Germany now have to play France in the last Group A game. France will now be uber motivated with the success of Lyon in London.
    Possibly, Germany v France may be the game that decides which nation tops the Group.
    Worst case scenario is that Germany might have to win that game to stay at WM.

    Psychology is very important – why hand your opponents any opportunities?
    —————————————

    And that could have been prevented how? ^^

    Two years ago, when Neid decided about the preparation plans, you honestly believe that she should consider „Hm… probably one of our BL teams will be in the Champions League final in 2011, and the opponent could be from France, England, Sweden, Norway… so possibly from the European country we’ll have to meet in the group stage. It could even be the last group game!!! So IF that’s the case then this country will get a big psychological boost, if they win the CL final, and since psychology is very important we would hand them an opportunity to win with their national team as well.

    => This means: First priority must be that a German team wins the CL 2011. I need to plan according to that“

    And planning along this vague assumptions would have been smart and show more „security“?

    You can totally argue that this non-league „university“ preparation schedule is nonsense. Time will tell.

    But once the decision was made, there was no „handing your opponent some opportunities“

    France would be ubermotivated anyway, Germany will be ubermotivated anyway.

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  • Rainer sagt:

    @Garrincha: Wer ist denn arrogant? Wenn man fünfmal hintereinander die EM gewinnt und 2x die WM kann man nicht sagen, dass man zufrieden ist, wenn man im eigenen Land Vierter wird und schön gespielt hat. Der Druck ist da, ähnlich wie bei Pia Sundhage, die 2008 gesagt hat „Wenn ich nicht Gold hole, bin ich meinen Job los“. Beim DFB ist das sicher anders, Frau Neid könnte auch nach einem Ausscheiden im Halbfinale noch Trainerin bleiben. Aber die Erwartungshaltung ist doch wohl da.

    Was die übrige diskussion angeht. Wie sehr muss man der Bundesliga misstrauen, wenn man die Nationalspielerinnen drei Monate vorher kaserniert?

    Und das Schröder-Zitat aus der Freien Presse: Will er Anja Mittag loswerden? Oder ist das eine Art psychologische Aufarbeitung: Die Spielerin möglichst weit runterdrücken (nach dem Motto: nicht mal dein eigener Vereinstrainer hätte dich nominiert), um Aggressionen zu wecken und somit noch mehr Leistungsbereitschaft?

    In Deutschland ist ja einiges los. Morgen nominiert Schweden seine 21 für Deutschland.

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  • Ralf sagt:

    @Rainer

    „Und das Schröder-Zitat aus der Freien Presse:
    Will er Anja Mittag loswerden?
    Oder ist das eine Art psychologische Aufarbeitung:
    Die Spielerin möglichst weit runterdrücken (nach dem Motto: nicht mal dein eigener Vereinstrainer hätte dich nominiert), um Aggressionen zu wecken und somit noch mehr Leistungsbereitschaft?“

    Genau so ist es!

    Aber, … Du und ich sehen das ’natürlich‘ völlig falsch; weil ich jetzt schon weiß, wer sich gleich wieder angepiekst fühlt! 🙂

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  • laasee sagt:

    @KarlMai

    Neid should have assumed and planned for all possibilities.

    The ‚university‘ preparation was a bad idea. Germany are reigning WM and EM Champions. WM and EM Champions do not need the university.
    A developing football nation might need special preparation but not the WM and EM Champions.

    The clubs, Bundesliga and National team should have a ‚holy trinity‘ relationship – they should be reading from the same page, have mutual respect and a common purpose for what is best for German football at all levels.
    That is not the case. Neid gets a special preparation for WM but Turbine do not even get a normal preparation for London.
    That is double standards and hypocrisy.
    Neid knew that it was 99.9% probable that a German team would be at the London Final.
    That probability should have been taken into consideration – it was not!
    Now French football gets a massive boost. German fans are conditioned to German clubs winning UEFA Cup/CL.
    For France this is the first time, it is uber massive for them. It is a major psychological boost for France at WM.

    No coach has a crystal ball about the draw for the group stages of WM.
    However, it was very probable that Australia, Canada and Nigeria would be at WM but Neid decided to have the three friendly autumn games against those three countries.
    Now Germany get Canada and Nigeria in Group A. How much did Neid learn about Nigeria with the 8:0 kantersieg in the cold? Nothing!
    How much did Nigeria learn about Germany? Plenty!
    Why have a game on a very cold November night against a team from African?

    So now Germany have Canada, Nigeria and France in the Group.

    Could the German planning have been better?

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  • uwe sagt:

    @stefan
    Jedenfalls scheint die Vereinbrille bei einigen sehr interessante Züge anzunehmen. Sarholz, Odebrecht oder Zietz…würde man sich über das Fehlen von denen auch so aufregen wenn sie für Leverkusen oder Essen spielen würden?

    Mit deiner Analyse liegst du richtig. Was meinst du was hier los wäre wenn Lisa Weiß Torhüterin in Potsdam wäre. Aber sie spielt ja nur in Essen.

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  • licaro sagt:

    @rainer:
    bezüglich deiner frage zu bernd schröders aussage über anja mittag: es wundert mich nicht, dass herr schröder ein solches statement abgibt. das ist seine mentalität, die sich auch in der spielkultur seiner mannschaft wiederspiegelt. es gibt bei ihm keinen ‚einzigen‘ star in der mannschaft, die mannschaft im ganzen ist der star. also sollte auch, seines erachtens nach keine spielerin herausstechen. im gegensatz dazu ist es dann umso verwerflicher, wenn sich eine spielerin unter dem niveau des kollektivs präsentiert, das darf in seinen augen noch weniger passieren. man sieht ja an lira bajramaj, die offensichtlich davon lebt und aufblüht, eine solche, bei schröder aber unterdrückte starspielerin zu sein, auf die so ziemlich das spiel des mannschaft zugeschnitten ist und auch spiele alleine entscheiden kann (ähnlich wie ein mesut özil bei den männern). das passt nicht in schröders konzept- ergo: die leistung der spielerin fällt, sie wird unglücklich in der mannschaft und die letzte, unter den genannten aspekten logische konsequenz, ist ein vereinswechsel. bei lira mag es vielleicht ein hammerschlag gewesen sein, als der wechsel publik gemacht wurde, meines erachtens hat sie aber nach einem verein gesucht, der ihr wieder alle spielerischen freiheiten gibt und sich nicht davor scheut, sie als mittelpunkt der mannschaft aufzubauen. seit jeher ist es lira nur gewohnt, dass das mannschaftsspiel auf sie zugeschnitten ist und das kann ich aus eigener erfahrung sagen.

    zweites beispiel: selbst wenn schröders spielerinnen ein sensationeller erfolg gelingt, wie den u20- weltmeisterinnen letztes jahr, spielt er diesen triumph runter und lässt es schon im ansatz nicht zu, dass die spielerinnen sich von dem kollektiv abheben könnten: er sagte zu den weltmeisterinnen seiner mannschaft, es sei lediglich eine kinder-wm gewesen, also nichts, besonderes oder etwas, wovon man abheben könnte und wies sie an, sich direkt in die mannschaft wieder einzufügen- ohne pause oder feiern mit ihren dfb- kameradinnen. demnach mussten sie einen tag nach dem wm- gewinn der mannschaft direkt ins trainingslager nach österreich nachreisen und nicht wie andere mitstreiterinnen, ein paar tage ihren erfolg revue passieren lassen. nein, als „geschenk“ bekamen sie die sofortige reise zur mannschaft ins trainingslager, andere spielerinnen, wie z.b. mirlach wurde in der ausverkauften allianz arena von beckenbauer persönlich geehrt und bekam als „prämie“ ein nigelnagelneues i-phone. zusammenfassend überspitzt: auswärtiger erfolg wird von schröder nicht zugelassen und direkt im keim erstickt.

    dann wundert mich seine aussage über anja mittag auch nicht mehr. typisch war auch seine stellungnahme vor dem cl- finale in england. da sprach er davon, man könne ja froh sein, wenn überhaupt zuschauer kommen würden, und die engländer überhaupt wissen würden, was frauenfußball überhaupt ist… er spielt immer alles herunter und erstickt von vornherein alles im keim, was vielleicht mal eine chance hätte, mit etwas geschick glamourös zu wirken und menschen positiv mitreißen könnte. das macht doch (vor allem für zuschauer) keinen spaß!
    und dann beschwert schröder sich über die maßnahmen des dfb: ja, das ist auch klar! sie versuchen endlich mal, die initiative zu ergreifen, um möglichst viele menschen durch die wm mit dem frauenfußball- virus zu „infizieren“. ein klarer kontrast zu dem von schröder bisher praktiziertem… aber der dfb hat, im gegensatz zu ihm, erkannt, dass man eben mit „glamour“, einzelnen (!) persönlichkeiten und werbewirksamen auftritten menschen mitreißen kann und durch die veränderten rollen der spielerinnen deren persönlichkeiten stärken kann und somit ihr auch ihr leistungspotenzial maximieren kann.

    ich habe großen respekt davor, was bernd schröder mit turbine erreicht hat- keine frage. aber seine auffassung von frauenfußball ist meines erachtens stark veraltet und überholt. somit bin ich mal gespannt, was turbine aus sich macht, wenn nach nächster saison sein vertrag ausläuft und (hoffentlich) ein neuer, frischer trainer diese mannschaft führt.

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  • Fee sagt:

    @SF

    Diese Aussage von Schröder findest du so oder so ähnlich noch in anderen Presseartikeln. Wenn du dir ein bißchen Mühe gibst kannst du sie im Netz finden. Ich habe den erstbesten zitiert.

    Desweiteren muß ich leider anmerken das du von Beiträgen, die in dein fußballerisches Weltbild passen nie eine Quellenangabe verlangst. Warum wohl?

    Ansonsten sollten hier mal einige User darüber nachdenken was Pia Sundhage zur Nominierungspraxis sagt:

    „We have not picked the 21 best players. I would like to emphasize that. We have picked the 21 that will do something fantastic together and bring out the best performance from each other.“

    Ach ja, Quelle: ussoccer.com

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  • laasee sagt:

    Pia Sundhage – “We have not picked the 21 best players. I would like to emphasize that. We have picked the 21 that will do something fantastic together and bring out the best performance from each other.”

    A good philosophy and a good strategy.

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  • licaro sagt:

    eine kleine ‚pikante‘ anmerkung:
    in dem panini- sammelalbum zur wm werden 17 ausgewählte deutsche spielerinnen vertreten sein…auch anja mittag…

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  • paule sagt:

    @licaro
    Dein Kommentar zu Bernd Schröder trifft den Nagel auf den Koppf.

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  • stefan sagt:

    wo ist das problem mit schröder?

    es wird doch keine spielerin gezwungen unter ihm zu spielen?

    und dfb alles tut für die frauen-wm halte ich auch für ein gerücht… Die billigste Normal-Zahler-Karte geht bei 30 euro los…

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  • Fußballmama sagt:

    @ Licaro

    „mirlach wurde in der ausverkauften allianz arena von beckenbauer persönlich geehrt und bekam als “prämie” ein nigelnagelneues i-phone.“

    Es war ein Samsung Galaxy-S 😉

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  • Fee sagt:

    Auf die Nichtnominierung von Henning angesprochen, wetterte Bernd Schröder, ihr Noch-Trainer bei Turbine: „Sie war nie eine Nationalspielerin und wird nie eine werden!“

    Quelle: Wolfsburger Allgemeine

    Link: http://j.mp/kgzmlC

    Sollte er das so gesagt haben, so hat er sich in meinen Augen damit selbst disqualifiziert.

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  • Frieda sagt:

    Ich habe nun alle 46 Kommentare durchgelesen und stelle amüsiert fest, dass die gleichen Leute, die Neid kritisieren, Sundhage zu ihrer Einstellung gratulieren.
    Genauer gesagt: Potsdam Spielerinnen nicht mitzunehmen, obwohl Potsdam die beste Mannschaft Deutschlands ist = schlecht. Vielleicht hat sich aber einfach im Training gezeigt, dass es anders ein passenderes TEAM ist?! Ach nein, Neid muss ja einfach gegen Potsdam sein, sie kommt ja aus dem Westen…

    Zu Pohlers: Jogi Löw hat gestern schön gesagt „Es reicht nicht immer eine Top-Saison um sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Da spielen viele Dinge rein“

    Und zu Lyon gegen Potsdam: Weder ist Lyon = Frankreich noch ist Potsdam = Deutschland (was hier ja einige sehr empört feststellen mussten) Aus dem Spiel zu folgern, dass Frankreich besser sein wird als Deutschland ist einfach übertrieben.
    Ach und noch was zum Thema Fehlnominierung, Potsdam und Lyon: Bouhaddi ist nur Ersatztorfrau bei Frankreich. Ist Bruno Bini dann auch unfähig? Wo er doch die Torfrau der besten französischen Mannschaft nicht als Nummer 1 wählt?

    Was ich in all dem sagen will ist, dass mir das Neid-Bashing auf den Senkel geht und für unangebracht halte, zumindest was die Nominierung angeht. Hingegen wird sie für ihren furchtbar unprofessionellen mit der Presse viel zu wenig kritisiert.

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  • NCB sagt:

    Hallo alle miteinander,

    ist ja hier ein Sammelsurium an Aussagen, die getätigt wurden.
    Zunächst einmal muss ich (als früher Frankfurt, heute Turbine-Fan) sagen, dass ich mir hoffe und wünsche, dass Bernd Schröder mindestens noch 10-15 Jahre weitermacht, solange halt, wie es seine körperliche Verfassung mitmacht. Wir haben viel zu wenig Trainer, die sich nicht einfach vom DFB instrumentalisieren lassen.

    Dann zu seinen Aussagen: Sicherlich wird er, anders als so manche Spielerin, nicht Hals über Kopf mit diesen Aussagen an die Presse gegangen sein, sondern wird ihnen auch gesagt haben, wie er im Vorfeld gesagt haben, wie er dazu steht. Zumal man davon ausgehen darf, dass auch die Medien eher DFB-freundlich sind, weil sie sich natürlich eine künstliche Blase ranzüchten wollen, Frauenfußball für die Zeit vor der WM aufpushen nach allen Regeln der Kunst und natürlich die wie gewohnt deutlichen Worte nach Bismarckmethode ein bisschen aufpeppen, um hier natürlich die Fronten zu verschärfen. Also man sollte ihn nicht an seinen Aussagen messen, sondern an seinem Erfolg. Wollen ja schließlich alle.
    Auch das er die Spielerinnen zurückgeholt hat nach der U-20-WM, ich meine, Sarholz sollte auch zur U-19-EM einen Tag nach dem CL-Finale. Wieso kritisiert hier niemand den DFB, der, weil sie verständlichermaßen nicht mitgefahren ist (U-19 ist halt nicht so wichtig wie CL-Sieg), sie nun kategorisch ignoriert? Oder wieso kritisiert hier niemand den DFB, weil er die Potsdamerinnen einen Tag nach dem CL-Finale dieses Jahr zurück ins Trainingslager ruft?
    Damit kann ich auch gleich überleiten zur WM-Nominierung: Ich sage ja nicht, dass Sarholz gleich Nummer 1 sein soll oder muss, aber wenn man sich mal anschaut, was im Vorfeld dort nominiert wurde, eine Torhüterin, die seit nem halben Jahr kein einziges Spiel mehr gemacht hat verletzungsbedingt und eine andere, die weder ein relevantes Spiel bei der U-20-WM (das einzig wirklich enge Spiel hat Schumann gespielt) noch ein BL-Spiel noch ein A-Nation-Spiel gespielt hat, dann muss man sich doch mal fragen: Welche Torhüterin hätte es nicht verdient gehabt, nominiert zu werden? Wir haben jede Menge grundlos Verschmähte: Schumann, Sarholz, Längert, Bellinghoven, auch Weech oder Burmeister wären gegen diese Besetzung noch vernünftige Alternativen gewesen.
    Weitere Angebote und Alternativen: Aufgedrängt und das muss man einfach so sehen, auch ohne Vereinsbrille, haben sich in dieser Saison vor allem Odebrecht, dann natürlich auch Simic, Zietz, Wensing, Kuznik, Leonie Maier und noch andere. Odebrecht ist für mich im defensiven Mittelfeld, gerade wenn ich sehe, wie weit Kulig UND Laudehr immer nach vorne gehen. Gegen einen konterstarken Gegner hast du dort keine Chance, weil sich dort immer wieder Räume von 20, 30 Meter zwischen Abwehr und Mittelfeld auftun und da gerade Mannschaften wie Frankreich mit Necib und Thomis dort sofort in die Nahtstelle stechen und dort auch eine doch sehr wackelige Abwehr treffen, gerade was die Innenverteidigung angeht mit einer Annike Krahn, die nicht ein einziges Spiel gemacht hat in dieser Saison und mit Bartusiak, die immer für einen Bock zu haben ist. Da ist mir eine Viola Odebrecht dort sehr viel sicherer, gerade wenn man ihre Rettungstaten (von hinten im Strafraum fair geklärt, wo sich Badstuber gleich mal ein Beispiel dran genommen hat ;-)) gegen Lyon sieht. Außerdem ist sie in Deutschland die wirklich einzige Spielerin, die den tödlichen Pass drauf hat, denn sie sehr häufig in der Bundesliga angewendet hat in dieser Saison und damit Bajramaj, Mittag und Nagasato freies Spiel hatten. Das kann keine andere. Also die ideale Besetzung und für mich stände sie im Kader, egal wo sie spielen würde.

    Und als letztes noch die kategorische Benachteiligung von Potsdam: Damit es nicht mehr allzu lang wird, krame ich jetzt nur die wirklich offensichtlichen Fakten aus:
    1. Die Nichtnominierungen, oben schon erwähnt, aus meist persönlicher Abneigung gegen die Spielerin.
    2. Die Spielansetzung des DFB-Pokalfinales, genau zwei Tage nach dem CL-Viertelfinal-Rückspiel von Turbine. Und das, wobei man davon ausgehen konnte, dass entweder Turbine oder Duisburg sowohl im CL-Viertelfinale steht als auch im DFB-Pokalfinale. Eindeutiger Vorteil zugunsten von Frankfurt.
    3. Die schon mehrfach in allen Zeitungen gestellte rhetorische Frage: Was hätte Louis van Gaal gesagt, wenn Löw ihm seine Spieler erst 2 Tage vor dem CL-Finale letztes Jahr zurückgeschickt hätte (Schweini, Lahm und co.)?
    4. Wieso setzt unsere Bundestrainerin die Bekanntgabe über Sein oder Nichtsein genau auf den Tag nach dem CL-Finale an? Das ist ein psychologisches Grab für alle Spielerinnen, die auf der Kippe standen. Jennifer Zietz sagte noch in einem Interview (frei wiedergegeben): „Wir mussten Anja beruhigen. Sie hatte extreme Angst, nicht dabei zu sein.“ Was daraus geworden ist, hat man ja am Abend sehen können…
    und 5. Wieso lässt sich Silvia Neid weder letztes Jahr beim CL-Finale noch dieses Jahr bei der Meisterschaftschalenübergabe blicken? Das hat nix mit Fairness zu tun. Zum Glück gibt es ja noch einen Theo Zwanziger, der übrigens wegen der offensichtlichen Benachteiligung Potsdams jetzt schon ein schlechtes Gewissen hat?

    Selbst wenn die Nationalelf wichtiger sein würde für den Frauenfußball (mE nicht), so sind doch diese ganzen Sticheleien nicht zu rechtfertigen. Es ist einfach ne Frage von Respekt, wie man miteinander umgeht. Und so wie Silvia Neid hier mit den ganzen Vereinen umgegangen ist und sie um ein halbes Jahr Einnahmen gebracht hat, muss sie den Pokal schon gewinnen und selbst dann halte ich einen Umbruch in der Nationalmannschaft hin zu mehr Fairness, zu weniger Zickenkrieg und zu mehr Leistungsnachhaltigkeit und Entscheidungstransparenz eher für angebracht als einen Umbruch in Potsdam. Als Kandidaten für das Bundestraineramt wäre für mich Günther Wörle ein Kandidat, ein Mann, der weiß, wie es im Vereinsfußball zugeht, der mit keinem Geld und einer großen und guten Nachwuchsarbeit auf Anhieb mit Bayern München einen 2. Platz in der Liga erreicht hat und der größenwahnsinnige Illusionen á la Neid, Fitschen, Jones und co. eine Absage erteilt.
    Der Frauenfußball ist schon weit genug. Als der Männerfußball in Deutschland 40 Jahre alt wurde, da waren gerade mal 3 WMs gespielt, bei denen Deutschland als bestes Ergebnis einen 3. Platz erreicht hat. Dafür ist der deutsche Damenfußball schon sehr weit. Und wir sollten einfach Geduld mit den realistischen Vereinstrainern haben, irgendwann werden die Zuschauer schon kommen. Aber es nützt niemandem etwas, wenn zur WM die Massen kommen und nach 2 Wochen das Ganze wieder vorbei ist und die Vereine keinen Zulauf haben.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fee
    > Auf die Nichtnominierung von Henning angesprochen, wetterte Bernd Schröder, ihr Noch-Trainer bei Turbine:
    > „Sie war nie eine Nationalspielerin und wird nie eine werden!“

    > Sollte er das so gesagt haben, so hat er sich in meinen Augen damit selbst disqualifiziert.

    Na und, ist eben auch eine Frage des fussballerischen Weltbildes, Fee! 😉
    Und da ich es eher mit Schröder halte, weil ich u.G. auch schon unter hochgradiger Enttäuschung und/oder Wut solche und ähnliche Dinge gesagt habe, kann ich das tolerieren ohne es gut zu heissen!
    (Dumm ist nur, sollte sich Schröder dafür bei Josi bereits entschuldigt haben, ist das kein Thema mehr für die Medien.)
    Meine Wertschätzung für ihn wird dadurch nicht nachhaltig beeinträchtigt, weil ich sehr wohl um seine fachlichen Qualitäten weiß und die dominieren da eindeutig als dass ich am Denkmal Schröder herumsägen würde.

    Wundern tut´s mich, dass Du nicht bereits nach Anja´s Niedermache durch Schröder diese Position eingenommen hast! Oder war Dein persönliches Limit erst bei Josi überschritten?

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  • laasee sagt:

    10 September 2009 – EM Final, Helsinki

    Deutschland team :

    Angerer
    Bresonik
    Krahn
    Bartusiak
    Peter
    Kulig
    Laudehr
    Garefrekes (Bajramaj 83 mins)
    Behringer (da Mbabi 60 mins)
    Prinz
    Grings

    26 June 2011 – WM Group A game, Berlin

    Deutschland team :

    Same as that of 10 September 2009 (assuming no injuries)
    Maybe Bajramaj starts in place of Behringer.

    It was always going to be the case.
    So, why the big drama from Neid that players were not guaranteed selection.
    The EM team guaranteed its own re-selection by winning EM 2009.
    Since then, it has all been ’smoke and mirrors‘.

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  • Frieda sagt:

    @ laasee
    Was ist denn daran so schlimm? Sundhage wurde in den USA auch kritisiert, dass ihr WM Kader fast dem von den Olympischen Spielen 2008 gleicht. Hope Solo antwortete darauf: Warum sollte man eine fitte Mannschaft die Olypischen Gold geholt hat verändern, wenn sie eingespielt ist?
    Gleiches sage ich nun zur deutschen Mannschaft. Wie ging denn die EM aus? Meiner Erinnerung nach hat Deutschland das Turnier dominiert. Warum muss es dann unbedingt Änderungen geben? Überhaupt, es gibt es ja welche…

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  • waiiy sagt:

    @laasee:

    Diese Aufstellung befürchte ich auch. Dazu braucht man übrigens nichtmal mehr einen Trainer, um gleich aufuzstellen. Und man wird sehen, dass 4 Jahre ältere Spielerinnen nicht mehr zwingend so gut sind nach diesen 4 Jahren…

    waiiy

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  • NCB sagt:

    Also erstmal, bei der Aufstellung… so wie die gegen Nordkorea gespielt haben, wird das spätestens im Viertelfinale arg in die Hose gehen, mit Kulig und Laudehr. Dann schon lieber Hingst. Aber man muss auch bedenken, 4 von den oben genannten (insgesamt 6) werden ihre Karriere in spätestens 2 Jahren beenden, und woher dann so schnell Ersatz. Und ich hab keine Lust, dass auch in der Nationalmannschaft die SiDi-Demenz einkehrt, der erst nach 3 Jahren gemerkt hat, dass da 2008 ein paar Spielerinnen ihre Karriere beendet haben und dass man jetzt mal wieder ordentlich einkaufen muss, sondern es wäre besser, den Kader bei Zeiten zu verjüngen. Übrigens, ich bin absolut kein Fan von Pia Sundhage und auch bei ihr wird das ordentlich in die Hose gehen, wenn sie Pech hat, fliegt USA schon in der Vorrunde gegen Schweden und Nordkorea raus wegen Altersschwachheit…

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  • Frieda sagt:

    @NCB

    Ähm, hast du die Spiele der USA gegen Japan gesehen? Und die Schweden gegen England? Und Nordkorea gegen Deutschland?
    Ich mache mir da eher Sorgen um Schweden. Die USA sind super in Form, für die war das Nachsitzen in der Quali ein Wachmacher.

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  • NCB sagt:

    Na ich weiß nicht. Nordkorea hat 7 Spielerinnen geschont, wären die dabei gewesen, hätte Deutschland verloren.
    Bei den anderen beiden, Japan hat auch geschont, nämlich Yuki Nagasato, einer der besten zum Ende dieser Saison, Schweden ist immer so ein bisschen undurchsichtig. Die sind auch eigentlich eine Turniermannschaft und England gehört nunmal auch zu den Top-8 Nationen der Welt.
    Also ich würde da nix heraufbeschwören. Selbst wenn sie 2. werden würden, treffen sie im VF auf Brasilien. Und spätestens da ist Aus die Maus.

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  • laasee sagt:

    @Frieda

    I agree with you and I also agree with Hope Solo.

    My point was that Neid has made a big drama of 21 squad when it is obvious to everyone that it would be the same group of players (with only 2/3 changes) at WM2011 as was at EM2009.
    ‚Why fix it if it is not broken‘.

    Neid could have announced the bulk of the WM2011 squad on 11 Sept 2009 and then gone on a long holiday for 18 months. Ja?

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  • Frieda sagt:

    Yuki hat sich im ersten Spiel leicht verletzt. Geplant geschont wurde sie nicht.
    Ich denke das die USA locker den Gruppensieg schaffen werden. Die laufen gerade richtig schön warm, auch in der Liga. Brasilien finde ich ja überschätzt und wird es gegen die Defensivspezialisten aus Norwegen und Australien schwerer haben, als ihnen lieb ist.
    England sehe ich in den Top 5.

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  • NCB sagt:

    Warten wir ab. Deutschland wird auch überschätzt. Frankreich, Japan u.a. haben ordentlich aufgeholt. Brasilien ist nicht überschätzt, sondern die haben nachweislich die beste Offensive der Welt mit Marta, Christiane und Formiga. Außerdem weiß keiner, wie die gerade stehen, weil die in Brasilien in ihrer eigenen Liga vorwiegend spielen.
    Die USA sollte man auch nicht überschätzen. Sie haben zweimal gewonnen in den Testspielen, das sagt aber noch gar nix. Die Zeiten einer Mia Hamm sind lange Geschichte und der Olympiasieg war mehr oder weniger Zufall.
    Wenn ich mal Trainer wäre, ich würde mir die Asiaten ganz genau angucken.

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  • Steffen sagt:

    Hier sagt doch jeder was anderes. 🙂 Deutschland muss gegen Kanada, Nigeria und Frankreich spielen, um die Vorrunde zu schaffen. Danach werden wir sehen. Es gibt aber immer Überraschungen!

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  • NCB sagt:

    Naja, zweimal sollten sie schon gewinnen, um die Vorrunde zu schaffen 😉 Wenn spielen allein reichen würde, wäre auch Äquatorialguinea im Viertelfinale dabei 🙂

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  • Fee sagt:

    Tja SF, wenn du den Unterschied der beiden Aussagen nicht siehst, ja dann kann ich dir auch nicht helfen.

    Aber mach dir nichts draus, ist nicht weiter schlimm.

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  • KarlMai sagt:

    Der Frauenfußball ist schon weit genug. Als der Männerfußball in Deutschland 40 Jahre alt wurde, da waren gerade mal 3 WMs gespielt, bei denen Deutschland als bestes Ergebnis einen 3. Platz erreicht hat. Dafür ist der deutsche Damenfußball schon sehr weit. Und wir sollten einfach Geduld mit den realistischen Vereinstrainern haben, irgendwann werden die Zuschauer schon kommen. Aber es nützt niemandem etwas, wenn zur WM die Massen kommen und nach 2 Wochen das Ganze wieder vorbei ist und die Vereine keinen Zulauf haben.
    ———————————-

    @NCB:

    Wenn ich das richtig verstehe, bist Du gegen das Abhalten der WM in Deutschland generell, weil der Zeitpunkt zu früh ist und der Frauenfußball noch nicht etabliert genug ist. Das pfuscht zum jetzigen Zeitpunkt nur der positiven Entwicklung der Vereine ins Handwerk. Fasse ich den Gedankengang richtig zusammen?

    Um die Analogie zum Männerfußball weiterzuführen, da fand die erste WM in Deutschland 1974, also ca. 65 Jahre nach dem ersten Länderspiel der Deutschen. Das heißt also, da das ja scheinbar vergleichbar sein soll, sollte in Deutschland nicht vor 2047 eine Frauen-WM stattfinden?

    Welche anderen Länder können sich dann überhaupt noch trauen, eine Frauen-WM auszurichten, wenn es für Deutschland noch zu früh ist?

    Ich frag bloß.

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  • laasee sagt:

    I think that the next WM (2015) should also be in Germany.
    The development of FF needs to follow a different road from MF.
    Germany is the best place to hold a Tournament – it is geographically central in Europe, has superb stadia and infrastructure etc.

    Only Canada and Zimbabwe bid for WM 2015.
    That shows how much the other nations care about FF.
    Other nations will only be interested in FF when they see the financial benefits.
    Having back to back WM in Germany would be a financial success story.
    Then the others big nations will want a piece of the cake.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fee
    > Tja SF, wenn du den Unterschied der beiden Aussagen nicht siehst, ja dann kann ich dir auch nicht helfen.

    > Aber mach dir nichts draus, ist nicht weiter schlimm.

    Wie denn nun? Erst ist mir nicht zu helfen und dann ist das nicht weiter schlimm.
    Anstatt mal eine konsequente Linie zu fahren, beim Prinzip zu bleiben, eierst Du rum!
    Lass doch die Katze bzw. Deine fussballerische Weltanschauung aus´m Sack!
    Mir ist jedenfalls ist völlig Wurst, was Schröder Dir bedeutet, weshalb Du seine Kritik an Anja tolerierst und die an Josi benutzt, um von „disqualifiziert“ zu schreiben.
    Es ist summasumarum von A…Z sein ureigener Führungsstil, inkl. aller Erfolge und Niederlagen, trotz Kritik von aussen, von Gönnern und Neidern – auch dies gehört untrennbar zu seinen 40 Jahren Turbine!

    Mehr habe ich dazu nicht zu schreiben. 🙂

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  • NCB sagt:

    Ich meine ja nicht generell, dass die WM in Deutschland falsch ist. Bloß der Umgang mit ihr ist ein falscher. Man sollte nicht vom deutschen Bürger erwarten, dass er ein neues Sommermärchen á la 2006 erschafft. Auch nicht wie 1974.
    Im Vorfeld hätte man eher den Frauenfußball an sich ins Bild rücken sollen, den normalen Fußballfan durch regelmäßige Übertragung eines Bundesligaspiels in der Sportschau, durch die Übertragung der CL-Spiele und das Präsentieren von Amateurvereinen mit deren Geschichten an den Frauenfußball gewöhnen und neugierig machen. Gerade auch in bestimmten Reizen, zum Beispiel den Tagesablauf einer Spielerin aus Jena oder Essen, man hätte mit dem Lesbenimage aufräumen können und eine Navina Omilade präsentieren, die es schafft, die Beziehung mit ihrem Lebensgefährten und den Fußball unter einen Hut zu bringen. Das sind alles solche Sachen, die viel zu wenig in der Öffentlichkeit gemacht wurden.
    Auch ein Bundesligaspiel gewinnt irgendwann an Reiz, wenn man Woche für Woche damit konfrontiert wird.

    Stattdessen wird alles im Frauenfußball, was es an Problemen und Entwicklungsschritten gibt, fein säuberlich unter den Teppich gekehrt, Querdenker wie Bernd Schröder, der diese Heuchelei nicht ertragen kann, so gut es geht ruhig gestellt und am Ende nur das schillernde Haupt des Frauenfußballs präsentiert, das über 4 Wochen aufrecht erhalten wird, danach aber und da gebe ich allen Kritikern recht, zusammenstürzen wird wie ein Kartenhaus.
    Wie die Spitze eines Eisberges ragt die N11 heraus, schimmernd im Sonnenlicht, aber 90% des Ganzen befinden sich da, wo nur die wenigsten einen Blick erhaschen können: Im Dunklen, dort wo es eine ungeheure Vielfalt gibt, aber wo auch die Gefahren lauern, wo die Zeichen lauern, ob es ihm gut geht oder nicht und er langsam aber sicher schmilzt, wenn das Wasser wärmer wird und im Nichts verschwindet.

    Und ich für meinen Teil möchte nicht, dass irgendwann der Eisberg untergeht. Und deswegen sage ich: So wie die WM bisher geführt wird, marktwirtschaftlich, wird es vielleicht das Sommermärchen geben, aber danach wird alles, was man so schnell hochgezüchtet hat, in sich zusammenbrechen und auch langfristige Spuren nach sich ziehen.

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  • Detlef sagt:

    Ich gebe Rainer vollkommen recht!!!
    Für Deutschland kann es nur Gold geben, nix anderes!!!

    Auch wenn das großkotzig klingt, aber die eigenen Erfolge der letzten EM und WM, lassen gar keine geringere Erwartung zu!!!
    Die deutsche Natio ist sehr erfahren, und über viele Jahre eingespielt, da weiß jede Spielerin ganz genau, was die andere aufm Klo macht(überspitzt formuliert)!!!

    Und für die vielen Demütigungen und Behinderungen, die der Bundesliga und ihren Vereinen zugemutet wurden, ist die DFB-Elf zum Gewinn der Weltmeisterschaft geradezu verdammt!!!

    Soviel dazu!!!

    Als gebürtiger „Ossi“, der schon über 12 Jahre im „Westen“ (eigentlich Süden) wohnt, will ich diese Debatte hier noch etwas anheizen!!!

    Der DFB wird zum größten Teil immer noch von alten Männern dominiert, die auch über die Geschicke der Frauen zu entscheiden haben!!!
    Seit einiger Zeit streben einige Frauen danach, zumindest diese „eigenen Geschicke“, auch in ihre weiblichen Hände zu nehmen!!!

    Das da jetzt der „Osten“ noch sehr mangelhaft vertreten ist, liegt wohl eher am Überangebot an „westlichen EX-Spielerinnen“ (Neid, Ballweg, Meinert, Fitschen, Jones, Wiegmann, Rottenberg, Lingor), die ihre berufliche Karriere eben beim DFB sehen!!!
    Vielleicht sehen wir ja im DFB-Hauptquartier in ein paar Jahren auch „östliche Ex-Spielerinnen“ (zB. SEIDEL, Vater, Meier)

    Das oben schon angesprochene Gefühl, daß einen „Ossi“ beschleichen mag, der sich des Öfteren vernachlässigt und verschmäht vorkommt, sollte in Frankfurt/Main ernst genommen werden!!!
    Vielleicht muß aber auch erst die Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht sein, bevor dann die Gleichberechtigung der Himmelsrichtungen folgen kann!!!
    „Ossis“ sei hier die Benachteiligung der „Nordies“ ins Gedächtnis gerufen, die auch sehr oft leer ausgehen!!!

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  • NCB sagt:

    Gut analysiert, Detlef… Bin übrigens das genaue Gegenteil, ein Wessi, der seit 5 Jahren im Osten lebt und zwar im Nordosten, insofern hast du ganz genau recht, hier oben gibt es fast keinen Frauenfußball außer in Rostock und Schwerin, und dort nie höher als maximal drittklassig. Hier oben wird absolut nix getan für den Frauenfußball.
    Aber wenn du mit einer Schlussfolgerung ernst meinst, dass die Benachteiligung nach Himmelsrichtungen erst nach der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern eintreten wird, dann sehe ich schwarz, denn diese wird nie eintreten, jedenfalls nicht zwischen Männerfußball und Frauenfußball, wenn du das so meinst.
    Die Frauen sollten endlich aufhören, nach dem Vorbild der Männer zu streben. Frauenfußball hat nämlich von der Spielanlage und allem drumherum rein gar nix mit den Männern zu tun und sollte das auch zeigen! Sie sollten ihre eigene Sportart draus machen, nicht nur ein Double der Männer. Einen Sportartableger wird niemand wirklich ewig aufrecht erhalten können, denn er ist nicht das Original.

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  • Detlef sagt:

    @NCB,
    Da hast Du mich falsch verstanden!!!

    Mit Gleichberechtigung der Geschlechter meine ich nicht die „Gleichbewertung“ von MF und FF!!!

    Dem FF werden im DFB noch zu viele Hürden in den Weg gestellt, gerade was die Ausgewogenheit zwischen N11 und Liga betrifft!!!
    Ob dies allerdings durch mehr Frauen in der Führungsetage gelöst werden kann, ist wohl eher fraglich, was das Beispiel Silvia Neid deutlich zeigt!!!

    Auf lange Sicht kann da wohl nur ein eigenständiger Ligarat (ähnlich dem der Herren) die Interessen der Vereine wirklich durchsetzen!!!
    Die Frage wird nur sein, ob sich die Vereine da auf gemeinsame Vertreter einigen können!!!

    PS;
    Ich bin übrigens ein absoluter Gegner der Ansicht/Meinung, daß der FF eine andere (eigene) Sportart ist als der MF!!!
    Beide verbindet doch viel mehr, als sie trennt!!!

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  • NCB sagt:

    Aber wer interessiert sich noch für Frauenfußball, wenn es nur noch eine billige und deutliche unterlegene Kopie zum Männerfußball ist? Antwort: Gerade mal ein paar notgeile Hengste und ein paar Alteingessene. Der durchschnittliche Fußballfan jedoch wird bei dem Angebot im Männerfußball nie auf die Idee kommen, auch nur ein Spiel im Frauenfußball zu schauen, wenn der erste Reiz verflogen ist.
    Deswegen ist es eher eine Chance, den Frauenfußball ganz anders zu präsentieren als den Männerfußball, den Frauenfußball ganz bewusst vom Männerfußball abzugrenzen und alle Unterschiede beizubehalten und zu fördern.
    Alles andere befürworte ich auch, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich für mehr Männer bin, weil die in den wichtigen Positionen einfach „cool“, gelassen und vor allem sachlich bleiben. Jedenfalls die meisten…

    (0)
  • laasee sagt:

    @Detlef

    „Der DFB wird zum größten Teil immer noch von alten Männern dominiert, die auch über die Geschicke der Frauen zu entscheiden haben!!!“

    That is the case also with other Federations, UEFA and FIFA.
    Historically the problem has been sexism.
    However, now there is also the additional problem of greed, which is an even worse problem than sexism.
    MF wants all of the cake and FF can only have crumbs!
    Football is a reflection of society.

    (0)
  • NCB sagt:

    @laasee: Generell hat das alles nichts mit Sexismus zu tun, sondern es ist einfach nur der Lauf der Dinge. In einem fairen Kampf werden sich sowohl auf dem Fußballplatz als auch in der Politik als auch überall, wo es um Führungspositionen geht, der Mann durchsetzen. Nicht zuletzt deswegen muss der Frauenfußball etwas Einzigartiges werden, nicht eine billige Kopie. Es muss den Männerfußball auf einer anderen Schiene überholen, denn so werden sie den Männerfußball nie auch nur annähernd erreichen.
    Erst wenn der Frauenfußball wieder eine ganz andere Art der Fußballkultur wird, wenn er wirklich Kultur hat, wenn er nicht nur ein Haufen billiger Kapitalisten ist, die ihn bis aufs Hemd ausquetschen wollen, sondern wenn jedes Fußballspiel zu einem Fest wird, wenn Fans und Spieler miteinander nach dem Spiel feiern, wenn der ganze Frauenfußball nur noch ein Fest wird, ein Schauspiel, ein Stück Kultur, erst dann wird der Frauenfußball eine echte Chance haben, den Männerfußball zu überholen.

    Frauen sollten auch im Fußball zu den Werten stehen, für die sie geboren wurden: Familie, Kreativität und Bodenständigkeit. Dann werden sie und ihr Sport auch respektiert.

    (0)
  • laasee sagt:

    @NCB

    I think we are in agreement but remember that in England and later in Germany the men banned FF primarily because of sexism.
    That legacy still simmers beneath the surface.

    FF must determine and create its own destiny.
    Look at the development of players in the past and the young players now.
    Birgit Prinz and Inka Grings are the last of the golden generation that evolved before MF (DFB) took full control of FF.
    That generation produced the great goalgetters and the great defenders.
    The success of WM2033 and particularly WM2007 was based on very good defenders.
    Today the German defence is very weak in comparison.
    Germany have world class offensive players (Inka, Birgit, Kerstin) from the ‚old school‘, and they compensate for the weakness in defence.
    Today Germany produce many good athletic players but not the natural players of the past.
    Just accepting MF development programmes for FF is not good.

    Then there is professionalism and league structures – that is a big problem in itself.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Frauenfußball muss sich weiter abgrenzen von anderen Sportarten und muss vor allem die Vorteile gegenüber dem Männerfußball rausstellen. Dadurch muss mehr Medienpräsenz erreicht werden. Nur so kann eine weitere Entwicklung gelingen. Die Frage ist, ob dafür im DFB nicht ein Gremium direkt eingerichtet werden muss, da der Frauenfußball nicht einfach von Menschen mitbearbeitet werden kann, die auf der anderen Seite die männlichen Nationalspieler mit Millionen versichern, diese Millionen aber sehr viel mehr bei den Frauen bewirken könnten.

    Diese Abgrenzung läuft leider zu großen Teilen wirklich auf die Vorzüge der Weiblichkeit hinaus. Außerdem sollte man ein wenig zu den (nicht nur weiblichen) Biathleten schauen, wie die mit den Medien umgehen. Immerhin haben diese sich innerhalb von ca. 10 Jahren auch zur Top-Sportart im Winter entwickelt. Und die Erfolge sind ja auch bei den Frauen-Fußballerinnen da. Da muss man mehr draus machen.

    Und jetzt bin ich mal Träumer: Auf dieses Ziel sollte auch der Umgang von Silvia Neid, Sidi und Bernd Schröder miteinander hinauslaufen. Da sollten auch mal deftige Worte fallen, damit man für Schlagzeilen sorgt. Aber man sollte auch immer wieder aufeinander zugehen und zeigen, dass man dasselbe will (das haben über lange Jahre Uli Hoeneß von Bayern und Willi Lenke von Werder bei den Männern praktiziert). Aber da muss man nach aller Emotion auch immer wieder miteinander reden.

    waiiy

    (0)
  • NCB sagt:

    Ganz recht, waiiy, das ist ein guter Vergleich. Aber du solltest nicht allein die Biathleten hier anführen, du solltest auch an die Feste der Langläufer auf dem Holmenkollen denken oder an den legendären Saisonabschluss jedes Jahr auf Planica, wo Skispringer jedes Jahr ein Wochenende miteinander feiern und den Zuschauer zusätzlich noch ein Riesenspektakel mit Flügeln jenseits der 220, 230 Metern bieten und was wir im Wintersport sonst noch alles so haben. Das sind wahre Feste und dafür wäre ich bei den Frauen auch. Denn das lockt mehr Zuschauer an als teure Transfer, gegenseitiges Bashing etc.

    Wie sagst du „leider“, wenn man bei der Abgrenzung des Frauenfußballs auf die Vorzüge der Frau zurückgreifen soll/muss. Ist das nicht gerade der Reiz daran? Oder willst du wirklich Frauen sehen, die sich wie Männer verhalten?

    Und zum Umgang zwischen den 3 Personen: Bernd Schröder hat ja einen Anfang gemacht, ich habe am Samstag ein wirklich überraschendes 😉 Interview von ihm im Radio gehört, in dem nix drin war: Kein Provokation, keine Sticheleien, keine harten Worte, dafür 100%-ige Rückendeckung für Silvia Neid. Ich selbst als Turbine-Fan war äußerst verwundert darüber.
    Allerdings darf das Ganze nicht auf Einseitigkeit beruhen. Schröder weiß ganz genau, er ist der einzige, der so denkt wie wir in der Hinsicht und er darf nicht zu defensiv sein, weil er sonst seine Ziele gegenüber den anderen verrät, die vor allem auf eines aus sind: Schnelle Kohle und nach mir die Sintflut.

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  • waiiy sagt:

    @NCB:

    Natürlich hast Du recht und ich finde den Trend zu hübschen Fußballfrauen auch gut und richtig. Es wäre halt schön, wenn es noch mehr gäbe, was den allgemeinen Sportfan, der den Frauenfußball noch nicht entdeckt hat, locken könnte. Da sind halt die weiblichen Reize bisher noch das herausstechendste Merkmal. Aber natürlich sollte das nicht wegfallen. Die Frage der Farbe der Fingernägel bei Lira gehört einfach dazu… 😉

    Ich denke, auch in Frankfurt denkt man so. Deshalb wurde Lira ja unter anderem geholt, weil sie eben auch den Verein poulärer machen soll. Es sind halt verschiedene Ansätze, bei denen man schauen sollte, welcher besser ist bzw. wie man das beste aus beiden machen kann. Wieso sollte es nicht möglich sein, einen großen Sponsor zu einem Verein zu locken, indem man mit ihm ein Werbe-Gesicht holt und dann eine Partnerschaft eingeht, wo der Sponsor gute Werbung und der Verein eine Top-Spielerin kriegt? Da muss man nur schauen, wer sich von Leistung und Ausstrahlung in Deutschland dazu eignet, nachdem Lira nun vom Markt ist. Sie ist halt markant. Das zeigt ja auch, dass sie in jeder Kampagne dabei ist. Und wenn man sie abseits des Fußballplatzes erleben darf, geht sie immer und überall auf die Leute zu. Das ist schon selten. Ich glaube, neben ihr haben die Potsdamer Mädels aus der Jugend nur Anna öfter gesehen und das, wo sie doch eigentlich der Star der Mannschaft war…

    Solche Spielerinnen brauchen wir mehr. Manchmal zählt halt neben der Leistung auf dem Platz auch die Leistung daneben.

    waiiy

    (0)
  • NCB sagt:

    Okay, wir haben uns ein bisschen falsch verstanden. Klar finde ich das mit den weiblichen Reizen auch gut und erstrebenswert, aber das andere, es ist nicht der Stil, den ich pflege. Wie wurde der Männerfußball aufgebaut? Durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Man muss das wirklich niedrigschwellig halten, sonst entfremdet man Fans und Spielerinnen zu sehr. Wieso sollte es nicht möglich sein, dass nach dem Spiel die Spielerinnen noch mit den Fans 2, 3 Stunden feiern mit Grillen, Fan- und Spieleraustausch, auch mal das ein oder andere Gespräch mit den Spielerinnen und sowas. Beim Skispringen auf Planica, da machen die das jedes Jahr so, da Grillen und Klönen die Springer, Manager, Trainer etc. alle noch mit den Fans usw.

    Wenn man die Leute weiß zu vermarkten bekommst du das mit jeder Spielerin hin, selbst mit dem Halbprofi aus Essen oder Jena, der eigentlich Krankenpflegerin ist und einmal die Woche gegen die besten Spielerinnen (Potsdam, Frankfurt, Duisburg) der Welt antritt.
    Du musst nur wissen, wie du das vermarktest.
    Der andere Trend geht immer mehr zu diesem unfamiliären, diesem fremdgesteuerten, gemanagten, geldgierigen Profi-Dasein. Und genau das meine ich mit der billigen Kopie.

    Man mag mich als sozialistischen Träumer hinstellen, aber genau das braucht der Frauenfußball, wobei in Potsdam keine Spielerin der Star war, sondern die Mannschaft. Das hat auch gerade wieder ein Manuel Neuer betont: „Kein Spieler ist so groß wie das Team.“ Und Bajramaj war gerade mal 2 Jahre da, kürzer als fast alle anderen Spielerinnen.
    Der Frauenfußball sollte amateurhaft bleiben, jedenfalls von seiner Gestaltung. Kreativ immer die Ränder beleuchten, vielmehr die Verschmähten, die Hintergrundpersonen, die Rückhalte der Mannschaften beleuchten und nicht immer nur die Stars.

    Fußball sollte im Frauenfußball seine Philosophie zeigen, nämlich, dass er ein Mannschaftssport ist. Und zu einer Mannschaft gehören alle: Spieler, Trainer, Fans. Und nicht nur zwei Stars, ein Manager und ein Sponsor.

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  • waiiy sagt:

    Im Großen und Ganzen gebe ich Dir recht. Aber wir wollen ja eben auch alle, dass Frauenfußball größer und bekannter wird. Das geht nur über Gesichter, über Spnsoren uber Professionalität. Diese sollte natürlich auf dem für die Frauen geeigneten Weg erfolgen.

    Und machen wir uns nichts vor, die Kinder suchen sich ihren Star aus. Und der wird es auch bei den Eltern sein. Das muss nicht unbedingt die beste Spielerin sein. Aber ist es die werbewirksamste. Die Kinder haben ein untrügliches Gespür dafür. Das waren bei Potsdam in den vergangenen Jahren: Lira, Anna und Coco. Und sicher können da aus den anderen Vereinen die Leute gleiche Beispiele anführen.

    Solche Stars braucht man, um alles ein wenig zu pushen. Ich wäre froh, wenn die Fußballerinnen in Deutschland davon leben könnten, auch in Leipzig oder Freiburg. Dann sehen wir viel mehr guten Fußball und engere Spiele. Aber dafür muss man auch den Schritt wagen, mehr Sponsoren zu gewinnen und auch mal einen Star haben.

    Auch wenn in Potsdam auf dem Platz die Mannschaft der Start war in den 2 Spielzeiten, hat man doch von Lira immer mehr erwartet als von den anderen. Wenn sie neben das Tor geschossen hat, wurde ihr vorgeworfen, dass sie hätte abspielen sollen. Wenn ein Abspiel von ihr nicht verwertet wurde, wurde gesagt, sie hätte selbst abschließen sollen. Das ist auch okay, wenn man erkennt, dass sie die Spielerin ist, die den Unterschied macht.

    Und wenn jetzt Yuki weiter so spielt, darf sie ruhig der Star sein oder wer es auch immer wird. Klar, Fuball ist ein Mannschaftssport. Aber anziehen kann man Interesse nur über Aushängeschilder. Und soweit, dass sie dann abheben, ist es ja zum Glück noch nicht.

    Ich bin gespannt, wie es mit Lira in dieser Hinsicht weitergehen wird. Wird man ihr erlauben, der Star zu sein, als der sich ja eingekauft wurde? Da wurde ja direkt auf den Werbewert hingewiesen. Und das Zeug dazu hat sie. Aber da müssen dann die Arrivierten (Prinz, Garefrekes, Behringer usw.) mitspielen, wenn sie in dieser Hinsicht ins 2. Glied müssen…

    waiiy

    (0)
  • NCB sagt:

    Lira war vielleicht 1 1/2 Jahre der Star, das letzte halbwegs gute Spiel hat sie im CL-Halbfinal-Hinspiel gegen Duisburg gemacht. Yuki ist schon lange die Nummer 1 in Potsdam und letztes Jahr war es Anna.

    Wie hat das denn im Männerfußball angefangen? Dort hat man in der NS-Zeit auch versucht, die Stars zu pushen alias Stan Libuda. Und? Die sind alle irgendwo in der Versenkung verschwunden.
    Die ersten wirklichen Stars waren die, die sich nie so gesehen haben und von denen man es am allerwenigsten erwartet hatte: Unsere Jungs von 54. Und da hat niemand angestrebt, ein Star zu werden und deswegen hat es funktioniert. Und auch der Trainer hat sich damals nicht gescheut, übermütige „Stars“ auf die Bank zu setzen, siehe Rahn.

    Wir müssen uns nicht extra Stars aufbauen, dann wird der Frauenfußball einseitig. Dann gerät er auf eine Schiene, auf der sein Werden und Bestehen einzig und allein von ein paar Leuten bestimmt wird, den sogenannten Stars.
    Ich glaube, der Sport wird viel interessanter, wenn sich keiner herausstellt, sondern alle irgendwo ihre Daseinsberechtigung haben. Und wenn das auch so signalisiert wird.

    Und ich habe nie die Absicht, den Frauenfußball zu pushen: Er ist noch nicht soweit und ich habe gemerkt, jeglicher „Push“ ist künstlich erzeugt und das ist nie gut für einen Sport.
    Soll der Frauenfußball lieber den steinigen Weg gehen, mir wäre es lieber gewesen, wenn im Vorfeld nicht durch einzelne Stars versucht wurde, zu pushen und dann statt 25000-30000 vielleicht nur 5000 Zuschauer bei einem WM-Spiel gewesen wären. Da hätte ich gewusst: Denen ist es wirklich wert. Und die werden auch neue Leute dazu bringen durch eben Mund-zu-Mund-Propaganda. Und das Biathlon soviele Zuschauer hat, liegt alleine daran, dass sie nicht versuchen, sich zu vermarkten, sondern eben daran, dass einer dafür Werbung macht und aus einem bei der nächsten Veranstaltung 3 werden usw.

    Das nenne ich: Nachhaltig!!

    Also weg mit diesem Starkult hin zu einem Sport, der sich auch ohne die Medien sehr gut präsentieren kann und nur das wirklich Nötigste macht und die vielen Werbemillionen lieber in den Aufbau des Frauenfußballs in den Provinzen, für Werbeveranstaltungen der Fußballvereine, für tolle Showwettkämpfe wie den Bundesliga-Cup oder Ähnliches ausgeben. Du wolltest doch vom Biathlon lernen, oder?

    (0)
  • laasee sagt:

    The biggest problem for FF is how to create its own identity.
    Now, FF is in the shadow of MF because MF has the resources, power, organisation etc.
    Look at the websites of National Federations, UEFA and FIFA.
    All information and news is MF dominated – FF recieves second level exposure.
    Fans then identity FF as being inferior.

    I think that, at some point, FF will have to break away from MF and create its own organisations.
    What is the alternative?

    (0)
  • Fast-Gelsenkirchener sagt:

    @NCB: Was hat Stan Libuda mit der NS-Zeit zu tun? Lt. Wikipedia ist der Jahrgang 1943 und hat zur NS-Endzeit noch in die Windeln geschissen! Oder meintest Du Ernst Kuzorra?

    @Markus: Um die (inzwischen unerträglichen) Kommentare der TP-Überzeugten zu stoppen, schlage ich folgende Regelung vor: Jeder User nur noch einen Beitrag pro Tag und Beschränkung auf 1000 Zeichen.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @Fast-Gelsenkirchener:

    Ich schlage eine andere Regelung vor. Ich wünsche mir, dass Menschen wie Du öfter und auch länger Deine Meinung schreiben. Das wäre das Schönste für alle Fans dieses Forum, wenn es eine größere Breite und Tiefe bekäme. Dann hätte alle etwas davon und kein Potsdamer Fan würde sich darüber aufregen. Und verschiedene Meinungen tragen immer auch zu einer Erweiterung des Horizonts bei. Also leiste Deinen Beitrag dazu. Wir wollen ihn gern lesen.

    Und wieso willst Du die Länge der Beiträge kürzen? Hast Du nichts zu sagen? Schreib mal ausführlich, was Du denkst! Es macht Spaß!

    Dein Vorschlag auf die FF-Bundesliga übertragen hieße, dass wir nur noh eine bestimmte Anzahl Fans ins Stadion lassen und dass diese auch nur eine bestimmte Zeit ihre Mannschaft anfeuern lassen.

    Das erinnert mich an das Auswärtsspiel 2009/2010 von Turbine Potsdam bei Tennis Borussia Berlin. Hätte man da nur so viele Turbine Fans wie Berliner Fans ins Stadion gelassen, hätten da 20 Leute gestanden. So waren es ungefähr 400 und das mitten in der Woche abends.

    Also lass uns hier so groß werden, wie es irgend geht. Der Idealfall wäre, wenn heimlich Spielerinnen, Trainer und Verantwortliche mitlesen und dem Fan auf den Mund schauen…

    Und dann wäre es doch traurig, wenn Deine Meinung nicht oder gekürzt dastehen würde…

    waiiy

    (0)
  • NCB sagt:

    @laasee: Wir Fans müssen den Frauenfußball schaffen. Wir müssen diejenigen befürworten, die dem Frauenfußball eine neue, volkstümliche und familiäre Atmosphäre wünschen und die versuchen auch durchzusetzen und denen in den A**** treten, die den Frauenfußball durch ihr Geld, ihre Macht und ihren Einfluss in Richtung des versnobten Männerfußballs drängen wollen. Wir Fans müssen kleine Vereine unterstützen wie Bad Neuenahr, wie Jena, wie SG Schönebeck, wie Lok Leipzig, um diese langfristig zu Kult- und Traditionsvereinen zu machen.
    Wir müssen die Reformierung von unten ansetzen, es nützt nichts, auf die von oben zu warten. Das System wird sich erst ändern, wenn sich die Voraussetzungen ändern.

    @Fast-Gelsenkirchener: Ich meinte natürlich Fritz Szepan, sorry, irgendwie verfrachte ich Libuda immer da hinein, weil das so ein Phantomname ist, der immer als Supertalent galt, aber nie wirklich wahrgenommen wurde.

    @waiiy: Das hoffe ich auch, dass die Verantwortlichen sich hier informieren, was in der Fanszene los ist und zwar nicht, um den Fans aufs Maul zu schauen, sondern sich selbst und auch die Förderung des Frauenfußballs nach den Fans auszurichten, denn wenn die Fans wegbleiben, dann ist Schicht im Schacht. Deswegen wünsche ich mir ja auch, dass sich viele Fans für die Vereine vor Ort engagieren und nicht immer nur auf N11, Turbine und 1.FFC Frankfurt schauen.
    Dann wird nämlich die Masse breiter und dann muss sich wohl oder übel auch der Frauenfußball danach ausrichten.

    (0)
  • Ulf sagt:

    Stan Libuda war zwar ein Rechtsaußen, aber wohl eher im sportlichen (!) Sinn. Im übrigen stand ich im Hamburger Volsparkstadion in der Ostkurve hinter dem Tor, als er das wichtigste Tor seiner Karriere schoß mit dem 3:2 gegen Schottland, was die Qualifikation für die WM in Mexiko bedeutete. Soviel Zeit muß sein.

    (0)
  • NCB sagt:

    Ich hab ihn ja auch nicht gemeint, sondern den Fritz Szepan… verwechsel Stan immer mit Szepan, drei Buchstaben sind ja immerhin auch gleich^^

    (0)
  • Ulf sagt:

    Hier noch ein Photo zum o.g. 3:2 durch Libuda
    http://j.mp/kGsdmy

    (0)
  • NCB sagt:

    Ist jetzt gut? Oh man, wie man sich bloß nur über einen Denkfehler aufregen kann? Noch einen Kommentar zu Szepan oder ein Liveergebnis mit ihm? Interessiert uns hier alle absolut. Wie war denn damals so das Wetter beim Spiel der Breslau-Elf? Kannst du uns doch auch bestimmt aus eigener Erfahrung mitteilen 😉

    Kommt mal wieder zum Thema zurück!

    (0)
  • Lucy sagt:

    Iwi sind doch jetzt alle hier etwas vom Thema abgekommen 😉

    Es ging ja eigentlich um die richtigen oder nicht richtigen Nominierungen und nicht darum, wie sich der FF in der Masse und in den Medien breiter machen kann/muss.

    (0)
  • laasee sagt:

    @NCB

    „Wir müssen die Reformierung von unten ansetzen, es nützt nichts, auf die von oben zu warten. Das System wird sich erst ändern, wenn sich die Voraussetzungen ändern.“

    That is why I have been so passionate on this forum about the ongoing debacle in Duisburg.

    The key to the development of FF is at grass roots and also with the independent clubs.
    The example of England where most of the FF clubs are owned by mens clubs is extremely worrying.
    The same in Holland, where the mens clubs then decide that they will no longer support FF.

    If FCR are allowed to disintegrate then there will only be one top independent club remaining – Potsdam. Frankfurt is not really an independent club, but really FC DFB.

    I think what is required is for one high profile player to challenge the inequalities within football.
    Then the rest of FF can unite behind that player and force genuine change.
    Maybe after WM is finished that a top player will come forward and challenge the status quo.
    It can only be done through the courts. The vested interests of MF, media, commercial interests etc, will only answer to one authority – the law.

    Will that player step forward after WM and take on the established order?
    I think so.

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  • KarlMai sagt:

    @laasee:

    Gegen welches Gesetz soll diese Spielerin denn klagen, das bisher als Haupthindernis dem Erfolg des Frauenfußballs in Deutschland im Wege steht?

    Oder soll sie den DFB auf Schadenersatz verklagen? oder z.B. die Medien, weil aufgrund von zu wenig Berichterstattung zu wenig Sponsoren sie finanzieren wollen?

    Führ diesen interessanten Punkt doch mal näher aus.

    (0)
  • laasee sagt:

    @KarlMai

    It is clear the FF has second rate status in Football.
    Football is part of Society and is responsible to Society.

    For a moment look at World Society.
    The ‚Arab Spring‘ is a reaction to discontent by the people towards the Governments/Regimes in that part of the world.
    The Berlin Wall and Iron Curtain collapsed because the people decided they did not want that oppression.
    Once people decide to challenge the status quo, then change arises.

    Now back to football. MF has historically had a negative attitude towards FF.
    First they do the verboten strategy, then they change tactics and decide to ‚help‘ FF.
    All the time MF has control of all the resources – money, infrastructure, organisations etc.
    MF is also supported by the football media which is inherently male dominated. The ‚old boys club‘.

    FF slowly evolves to the present position.
    Now, there is the biggest WM in the history of FF.
    The expectation level for players is at an all time high.
    But what about the financial benefits?
    German players are on a bonus system for winning WM that is 5 or 6 times less for what MF would get.

    That is just one example where a player or players might wish to challenge the fairness and legality of the National Federation offering discrimatory difference of bonus.
    The basic test case in law would be the legality of a National Federation being allowed to have a discrimatory payment structure for women.

    That is just one simple illustration.
    Once one action starts, then the flood gates open for all other matters, eg TV money, equal Pokal money, equal representation on committees, etc, etc.

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  • NCB sagt:

    @laasee: Gut, mein Englisch ist nicht unbedingt das beste, aber ich denke schon, dich verstanden zu haben.
    In der Tat ist es so, auch in Deutschland, dass wenn gespart werden muss, der Frauenfußball einen auf die Rübe bekommt, das allerbeste Beispiel ist HSV.
    FFC sehe ich nicht als gutes Beispiel eines unabhängigen Vereins, denn sie orientieren sich eh nur an den „Idealen“ des Männerfußballs. Und sind von einem Manager abhängig, der nur auf Geld und Erfolge aus ist.
    Wolfsburg machts bei den Frauen wie bei den Männern und wenn sie nicht aufpassen mit demselben Ergebnis wie die Männer in dieser Saison.
    Bei den anderen Vereinen ist es sehr interessant.
    Bayern und Leverkusen beispielsweise haben den Frauenfußball sehr separiert und sind deswegen auch stabil erfolgreich. Eine ähnliche Entwicklung hoffe ich auch bei Freiburg, dass sie sich wieder in der BL etablieren können. Wäre schön. Diese Vereine investieren unglaublich in die Jugendarbeit und das ist toll. Regional, jung, hübsch, das ideale Image, um den Frauenfußball langfristig dort zu etablieren.

    Ich denke, wenn diese Strategien funktionieren bei den BL-Vereinen, dann werden auch die Stadien voll. Es ist schön zu sehen, dass wir momentan zwei Tendenzen haben, die einen, die kaufen, die anderen, die ausbilden. Und momentan sind die letzteren deutlich im Vorteil 😉

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  • NCB sagt:

    @laasee: Das mit den Gesetzen würd ich mir mal aus dem Kopf schlagen. FF wird angesichts des Medieninteresses, das noch unterhalb der 3. Liga ist, noch sehr gut entlohnt. Es ist leistungsgerecht, da wird der DFB Gesetzeslücken noch und nöcher finden.
    Ich würde auch die großen Revolutionen nicht mit diesem doch sehr kleinen Ereignis vergleichen. Es ist doch eine sehr kleine, unbedeutende Reformierung des Systems.
    Übrigens, du gehst nur vom europäischen Blickwinkel aus. Die größste WM aller Zeiten war 1999 mit 90.000 Zuschauern beim Finale. Das wird Deutschland wohl kaum schaffen, sie können froh sein, wenn sie die Hälfte an Begeisterung erreichen und vielleicht gerade so 50.000 im Stadion haben. Das wäre schon ein Riesenerfolg. 🙂

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  • laasee sagt:

    @NCB

    Ich wunsche, dass Ich auf Deutsch besser schreiben konnte.

    Youth development at Bayern is very good. They deserve applause for that.
    I would like to see Bayern and Leverkusen to allow games at the Allianz Arena and Bay Arena.
    That would give a better profile for FF – even if the zuschauer is very small to start with.
    It starts small but the numbers will grow and grow. Rummenigge and Voller just need to show leadership.
    Playing at top stadia would be one of the biggest helps for FF.

    With HSV I agree with you totally. They have the English mentality towards FF.

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  • NCB sagt:

    Naja, da muss ich dir widersprechen. Dein geschriebenes Deutsch ist übrigens schon ganz gut, nur das ä, ö und ü fehlt dir irgendwie (auf der Tastatur)^^

    Ich wär dafür, dass Aschheim und das Kurt-Rieß-Stadion zu echten Hexenkesseln werden, bevor man ausbaut. Das bringt den Mannschaften viel mehr als das Spielen vor fast leeren Rängen.^^

    (0)
  • laasee sagt:

    What is worse, empty stands or the view of trees?

    I look forward to the time when a FF club has its own new stadium (10-12,000 seats).
    That would be a big step forward.

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  • NCB sagt:

    Bis dann muss auch jeder FF-Club erstmal die Anzahl von Fans haben. Außerdem sollte dann die Liga auch darauf acht geben, dass sie nicht so eng staffelt, dass ihre Nachholspiele bei klirrenden Kälte und gefrorenem Boden stattfinden, die Verletzungsgefahr damit um 50%-100% steigt und nur knapp 80-100 Fans ins Stadion kommen. Da nützt dir dann so ein Stadion auch nix mehr…

    (0)
  • NCB sagt:

    Achso, schlimmer ist es für einen Verein in der Tat, ein leeres Stadion zu haben. Schließlich müsste er jedes Jahr eine Menge Geld für die Instandsetzungsarbeiten ausgeben. Außerdem schadet es der Fangemeinde, wenn sie nur einzelnd und versprengt im Stadion zugegen ist. Und damit natürlich auch der Stimmung, die gerade bei kleinen Vereinen enorm wichtig ist als Motivation.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Weniger Zuschauer machen auch weniger kaputt. Man braucht weniger sanitäre Einrichtungen, weniger Getränke- und Bratwurststände, weniger offene Kartenhäuschen… 😉

    waiiy

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  • NCB sagt:

    Also auch ein kleineres Stadion^^ Allein die Kosten für ein solches Projekt würden die meisten Vereine an den Rand der Existenz bringen.

    (0)
  • laasee sagt:

    In England when mens clubs build a new stadium the number of fans increases.
    This happens with all clubs at all levels, not just the Premier League.
    Football clubs are part of the community – improve the facilities and the number of fans going to games increases.
    It is a simple formula.

    (0)
  • NCB sagt:

    Das ist vielleicht in England so, in Deutschland ist das nicht so ein Geschäft nach dem Motto: Ich bin Fan von dem, der die teuersten Spieler, das größste Stadion und die meiste Kohle hat.
    In Deutschland heißt Fan sein: Mit dem Herzen dafür stehen. Fußball ist Kultur, Fußball ist Kult. Fußball hat überall eine andere Atmosphäre. In Deutschland wirst du nirgendwo so einfach ein neues Stadion bauen können. Frag mal in Pauli nach, was die davon halten würden, wenn du denen ein neues Stadion vor die Nase setzt. Oder in Lautern, wenn du den „Betze“ stilllegen wolltest für ein neues Stadion?
    Mainz zum Beispiel hat lange mit sich gerungen, bis das neue Stadion gebaut wurde, in Hannover und Hamburg haben die Fans sogar gegen die Umbennenung ihres Stadions protestiert.
    Das ist in Deutschland nicht so einfach. Das Stadion steht für den Verein, das Stadion steht für Kultur, das Stadion steht für die Einheit des Vereins über alle Zeiten hinweg.
    Sowas ist in Deutschland sehr wichtig und ich denke nicht, dass du die Fans alleine mit einem neuen Stadion anlockst. Ein neues Stadion ist kein Identifikationspunkt, ist kein Stück des Vereins, sondern lediglich ein Gebäude. Und deswegen will es auch keiner haben.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @laasee:

    In Deutschland wird eine Stadt auch nicht so ohne weiteres viel Geld in solch ein Projekt schießen, weil sich dafür verantwortet werden muss.

    waiiy

    (0)
  • laasee sagt:

    @NCB

    I understand the points you make about difference in culture between England and Germany with MF and stadium.

    However, with FF the independent clubs do not have proper stadia.
    Take FCR as an example, what is better :-
    The PCC Stadion with lots of trees, or a new (10,000) stadium?
    At PCC they get around 1,200 fans. At a new stadium they would easily get x3, x4, x5 that number.

    @waiiy

    Then we must pray for kind benefactors. It happens in MF.

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  • NCB sagt:

    Du wirst in Deutschland keinen Verein finden, der ein neues Stadion baut, wenn das alte nicht mal über die komplette Saison ausverkauft ist. Und welches Team in der Frauen-Bundesliga hat schon ausverkauftes Haus bei jedem Spiel.
    Das geht nicht so einfach, nach dem Motto: Wir setzen jetzt mal ein riesiges Stadion in die Landschaft und dann werden die Leute schon kommen, denn die Vereine, die unabhängig sind, wollen keine Fans, die sich nur nach dem Wind drehen, sondern Fans, die auch gegebenenfalls mit in die 2. Liga gehen, die zu ihrem Verein stehen, die nicht nach einem Spiel weg sind, wenns mal in die Hose gegangen ist.

    Guck dir mal die Zuschauerzahlen von dieser Saison an: Die Vereine haben alle im Vergleich zu den Kapazitäten (Rekordzuschauerzahl) alle einen eher sehr mageren Durchschnitt:
    http://j.mp/m4fqW7

    Wenn irgendwann einmal solche Verhältnisse wie in Pauli oder Lautern herrschen, wo jedes Spiel gleich gut gefüllt ist, dann und auch nur dann werden die Vereine über Stadionausbauten oder generell über ein neues Stadion nachdenken.
    Und im Gegensatz zum englischen Fußball: In Deutschland gibt es keine Scheichs oder Ölmilliardäre, die mal so eben ne Milliarde in die Vereine reinpumpen und sich die Geldsummen um die Ohren werfen. Das gibt es hier nicht und das will auch niemand. Das ist einfach nur krankes Wachstum und genau das, was zumindest ich ganz eindeutig verhindern möchte in Deutschland.

    Übrigens, wir in Deutschland finden solche Stadien sehr idyllisch mit Bäume außenrum 😉

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  • laasee sagt:

    „Übrigens, wir in Deutschland finden solche Stadien sehr idyllisch mit Bäume außenrum.“

    FF in England also has lots of trees.
    There are some common features between German and English football cultures.
    Another custom that German and English football share is that MF gets all the money.

    FF suffers because the men have all the ’nice toys‘ (money, stadia, media, etc).
    FF gets classed as being second class because it has no ’nice toys‘.
    New stadia would be a good place to start.

    MF in England gets the billions because of foreign owners and that is not good.
    There are some British men who invest their money in football.
    Also, in Germany there is Hoffenheim as an example.
    FF only needs one or two ‚rich people‘ to invest and then the ball starts rolling in the right direction.

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  • pinkpanther sagt:

    @Lucy: „Iwi sind doch jetzt alle hier etwas vom Thema abgekommen“ … keine Chance 😉
    Aber ich muss ehrlich sagen, nachdem ich mich anfangs auch über die Dominanz des Offtopic geärgert habe finde ich die Diskussion mittlerweile richtig gut!
    Aus Zeitgründen kann ich mich grad nicht beteiliegen, was ich gerne täte, werde aber bestimmt die Tage auch nochmal meinen Senf dazu geben.

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  • NCB sagt:

    @laasee: Willst du das wirklich? Ist der Frauenfußball nicht gerade dadurch reizvoll, dass er auf Geld, Medien, Stadien, Starkult usw. verzichten kann? Wäre es nicht viel besser, wenn er sich auch ohne dies langfristig in Deutschland etablieren könnte? Würde das die Kultur des Fußballs nicht viel besser bewahren? Soll Frauenfußball wirklich nur noch blanker Kapitalismus werden und seinen Kultur, den Fußballkult verlieren?

    Hoffenheim ist wohl das abschreckenste Beispiel für diese englische Methode, ein Verein, der schnell von einem Investor hochgepusht wird mit riesigen Investitionen, der sich durch diese Variante schnell Tausende Fans dazu-„kauft“ und innerhalb von zwei Jahren, sobald der Erfolg ausblieb, in sich zusammenstürzt wie ein Kartenhaus. Ba, Carlos Eduardo und Luiz Gustavo haben den Verein verlassen aus welchen Gründen auch immer und prompt bleibt der Erfolg aus. Rangnick wurde rausgeekelt durch den zu dominanten Hopp, der ohne Einwilligung des Trainers Spieler kauft und verkauft, ohne zu wissen, ob sie ins System passen.
    Wenn Hoffenheim nicht aufpasst, dann geht es in den nächsten Jahren so schnell wieder bergab wie es bergauf ging und am Ende hast du einen mit Geld zerstörten Verein und ein Stadion, dass leersteht, weil sich niemand mehr für den gefallenen Riesen interessiert. Und dann schau dir mal die Stimmung im Stadion an, wenn in einem 30.000-Zuschauer-Stadion nicht mehr 30.000, sondern noch 30 sitzen.

    Da lieber kontinuierlich den Frauenfußball aufbauen und nicht hochmütig werden. Die „nice toys“ sind nämlich gar nicht so nice und haben in Deutschland absolut keine Ausschlagskraft.

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  • laasee sagt:

    FF culture?

    That would be good if FF had been able to determine their own culture.
    Unfortunately FF culture has largely been influenced and determined by MF.

    In the 1920’s FA in England banned FF, Germany did the same in 1954.
    It was only in the 1970’s that MF ‚welcomed‘ FF.
    Did MF do so for genuine reasons, or did they just want to control FF?
    I think it was more about control than about wanting to genuinely help.

    There is a lot of hypocrisy from MF. In the last few years I have seen many, many photos of men with Steffi Jones and lots of nice words.
    However, how many of those men went to the Frauen Pokal Finals in 2010, 2011?….hardly any.
    UEFA also do photos and say nice words but EURO 2013 only has 12 teams. It is farcical.

    Therefore it is very difficult for FF to establish and create its own culture.
    FF needs help and big help.
    Consequently, if a benefactor was prepared to invest big money into a FF club then that would be a positive development.
    Ideally, FF would have naturally and organically developed.
    It did not and could not because MF did not allow FF that opportunity.

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  • NCB sagt:

    Schon mal was von friedlicher Revolution gehört, laasee? Wäre das genauso gut ausgegangen, wenn die Menschen mit denselben Mitteln wie der Staat zugeschlagen hätte? Ganz sicher nicht, dann wäre es zum Bürgerkrieg gekommen.

    Wenn du ein kapitalistisches System mit Geld bekämpfen willst, dann wird dich das nicht zum erhofften Ziel führen!

    Wir haben in Deutschland eine doppelt so schnelle Entwicklung im Frauenfußball wie im Männerfußball, wir haben heute Einkommensklassen im Frauenfußball, die zum Teil den ersten Gehälter der Männer von 1963 vom Wert her gleichwertig sind. Der Frauenfußball entwickelt sich schnell und meist auch in eine Richtung, die zu begrüßen ist.

    Wenn wir den Großinvestoren einen Riegel vorschieben und einen Frauenfußball á la Birgit Prinz erfinden, dann können wir diese Tendenz nutzen. Und wenn wir erst in 20 Jahren eine EM mit 16 Mannschaften haben, dann ist das so. Aber wir müssen uns dann nicht vorwerfen lassen, dass wir den Frauenfußball verdorben haben. Und damit kann ich sehr viel besser leben als mit 10.000 „Fans“ im Stadion.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass man FF nicht auf einer Insel sehen kann. Die Zeit, in der sich MF entwickelt hat, war medial und monetär total anders. Das ist vorbei. FF muss mit den Rahmenbedingungen umgehen, die da sind. Da hilft keine schöne Vorstellung, wie es sein könnte oder Jammern.

    Und wenn man ehrlich ist, geben die medialen Möglichkeiten und eben auch das Geld, was in Umlauf ist, auch Chancen. Also sollte man Beides nicht verteufeln sondern nutzen und sehen, dass es weiter vorwärts geht.

    Ich finde beispielsweise, dass es ganz sinnvoll ist, wenn eine FF Mannschaft so eng in einem Stadion spielt wie Turbine mit Babelsberg 03. Man sieht auch immer 03 Fans bei den Spielen von Turbine. Es ist irgendwie eine Symbiose, weil Babelsberg 03 eben auch nicht Bayern München oder Leverkusen ist. Das passt vom Größenverhältnis. Von daher hoffe ich immer noch, dass die Babelsberger die Lizenz doch noch kriegen. Gemeinsam durch Babelsbergs und Turbines Erfolg konnte es mit der Stadt gestemmt werden, dass eine Tribüne und die ganze Infrastruktur im Stadion ausgebaut wurde. So kann man gemeinsam wachsen und das moderat. Und Potsdam nutzt jetzt auch die Möglichkeiten und wirbt für die Spiele mit großen Plakaten in der Stadt. Das war auch ein Grund für die großartige Kulisse zum letzten Spieltag und Halbfinalrückspiel in der CL in dieser Saison.

    Ich denke, der Mittelweg zwischen Frankfurt und Potsdam wäre eine gute Alternative. Vielleicht sind Mannschaften wie Freiburg und Leverkusen auf den richtigen Weg. Das wird die Zukunft zeigen. Vielleicht werden aber auch die Großen das Beste von anderen abschauen. Ich finde es spannend und verteufele Frankfurt mit dem Ansatz nicht. Wenn es dort beispielsweise geschafft wird, dass unter den jetzt eingekauften erfahrenen (fertig ausgebildet und alt sind sie ja bei weitem nicht) Spielerinnen einen vernünftigen Jugendunerbau auszubilden (was sicher ein paar Jahre braucht), dann hat man sich in Frankfurt genau jetzt dafür die Zeit „erkauft“ und das ist auch verständlich. Also nicht nur draufhauen. Es steckt sicher ein System dahinter.

    Mann! Habe ich das grad geschrieben?!? 😉

    Aber keine Angst, ich werde kein Frankfurt Fan! Und das System und die Mannschaft aus Potsdam bleiben sicher noch ein paar Jahre knapp vor Frankfurt…. 😀

    waiiy

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  • NCB sagt:

    Waiiy, es geht ja auch nicht darum, dass man darauf irgendwann zurückkommt, aber wenn laasee hier immer wieder mit Größenordnungen á la SiDi Abramovich kommt, damit der FF einmal durch die Decke geht und dann ungeheuer auf die Schnauze fällt, dann geh ich schon wieder an die Decke.
    Natürlich gibt es Geld und mediale Aufmerksamkeit, aber man sollte doch so tun als ob es das Geld nicht gibt. Bist du nicht hier derjenige mit dem Biathlon-Vergleich gewesen. Wir alle wissen, Biathlon ist seit dem Untergang der Skispringer vor fast 10 Jahren (Hannawald) schon zur Sportart Nr. 1 aufgestiegen und hat die mediale Anerkennung damals nicht künstlich heraufbeschworen, sondern haben sich kontinuierlich sich auf sich selbst konzentriert.
    Wir sollten darauf warten können, bis die Vereine die Aufmerksamkeit regional bekommen und einfach ihren Weg gehen. Sobald wir diese Aufmerksamkeit durch Geld oder Beziehungen künstlich erwerben, ist sie nicht echt und damit nicht nachhaltig.
    Und darauf kann ich gerne pfeifen.

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  • laasee sagt:

    Potsdam is a very good example of positive co-operation between a MF club and FF club.
    However, is that co-operation more possible because Babelsberg 03 plays at the 3rd/4th level?

    Compare the Brandenburg example with that in Duisburg.
    MSV has the nice stadium and FCR plays in the fields.
    MSV will allow FCR to play at the Arena but only if FCR pays 25,000 euros per game!

    Therefore, the co-operation between clubs is based primarily on financial considerations.
    That is the essence of the problem.
    The ‚football family‘ does nice photos and kind words very easily.
    But when it comes to practical help the ‚football family‘ shows that it is not really a proper family.

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  • laasee sagt:

    „Ever heard of a peaceful revolution, laasee? Would that be considered just as good if the people had struck with the same resources as the state? Certainly not, it would come to civil war.“

    Civil war in football would be better than the existing greed and inequalities that FF has to suffer.
    Revolution by definition implies that there are winners and losers.
    The big problem with football that is that it is in need of revolution and/or reform at all levels.

    FIFA is currently under the microscope but primarily for issues central to MF.
    The latest FIFA scandal is all about MF issues and essentially about money and corruption.
    This is the football world that FF has to live in.
    Better for FF to breakaway from this corrupt system and create its own structures and organisations.
    That requires revolution / civil war and it is inevitable.
    MF will not willingly allow the football industry to be open for everybody – greed is the big obstacle.

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  • NCB sagt:

    Natürlich ist das beim MSV so. Der MSV hat ein hochmodernes Stadion, dass du nicht mit dem von Babelsberg vergleichen kannst. Aber es ist nunmal so: Hätte der FCR die Fans für das Stadion, wäre es ihnen ein leichtes, denn dann wären das bei ausverkauftem Haus gerade mal 80 Cent pro Karte mehr. Aber so lohnt es sich einfach nicht.
    Deswegen ist das bei Babelsberg viel besser möglich, da das Stadion die passende Größenordnung hat und in Potsdam Turbine nunmal von den Fans her die Macht ist.

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  • laasee sagt:

    „immer wieder mit Größenordnungen á la SiDi Abramovich kommt, damit der FF einmal durch die Decke geht und dann ungeheuer auf die Schnauze fällt, dann geh ich schon wieder an die Decke“

    The difference between Abramovich and SiDi illustrates the problems that FF has.
    Abramovich is allowed to buy Chelsea because the rules in England allow it.
    However, Abramovich is not allowed to have commercial dealings with players that are employed by other clubs.
    In Germany SiDi is not allowed to buy 1.FFC but he is allowed to be a commercial agent for players at other clubs.
    SiDi is permitted to do so because the rules in Germany allow it.

    In both cases the rules are wrong!
    Who makes the rules? MF (FA & DFB)
    FF does not have its own rule making structures or organisations.
    That is where the big problem really is.

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  • NCB sagt:

    Ich finde es weder gut, dass ein Mensch einen Verein kauft, denn der Verein sollte immer die Macht über sein Tun und Handeln behalten und ich finde es auch nicht gut, dass einer, nur weil er viel Geld hat, in personelle Geschicke verstrickt ist.
    Deswegen bin ich für keines von beiden Systemen, sondern für das ganz einfache Sponsorsystem, wie es gerade gute Früchte in Hannover getragen hat, die alles in allem, obwohl sie solche Geldquellen nicht haben, in dieser Saison allein aus den Einnahmen und Ausgaben des Vereins gewinne verbuchen konnten.
    Und wie konnten sie das? Durch effektives und kluges Wirtschaften.

    In diesem Geschäft wird jede Regel bezüglich Investoren falsch sein. Hat Barca so einen Geldgeber? Nein! Nur Sponsoren! Und deswegen ist der Einwurf über „SiDi Abramovich“ nachträglich sogar gar nicht nur ein gutes Wortspiel, sondern verkörpert auch zwei Systeme, mit denen wir den Karren gehörig an die Wand fahren werden!

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  • laasee sagt:

    Stop going in circles – we are in agreement.

    Abramovich model is wrong.
    SiDi model is wrong.

    I favour clubs being owned by the fans, members and players but I also think there is a place for generous benefactors.
    However, the control of the club must remain with the fans, members and players.

    If people in a small village wish to form a club then they find the money from themselves.
    As the club develops then other income is required, sponsorship etc.

    FF has a history of not being allowed to develop naturally and organically.
    What is needed now is for FF to receive additional finance for stadia, training facilities etc.
    I would welcome generous benefactors supplying the money but not having control of the club concerned.
    A philanthropist model is the answer.

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  • NCB sagt:

    @laasee: Wie wäre es, wenn es einen eigens durch die Liga eingesetzten, vom DFB unabhängigen Förderverein oder Spendenpool gibt, in den diejenigen, die den Frauenfußball insgesamt fördern wollen, spenden und einzahlen können und der dann nach festgeschriebenen Richtlinien an die Vereine aufgeteilt wird. Dabei würde ich hier Kultstatus des Vereins, finanzielle Situation, besondere, kreative Vermarktungsideen, Verankerung im Umfeld, verantwortungsbewusstes Wirtschaften, Jugendförderung usw.

    Damit könnte man ideal Geld in kreatives, kontrolliertes, gesundes Wachstum umwandeln und jede Vereinsführung hat den Druck und die Pflicht, dieses gesteuerte Wachstum zu fördern, um von der Entwciklung des Frauenfußballs auch zu profitieren.

    Was sagst zu der Idee?

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  • laasee sagt:

    Yes, I think that is close to an ideal formula.
    It is ironic that in USA (uber capitalist) with American Football, NFL, they have elements of your idea.
    They do so in order to create more level playing competition.

    Would your idea work in Germany? I do not think so.
    It would give SiDi a heart attack!
    Also, the DFB officials would be in same hospital as him.
    Then there is the problem of some clubs being independent and others being chattel clubs.

    Maybe an interim solution is that a benefactor takes over an independent club and creates a ’super club‘.
    Then that club is in a position to force through radical change in the Buli.
    An independent ’super club‘ would also be able to demand from DFB and UEFA fundamental change and greater financial assistance for FF.
    It can only happen in Germany – sadly in England all FF is totally at the mercy of MF.

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  • NCB sagt:

    Lass sie doch ihre Herzattacken bekommen^^ Wenn sie das nicht unterstützen wollen, dann schließen sie sich selbst aus. Wer nicht mitmacht, profitiert auch nicht davon. Dann gründen diesen Fonds halt erstmal nur die anderen Mannschaften zusammen (SG Schönebeck, Lok Leipzig, Jena, Potsdam, Duisburg, vllt auch die klein gehaltenen Teams um Bayern, HSV, Leverkusen und Freiburg, dazu die Vereine der 2. Liga etc.)
    Erstmal diese Idee im Kleinen umsetzen und wenn sie funktionieren und auch das so gewollt wird und damit die Vereine stabil halten und den Frauenfußball fördern, dann müssen irgendwann auch Mannschaften wie Frankfurt aufspringen und am Ende auch der DFB, weil sie sonst Nachteile hätten und isoliert wären.

    Ich bin immer dafür, dass man die großen Geschütze zu Hause lässt, weil sie nicht kontrollierbar sind und lieber auf ein nachhaltiges System aus Gemeinschaft setzt.
    Wie das mit einem Super Club aussieht, siehst du übrigens in Frankreich, da ist OL so einer und der tut rein nix für die Verbesserung des FF an sich in Frankreich.

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  • laasee sagt:

    Lyon is not the model club – they are primarily a MF club.
    They deserve big applause for the FF success but Lyon will always place the interests of MF first.

    A ’super club‘ would have to be one of the independent clubs, FCR, Essen, Jena, etc. Maybe Potsdam – but Turbine has strong DFB connections.

    Also, a simple, immediate and not expensive creation would be a trade union organisation for FF players.
    That could be created very quickly.
    First a ‚Players Union‘ for German footballers and then a ‚European Players Union‘.
    FF needs a voice at all levels.
    FF must get organised and create the conditions for making progress.
    Blatter, Platini and Zwanzigger will not agree to full equality and fairness unless they are pressured to do so.

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  • NCB sagt:

    Lyon ist für die Auswirkungen deines Versuchs schon ein Modellclub, weil du siehst, dass sie nur auf den eigenen Erfolg aussind und andere nicht fördern.
    FFC wäre ja auch ein Verein, der unabhängig ist, aber sobald du einen Investor hast, gerätst du in den Fokus des DFB und kaufst und kaufst und kaufst, nur um deine Stellung im Fußball halten zu können.

    Spielervereinigung finde ich deswegen problematisch, weil die Spieler alle unterschiedliche Interessen haben. Außerdem würde ich die Problematiken des FF nicht auch noch zusätzlich auf die Spielerinnen verlegen.

    Da wäre die Vereins-Vereinigung doch viel ausschlagkräftiger. Schau, wir brauchen natürlich erstmal einen oder zwei große Ligasponsor(en), sowas wie Toyota bei der HBL. Und dessen/deren Sponsorgelder, die fließen dann in einen großen Pott, der dann nach bestimmten Kriterien aufgeteilt wird, eben Kultstatus, Fanauslastung des Stadions (prozentual), Verankerung in der Region (Gesellschaft), wirtschaftliche Ressourcen, kreative Ideen zur nachhaltigen Vermarktung des Frauenfußballs, Jugendförderungsmaßnahmen und noch ein paar mehr. Das gegeneinander abgewogen, ergibt dann den jeweiligen Anteil am Pott. Wenn der Sponsor so 3 Millionen hinblättert, dann wäre da schon einiges gesichert und der Aufbau könnte gefördert werden.

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  • laasee sagt:

    Players need a voice. Players need to influence the development of FF.

    In England (MF) there was for almost a century a maximum wage for players.
    In the 1960’s the players got organised and the ‚Players Union‘ challenged the football establishment and won.
    The maximum wage was abolished and players got freedom to negotiate better wages.

    In tennis – women had to fight in the 1960’s and 1970’s for their rights.
    Progress and fairness is never presented on a plate.
    People have to stand up and fight for change.
    So it must be for FF as well.

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  • NCB sagt:

    Tennis ist eine Einzelsportart, das ist was vollkommen anderes. Fußball ist eine Mannschaftssportart, weswegen es keinen Sinn hat, eine Spielervereinigung zu gründen, in denen dann Vereine regelrecht gesprengt werden, weil in sich Spielerlager gebildet haben. Sowas ist nicht gut. Es wäre besser, einen von Vereinen und Spielerinnen gewählten, wenn auch inoffiziellen Ligarat einzuberufen, der dann sich um die Anwerbung von Ligasponsoren kümmert, die Vergabe dieser Gelder nach den oben genannten Kriterien vollzieht und somit die Vereine der Liga und ihren Umgang auch mit den Spielerinnen, die Vereinsatmosphäre kontrollieren kann und somit es zu einer gegenseitigen Kontrolle von Ligarat und Vereinen zugunsten der Spielerinnen und des FF insgesamt kommt.

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  • laasee sagt:

    „Fußball ist eine Mannschaftssportart, weswegen es keinen Sinn hat, eine Spielervereinigung zu gründen, in denen dann Vereine regelrecht gesprengt werden, weil in sich Spielerlager gebildet haben“

    The DFB already recognise that the players need a voice and need representation.
    There is a joint committee that negotiates the financial payments for National players – it has representatives of the players and officials of the DFB.

    I am a big critic of Theo Zwanzigger on many issues but on this matter I congratulate him.

    It seems that Herr Zwanzigger and myself on this matter are reading from the same page – but you are reading from a totally different book.

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