Schottinnen schießen Arsenal zum Pokalsieg

Von am 22. Mai 2011 – 10.20 Uhr 3 Kommentare

„Wir haben das Gefühl vom letzten Jahr, im Finale verloren zu haben, nicht vergessen“, sagt Arsenals Trainerin Laura Harvey, die 2010 mit ihrer Mannschaft im Endspiel des FA Women’s Cup an Everton gescheitert war. Diesmal machten es die „Gunners“ besser und siegten gegen Bristol Academy, die im Vorfeld selbstbewusst zur Attacke gegen den Serienmeister geblasen hatten.

In der Liga ging das vergangene Spiel 2:2 aus, Bristol machte sich Hoffnungen und gab sich siegessicher. „Wir haben jetzt zweimal gegen sie gespielt und wissen nun, wie sie zu schlagen sind“, so Trainer Mark Sampson. Doch einmal auf dem Feld, spielten nur noch die Londonerinnen und trafen schon nach 30 Minuten zum 2:0-Endstand.

Little trifft zur Führung
„Bristol hat im Vorfeld viel geredet“, so Harvey. „Unsere Art ist das nicht – wir wollen die Leistung auf dem Feld sprechen lassen.“ Vor über 13.000 Zuschauern begann ihr Team die Partie in der Tat druckvoller, bewies die deutlich bessere Spielanlage und schnürte Bristol in der eigenen Hälfte ein. Die Angriffe rollten zumeist über die rechte Seite mit Steph Houghton, Kim Little und Ellen White – doch die „Gunners“ waren einmal mehr zu inkonsequent in den Abschlüssen und Zuspielen.

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Die Schottinnen Julie Fleeting (l.) und Kim Little (Mitte) sicherten den FA Cup. Landsfrau Jennifer Beattie freut sich mit. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

In der 15. Minute ergriff Little die Initiative. Die Schottin kam in Ballbesitz, tanzte die Hintermannschaft von Bristol im Alleingang aus und traf zum 1:0. „Sie ist weltklasse“, lobte Harvey und sah eine Viertelstunde später, wie Littles Landsfrau Julie Fleeting auf 2:0 erhöhte. Nach Flanke von Rachel Yankey traf Fleeting per Kopfball.

Chancenarme zweite Hälfte
Das in der ersten Hälfte gut anzusehende Endspiel ließ in der zweiten Halbzeit deutlich nach, Chancen wurden Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte Bristol mit einem Freistoß in der 68. Minute, der allerdings nur die Latte traf.

Für einen Aufreger sorgten Yankey und Bristols Grace McCatty etwa zehn Minuten vor Schluss. McCatty bekam einen Einwurf zugesprochen, Yankey rückte den Ball nicht raus und wurde daraufhin von McCatty mit einem Stoß ins Genick zu Boden geworfen. Es hätte die Gelbe Karte für Yankey und die Rote für McCatty bedeuten müssen – Schiedsrichterin Sian Massey verzichtete jedoch auf Verwarnungen.

Zwei Gewinner
Auch wenn die Spielerinnen von Bristol Academy naturgemäß nach der Partie geknickt waren, hat das Finale dennoch zwei Gewinner: Arsenal durfte den Pokal in die Luft strecken, Bristol ist durch die Finalteilnahme erstmals für die „Champions League“ qualifiziert – der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

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3 Kommentare »

  • laasee sagt:

    13,885 fans is not good.
    Men get Wembley, FF get Coventry.
    Men get uber £millions, FF get pfennigs.
    Men get 99.99% of media, FF get 0.001% of media.

    Another year passes but but same sexist culture remains.

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  • Ulf sagt:

    Merkwürdig ist, daß der größte deutsche Energiekonzern E.ON als Hauptsponsor für den FA Women´s Cup auftritt http://j.mp/lKhaMW

    M.e. sponsert E.ON weder bei der kommenden WM noch sonstwie in der Frauenbundesliga (Trikotsponsor bei Bad Neuenahr ist ja RWE). Da fragt man sich als guter Deutscher doch warum das Geld nicht in der Heimat bleiben kann. Es ist mir durchaus bekannt,daß E.ON durch die Übernahme von Powergen in 2002 auf dem englischen Markt aktiv ist.

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  • laasee sagt:

    The policy on money is the same in England as it is in Germany?
    In fact it is even worse in England.
    E.ON sponsored FA Cup prize money for winning the mens Final – Manchester City get £1,800,000.
    E.ON sponsored FA Cup prize money for winning the womens Final – Arsenal get £5,000.

    This is the modern world?……….pass the sick bucket!!

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