Kreuzbandriss: Kanada fehlt Torhüterin

Von am 10. Mai 2011 – 17.15 Uhr 2 Kommentare

Die Verletzungen im Vorfeld der Frauenfußball-Weltmeisterschaft im kommenden Monat reißen nicht ab. Nun hat es auch die kanadische Mannschaft erwischt. Einmal mehr heißt die Diagnose Kreuzbandriss. Und auch aus dem englischen Team gab es heute die nächste Hiobsbotschaft.

Stephanie Labbé hat seit gestern Gewissheit: Die kanadische Torhüterin hat sich das hintere Kreuzband gerissen.

Mindestens sechs Monate Pause
Labbé ist momentan die „Nummer 3“ im kanadischen Team, insgesamt hat sie es bislang auf acht Länderspieleinsätze gebracht. Gebürtig stammt die 24-Jährige aus Edmonton, aktiv ist sie aber im schwedischen Piteå. Als sie mit ihrem Team in der vergangenen Woche gegen Kristianstads DFF antrat, kollidierte sie mit einer Gegenspielerin und musste bereits nach 26 Minuten ausgewechselt werden.

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England bangt nun auch um Fara Williams. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Viele Verletzungen bisher
Die Kanadierin ist nicht die einzige Spielerin, die verletzungsbedingt auf die Weltmeisterschaft verzichten muss. In der deutschen Mannschaft ist Dzsenifer Marozsán betroffen. Die Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt riss sich das Innenband im rechten Knie. Ebenfalls einen Kreuzbandriss zogen sich Frankreichs Sandrine Dusang und Australiens Star-Spielerin Kate Gill zu. Wie auch Labbé, erlitt Gill die Verletzung in einem schwedischen Ligaspiel. Die Schwedinnen müssen bei der WM ebenfalls auf eine Leistungsträgerin verzichten, Stina Segerström leidet an einem Achillessehnenriss.

England: Nun auch Fara Williams verletzt
Unsicher ist der Einsatz von Faye White. Die Spielführerin der englischen Nationalmannschaft leidet an einer Oberschenkelverletzung, hofft aber, bis zur WM wieder einsatzfähig zu sein. Unangenehme Nachrichten gab es darüber hinaus heute von ihrer Nationalmannschaftskollegin Fara Williams. Die Mittelfeldspielerin von Everton LFC zog sich im Meisterschaftsspiel gegen Lincoln LFC eine Knieverletzung zu. Bislang spricht man auf englischer Seite aber nur über ein Fehlen Williams‘ beim Länderspiel gegen Schweden in der kommenden Woche.

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2 Kommentare »

  • Steffen sagt:

    Hoffentlich kann Fara Williams bei der WM mitspielen. Sie ist eine der wichtigsten Spielerinnen von England.

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  • waiiy sagt:

    Auf jeden Fall ist klar zu sehen, dass die Mannschaften, die bei der WM etwas erreichen wollen, die Zügel merklich anziehen. Die Verletzten sprechen eine deutliche Sprache, aber eben auch, dass beispielsweise Korea so früh anreisen wird. Zumindest auf WM-Niveau ist ein merklicher Trend zur Professionalisierung festzustellen.

    Das ist wohl vor allem auch den Vorbereitungen der Amerikanischen und der Deutschen Mannschaft zu den letzten großen Turnieren geschuldet. Das nimmt sich die Konkurrenz zu Herzen.

    Die Frage ist, ob dafür die Personaldecke bei manchen Mannschaften reicht, wenn auf dem Weg nach Deutschland mehr als 1 bis 2 Spielerinnen wegbrechen. Nicht viele Nationen dürften Ausfälle so gut wegstecken wie die USA und Deutschland, wo sich manche (mich eingeschlossen) doch gerade hier wünsche, dass einige der „arrivierten“ Leistungsträger besser gar nicht dabei wären, um das Spiel schneller und dynamischer zu machen.

    Man darf gespannt sein, was noch so alles passieren wird bis zur WM und wie die Testspiele aller Mannschaften verlaufen werden.

    waiiy

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