EM-Quali: U17 feiert Kantersieg gegen Russland

Von am 23. April 2011 – 12.45 Uhr 12 Kommentare

Nach dem 5:0-Auftakterfolg gegen Finnland hat es die deutsche U17-Nationalelf in der zweiten EM-Qualifikationsrunde auch im Spiel gegen Russland mächtig krachen lassen.

Im dänischen Esbjerg kam das Team von Trainer Ralf Peter zu einem 9:0 (2:0)-Schützenfest. Sara Däbritz (3., 50., 53.), Lena Petermann (7., 58. Elfmeter), Melanie Leupolz (47.), die eingewechselte Fabienne Dongus (63.) mit ihrem neunten Treffer im erst vierten Länderspiel und Lina Magull (68. Elfmeter, 79.) sorgten für die Treffer beim Kantersieg.

Am Dienstag gegen Dänemark
Zum Abschluss trifft die DFB-Elf am Dienstag, 15 Uhr, auf Gastgeber Dänemark. Mit einem Erfolg würde Deutschland die Teilnahme an der EM-Endrunde in Nyon perfekt machen, die vom 28. bis 31. Juli ausgetragen wird. Im Halbfinale würde es die DFB-Elf dann mit Frankreich zu tun bekommen, das zweite Halbfinale bestreiten Island und Spanien.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ist echt´n Kracher!!! Nur die letzte WM-Endrunde bestand nur aus solchen und wie das endete – na ja, nicht wieder Öl ins Feuer. 😉
    Man sollte ja aus Fehlern gelernt haben und ausserdem ist hier kein Nordkorea dabei…

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  • Lusankya sagt:

    Ich hab so den leisen Verdacht, dass sogar ein Unentschieden gegen Dänemark ausreichen wird.
    Auch wenns letztes Jahr nicht mit den EM und WM Titeln geklappt hat, ist die deutsche U-17 immer noch ne Klasse für sich. 🙂

    Aber optimal ist der Zustand auch nicht. Die U-19 wird in Europa viel stärker gefordert und kommt dann auch gegen Gegner von anderen Kontinenten gut klar. Die U-17 ist es gewohnt in Europa die Gegner quasi vorzuführen, das ist keine gute Vorbereitung auf die WM. Ich hoffe, dass die anderen Nationen auch im U-17 Bereich mal nachziehen.
    Denn aktuell habe ich das Gefühl, dass unsere Mädels nicht sehr gut mit Gegnern klarkommen, die auch mal gut verteidigen können.

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  • pinkpanther sagt:

    Jau, unentschieden reciht am Dienstag (Endstand FIN-DAN 1:3), aber aufgepasst: Vor einem Jahr hat auch jeder gedacht Halbfinale gegen Irland, das wird ein Spaziergang … und dann kam es doch ganz anders. Ganz zu schweigen von den Erfahrungen der letzten WM 🙁
    Aber ich will ja nicht unken …

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  • spoonman sagt:

    Ich bin etwas überrascht, dass hier viele die Junioren-WMs/EMs so bierernst nehmen.

    Klar, man möchte natürlich möglichst überall gut abschneiden. Aber in erster Linie sind solche Meisterschaften doch dazu da, dass die jungen Spielerinnen Erfahrungen sammeln, Turnierluft schnuppern und lernen, sich durchzubeißen. Und da kann eine (wenn auch schmerzhafte) Niederlage in einem Finale oder Halbfinale für die spätere Karriere manchmal mehr bringen als ein Durchmarsch ohne große Probleme.

    Außerdem ist der Modus der FIFA- und UEFA-Juniorenturniere ja manchmal ziemlich verquer: Es kommt sehr aufs Losglück an, und bei nur 4 oder 8 Endrundenteilnehmern ist es ja logisch, dass auch mal große Nationen auf der Strecke bleiben. (Okay, Deutschland ist in Europa momentan noch die „Übernation“, bei der das eigentlich nicht passieren dürfte. Aber irgendwann wird es trotzde soweit sein.)

    Soll heißen: Erfolge der U-Mannschaften sind schön und gut, aber wirklich entscheidend ist doch nur das Abschneiden der A-Nationalmannschaft. Wenn die einen WM-Titel holt, ist es im Endeffekt völlig egal, wie viele Juniorentitel die Spielerinnen vorher gesammelt haben.

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  • Ulf sagt:

    Hier wurde ja auch schon von unserem auswärtigen Korrespondenten die Zukunft des deutschen Frauenfußballs als solches infrage gestellt anläßlich des 1:1 der U19 gegen Wales Ende März.

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  • FFFan sagt:

    @ spoonman:
    Maren Meinert wurde mal in einem Interview gefragt, was ihr wichtiger sei: Titel mit der U19/U20 oder das Heranführen von jungen Spielerinnen an die A-Nationalmannschaft? Ihre Antwort lautete sinngemäß, dass das eine das andere nicht ausschließe, sondern beides quasi ‚Hand in Hand‘ gehe.

    Ich sehe es genauso. Erstens müssen die Spielerinnen, um die wichtigen (Turnier-)Erfahrungen sammeln zu können, mit ihren Mannschaften, möglichst auf jeder Altersstufe, für die Endrunden von EM und WM qualifizieren und dort möglichst weit kommen. Zweitens können Nachwuchstalente durch internationale Erfolge Selbstvertrauen tanken und eine ‚Siegermentalität‘ entwickeln, was ihnen für die weitere Karriere hilft. Und drittens kann eine erfolgreiche U-Mannschaft als Vorbild für die nächste(n) Generation(en) von Spielerinnen dienen.

    Das Abschneiden der Juniorinnen bei EM und WM ist also keineswegs „im Endeffekt völlig egal“, sondern -auch ohne bierernst zu sein- von erheblicher Bedeutung für die künftige Entwicklung der A-Nationalmannschaft und die Fortsetzung von deren Erfolgstradition!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Selbst der Schul-WM-Titel ist für jede einzelne Potsdamer Spielerin ein WM-Titel, den ihnen keiner mehr nehmen kann.
    Die Motivation, selbst einen derartigen Titel zu holen, ist enorm bei den jungen Mädchen und sicher vergleichbar mit allen anderen WM-Titeln sämtlicher Altersklassen. Sie sind mit Fug +Recht stolz darauf, ihn errungen zu haben!
    Ausserdem würde nach spoonmans Ansicht der im vergangenen Jahr errungene U20-WM-Titel damit auch geringer wertgeschätzt als er das in der Praxis wahrlich wurde…

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  • laasee sagt:

    The development of young players should be more than just being stronger and well organised.
    The coaching and education should encourage players to be able to find solutions to problems during a game.
    Players from Asia appear to be better educated in football than Europeans.

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  • Garrincha sagt:

    In Deutschland hat beinahe JEDE BuLi-Spielerin schon einmal in einer U-Natio gespielt! Und wenn dann mal ein Titel bei einem Turnier ‚rauskommt, heben die Kücken gleich ab!
    Bitte, bitte auf dem Boden bleiben! Einsätze in der BuLi halte ich im FF für viel viel wertvoller als in einer U-Natio! Dort ERFAHREN junge Spielerinnen mehr als in einer Jugendmannschaft!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nominierungen für Ländermannschaften gehen doch immer über die Leistung im Verein, also sollten da auch die Erfahrungen herstammen, die diese Nominierung rechtfertigen.
    Ich führe zwar keine Statistik, aber das nahezu jede BL-Spielerin in einer U-Mannschaft zugange war, na ja, ich weiß nicht!
    Genauso mit dem Abheben, Garrincha! Lieber auf´m Boden bleiben und dafür eben keinen Titel erringen, wäre das Gegenteil Deiner Anmerkung!
    Hätte ich die Wahl – dann schon lieber Ersteres.
    Diejenige, die bei einem Titel sich ab sofort selber vorm Spiegel grüßt, hat ein Erziehungsproblem vorliegen. Hauptsache, sie kriegt sich wieder ein bzw. die Trainer holen sie auf den Boden der Tatsachen zurück, denn auch dazu sind sie da.

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  • Marcel sagt:

    @Garrincha

    Sicher hast du nicht ganz Unrecht aber es ist immer gut zu wissen wie die aktuellen Jahrgänge sich zu den anderen in Europa oder der Welt schlagen.
    Ausserdem müssen dort die jungen Spielerinnen Verantwortung übernehmen wo sie sich vielleicht im Verein noch hinter den „Älteren“ verstecken können.Ich denke auch nicht grad ne unwichtige Erfahrung.
    Noch dazu ist eine WM ,auch wenns „nur“ eine U17-WM oder U20 ist,eine tolle Erfahrung und Motivation genug um es ganz nach oben zu schaffen zu wollen.Klar kommt da nicht jede an (aus welchen Gründen auch immer)aber das ist glaub ich ganz normal, dass es nur ein geringer Prozentanteil es bis in die A-Natio schafft,das ist bei den Männern oder in anderen Sportarten auch nicht anders.

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  • timmy sagt:

    3:0 gegen Dänemark. Deutschland ist im Finalturnier.

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