Leipzig holt Claudia von Lanken

Von am 15. April 2011 – 10.35 Uhr 10 Kommentare

Frauenfußball-Zweitligist 1. FC Lok Leipzig stellt weitere Weichen für die kommende Saison, in der der Verein erstmals in der Ersten Bundesliga spielen wird. Nach der Verpflichtung von Stürmerin Kathrin Patzke hat das Team nun auch eine neue Trainerin.

Claudia von Lanken, momentan Cheftrainerin beim Noch-Ligakonkurrenten Hamburger SV II wechselt zur kommenden Saison nach Sachsen.

Abschied aus Hamburg nach zwölf Jahren
Von Lanken hat die letzten zwölf Jahre in Hamburg verbracht – zunächst als Torhüterin, später als Trainerin der zweiten Mannschaft. Die 33-Jährige ist mit ihrer Mannschaft in der laufenden Saison noch ungeschlagen und führt die Tabelle an. Der HSV II ist allerdings nicht aufstiegsberechtigt.

Aufstiegstrainer wird Sportdirektor
Jürgen Brauße, der die Mannschaft in die Erste Bundesliga führte, wird ab Sommer neuer Sportdirektor der Abteilung Frauen- und Mädchenfußball. Ihr vorstehen wird weiterhin Frank Tresp, der allerdings darüber hinaus auch die zweite Mannschaft betreuen wird. Die liefert sich momentan ein enges Duell mit BW Hohen-Neuendorf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Momentan haben beide Mannschaften 38 Punkte auf dem Konto, die Leipzigerinnen haben allerdings noch ein Spiel in der Hinterhand.

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10 Kommentare »

  • Ulf sagt:

    Die 2. Mannschaft des Hamburger SV wird aufgelöst lt. Hamburger Abendblatt heute. Der Etat der Frauenfußballabteilung wird um ein Drittel gekürzt. Damit klärt sich möglicherweise auch der Wechsel der Trainerin und Torjägerin Patzke auf.

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  • Jarmusch sagt:

    War ja fast zu erwarten, dass nach der Demission von Katja Krauss eine wichtige Fürsprecherin fehlen würde. Ist halt eine Männerwelt bei den Profivereinen.

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  • Tobias sagt:

    Hier der Artikel dazu:

    http://j.mp/lgiptb

    Kein gutes Signal für den Frauenfußball insgesamt, wenn sich der Meister der 2. Liga Nord komplett zurückzieht. Und das ausgerechnet in diesem Jahr.

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  • Ulf sagt:

    Ich bin gespannt, ob unser englischer Patient ob der ´gentlemen` in Hamburg jetzt auch wieder ewig rumheult.

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  • Detlef sagt:

    Das ist schon mal ein Vorgeschmack auf das, was nach der WM passieren wird!!!
    Köln hatte ja auch schon so etwas Ähnliches angekündigt!!!

    Aber zurück zum Thema:
    Es freut mich für Leipzig, daß sie bereits 3 gute Verstärkungen an Land ziehen konnten!!!

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  • speedcell sagt:

    das ist echt…krass…also bei den männern will man 3 leute von chelsea verpflichten,aber für die frauenmannschaft ist kein geld da ? das ist die einzige mannschaft des hsv,die einen titel geholt hat und offensichtlich guten fussball gespielt hat in diesem jahr….unverständlich…wirklich einfach nur zum kopfschütteln. dann könnte lok wirklich a. lübcke verpflichten,wenn sie sowieso keinen verein hat. es kann ja nicht jeder in die 1. mannschaft kommen.

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  • Charly sagt:

    Das ist wirklich unfassbar. Die Mädels spielen für lau, reissen sich den Allerwertesten auf und was bekommen sie dafür?
    Und das am Tag nach der Meisterschaft, wirklich das Allerletzte.
    Der neue Vorstand des HSV sollte gut darüber nachdenken, was er da tut…

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  • ws sagt:

    Eine Kürzung des Etats um ein Drittel bedeutet geschätzt eine Kürzung auf 200.000 Euro (dazu kommen 180.000 Euro pro Bundesligateam vom DFB). Die Frauenbundesligamannschaft des HSV, die viertbeste Mannschaft im Land der amtierenden Weltmeisterinnen, ist dem „großen“ HSV (Jahresetat über 140 Mio. Euro!) also ein Zwanzigstel (!) des Jahresgehalts eines absolut nichtsnutzigen Flaschenwerfers wie Paolo Guerrero wert, und das im Jahr der WM im eigenen Land. Aber bei einem Verein, der selbst mit diesen Summen schon bei den Männern nichts gebacken kriegt, wundert einen rein gar nichts mehr. Wie sagte schon der Hamburger Helmut Schmidt? „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!“
    Wer sieht, mit welcher Leidenschaft die HSV-Frauen in der letzten Saison zu Werke gegangen sind, besonders im Vergleich zu der üblen Söldnertruppe bei den Männern, dem muss das Herz bluten. Es ist offensichtlich, dass die neuen „gentlemen“ beim HSV Frauenfußball noch lästiger finden als Hoffmann & Co. Und damit liegen sie durchaus auf einer Linie mit den wichtigsten Hamburger Sportjournalisten, die immer noch wie vor 20 Jahren verächtlich von „Weiberfußball“ reden. Diese Herren werden sich im Sommer während der WM alle noch verwundert die Augen reiben. Aber dann wird der HSV seine Frauenmannschaft schon kaputt gespart haben. Es ist zum Kotzen! (Das war jetzt die freundliche Version)

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  • FFFan sagt:

    CvL muss von dieser Sache wohl schon früher Wind bekommen haben und hat rechtzeitig den Absprung geschafft. Dazu kann ich sie nur beglückwünschen!

    @ ws:
    „…ein Zwanzigstel (!) des Jahresgehalts eines absolut nichtsnutzigen Flaschenwerfers wie Paolo Guerrero…“

    Nicht doch! Musste Guerrero dafür nicht 100.000 € Strafe zahlen? Und hat damit, wenn man so will, den halben (künftigen) Jahresetat der HSV-Frauen finanziert? So nichtsnutzig ist er also gar nicht! 😉

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  • ws sagt:

    @FFFan:

    Man sollte Guerrero schnellstens noch eine Flasche in die Hand drücken. Dann könnte er die andere Hälfte auch noch finanzieren 😉

    WS

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