Mehr weibliche Mitglieder im DFB

Von am 5. April 2011 – 15.21 Uhr

Rund zweieinhalb Monate vor dem Start der Frauen-WM 2011 in Deutschland verzeichnet der DFB eine weitere Bestmarke bei seinen Mitgliederzahlen.

Nach der neuen Statistik verbucht der DFB einen Zuwachs von rund 10 000 Frauen, damit spielen in Deutschland rund 1,06 Mio. Frauen und Mädchen Fußball. Das wirkt sich auch positiv auf die Frauen-Mannschaften (5486) aus, die ein Plus von 145 Teams verzeichnen können. Leichte Zuwächse gibt es auch bei den Vereinen: 24 Klubs mehr als im vergangenen Jahr ergeben eine Summe von 25 727.

Fußball weiterhin Sportart Nummer Eins
Insgesamt hat der DFB rund 6.75 Mio. Mitglieder, das sind nur 6 774 (0,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Fußball bleibt damit die Sportart Nummer eins in Deutschland und der DFB der größte Sportverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Diese Entwicklung ist vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung bemerkenswert: So hatte das Statistische Bundesamt im Februar 2011 bereits mitgeteilt, dass zu Beginn des laufenden Schuljahres 2010/2011 in Deutschland 716 900 und somit 1,3 Prozent weniger Kinder als im Vorjahr eingeschult wurden.

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Der demografischen Entwicklung trotzen
„Es wäre allerdings fahrlässig zu glauben, dass sich der DFB auf Dauer dem demografischen Trend widersetzen kann. In Deutschland gibt es immer weniger junge Menschen, das werden auch wir zu spüren bekommen. Deshalb müssen wir alles versuchen, dass die Jugendlichen, die sich für den Fußball entscheiden, lange dabei bleiben und auch noch im Erwachsenenalter spielen“, sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

Logo des DFB

Offizielles Logo des DFB © DFB

Zahlenspiele
Die 6 749 788 Mitglieder des DFB teilen sich folgendermaßen auf: 3 764 880 Männer, 530 835 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, 1 395 083 Jugendliche bis 14, 720 407 Frauen, 338 583 Mädchen bis 16. Von 171 567 Mannschaften entfallen 79 239 auf die Jungen bis 14 Jahre, 61 230 auf die über 18-Jährigen, 17 678 auf die Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, 7 934 auf die Mädchen bis 16 und 5 486 auf die Frauen.

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Hoffen auf weiteren Schub
Erfreut kommentiert Hannelore Ratzeburg, die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, die Tatsache, dass bei den Frauen ein Zuwachs von rund 10 000 Mitgliedern verzeichnet werden kann: „Das ist ein Beweis dafür, dass insbesondere die Bemühungen unserer Landesverbände, auch älteren Fußballerinnen Spielmöglichkeiten zu bieten, erfolgreich sind. Wir hoffen jedoch, dass die bevorstehende Frauen-Weltmeisterschaft noch einmal einen neuen Schub gibt.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.