„Three Lions“ empfangen US-Girls

Von am 2. April 2011 – 1.00 Uhr 2 Kommentare

In London findet heute Abend ein echtes Frauenfußball-Highlight statt. Ab 21 Uhr stehen sich Vize-Europameister England und der zweifache Weltmeister USA gegenüber. Ein wichtiger Leistungstest auf dem Weg zur Frauen-WM 2011 im Sommer ist es für beide Teams – für England auch Herausforderung und Ehre, sagt Nationaltrainerin Hope Powell.

Es ist das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit der Weltmeisterschaft 2007 in China. Damals siegten die US-Amerikanerinnen im Viertelfinale klar mit 3:0. Darüber hinaus ist es das erste Mal, dass das US-Team in England zu Gast ist. Womensoccer wird live vor Ort sein.

Powell sieht große Herausforderung
„Dieses Spiel bietet uns die Möglichkeit, gegen eine der besten Nationen im Frauenfußball anzutreten“, sagt Powell. Im Gegensatz zu den USA haben sich die „Three Lions“ souverän für die Weltmeisterschaft in Deutschland qualifiziert. Die Mannschaft von Pia Sundhage musste dagegen den Umweg über zwei Playoff-Spiele gegen Italien gehen. Für Powell ändert dies nichts an der Klasse des Titelträgers von 1991 und 1999. „Manche Leute mögen sagen, dass die USA nicht mehr über die Stärke früherer Tage verfügen, aber dem stimme ich absolut nicht zu. Sie sind noch immer eine Mannschaft, die man auf der Rechnung haben muss. Und ich weiß, dass sie gerade nach der schwierigen Qualifikation alles daran setzen, diese WM zu gewinnen.“

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England fühlt sich geehrt
„Die USA waren sehr daran interessiert, gegen uns zu spielen. Das ist für uns natürlich auch eine Ehre, denn es zeigt, dass wir ein würdiger Gegner sind“, freut sich die englische Trainerin. „Das letzte Mal haben wir bei der Weltmeisterschaft 2007 gegen sie gespielt, und es wird interessant sein zu sehen, wie weit wir seitdem gekommen sind.“

Hope Powell

Hope Powell glaubt, dass das Engagement in den USA etwas in den Köpfen ihrer Spielerinnen verändert hat. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Viele Engländerinnen in den USA aktiv
Aus der englischen Nationalmannschaft spielen mit Kelly Smith, Alex Scott, Karen Bardsley, Eniola Aluko und Anita Asante fünf Leistungsträgerinnen in der US-amerikanischen Profiliga. Dadurch seien die USA in den Köpfen ihrer Spielerinnen nicht mehr die große Übermacht, denkt Powell. „Sie sind recht entspannt, nun gegen die USA spielen zu können, statt nervös zu werden. Wir wissen dadurch mehr über sie, und ich glaube, die Amerikanerinnen haben mehr Respekt vor England und unseren Spielerinnen, weil sie mit und gegen sie gespielt haben.“

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Niederlage am Mittwoch
Das US-Team hält sich seit dem 24. März in England auf, bereits am Mittwoch fand ein erstes Spiel zwischen beiden Mannschaften hinter verschlossenen Türen statt – die Amerikanerinnen gewannen mit 2:0. Powell musste dort bereits auf Mittelfeldspielerin Katie Chapman verzichten, die überraschend ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet hatte. Einen Ersatz für Chapman zu finden, die ohne Zweifel eine der Schlüsselspielerinnen im englischen Team ist, wird eine der größten Aufgaben für Powell bis zur WM sein.

Rückkehr in die Heimatstadt
Die Trainerin freut sich nicht nur darüber, mit den USA auf einen hochklassigen Gegner zu treffen, sondern auch über darüber, das Duell in ihrer Heimatstadt austragen zu können. „Wir haben schon zweimal zuvor in Leyton [Ost London] gespielt und dabei gute Zuschauerresonanz gehabt. Für mich persönlich ist es großartig, in London zu spielen. Es ist Samstagabend und ich bin sicher, Leyton ist ein fantastischer Gastgeber.“ Anstoß im Matchroom Stadium ist um 21 Uhr, die Partie ist live auf FA-TV zu sehen – erreichbar jedoch nur in Großbritannien und Irland.

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2 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    Hier gibt’s einen Live-Stream: http://j.mp/hmxohX

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  • laasee sagt:

    England win.

    They had some lucky moments but deserved the victory.

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