Letzte Tour-Station ist Nordkorea

Von am 29. März 2011 – 11.05 Uhr

Zum Abschluss der „Welcome Tour“ von FIFA und OK in die für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft qualifizierten Länder wird zwischen dem 31. März und 3. April Nordkorea besucht. Begleitet wird die Delegation von auch von Mitgliedern des Deutschen Bundestags.

„Die Frauen-WM in diesem Sommer bietet mit ihrer integrativen und weltumspannenden Kraft wieder die großartige Chance, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu liefern“. Sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. „Ich deute es als positives Signal, dass der DFB erstmals auf nordkoreanischem Boden eine Veranstaltung durchführt und dabei auch von Politik und Medien begleitet wird.“

Begleitung aus dem Bundestag
Politisch wird die Reise begleitet von fünf Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Aus dem Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik sind Dr. Thomas Feist (CDU), Patrick Kurth (FDP) und Claudia Roth (B90/Die Grünen) dabei. Dr. Johannes Pflug (SPD) vertritt den Auswärtigen Ausschuss, Katrin Kunert (Die Linke) den Sportausschuss. Dem Reisetross angehören werden zudem 15 Medienvertreter aus Print-, TV-, Hörfunk- und Fotoredaktionen.

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Längerfristige Kooperation mit Nordkorea geplant
„Der Fußball kann Türen öffnen. Ich wünsche mir gute Gespräche mit unseren Freunden des Nordkoreanischen Fußball-Verbandes, die wir im Rahmen einer Kooperations-Vereinbarung zwischen unseren beiden Verbänden auch längerfristig fortsetzen möchten“, sagt Zwanziger.

Steffi Jones

WM-OK-Präsidentin Steffi Jones fährt zum Abschluss nach Nordkorea. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Jones stellt Bedeutung des Fußballs heraus
OK-Präsidentin Steffi Jones erklärt: „Wie schon bei unseren Reisen zuvor in die WM-Teilnehmerländer in Nord- und Südamerika, Afrika, Europa, Australien und Ozeanien möchten wir die Mannschaft und Delegation Nordkoreas ganz herzlich nach Deutschland einladen und zur Frauen-WM 2011 willkommen heißen. Fußball kennt keine Grenzen – das wurde bei den voran gegangenen Etappen überaus deutlich. Der Fußball liefert auch jenseits des Spielfelds wichtige Beiträge, indem er beispielsweise für die Frauenrechte in Afrika einsteht. Fußball kann außerdem im Rahmen sozialer Projekte helfen, Not zu lindern, wovon wir uns während der ‚Welcome Tour‘ in Neuseeland, Brasilien oder Mexiko ein Bild machen konnten.“

Kaum diplomatische Gespräche mit Nordkorea
“Wir wollen versuchen, Brücken für eine kulturelle Zusammenarbeit zu bauen. Außerdem werden wir die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel, die Versorgungslage der Bevölkerung und die Menschenrechte ansprechen”, sagt Claudia Roth. Offiziell unterhält Deutschland seit zehn Jahren diplomatische Beziehungen zu Nordkorea, tatsächlich aber sind die Gesprächskanäle weitgehend verschlossen. “Gerade weil die Umstände so schwierig sind, setzen wir darauf, dass der Fußball Tore zu den Menschen öffnet”, so Claudia Roth weiter.

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Keine Reise nach Japan
Das einzige Land, das im Rahmen der „Welcome Tour“ zur Frauen-WM 2011 wegen der aktuellen katastrophalen Ereignisse nicht besucht werden konnte, ist Japan. „Wir sind in großer Sorge um die Menschen in Japan. Noch kann niemand die Folgen der Katastrophe abschätzen. Auch für unsere Freunde beim Japanischen Fußball-Verband ist das eine schwierige und belastende Situation. Wir werden der japanischen Mannschaft und offiziellen Delegation bei der Ankunft in Deutschland einen würdigen Empfang geben“, kündigt Steffi Jones an.

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