Stimmen zu den deutschen Viertelfinalsiegen

Von am 24. März 2011 – 14.44 Uhr 9 Kommentare

Mit dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam haben gestern beide deutschen Teilnehmer das Halbfinale der Champions League erreicht. Während der FCR einen schwachen Auftritt zeigte, präsentierten sich die Potsdamerinnen souverän. So sahen es auch die beiden Trainer vor dem deutschen Duell.

Wie schon im vergangenen Jahr treffen Duisburg und Potsdam im Halbfinale (9./10. und 16./17. April) aufeinander. Damit ist klar, dass eine deutsche Mannschaft am 26. Mai in London das Finale bestreiten wird. Zuletzt gab es drei deutsche Finalteilnahmen in Folge – immer erfolgreich.

Gestern zeigten die Potsdamerinnen beim 6:2 eine deutlich souveränere Leistung als Duisburg beim 2:1-Erfolg gegen Everton LFC.

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Marco Ketelaer, Trainer FCR 2001 Duisburg
„Wir sind aus meiner Sicht etwas überraschend in Führung gegangen und haben es dann versäumt, etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen. Daher habe ich der Mannschaft in der Halbzeitpause gesagt, dass wir mehr Ruhe haben sollten und dass wir den finalen Pass suchen müssen. Das haben wir leider über die gesamten 90 Minuten nicht geschafft. Aus diesem Grund bin ich mit der Leistung nicht zufrieden; vor allem im Vergleich zum Hinspiel, wo wir zwei bis drei Klassen besser gespielt haben.
Ich freue mich, dass Annike (Krahn) wieder dabei ist. Es war eine klare Absprache mit ihr, dass sie sich nach und nach ranarbeitet. In solchen Spielen sind es gerade die Tugenden, die wir brauchen: Defensivspielerinnen, die sich reinschmeißen und sich nicht zu schade sind. Auch wenn sie keine Spielpraxis hat, weiß ich, dass ich sie reinschmeißen kann.“

Mo Marley, Trainerin Everton LFC
„Wir haben alles versucht, das Blatt noch zu wenden. Insgesamt hatten wir recht viel Ballbesitz und hätten unter diesem Gesichtspunkt vielleicht auch mehr verdient gehabt. Aber der Druck und der Wunsch, ein frühes Tor zu erzielen, hat unser Spiel erschwert. Alles war etwas übereilt und verzweifelt.“

Inka Grings, Spielerin FCR 2001 Duisburg
„Es ist sehr ärgerlich, denn die Räume waren eigentlich da. Aber im Endeffekt haben wir gewonnen, und wir wissen, dass wir gegen Potsdam anders spielen müssen.“

Simone Laudehr

Simone Laudehr nach ihrem Führungstreffer © Nora Kruse / ff-archiv.de

Simone Laudehr, Spielerin FCR 2001 Duisburg
„Die Gelbe Karte war in einem Moment, in dem ich sehr in Fahrt war. Es war eine Aktion, die die Schiedsrichterin pfeifen muss. Ob man aber Gelb geben muss, weiß ich nicht. Das ist sehr ärgerlich für die Mannschaft, das ist schon schade.“

Bernd Schröder, Trainer 1. FFC Turbine Potsdam
„In Paris hat Juvisy sehr aggressiv und hart gespielt. Heute war es nicht ganz so hart und die Französinnen haben gezeigt, wie gut sie Fußball spielen können. Wir haben teilweise hervorragend gespielt und tolle Tore erzielt. Unser Gegner ist ein gutes Team. Beide Mannschaften können zufrieden sein. Ich hoffe, dass wir am Wochenende den deutschen Pokal holen.“

Sandrine Mathivet, Trainerin FCF Juvisy
„Gegen eine gute und starke Mannschaft von Turbine Potsdam haben wir versucht gegenzuhalten, was uns anfangs auch ganz gut gelungen ist. Potsdam war heute sehr stark, dennoch haben wir versucht unser bestes zu geben.“

Tickets für das Endspiel bereits jetzt erhältlich
Der Ticketverkauf für das Finale am 26. Mai im Craven Cottage, der Heimstätte des Fulham FC in London, ist bereits Anfang Februar gestartet. Erhältlich sind die Karten entweder auf der Fulham-Website oder telefonisch unter +44 843 208 12 34 (Option 1). Die Tickets kosten 3 GBP für unter 16-Jährige und 5 GBP (5,90 Euro) für Erwachsene.

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9 Kommentare »

  • laasee sagt:

    It will be interesting to see what happens in Duisburg before 9-10 April.
    Peace and harmony?……I think not.

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  • Mini sagt:

    5,90€ macht das endspiel echt lächerlich.

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  • Nora Kruse sagt:

    5,90 Euro ist nicht viel, da gebe ich dir Recht. Aber man muss mal sehen, ich welcher Stadt gespielt wird. London hat tagtäglich so viel zu bieten, und das fußballerische Gesehen dürfte in jener Woche von den Männern dominiert werden. Das war in Madrid ja auch schon so, dass die „Fanmeile“ in der Stadt ausschließlich dem Männerfußball gewidmet war.

    Darüber hinaus ist ein (hochklassiges) Fußballspiel in London wahrlich nichts Ungewöhnliches. Ich weiß, dass es dort sogar mal drei Länderspiele an einem Tag gab. Stadien gibt’s ja genug.

    Mit höheren Preisen lockt man dort, glaube ich, keinen hinter dem Ofen hervor. Und ein Einzug von Arsenal ins Finale halte ich leider für unwahrscheinlich. Aber selbst wenn: Die spielen in der Stadt keine Rolle, ihre Heimat ist Boreham Wood, und selbst dort wissen viele nicht, dass es sie gibt.
    Als ich das erste Mal da war, und das war immerhin zum UEFA Cup Finale 2007, konnte mir im beschaulichen Boreham Wood niemand sagen, wo das Stadion der Arsenal Ladies ist. Dass dort gleich das Finale steigen würde, war gleich eine doppelte Nummer zu hoch. Ich kam erst zu Informationen, als ich eine Info anbrachte, die im Internet stand: Das Stadion soll in der Nähe von McDonald’s liegen. Dann war’s kein Problem mehr 🙂

    Ich finde 5,90 Euro okay. Und ich muss ehrlich sagen, dass mir das lieber ist, als die groß angelegten Freikartenaktionen, bei denen sich ein Großteil der Stadionbesucher gar nicht für das interessiert, was er sieht. Bei 5,90 Euro muss man zumindest die bewusste Kaufentscheidung treffen. Und das macht man nur, wenn Grundinteresse vorhanden ist. Das Spiel bekommt eine andere Wertigkeit. Allerdings rechne ich damit, dass es wohl trotzdem Freikarten geben wird.

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  • Holle sagt:

    Ja, was das Verhältnis von Angebot und Nachfrage betrifft und damit letztlich den Preis, den Leute zu zahlen bereit sind, ist der Frauenfußball im Vergleich zum big business Männer-Profifußball nicht nur ne andere Liga sondern tatsächlich eine ganz andere Sportart. Wenn niedrige Eintrittspreise zu einer hohen Zuschauerzahl führen, ist viel gewonnen. Denn das haben die Finalistinnen verdient.

    Das rein deutsche Halbfinale wird sicher wieder eine ähnlich enge Kiste wie im Vorjahr. Auch hier hoffe ich auf viele Zuschauer. Das dramatische Rückspiel im Karli letztes Jahr war mein erstes FF-Spiel und ich bin seitdem infiziert und verpasse, wenn es geht, kein Heimspiel. Ich drücke „meinen“ Turbinen die Daumen – der Meistertitel und dazu noch zwei Finals wären ein Traum!

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  • WalesGER sagt:

    trotz der bevorstehenden Womens Super League ist Frauenfussball im selbsternannten „Mutterland des Fussballes“ 😉 eine Nebensache, die nur von den HardCore Fans wahrgenommen wird und erst seit Ereichen des 2009er EuroFinale (dessen Ergebnis, die leicht anfliegende Frauenfussballbegeisterung auch gleich wieder zerschlagen hat) etwas mehr Öffentlichkeit bekommt /bekommen hat!
    Ein WM Qualifikationsspiel der Engländerinnen gegen Spanien kostete quasi auf dem Besten Platz im Stadion grade mal 5GBP!!! Das anstehende Freundschaftspiel gegen die USA bekommt man ebenfalls für 5GBP -Haupttribünensitzplatz!!! Daher war das Entsetzen auch entsprechend groß, als die Frauenfussballfans die Preise für die anstehende WM hier gesehen haben!!
    In UK geht man nicht zu unrecht davon aus, dass ausser ein kleines Häufchen der von mir erwähnten Hardcorefans niemand annähernd an die EUR 10 bis EUR 35 für ein Frauennationalfreundschaftspiel bezahlen würde….wie hier in letzter Zeit ja üblich bei der Deutschen Damen Natio!! Demnach hat man die Preise für das WCL Finale nicht angehoben, um etwaige Frauenfussballfans auch dann ins Stadion zu locken, wenn Arsenal eben nicht im Finale ist.

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  • WalesGER sagt:

    ja soll natürlich EUR 20 bis EUR 35,- heissen 😀

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  • helena sagt:

    5,90 € macht ein Spiel nicht lächerlich! Genauso wenig wie der Eintritt von 4 bis 10 € in ein klassisches Konzert dasselbige abwertet! Wir haben hier tolle Konzerte mit hochrangigen Künstlern, die durch ihr Spiel und nicht ihre (TV-)Show und fehlende Bekleidung auffallen und dennoch sind die Eintrittspreise aus den angeführten Gründen niedrig. Das wertet nicht ab. Die Künstler bleiben toll. Und ähnlich ist es bei den FF-Spielen halt auch. Nur weil etwas viel kostet, ist es nicht gleich aufgewertet! Inzwischen merkt man es auch bei Spielen der deutschen Männer-NM: Spiele gegen (vermeintlich) schlechte bzw. langweilige Gegner werden schlicht nicht mehr in der hohen Zahl besucht wie noch vor einigen Jahren. Es zeigt sich, dass der horrende Eintrittspreis selbst im Männerfußball abschrecken kann, wenn die Qualität nicht stimmt.

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  • Detlef sagt:

    Der Eintrittspreis ist schon deswegen toll, weil davon auszugehen ist, daß beide Fanlager nicht von der Insel kommen werden!!!

    So muß man neben Flug und Hotel, nicht noch zusätzlich hohe Eintrittspreise zahlen!!!

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  • pinkpanther sagt:

    abwarten … Lyon ist noch lange nicht weiter 😉

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