Teamporträt Neuseeland

Von am 18. März 2011 – 15.05 Uhr 3 Kommentare

16 Mannschaften nehmen an der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland teil. Wir möchten sie euch einzeln vorstellen. In loser Reihenfolge präsentieren wir euch in den kommenden einhundert Tagen alle WM-Teilnehmer. Den Auftakt macht Ozeanienmeister Neuseeland, der in Gruppe B spielt.

Die neuseeländische Nationalmannschaft nimmt nach 1991 und 2007 zum dritten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Dabei will das Team von Trainer John Herdman den mageren Auftritt vor vier Jahren unbedingt vergessen machen.

Endstation Gruppenphase
Bei der WM 2007 war für die „Football Ferns“ bereits nach der Gruppenphase Schluss – Neuseeland verlor alle drei Spiele und erzielte kein einziges Tor. Diesmal stehen die Zeichen besser, denkt auch Herdman, der mit den Gegnern England, Japan und Mexiko sehr zufrieden ist.

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Vertrauen in die Mannschaft
„Wir haben Gegner zugelost bekommen, gegen die wir mithalten können“, denkt der Nationaltrainer, dem die Statistik durchaus Recht gibt. Japan rang man bei den Olympischen Spielen 2008 ein Unentschieden ab. Besonders freut sich der Trainer, der gebürtig aus dem englischen Newcastle stammt und seit zehn Jahren in Neuseeland lebt und arbeitet, aber auf die Partie gegen sein Heimatland. „Das ist magisch. So viele Neuseeländer haben einen englischen Hintergrund – dieses Spiel ist eine aufregende Herausforderung und etwas ganz Besonderes.“ Die erste und bislang einzige Begegnung mit den „Three Lions“ ging beim Peace Cup im vergangenen Jahr 0:0 aus.

Seriensieger in Ozeanien
Die Neuseeländerinnen haben sich als Ozeanienmeister für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Seit Australien zum Asiatischen Fußballverband gewechselt ist, starten die „Football Ferns“ dort jedoch auch nahezu ohne Konkurrenz. Im Finale siegten sie mit 11:0 gegen Papua Neuguinea.

Neuseeland

Auch einige Spielerinnen der U20-Auswahl dürften im A-Team auflaufen. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Internationale Erfahrung
Dennoch weiß Neuseeland, was bei einer WM auf sie zukommt. Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren verstärkt an internationalen Turnieren teilgenommen, reiste zum Peace Cup und ist Dauergast beim Cyprus Cup. Dort erreichte man im vergangenen Jahr gar den zweiten Platz hinter Kanada. Im März dieses Jahres setzte es allerdings drei hohe Niederlagen – unter anderem gegen Gruppengegner Mexiko.

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Wolfsburgerin im Kader
Aus deutscher Sicht ist die bekannteste Spielerin Rebecca Smith. Die Abwehrspielerin ist beim VfL Wolfsburg unverzichtbar und hat zuvor bereits für den FSV und den 1. FFC Frankfurt sowie in Schweden gespielt. Mittlerweile hat sie 45 A-Länderspiele auf dem Konto und ist damit auch eine der erfahrensten Nationalspielerinnen.

Schweres Turnier für Neuseeland
Diese Erfahrung wird dem 23. der Weltrangliste sicherlich helfen, doch ein Überstehen der Gruppenphase dürfte sehr schwer werden. Die Unentschieden gegen Japan und England in der Vergangenheit waren Achtungserfolge, mit denen das Team bei Wiederholung auch diesmal für ein Ausrufezeichen sorgen würde. Doch es bleibt abzuwarten, ob mehr als ein solches Ausrufezeichen möglich ist und die Mannschaft in der Lage sein wird, drei Spiele auf konstant hohem Niveau abzuliefern.

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3 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Das Abschneiden beim Cyprus Cup war nicht sehr ermutigend, vor allem das 0-5 gegen WM-Gruppengegner Mexiko läßt nichts Gutes erwarten. Das Erreichen des Viertelfinales wäre für die (am Tag des Erscheinens dieses Artikels auf Platz 24 der Weltrangliste abgerutschten) „Football Ferns“ wäre eine große Überraschung.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Sehe ich ähnlich, ein Viertelfinal-Einzug Neuseelands wäre eine Riesenüberraschung. Allerdings muss man die ganzen Testspielergebnisse ein paar Monate vor der WM relativieren, zudem halte ich Mexiko für einen der potenziellen Überraschungskandidaten in Deutschland!

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  • Nora Kruse sagt:

    Hannah Bromley (Herforder SV) wurde in den Vorbereitungskader berufen:
    >>

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