EM-Quali 2013: Interessante Gegner für DFB-Elf

Von am 14. März 2011 – 14.43 Uhr 22 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen zur Europameisterschaft 2013 in Schweden in eine Sechsergruppe gelost worden. Neben einem Duell mit der Schweiz kommt es auch zu bislang noch nie ausgetragenen Begegnungen.

38 Mannschaften waren im Schweizerischen Nyon auf die Lostöpfe verteilt, dadurch wurden drei Sechser- und vier Fünfergruppen ausgelost. Die DFB-Elf, für die neben Bundestrainerin Silvia Neid auch WM-OK-Präsidentin Steffi Jones, Teammanagerin Doris Fitschen sowie Teambetreuerin Patrizia Hell im Auditorium des UEFA-Hauptquartiers anwesend waren, wurde in Gruppe 2 gelost.

Neue Duelle
Neben den Schweizerinnen trifft die DFB-Auswahl auf Spanien, Rumänien, die Türkei und Kasachstan. Während die Schweiz ein altbekannter Gegner ist, hat Deutschland gegen keine der anderen Mannschaften mehr als einmal gespielt bislang.

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Jeweils ein Duell gab es mit Spanien und der Türkei. Beide Male hat die deutsche Mannschaft gewonnen (6:0 gegen Spanien und 12:1 gegen die Türkei) – die Spiele liegen allerdings bereits 14 beziehungsweise zwölf Jahre zurück. Noch nie trat Deutschland gegen Kasachstan und Rumänien an.

Offizielles Logo der UEFA Women's EURO

Offizielles Logo der UEFA Women's EURO © UEFA

Wenig Begeisterung bei der Schweiz
Als EM-Botschafterin Hedvig Lindahl Deutschland aus dem Lostopf zog und der Schweiz in die Gruppe loste, schlug deren Nationaltrainerin Béatrice von Siebenthal die Hände vorm Gesicht zusammen. „Das ist die Gruppe, die jeder vermeiden wollte“, so von Siebenthal. „Deutschland ist so outstanding – es ist eine Illusion, wenn glaubt, da etwas machen zu können. Der erste Platz ist vergeben; unser Ziel kann es jetzt nur sein, bester Gruppenzweiter zu werden.“

Gruppensieger qualifizieren sich direkt
Die Sieger aller sieben Gruppen qualifizieren sich direkt für die Europameisterschaft 2013, hinzu kommt der beste Gruppenzweite. Die anderen sechs Gruppenzweiten treten in Playoff-Spielen gegeneinander an, die Sieger lösen ebenfalls das EM-Ticket. Schweden ist als Gastgeber direkt qualifiziert.

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Spieltermine werden in Kürze bekannt gegeben
Die Qualifikationsspiele finden in einem Zeitraum von zwölf Monaten ab September dieses Jahres statt. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, die Gespräche darüber begannen jedoch unmittelbar nach dem Ende der Auslosung und werden bereits in Kürze bekannt gegeben. Die Playoff-Partien der sechs zweitplatzierten Mannschaften werden in Hin- und Rückspiel am 20./21. Oktober sowie 24./25. Oktober 2012 ausgetragen. Die EM findet im Juli 2013 statt.

Alle Gruppen im Überblick

Gruppe 1
Italien, Russland, Polen, Griechenland, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina

Gruppe 2
Deutschland, Spanien, Schweiz, Rumänien, Türkei, Kasachstan

Gruppe 3
Norwegen, Island, Belgien, Ungarn, Nordirland, Bulgarien

Gruppe 4
Frankreich, Schottland, Republik Irland, Wales, Israel

Gruppe 5
Finnland, Ukraine, Weißrussland, Slowakei, Estland

Gruppe 6
England, Niederlande, Slowenien, Serbien, Kroatien

Gruppe 7
Dänemark, Tschechien, Österreich, Portugal, Armenien

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22 Kommentare »

  • Lusankya sagt:

    Schweiz ist sicherlich mit die stärkste Mannschaft aus Topf 3, aber Spanien aus Topf 2 geht in Ordnung.

    10 Siege sollten drin sein, vielleicht gibts aber auch 1-2 Unentschieden.

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  • Michele sagt:

    @Nora
    Am Donnerstag gibt Neid doch ihren vorläufigen Kader für die WM bekannt, oder? Weißt du schon ob es auch prominente Opfer gibt? Aus Duisburg oder Frankfurt? Zu der heutigen Auslosung kann man nur sagen: Glück gehabt!

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  • Nora Kruse sagt:

    Ja, der Kader wird am Donnerstag bekannt gegeben. Spekuliert wird vorher immer viel, aber ich denke, es macht mehr Sinn, einfach die Nominierung abzuwarten. Lang ist’s ja nicht mehr 🙂

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  • Michele sagt:

    Ich habe Angst das meine Lieblingsspielerin Mel Behringer nicht nominiert wird. Deswegen dachte ich du könntest mir schon einen kleinen Tipp geben wenn du was weißt.

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  • Speedcell sagt:

    Die wird schon nominiert werden…sie spielt ja schliesslich bei frankfurt. *hust* ich fänds angebracht odebrecht zu nominieren,aber das is wohl nur ne wunschvorstellung.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Da Odebrechts Leistung eine recht konstante, mehrheitlich über die gesamte Saison hinweg gebrachte Leistung war, wäre eine Nominierung zwar folgerichtig, ist aber dennoch eher im Reich der Fabel angesiedelt. Kennt man doch landläufig die Neidschen Nominierungskriterien, die lt. Schröder einige TP-Spielerinnen zu Unrecht ausgrenzt, womit er ja im (Dauer-)Clinch mit der Bundestrainerin liegt!
    Eine Spielerin, die sich reinhaut, die alle Wege geht, mannschaftsdienlich von A…Z spielt und dazu noch torgefährlich ist, braucht ja unsere Natio nicht – bei dem Überangebot. 😉
    Also, ich sage mal, da fließt der Rhein eher rückwärts…

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  • Winter sagt:

    Muss eine Frau Neid mal über ihren Schatten springen. Traurig genug, dass sie es seit Monaten nicht schafft ein Spiel in Potsdam zu beobachten und stattdessen immer brav nach Frankfurt rennt.

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  • Jennifer sagt:

    Jetzt werden alle TP-Fans gleich wieder auf mich einprügeln, da … na ja, Ihr wisst ja selber wie Ihr seid. Eine Viola Odebrecht qualifiziert sich m. E. auf Grund ihrer Leistung für die Nationalmannschaft, aber ganz ehrlich, nicht durch ihr patziges Auftreten. Das konnten alle auch beim Interview nach dem Spiel sehen. Keine Empfehlung für die Natio. Ich denke, dass Spieler nicht nur mit ihrer Leistung in ein Team gehören sondern sich auch sozial integrieren müssen. Wenn die Frau Neid das Interview auch gesehen hat, dann weiss ich jetzt schon ihre Antwort. Da ist es auch egal, bei welchem Verein jemand spielt. Wenn es nach den TP-Fans gehen sollte, dann müßte Frau Neid die ganze TP-Mannschaft berufen …

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  • Grobi sagt:

    Viola hat es zwar mit den zuletzt gezeigten Leistungen verdient, aber in diesem Bereich gibt es eher die Qual der Wahl.
    Sorgen mache ich mir eher beim Abwehrzentrum.
    Da sehe ich momentan niemanden, der mich überzeugt. Mit Fuss und Bartusiak kann man m.E. gegen wuselige Japaner- und Koreanerinnen, eine kräftige Wambach oder eine schnelle Marta nicht bestehen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Jetzt aber ganz im Ernst, Jennifer, wo war denn Frau Odebrecht patzig? Sie hat es lediglich ausgeschlossen, von Frau Neid im WM-Kader berücksichtigt zu werden, weil sie sich da vollkommen chancenlos sieht. Eine, wie ich finde, sehr zutreffenden und realistische Einschätzung der Sachlage. Trotz mehrfachen Betrachtens meines TV-Mitschnittes kann ich keine Bestätigung Deiner beschriebenen Empfindung erhalten.

    Was von jedoch das Gütesiegel 1a von mir bekommt, ist das überzeugende und perfekt abgelieferte Interview inkl. Halbzeiteinschätzung von Nadine Kessler, die dermassen perfekt Rede und Antwort stand, dass man glauben konnte, sie mache ihren Lebtag nichts anderes! 🙂

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  • Ralf sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    Die Fragestellung ist m.E. eine andere:
    Es kommt nicht darauf an was Du als ‚patzig‘ empfindest, sondern was die Frau Bundestrainerin darunter versteht!

    Ist aber nur meine bescheidene Meinung.

    P.S.: … „dermaßen“ … 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenn ich es nicht falsch gelesen habe, Ralf, dann hat Jennifer das vermeintlich patzige Interview von Odebrecht und nicht die Bundestrainerin so bewertet!
    Die Befindlich- und Empfindsamkeiten der Frau Neid waren hier damit aussen vor, und wie sie das Ganze sieht, ist mir auch Banane, da die Nichtnominierung von VO sowieso in Stein gemeißelt scheint.

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  • Ralf sagt:

    Jetzt versuchst Du schon wieder, den Sachverhalt zu verdrehen!

    *KOPFSCHÜTTEL*

    Wieso?

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  • Visa vs MasterCard sagt:

    Hier mal ein paar Fakten:
    1. Odebrecht hat seit Ewigkeiten an keinen DFB-Leistungstests, Lehrgängen oder Länderspielen teilgenommen.
    2. Vorhandene Spielerinnen für die Positionen Flügel und Sechs:
    Garefrekes, Bajramaj, Behringer, Okoyino, Mittag, Laudehr, Kulig, Bresonik, Hingst, …
    3. Erfahrungen Odebrechts als Innenverteidigerin sind mir nicht bekannt.

    Da zudem anscheinend kein Kontakt zwischen Odebrecht und Neid besteht, kann man (wie Odebrecht es getan hat) nur schließen, dass ihre Nationalmannschaftskarriere (endgültig) beendet ist.

    @Jennifer:
    Nach Gründen zu suchen, wo keine gebraucht werden, hat allein keinen sehr hohen Nutzwert, dann aber nur mit einer angeblichen Charakterschwäche anzukommen, ist recht armselig. Dass Du der Bundestrainerin nachsagst, sie würde eine Spielerin, die sie als Bereicherung der Nationalmannschaft sieht, wegen persönlicher Differenzen ausschließen, statt zu versuchen, die Differenzen im Gespräch auszuräumen, macht die Sache auch nicht gerade besser…

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  • Frieda sagt:

    @ Winter

    Dafür sieht man Frau Ballweg sehr häufig in Potsdam im Stadion.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Frieda
    Das ist genau nichts anderes, als ob die Bundestrainerin selbst anwesend wäre… 😉 Also, geschenkt, denn der angesprochene Schatten ist damit kein grundsätzlich anderer. 😀

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  • Frieda sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista
    Wenn ich als die Spielerin weiß, dass die Co Trainerin der Natio mich bei fast jedem Heimspiel sieht, oder die Trainerin mal meinem Top Spiel. Was würde ich wohl wählen?!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Frieda
    > Was würde ich wohl wählen?!
    Keine Ahnung, worauf Du jetzt hinauswillst? Hilf mir mal auf die Sprünge. :
    Ich glaube, Viola spielt einfach ihr Spiel ohne sich groß Gedanken zu machen bzw. daran zu denken, dass sie eine Wahl (welche auch immer?) hätte.

    Ich meine jedenfalls, dass es Schnurz ist, welche der Trainerinnen als Spiel- bzw. Spielerinnenbeobachter unterwegs ist, denn die Beiden pusten unisono ins gleiche Horn! Sie sind mit identischer Messlatte und den selben Auswahlkriterien unterwegs. Alles andere wäre bei einem Team hinter dem Team auch schlecht nachvollziehbar. 😉

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  • Michele sagt:

    Wir können alle nur hoffen, dass Frau Neid die richtige Wahl trifft. Wenn es nach Leistung geht, dürften einige nicht dabei sein.

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  • Frieda sagt:

    „Ich meine jedenfalls, dass es Schnurz ist, welche der Trainerinnen als Spiel- bzw. Spielerinnenbeobachter unterwegs ist, denn die Beiden pusten unisono ins gleiche Horn!“
    Und deshalb ist es total egal, ob Frau Neid nun zum Spiel nach Potsdam kommt, oder nicht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Frieda
    > Und deshalb ist es total egal, ob Frau Neid nun zum Spiel nach Potsdam kommt, oder nicht.

    Genau, und nichts anderes habe ich im 11.31Uhr-Beitrag geschrieben! 🙂

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  • Frieda sagt:

    Also ich finde, es immer herauszuheben, dass Neid nicht nach Potsdam kommt nervig. Denn es kommt wer aus dem Trainerstab und gut ist. DFB-Team und Schröder liegen lange im Clinch.
    Wer schaut denn in Duisburg vorbei?

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