Spannung bis zum Schluss

Von am 13. März 2011 – 0.30 Uhr 4 Kommentare

Heute wird der 22. und letzte Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga angestoßen. In gleich zwei Fernduellen geht für vier Mannschaften noch einmal um alles. Gesucht werden der neue Deutsche Meister sowie der zweite Absteiger.

Der 1. FFC Turbine Potsdam geht mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FFC Frankfurt in das letzte Saisonspiel gegen die SG Essen-Schönebeck (live ab 14.00 Uhr im RBB). Vor Ort im Karl-Liebknecht-Stadion wird auch Bundespräsident Christian Wulff sein.

Frankfurt ist gewarnt
Nach zwei titellosen Jahren würden die Hessinnen nur ganz oben stehen, wenn sie gegen den FC Bayern München (live ab 14.00 Uhr im HR) gewinnen und Potsdam gleichzeitig gegen die SGS Punkte liegen lässt. Doch schon ein Sieg gegen den FCB wird für Frankfurt ein hartes Stück Arbeit, denkt FFC-Trainer Sven Kahlert. „Am vergangenen Wochenende gelang den Spielerinnen von Thomas Wörle ein 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg, und wir erinnern uns noch an den Triumph im DFB-Pokal gegen Duisburg. Wir sind also gewarnt.“

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Hauptziel bereits erreicht
Dass es am Ende noch zum Titelgewinn reicht, bezweifelte man in der Vergangenheit selbst auf Seiten des FFC. Dort will man aber dennoch „mit einem Sieg wirklich alles in unserer Macht Stehende dafür tun, um den Meisterschaftsendspurt bis zur letzten Minute spannend zu halten. Zu welchem Tabellenplatz uns das letztlich führt, werden wir erst nach dem Schlusspfiff und dem Ergebnis aus Potsdam wissen“, sagt Kahlert. Für Frankfurt war es nach zwei Spielzeiten ohne Teilnahme an der Champions League ohnehin viel wichtiger, wieder international spielen zu können. Darüber hinaus steht Frankfurt im DFB-Pokalendspiel. Man habe also auf jeden Fall etwas zu feiern, ist der Trainer zufrieden.

Die Potsdamerinnen gehen als Favorit in den Endspurt. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Duisburg will positiven Saisonabschluss
In Gedanken bei der Champions League ist man auch beim FCR 2001 Duisburg – denn dort besteht die einzig noch verbliebene Titelchance. Im Viertelfinale tritt der FCR am Donnerstag bei Everton LFC an. Für die Duisburgerinnen geht es im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken um nichts mehr, als um einen positiven Abschluss der Bundesligasaison und eine gelungene Generalprobe vor dem Everton-Spiel.

Holl noch nicht im Kader
Für die Saarbrückerinnen geht es allerding um alles – nur im Falle eines Auswärtserfolgs hat die Mannschaft noch Chancen auf den Klassenerhalt. „Wir wollen da anfangen, wo wir gegen Jena in der zweiten Halbzeit aufgehört haben und das Spiel klar dominieren und gewinnen“, sagt FCR-Trainer Marco Ketelaer. Nicht einsatzfähig sind Annike Krahn, Marina Hegering, Mirte Roelvink und Torhüterin Ursula Holl. „Bei Uschi denke ich aber, dass sie zum Kader für Everton gehören wird,“ wagt Ketelaer eine Prognose.

Vorteil Jena
Weit bessere Karten im Abstiegskampf hat dagegen der FF USV Jena. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf Saarbrücken – ein Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg würde selbst im Fall eines Saarbrücker Sieges aufgrund des besseren Torverhältnisses reichen.

HSV-Duell in Herford
Als Absteiger steht der Herforder SV bereits fest. Für die Mannschaft, die bereits erfolgreich für die kommende Saison plant, geht es im Duell mit dem Hamburger SV einzig um einen respektablen Saisonabschluss. Gleiches wollen auch der SC 07 Bad Neuenahr und Bayer 04 Leverkusen schaffen. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld und haben weder mit den oberen noch den unteren Tabellenrängen etwas zu tun. Bad Neuenahr könnte im Falle eines Sieges bei gleichzeitiger Niederlage der Wolfsburgerinnen allerdings noch Platz 6 klettern.

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4 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Nora schrieb,
    >denkt FFC-Trainerin Sven Kahlert. <

    Hatte er eine Geschlechtsumwandlung???

    Dann sollte er/sie auch den Namen ändern, zB in Svenja!!!

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  • Ralf sagt:

    Na, Herrn Kahlert wird doch nichts Böses für Sonntag ‚Schwanen‘! 😉

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  • Nora Kruse sagt:

    Nein, davon stand in der FFC-Pressemeldung nichts, Detlef 🙂 Danke für den Hinweis, ist korrigiert!

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  • NaviDrH sagt:

    Apropos 1. FFC Frankfurt: Alexandra Krieger verlässt Hessen Ende diesen Monats (Quelle: sport1 Videotext)

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