DFB-Elf bestreitet vier WM-Testspiele

Von am 11. März 2011 – 14.15 Uhr 12 Kommentare

In vier Länderspielen wird sich die Nationalelf den Feinschliff für die Frauen-WM 2011 im eigenen Land holen. In der Vorbereitung auf das Turnier vom 26. Juni bis 17. Juli trifft die DFB-Auswahl auf Nordkorea, Italien, Norwegen und einen noch zu benennenden Gegner.

 

Den Auftakt bildet am 21. Mai in Ingolstadt die Partie gegen Nordkorea, danach geht es am 3. Juni in Osnabrück gegen Italien. Am 7. Juni trifft die DFB-Elf in Aachen auf einen noch nicht feststehenden Gegner und am 16. Juni in Mainz auf Norwegen.

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Starke Gegner
„Ich bin sehr zufrieden mit den Gegnern, die wir für diese wichtigen Tests gewinnen konnten. Wir spielen gegen starke Mannschaften, die uns absolut fordern werden. Außerdem werden uns diese Teams einen Vorgeschmack auf die WM liefern, weil sie für ganz unterschiedliche Spielphilosophien stehen“, so DFB-Trainerin Silvia Neid, die die Tests in puncto Flexibilität für wertvoll erachtet. „Das gilt ja auch für unsere WM-Gruppe, in der wir mit Kanada, Nigeria und Frankreich auf Nationen treffen, die für grundverschiedene Fußballkulturen stehen.“

Ein Testspielgegner noch offen
Die WM-Teilnehmer Nordkorea und Norwegen stehen in der FIFA-Weltrangliste auf den Positionen sechs und sieben, Italien wird derzeit auf Platz elf geführt. Der Kontrahent für das Länderspiel in Aachen ist noch offen. „Wir stehen jedoch in Gesprächen mit möglichen Kandidaten. Ich denke, wir können diesen Gegner schon bald vermelden“, erklärt Doris Fitschen, die Managerin der Frauen-Nationalmannschaft.

Kim Kulig

Mittelfeldspielerin Kim Kulig in Aktion gegen Australien © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

DFB-Spiele abseits der WM-Standorte
„Wir haben nicht nur Gegner, die für unsere Trainerin, sondern auch für unsere Fans attraktiv sind. Mit diesen Länderspielen bieten wir unserem Publikum vor der WM bereits hochklassigen Frauenfußball. Und damit sind wir ganz gezielt in Städte gegangen, die keine WM-Standorte sind. Unsere Wahl ist auf moderne Stadien mit Kapazitäten gefallen, die stimmungsvolle Kulissen versprechen“, sagt DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg.

Schöne Erinnerungen
In Osnabrück und Mainz wird in Arenen gespielt, die schon in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für die DFB-Frauen waren. Im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück gewann die Frauen-Nationalmannschaft 1989 mit der Europameisterschaft ihren ersten Titel. Am Bruchweg in Mainz absolvierte das Team von Silvia Neid 2007 ebenfalls das letzte Länderspiel vor der WM – heute wie damals heißt der Gegner Norwegen.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Tina sagt:

    Ich freue mich darüber, dass in Mainz gespielt wird, aber ich finde es schade, dass es erneut Norwegen ist. Ist zwar ein toller Gegner, aber ich hätte hier in der Nähe gerne mal eine andere Mannschaft gesehen.

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  • Chrissi sagt:

    Ich hätte mir ein Spiel gegen Brasilien erhofft. Das war bei der letzten WM eine der besten Mannsschaften, die gleichzeitig sehr viele junge talentierte Spielerinnen hatte, die wahrscheinlich ihre besten Zeiten noch vor sich haben, zum Beispiel in der kommenden WM. Es ist neben den USA und Deutschland meiner Meinung nach der Topfavorit für den Titel, aber Deutschland spielt immer nur gegen die USA (und verliert ;-/).

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  • Steffen sagt:

    @ Chrissi

    Wenn’s nicht läuft, läuft es nicht. Du findest in jeder sagen wir mal der letzten 5 Partien gegen die US einen Grund für die Niederlage, mal war von Potsdam (Champions League) keiner dabei, mal war Bartusiak in der Verteidigung… Die Amis haben es doch viel leichter als wir. Wir haben eine richtige Liga mit Abstieg und allem was dazu gehört. Bei denen ist das doch nicht so. Die wissen von Anfang an, dass Sie nicht absteigen können, also kann man doch viel besser planen, im Gegensatz zu uns, wenn Essen z.B. abgestiegen wäre, hätte sich Ihre Torhüterin umschauen müssen. Umzug, Studium oder Ausbildung, dass geht auch nicht immer so leicht, bei den Amis ist das viel leichter. Und wenn eine mal ein Jahr lang ausfällt, dann fällt sie eben mal ein Jahr aus. Bei uns bist du dann schon fast weg vom Fenster. Oder jetzt ihre halb zusammengebrochene „möchtegern besten Liga aller Welten“, die haben dieses Jahr noch gar nichts gemacht bzw. gearbeiet. Nur Training und sich erholen, und dann ist wieder Nationalmannschaft, wo sie sich austoben können, und gegen ausgelaugte Vereinsspielerinnen gewinnen und dann sich wieder auf die Schultern klopfen, dass sie Siegertypen sind. So ein Käse. Die sollen mal in eine andere Liga wechseln und mal was leisten. Hat man doch gesehen, als die WUSA endgültig zusammengebrochen ist, ist kaum eine US-Amerikanerin nach Schweden oder so gewechselt (und heute schon gleich gar nicht). Die sind lieber in ihre Colleges bzw. zur Nationalmannschaft gegangen und haben die Jahre auch irgendwie rumgebracht. Die wollten sich das nicht antun und jetzt haben sie genauso wieder einen Lenz!

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  • laasee sagt:

    I do not understand the logic of playing games against teams that will be at WM.
    Italy is okay but Norway and North Korea does not make sense.

    Also, the CL Final is on 26 May and FCR/Pots players will not be able to play in the North Korea game.

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  • Ulf sagt:

    Schön, daß man ein Freundschaftsspiel mal wieder gegen die Demokratie Nordkorea austrägt. Um politisch korrekt zu bleiben sollte man dann auch noch gegen den Iran und Weißrussland antreten.

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  • Mini sagt:

    um mal gleichheit zu schaffen..sollte man dem dfb vielleicht mitteilen dass der Osten Deutschlands auch frei bereisbar ist.

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  • Tom sagt:

    @mini
    bin ich ganz Deiner Meinung. Aber vieleicht waren die 20000 zuschauer in Dresden(15.09.10) dem DFB zuviel…:-)
    würde auch mal wieder zu einem Spiel gehen aber die Entfernung spielt da halt ne große Rolle.

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  • Frieda sagt:

    Ich verstehe es auch nicht, warum der Westen und Süden so bevorzugt wird. Weder im echten Norden, noch im Osten Spiele auszutragen finde ich eine Frechheit.
    Bremen engagiert sich sehr für den Frauenfußball, Leipzig spielt wohl bald in der 1. Liga, und das in Dresden Interesse besteht, muss ich ja nicht erklären.
    Gerade der Ostfußball wird immer wieder schlecht geredet. Aber gibt man ihm eine Chance? Nö, Aachen und Mainz haben es mehr verdient. Weil die Region ja nicht schon bei der WM Vergabe bevorzugt wurde…
    Osnabrück gegen Italien find ich auf jeden Fall ne super Idee!

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  • spoonman sagt:

    Wer mag denn wohl der vierte Gegner werden? China wäre natürlich ein Kracher. Weiß jemand, ob die sowieso vorhaben, vor der WM nach Europa zu reisen?

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  • Frieda sagt:

    Warum sollte China vor oder zur WM kommen?

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  • Ulf sagt:

    Das Spiel in Aachen ist gegen die Niederlande.

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