Nigeria zur WM-Vorbereitung nach Deutschland

Von am 10. März 2011 – 10.22 Uhr 11 Kommentare

Nigeria, Gruppengegner der deutschen Nationalelf bei der Frauen-WM 2011, wird die Endphase seiner WM-Vorbereitung im Gastgeberland Deutschland durchführen.

Zu diesem Zweck wird das Team ein vierwöchiges Trainingslager in Nürnberg aufschlagen. „Wir scheuen keine Kosten. Wir wollen den Titel holen, deswegen müssen wir den Spielerinnen das Beste bieten“, so Chris Green, Vorsitzender des technischen Komitees im nigerianischen Fußballverband (NFF).

Trainerin Uche angesäuert
Nigerias Trainerin Eucharia Uche ist von der Standortwahl wenig begeistert. Sie hätte ihr Quartier lieber in England aufgeschlagen und beklagt sich, nicht in den Entscheidungsfindungsprozess einbezogen gewesen zu sein. „Ich höre das zum ersten Mal, niemand hat mit mir darüber geredet.“

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Perpetua Nkwocha

Nigerias Kapitänin Perpetua Nkwocha im Duell mit Ariane Hingst © Frank Scheuring / girlsplay.de

Angst vor deutschen Spionen
Warum sie das Trainingslager nicht so gerne in Deutschland aufschlägt, dafür hat sie eine eigenwillige Begründung. „Damit legen wir unserem Gruppengegner Deutschland unsere Pläne offen. Als wir in Südafrika die Afrika-Meisterschaft gespielt haben, haben sie zu allen unseren Spielen und Trainings Spione und Scouts geschickt.“

WM-Start gegen Frankreich
Und sie meint weiter: „Da kann man sich vorstellen, was passiert, wenn wir unser Trainingslager in ihrem Vorgarten aufschlagen.“ Bei der WM in Deutschland spielen Nigeria, Deutschland, Kanada und Frankreich in Gruppe A gegeneinander. Nigeria trifft am 26. Juni in seinem ersten WM-Spiel auf Frankreich.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Steffen sagt:

    Nigeria wird so oder so geputzt! In Afrika sind sie vielleicht das Maß aller Dinge, aber hier bei der Weltmeisterschaft sind sie nicht mal Durchschnitt!

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  • Detlef sagt:

    @Steffen,
    Abwarten, und keine vorschnellen Schlüsse ziehen!!!
    Sie haben sehr gute Spielerinnen, und der Sommer in Deutschland dürfte für sie wesentlich optimaler sein, als dieses Schmuddelwetter beim letzten Aufeinandertreffen!!!

    Aus Deinem Kommentar lese ich diese arrogante Art heraus, wie ich sie früher oft bei TV-Kommentatoren im Männerbereich gehört habe!!!

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  • Steffen sagt:

    Durch meine „arrogante Art“ wollte ich nur deutlich machen, dass sie keiner dazu zwingt, sich hier in Deutschland auf die WM vorzubereiten, um dann hinterher uns den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, dass wir spionieren.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Steffen sagt:

    Und nochwas Detlef! Diese „arrogante Art“ gibt es immer noch im Männerfussball und bei einigen Turbine-Fans ist sie auch verbreitet!

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  • Steffen sagt:

    Na toll, ich hatte noch einen Kommentar davor geschrieben, der wird aber nicht angezeigt, muss aber im Zusammenhang gelesen werden!

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  • Detlef sagt:

    @Steffen,
    ich weiß, leider!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Steffen
    > Diese “arrogante Art” gibt es immer noch im Männerfussball und bei einigen Turbine-Fans ist sie auch verbreitet!

    Ohne das ich mich jetzt unmittelbar betroffen/angeprochen fühle, wird diese, Dein Arroganz noch von einer ziemlichen Portion fehlendem Realitätssinn übertroffen!
    Zeigt mir das dann mit Recht als FF-Schlaraffenland bezeichnete Fleckchen Erde, wo nur eitel Sonnenschein herrscht, keine extrovertierten Fans vereinzelt über die Stränge schlagen.
    Wo Licht ist, ist auch Schatten!
    Ergo, das was Du einigen TP-Fans nachsagst, gibt es genauso oder ähnlich beim FFC, beim FCR, beim FCB etc. – nur, im eigenen Stall nimmt man eher den Dachshaarpinsel anstelle der Mistgabel.

    Das Markus offensichtlich Veränderungen an Deinen Beitragsinhalten vorgenommen hat, kann ich nur allzugut nachvollziehen – auch der stehengebliebene Rest hätte es verdient gehabt, gelöscht zu werden!
    Ganz deutlich spreche ich mich gegen Deine Feststellung aus:
    > …dass sie keiner dazu zwingt, sich hier in Deutschland auf die WM vorzubereiten,
    > um dann hinterher uns den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, dass wir spionieren.
    > Dann sollen sie doch in Afrika bleiben oder wo auch immer!

    Dieses Niveau hätte es verdient gehabt, in Deiner Tastatur stecken zu bleiben!

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  • Steffen sagt:

    Ehrlich gesagt war dass, was der Markus oder wer auch immer gelöscht hat, nichts anderes als das, was schon dort steht, d.h. der Zusammenhang ist gegeben bzw. der Gedanke, den ich hatte. Und ich weiss auch gar nicht mehr, welcher Satz oder zwei da nun nicht dort stehen.

    So, bevor ich weiter schreibe, schicke ich dass erstmal ab, mal schauen, ob ich noch schreiben „darf“, ja Herr Lehrer?

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  • Steffen sagt:

    Es funktioniert.

    Noch was zu Nigeria. Mir hat Ihr Auftreten letztes Jahr nicht gefallen und dass wollte ich hier noch mal allen in Erinnerung rufen. Wer es weiss, ist gut, wer es nicht weiss, den hat es schon letztes Jahr nicht interessiert. Ende.

    Also das sich „Footballista“ angesprochen fühlt, ist mir klar, bzw. jeden hier, wer hier in den letzten 1 – 2 Jahren diesen Blog liest. Dann müsstest du, ich sage jetzt einfach mal du, nach allem, was wir durchgemacht haben :-), jede Woche deine Tastatur wechseln müssen! Ich „freue“ mich jetzt schon, deine Kommentare zu lesen, wenn Potsdam Meister geworden ist, wenn du wieder von oben herab schaust! Mehr braucht man nicht und darf man nicht darüber sagen, weil es dafür nicht wichtig genug ist.

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  • Ralf sagt:

    @Steffen

    Nimm’s halt locker! 🙂

    http://j.mp/hutOtB

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  • KarlMai sagt:

    Nuja… Wenn die deutschen Spione wirklich bis Südafrika vorgedrungen sind, dann wäre der Weg nach England ja wohl auch keine Abschreckung gewesen für sie ^^ Insofern sehe ich die Logik dieser Begründung nicht ganz… *lol*

    Ich kann aber verstehen, warum die Trainerin es inakzeptabel findet, wenn sie offenbar bei so wichtigen Entscheidungen nicht oder ungenügend eingebunden ist. Tippe mal, das ist es, was ihr eigentlich aufstößt, was sie aber nicht so als primäres (Macht-)Problem in den Vordergrund stellen will/darf. Da schiebt sie dann vor, die Entscheidung sei inhaltlich angreifbar, obwohl es ihr vielleicht darum gar nicht geht.

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