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Jena zittert sich zum „Dreier“

Von am 27. Februar 2011 – 22.17 Uhr

Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt unternommen. Doch der Sieg beim Herforder SV war für die Thüringerinnen eine echte Zitterpartie.

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Mit 4:3 entschieden die Thüringerinnen den Abstiegskrimi letztlich für sich – Spielerin des Tages war Genoveva Anonma. Die Nationalspielerin aus Äquatorialguinea erzielte allein drei Treffer. Doch die Herforderinnen kamen immer wieder zurück ins Spiel.

Vier Tore in der ersten Halbzeit
Schon in der vierten Minute kam Jena zur ersten Chance: Sylvia Arnold köpfte den Ball an die Latte, den Nachschuss setzte Susann Utes per Fallrückzieher am Tor vorbei. Doch in der zehnten Minute machte es Anonma besser und traf zur USV-Führung. Diese konnte Utes sogar per Schuss aus 25 Metern sogar noch auf 0:2 ausbauen. Danach ging es Schlag auf Schlag.

Zunächst kam Herford zum Anschlusstreffer (22.), als Anna Laue eine Unachtsamkeit der Jenaer Hintermannschaft ausnutzte und auf 1:2 verkürzte. Der USV fand jedoch die richtige Antwort; Anonma lief einen Rückpass der HSV-Abwehr ab, tanzte Torhüterin Tessa Rinkes aus und verwandelte eiskalt zum 1:3.

Lena Wermelt, Genoveva Anonma

Freud' und Leid dicht bei einander: Lena Wermelt (l.) verschoss einen Elfer, Genoveva Anonma traf dreifach. © Lothar Weisner

Wermelt verschießt Elfmeter
Nach dem Seitenwechsel hatte Jena zunächst Schwierigkeiten, den Spielrhythmus wiederzufinden. Herford machte deutlich mehr Druck, was sich in der 55. Minute bezahlt machte. Die Ostwestfälinnen bekamen nach einem Foulspiel von Lisa Seiler einen Strafstoß zugesprochen – Lena Wermelt versagten jedoch die Nerven, die Abwehrspielerin setzte den Ball über das Tor.

Herford zeigt Moral
Statt zum 2:3 aufzuschließen, erhöhte Jena durch Anonma (66.) gar auf 1:4. Scheinbar im Glauben eines sicheren Sieges wurde der USV nur kurz darauf (67.) von Marie Pollmanns 2:4 überrascht, Heleen Jacques traf vier Minuten später gar zum 3:4. Nun war Feuer in der Partie: Herford witterte seine Chancen, Jena wollte die drei Punkte unbedingt verteidigen. In der 85. Minute hätte Sabrina Schmutzler fast für die endgültige Entscheidung gesorgt, doch der Schuss der Jenaerin landete am Pfosten. So blieb es beim 3:4, womit der HSV endgültig abgestiegen ist, der USV dagegen die Abstiegsränge verlässt.

Vorteil Jena
Durch den Sieg in Herford hat Jena nun einen Punkt Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken. Beide Mannschaften haben ein schweres Schlussprogramm zu absolvieren. Saarbrücken spielt noch gegen Bad Neuenahr und Duisburg, Jena muss gegen Wolfsburg und Duisburg antreten. Die Möglichkeit, dass weder der USV noch Saarbrücken weitere Punkte holen, erscheint nicht unrealistisch, und so könnten die drei Punkte aus Herford eine Vorentscheidung im Abstiegskampf bedeuten. Ausruhen wird sich Jena darauf wohl aber nicht.

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