Frankfurt steht im Pokalfinale

Von am 27. Februar 2011 – 15.34 Uhr 1 Kommentar

Der 1. FFC Frankfurt hat zum elften Mal das DFB-Pokalfinale erreicht. Die Frankfurterinnen setzten sich mit 3:1 gegen den SC 07 Bad Neuenahr durch. Dabei standen sie die letzte halbe Stunde allerdings nur noch zu zehnt auf dem Feld.

“Frankfurt hat uns heute gezeigt, wie man effektiv Torchancen ausnutzt”, haderte Bad Neuenahrs Trainer Thomas Obliers mit dem Spiel, bei dem seine Mannschaft bereits früh in Rückstand geriet.

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Pohlers erzielt Führungstreffer
Bereits in der siebten Minute brachte Conny Pohlers den FFC per Kopf mit 1:0 in Führung, auf 2:0 erhöhte Sandra Smisek in der 14. Minute – auch sie traf per Kopf. „Nach dem 2:0 haben wir umgestellt und wollten aggressiver werden“, so Obliers. Tatsächlich verfiel der SC nach dem schnellen Rückstand nicht in Schockstarre, sondern konnte das Spiel verstärkt in die Frankfurter Hälfte verlagern. Ein Anschlusstreffer vor der Pause schien möglich, doch die Chancenauswertung der Kurstädterinnen ließ zu wünschen übrig.

Frankfurt fehlt die Ruhe
Man habe Glück gehabt, dass Bad Neuenahr eine solch junge Mannschaft sei und in den entscheidenden Situationen weniger abgeklärt, gestand FFC-Trainer Sven Kahlert ein, durch die mangelnde Chancenverwertung der Gäste viel Glück gehabt zu haben. Dass seine Mannschaft nach der 2:0-Führung abbaute, ärgerte Kahlert. „Ein 2:0 ist eine sichere Führung, da wir in den letzten Spielen kein Gegentor bekommen haben. Dennoch habe ich nicht verstanden, warum die Mannschaft nachgelassen hat. Wir haben keine Ruhe ins Spiel bekommen.“

Kerstin Garefrekes, Bianca Rech

Kerstin Garefrekes (l.) und Bianca Rech standen sich in einer umkämpften Partie gegenüber. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bad Neuenahr drängt auf Anschlusstreffer
Nach dem Seitenwechsel „haben wir noch mal Druck gemacht“, sagt Obliers, dessen Team aggressiver aus der Halbzeitpause kam. „Doch dann hat Frankfurt die erste Torchance, und es steht 3:0“, haderte er mit der Frankfurter Abgeklärtheit vor dem Tor, die seiner eigenen Elf fehlte. Kerstin Garefrekes traf in der 58. Minute für den FFC.

Bartusiak muss vom Feld
Dennoch kamen die Gäste zum Anschlusstreffer. Nach einer Notbremse an Nicole Rolser (62.) zeigte FIFA-Schiedsrichterin Riem Hussein Saskia Bartusiak die Rote Karte – den fälligen Strafstoß verwandelte Lena Goeßling zum 3:1.

FFC kommt wieder besser ins Spiel
Die Frankfurterinnen kamen in der Folgezeit trotz Unterzahl wieder besser ins Spiel. „Bad Neuenahr hat es uns heute schwerer gemacht als erwartet“, so Kahlert. Denn der SC kam auch weiter zu Möglichkeiten – blieb sich jedoch bei der schlechten Ausnutzung dieser treu. Dennoch boten die Gäste eine tolle kämpferische Leistung. Das bewog auch deren Trainer zu einem „Riesenkompliment an die Mannschaft. Sie hat nie aufgegeben und bis zum Ende gefightet.“

Im Finale gegen Potsdam
Ein weiterer Treffer sollte am Brentanobad allerdings nicht mehr fallen, und so war der elfte Finaleinzug des 1. FFC Frankfurt besiegelt. Gegner im Endspiel am 26. März in Köln wird der 1. FFC Turbine Potsdam sein, der sich beim FC Bayern München mit 4:2 durchsetzte. Aufgrund ihrer Roten Karte wird Nationalspielerin Bartusiak dann gesperrt sein.

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