Abstiegskrimi in Herford

Von am 26. Februar 2011 – 18.14 Uhr 18 Kommentare

Während sich in Frankfurt und München am Sonntag entscheidet, wer ins DFB-Pokalfinale einzieht, geht es im Tabellenkeller der Frauenfußball-Bundesliga noch einmal um alles. In einer Nachholbegegnung des 18. Spieltags empfängt der Herforder SV den FF USV Jena. Und aus der Ferne zittert man in Saarbrücken mit.

Zwei Punkte liegen momentan zwischen dem 1. FC Saarbrücken auf dem zehnten und dem FF USV Jena auf dem elften Platz. Der USV hat ein Spiel weniger absolviert – mit einem Sieg in der Werrestadt würde er zumindest vorerst die Abstiegsränge verlassen.

Herford will zweiten Heimsieg
„Auch wenn der Klassenerhalt realistisch gesehen für uns nicht mehr machbar ist, so sind wir es vor allem unseren Zuschauern, aber auch den anderen Mannschaften, schuldig, uns angemessen aus der Liga zu verabschieden“, sagt Herfords Trainer Jürgen Prüfer, der mit seinem Team erst einen Saisonsieg feiern konnte.

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Tessa Rinkes

Tessa Rinkes spielt gegen ihren Ex-Club. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Rinkes rückt ins HSV-Tor
In der Herforder Mannschaft gibt es dabei absprachegemäß einen  Wechsel auf der Torwartposition: Gegen ihren alten Verein aus Jena rückt Tessa Rinkes in den HSV-Kasten. Ob Claudia Bujna nach ihrer Knieverletzung wieder im Kader stehen kann, ließ Prüfer noch offen. Definitiv nicht dabei sein kann verletzungsbedingt Laura Feiersinger.

Jena will gute Moral bestätigen
Der USV hat in den vergangenen Wochen gute Spiele gezeigt und gegen den 1. FFC Turbine Potsdam sowie den SC 07 Bad Neuenahr nur knapp verloren. Für diese Leistung möchten sich die Thüringerinnen nun endlich mit drei Punkten, wie im Hinspiel, belohnen. Verletzungsbedingt fehlen werden Marlyse Ngo Ndoumbouk und Kathleen Radtke.

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Schweres Schlussprogramm
Alle Saarbrücker Sympathien dürften wohl dem Herforder SV gehören. Denn sollte Jena die Saarländerinnen tatsächlich mit einem Erfolg in Ostwestfalen vom zehnten Tabellenrang verdrängen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der USV diesen auch bis zum Ende halten kann. Sowohl Saarbrücken (gegen Duisburg und Bad Neuenahr) als auch Jena (gegen Duisburg und Wolfsburg) haben ein schweres Schlussprogramm zu absolvieren, bei dem es nicht unwahrscheinlich erscheint, dass keines der beiden Teams weitere Punkte holen kann.

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18 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die Saarbrücker Sympathien hier ausschließlich der Heimmannschaft gelten. Ein Unentschieden wäre vermutlich besser. Dann stünde mit Herford schon mal ein Absteiger fest und Jena wäre immer noch einen Punkt hinter dem FCS. Ein Heimsieg des HSV würde dagegen die Lage verkomplizieren, weil dann zumindest theoretisch auch der Tabellenletzte den Saarländerinnen noch gefährlich werden könnte!

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  • star sagt:

    aber herford ist doch schon abgestiegen ? ich denke und hoffe,dass jena drin bleibt. mit der qualität im kader kann man eigentlich nicht absteigen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @star: Rein rechnerisch ist Herford noch nicht abgestiegen, allerdings müsste Herford alle drei ausstehenden Spiele gewinnen, Saarbrücken dürfte nicht mehr punkten und dann käme es aufs Torverhältnis an.

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  • pinkpanther sagt:

    @Markus: Als Ergänzung zu deiner Rechnung ist auch die Frage nach dem Torverhältnis klar, denn 3* Sieg Herford = Torverhältnis +3 (Minimum), 2* Niederlage Saarbrücken = Torverhältnis -2 (Minimum). Dann hätte Herford ein Torverhältnis von -47 oder besser und Saarbrücken -48 oder schlechter und Herford hätte überraschend die Klasse gehalten, es sei denn Jena würde aus den verbleibenden Spielen gegen Duisburg und Wolfsburg noch mindestens 2 Punkte holen. Dann würde das Torverhältnis höchstwahrscheinlich für Jena sprechen, bei einem Sieg wäre Jena dann auch punktemäßig vor Herford.
    Meine persönliche Meinung: Für Saarbrücken wäre ein Herforder Sieg das Beste, denn aufgrund der verbesserten Form Jenas der letzten Wochen, traue ich denen eher noch ein Unentschieden gegen Wolfsburg zu als Herford zwei Siege gegen HSV UND Essen!
    Jedenfalls bleibt es vorerst spannend im Abstiegskampf, in 90 Minuten wissen wir mehr 😉

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  • star sagt:

    jena führt mit 1:0. so wie es sein soll. ^^

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  • pinkpanther sagt:

    @star: Das hat aber noch nicht viel zu sagen! In Neuenahr und gegen Potsdam haben sie sogar 1:0 zur Pause geführt und anschließend noch verloren …

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  • pinkpanther sagt:

    Mittlerweile 3:1 für Jena, vielleicht wird das doch noch was …

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  • star sagt:

    ja,ich weiss…und herford kann bekanntlich spiele noch drehen,die eigentlich schon längst verloren waren. aber ich bin optimistisch,dass jena es diesmal nicht vergeigt wie in bad neuenahr zum beispiel.

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  • pinkpanther sagt:

    Mittlerweile nur noch 4:3 nach 4:1 Führung! Wenn Jena das jetzt noch vergeigt, dann kann ihnen wirklich nicht mehr geholfen werden … Ich bin jetzt zwar kein Jena-Fan, aber gönnen würde ich es ihnen trotzdem, dass es noch klappt mit dem Klassenerhalt.

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  • star sagt:

    schluss ,aus,ende. jena hat endlich mal gewonnen ! ich hoffe,sie versauen es jetzt blos nicht mehr…bzw saarbrücken ;p

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  • pinkpanther sagt:

    Schlusspfiff in Herford: Glückwunsch nach Jena zum Etappenziel, Endstand Herford-Jena 3:4
    Bin mal gespannt, ob Saarbrücken in den letzten beiden Spielen noch einen Sieg (oder 2 Unentschieden?) einfährt …

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  • sitac sagt:

    Auauau!!
    Eine 1:4 Führung innerhalb von 3 Minuten auf 3:4 schrumpfen lassen!
    Vor dem Liveticker „ergebnisselive“ mit Zeitangabe fast verzwazzelt-endlose Minuten, nicht enden wollende Nachspielzeit. Ich hatte schon fast Halluzinationen mit Ergebnisänderung 4:4 und dann gleich darauf „beendet“. Hätte mich bei dem Saisonverlauf nicht gewundert.
    Was wäre Jena ohne Genoveva Anonma?? Zum Glück scheint sie nicht als Absteigerin bei der WM auflaufen zu wollen. Aber: noch ist nicht aller Tage Abend, wenn man auch dem Ende der Saison etwas hoffnungsvoller entgegensehen kann aus Jenaer Perspektive.

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  • FFFan sagt:

    Glückwunsch an den FF USV Jena zu einem ganz wichtigen Sieg! Glückwünsche zum Klassenerhalt wären aber noch verfrüht. Zwar macht Saarbrücken momentan nicht den Eindruck, noch punkten zu können, aber andererseits hat Bad Neuenahr schon bewiesen, dass sie in der Lage sind, gegen Abstiegskandidaten zu patzen, außerdem könnte dort nach dem heutigen Pokal-Aus die Luft raus sein. Jena sollte sich also lieber nicht auf andere verlassen.

    Was anderes: vor zwei Jahren hat Herford kurz vor Saisonende zuhause gegen Jena ebenfalls mit 3-4 verloren (sogar die Torfolge war exakt gleich!) und auch damals bedeutete dieses Ergebnis den Abstieg. Das nennt man wohl ein „Deja-vu“…

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  • höhnisch sagt:

    dieser sieg wird jena kein glück bringen und nehmt rinkes wieder zurück….

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  • Star sagt:

    Seit wann bringen siege glück ? Und wer soll rinkes zurücknehmen ?? Versteh ich grad nicht ganz…

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  • höhnisch sagt:

    @star ich dachte, wenn rinkes für jena spielt, sollte sie auch von jena bezahlt werden….

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  • star sagt:

    hä ? bin ich zu doof um das zu verstehen ? rinkes ist doch gewechselt…freiwillig…ich glaub du meinst das ironisch,anders kann ich mir die aussage nicht erklären.

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  • sitac sagt:

    @höhnisch: wie wär’s mit einer Entschuldigung angesichts dieser unglaublichen und haltlosen Unterstellung gegenüber Frau Rinkes?

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