Die große Bühne wartet

Von am 25. Februar 2011 – 16.07 Uhr

Vor 25 Jahren stand der SC 07 Bad Neuenahr zum letzten Mal im Halbfinale des DFB-Pokals. Ins Endspiel eingezogen ist er noch nie. Und auch in diesem Jahr wird es schwer, denn die letzte Hürde auf dem Weg nach Köln heißt 1. FFC Frankfurt. Die Statistik spricht für die Hessinnen, doch SC-Trainer Thomas Obliers interessiert dies nicht: „Jedes Spiel fängt bei Null an.“

Die bisherigen Niederlagen des SC gegen Frankfurt seien „alle Vergangenheit“, sagt Obliers. Seine Mannschaft gehe „top vorbereitet ins Spiel. Wir kennen die Stärken des FFC, aber auch unsere eigenen. Wir müssen am Sonntag 100 Prozent abrufen, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft das auch tun wird.“

Frankfurter Sturm in den Griff bekommen
Die Stärken der Frankfurterinnen sieht Obliers dabei vor allem in der „überragenden Offensive“. Ob in dieser am Sonntag auch Birgit Prinz eine Rolle spielen werde, wollte FFC-Trainer Sven Kahlert allerdings noch nicht verraten. Wichtig sei dies aber ohnehin nicht, gab sich Bad Neuenahrs Spielführerin gelassen. „Der FFC ist in der Lage, Birgit Prinz zu ersetzen – für uns macht dies keinen Unterschied“, so Lena Goeßling.

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Größter Erfolg der Vereinsgeschichte
„Wenn Frankfurt Schwächen hat, dann eher hinten. Wir müssen Mittel und Wege finden, Chancen zu erspielen. Davon wird es nicht viele geben – wir müssen sie dann auch nutzen“, sagt Obliers, der mit seiner Mannschaft vor dem größten sportlichen Erfolg der Vereinsgeschichte steht. Der FFC war indes in der Vergangenheit – mit wenigen Ausnahmen – Dauergast im Endspiel. „Es sind keine großen Weisheiten, dass wir ins Finale einziehen wollen“, sagt Nadine Angerer. „Wir haben bislang super Spiele abgeliefert, sind fit und können selbstbewusst auftreten“, so die Torhüterin, die gerade erst ihren Vertrag in Frankfurt um ein weiteres Jahr verlängert hat. Ihre bisherigen Pokalerfolge hat sie mit dem 1. FFC Turbine Potsdam gefeiert – Gegner dabei meist der 1. FFC Frankfurt.

Sven Kahlert, Nadine Angerer, Lena Goeßling und Thomas Obliers (v. l.) - sie alle wollen diesen Pokal. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Positive Erinnerungen an Bad Neuenahr
Sven Kahlert hat an die letzte Begegnung mit den Kurstädterinnen im Pokal durchaus positive Erinnerungen. Beim 4:0-Erfolg in der zweiten Hauptrunde der vergangenen Saison stand Kahlert erstmals als Cheftrainer an der Seitenlinie. Unterschätzen will er den SC allerdings nicht. „Wir erinnern uns auch an das 4:1, bei dem wir mit 0:1 zurück gelegen hatten.“ Überraschungen erwartet er am Sonntag keine. „Die Spielerinnen kennen sich lange.“

Einzige Titelchance
Für beide Teams ist der DFB-Pokal die einzig sich noch bietende Titelchance. Denn auch, wenn die Frankfurterinnen nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Potsdam haben, glaubt am Main keiner mehr so recht an einen Patzer der „Torbienen“ auf der Schlussgeraden.

„Eine traumhafte“ Plattform sei das Pokalendspiel in Köln, sagt FFC-Manager Siegfried Dietrich. Es werden  etwa 30.000 Zuschauer erwartet, darüber hinaus wird die Partie live von der ARD übertragen. „Das ist das Non-Plus-Ultra, das für Vereinsmannschaften in Deutschland möglich ist“, so Dietrich weiter.

Keine Live-Bilder vom Halbfinale
Live-Übertragungen vom Halbfinale wird es dagegen nicht geben, DFB-TV wird am Abend lediglich Zusammenfassungen beider Spiele zeigen. Die Partie in Frankfurt wird um 13 Uhr angestoßen, eine Stunde später treffen in Aschheim der FC Bayern München und der 1. FFC Turbine Potsdam aufeinander. Das Endspiel steigt am 26. März im RheinEnergie-Stadion zu Köln.

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