Deutsche wollen mehr Frauenfußball sehen

Von am 25. Februar 2011 – 11.46 Uhr 7 Kommentare

Mehr als die Hälfte der Deutschen wünscht sich über die Frauenfußball-WM 2011 hinaus eine Ausweitung der Berichterstattung in den Medien.

Eine von der Fachzeitschrift HORIZONT in Auftrag gegebene Studie des LINK-Instituts für Markt- und Sozialforschung unter 1 000 Befragten ab 14 Jahren im Januar 2011 kommt zu dem Ergebnis, dass sich 50,2 Prozent (50,8 Prozent Männer, 49,7 Prozent Frauen) wünschen, dass die Berichterstattung in den Medien dauerhaft eine größere Rolle spielen sollte.

Nachholbedarf
Nur 13,9 Prozent (11 Prozent Männer, 16,6 Prozent Frauen) sind er Meinung, dass dem Frauenfußball nur bei Großereignissen größere mediale Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Nur 21,5 Prozent (23,6 Prozent Männer, 19,6 Prozent Frauen) halten die derzeitige Darstellung in der Öffentlichkeit der Bedeutung des Frauenfußballs angemessen. Dass die Berichterstattung über den Frauenfußball zu viel sei, glauben nur 6 Prozent (7,2 Prozent Männer, 4,9 Prozent Frauen). 8,4 Prozent insgesamt (7,5 Prozent Männer, 9,3 Prozent Frauen) wollten gar keine Angaben machen.

Anzeige
DFB-Elf

Die Zuschauer wollen mehr von der DFB-Elf sehen: Fatmire Bajramaj (li.), Inka Grings (Mi.) und Simone Laudehr © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Nur jeder 25. will ins Stadion
Nicht ganz so positiv äußern sich die Befragten zum Stellenwert der Frauenfußball-WM. Doch wollen immerhin 18,7 Prozent (22,4 Prozent Männer, 15,2 Prozent Frauen) die Live-Übertragungen intensiv im Fernsehen verfolgen. Ein Spiel im Stadion live verfolgen wollen nur 4,1 Prozent (4,6 Prozent Männer, 3,6 Prozent Frauen).

Ein Drittel ist aufgeschlossen
Bei Gelegenheit ein Spiel im Fernsehen anschauen würden sich 37,3 Prozent (38 Prozent Männer, 36,6 Prozent Frauen), also ein gutes Drittel. 12,2 Prozent (11,4 Prozent Männer, 13 Prozent Frauen) geben an, sich aus Mangel an Interesse kein Spiel ansehen zu wollen.

Gar 25,5 Prozent (21,2 Prozent Männer, 29,5 Prozent Frauen) interessieren sich weder für Frauen- noch für Männerfußball und wollen deswegen kein Spiel anschauen. 2,2 Prozent (2,4 Prozent Männer, 2 Prozent Frauen) machten keine Angaben.

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Garrincha sagt:

    In meinem Bekanntenkreis habe ich vor 1,5 Jahren mal nachgefragt, wer denn mal mitgeht zum Frauenfußball (BL) bzw. wer sich mit mir mal ein Spiel life auf dfb.tv anschauen würde. Fast alle sagten, warum denn nicht…bis heute konnte ich niemanden dazu bewegen!
    Soviel zu diesen sinnlosen Umfragen…SORRY!

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich meine auch, dass 1000 Befragte nicht gerade repräsentativ sind, und die Realität in den BL-Stadien untermauert dies.

    (0)
  • SCW sagt:

    Das Einzige was mir realistisch erscheint ist das Desinteresse Spiele (der WM / BL) live zu verfolgen. Traurig! 🙁

    (0)
  • Detlef sagt:

    Nun gut, es ist ja ein Unterschied, ob ich mich Zuhause vor die Glotze setzen kann, um ein FF-Spiel anzusehen, oder ob ich mich dazu einige Kilometer hin zum Stadion bewegen muß, um dort das Spiel zu schauen!!!
    Einige Bekannte fragen mich immer nach „meinen Mädchen“, und andere berichten mir oft, daß sie dies oder jenes vom FF aufgeschnappt haben!!!
    Die U-20 WM zB, ist durchweg sehr positiv aufgenommen worden, aber es wurden vor allem die unmöglichen Anstoßzeiten kritisiert!!!

    Meine Meinung ist die, daß wenn mehr FF im „richtigen TV“ gezeigt wird, das auch gut genutzt wird!!!

    (0)
  • laasee sagt:

    „Ich meine auch, dass 1000 Befragte nicht gerade repräsentativ sind, und die Realität in den BL-Stadien untermauert dies.“

    Maybe the survey was conducted on a Sunday morning.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Maybe after the morning prayer in the Love Women Church! 😀

    (0)
  • spoonman sagt:

    Mich überrascht das Ergebnis auch, aber 1000 Befragte sind eigentlich die gängige Größe bei Umfragen. Ab dieser Grenze dürfen die Institute das Ganze als repräsentativ bezeichnen.

    (0)