Duisburg erkämpft sich drei Punkte

Von am 12. Februar 2011 – 16.10 Uhr 13 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat nach den Niederlagen in Potsdam und München zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Am 19. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga taten sich die Duisburgerinnen gegen den SC 07 Bad Neuenahr jedoch über weite Strecken sehr schwer.

Beim 2:0-Sieg nahmen auf Duisburger Seite Femke Maes, Jennifer Oster, Anne van Bonn, Stefanie Weichelt und Kozue Ando zunächst auf der Bank Platz, von Beginn an dabei dafür diesmal Turid Knaak.

Bad Neuenahr überrumpelt
Die Mannschaften standen kaum auf dem Platz, da erzielte Inka Grings (2.) nach Flanke von Simone Laudehr per Kopf auch schon das 1:0. Damit wurde die einzige echte Unaufmerksamkeit der Gäste direkt ausgenutzt, in der Folgezeit präsentierten sich die Kurstädterinnen gut. Sie unterbanden das Aufbauspiel des FCR und gingen beherzt in die Zweikämpfe.

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Nicole Rolser scheitert doppelt
Dafür fehlte dem SC im Abschluss die letzte Konsequenz. Zunächst traf Nicole Rolser nach Zuspiel von Lena Goeßling (13.) den Ball frei vor FCR-Torhüterin Christina Bellinghoven nicht richtig. Zwei Minuten stand sie erneut aussichtsreich, konnte jedoch die Flanke von der rechten Seite nicht annehmen.

Nachdem Bad Neuenahr das Aufbau- und Angriffspiel der Duisburgerinnen zunächst recht gut im Griff hatte, wurden die Duisburgerinnen in den letzten zwanzig Minuten vor der Halbzeit wieder etwas stärker. In der 33. Minute hatte Grings das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch im 1:1-Duell an SC-Schlussfrau Tina Gadziala.

Wenig Zwingendes in Halbzeit zwei
Nach dem Seitenwechsel ergaben sich auf beiden Seiten wenig Chancen. FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg reagierte und wechselte in der 54. Minute van Bonn für Marina Himmighofen ein. Van Bonn nahm von da an die Sechser-Position ein, Luisa Wensing rückte in die Viererkette. Später wurde die Offensive mit Weichelt und Ando verstärkt. Insgesamt konnten sich jedoch beide Teams kaum zwingende Torgelegenheiten erarbeiten.

Inka Grings

Inka Grings triff doppelt. ©Nora Kruse, FF-Archiv

Möglichkeiten zum Ausgleich in der Schlussviertelstunde
Als dann Popp in der 70. Minute doch einmal das gegnerische Tor traf, hatte Kunick wegen Foulspiel an Gadziala bereits vorher abgepfiffen, und in der letzten Viertelstunde hatte der SC durchaus die Möglichkeiten zum Ausgleich, doch Bellinghoven war stets zur Stelle. Zunächst behielt sie bei einem Schuss von Ramona Petzelberger (74.) die Oberhand, und in der 82. Minute rettete sie gegen die frei vor ihr stehende Nicole Rolser. „Es ärgert mich sehr“, so die junge Stürmerin nach der Partie über ihre vergebenen Möglichkeiten. Mit ihrem Team zeigte sie sich allerdings zufrieden. „Wir haben als Mannschaft gut gearbeitet und richtig Gas gegeben.“

Entscheidung durch Grings
Dass man bestraft wird, wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt, zeigte dann Routinier Grings, die in der 89. Minute nach erneutem Zuspiel von Laudehr zum 2:0-Endstand traf. Zufriedenheit war bei Voss-Tecklenburg dennoch nicht zu erkennen. „Ein Spiel mit zwei Highlights“ sei es gewesen. Mehr als die beiden Tore habe es nicht zu bieten gehabt. „Wir haben keine gute Leistung gebracht“, so das deutliche Fazit der Trainerin, die für ihr Team eine Pause herbei sehnt. „Der Mannschaft merkt man die Verunsicherung und Belastung an. Wir müssen die Woche überstehen, dann haben wir wieder Luft und Zeit, bestimmte Dinge zu verbessern.“

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13 Kommentare »

  • laasee sagt:

    2 goals and 3 points but not much else to be excited about.

    FCR need 4 miracles – will any miracles happen tomorrow in Jena and Leverkusen? Tonight I say my prayers before bed.

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  • mrx sagt:

    Bilder aus Duisburg:

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  • laasee sagt:

    With 2 goals today Inka has created another unique achievement.
    In all of the 14 seasons of the Buli – Inka is the only player who will have ended every season with a positive goals per game ratio.
    Class !!

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  • timmy sagt:

    Ich vermute mal das haben andere auch schon geschaft mit dem positiven Schnitt 😉 Du meinst sicherlich einen Schnitt über 1 Tor pro Spiel.

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  • laasee sagt:

    Inka is the only player to do so in every season.
    Example – season 2009/2010, Inka played 21 games and scored 28 goals, schnitt = 1.33 .
    This season Inka has already scored 22 goals and the maximum number of games that is possible for her is 21.
    Inka has never ended a season with a schnitt of less than 1.

    As a Samba fan I notice such matters. That is good.

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  • eisbär sagt:

    Interessante Statistik.
    Aber trotz dieser überragenden Leistung hat es leider nur für eine Meisterschaft gereicht. 🙁

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  • laasee sagt:

    @eisbar

    Yes, that is true – a sad fact.

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  • Garrincha sagt:

    Fällt euch auch die derzeitige Spielweise von Frau Popp auf? Heulsusen-Fußball (sorry)! Mir ist das unbegreiflich, wie eine Spielerin mit derartigen körperlichen Voraussetzungen so oft bei nahezu jeder Berührung auf dem Boden liegt. Zuerst dachte ich, das sind alles Fouls…? So wird sie keine Einsatzzeiten bei der WM erhalten. Ich würde dies hier nicht schreiben, wenn ich nicht wüßte, daß sie diese Spielweise nicht nötig hat (5 Euro ins Phrasenschwein – trotzdem wahr!).

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  • mrx sagt:

    Gegen Frankfurt und Potsdam hat sie sich doch je ein Veilchen abgeholt. Gegen Bad Neuenahr lag sie durch einen klaren Elfmeter auf dem Boden. Und im Gegensatz zu anderen Spielerinnen führt ihr Trikot einen eigenen Arbeitsnachweis, der fast konkurrenzlos ist…

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  • Detlef sagt:

    @Garrincha,
    Deine Kritik an Poppi kann ich so nicht nachvollziehen!!!
    Sie gibt immer 100%, und meistens noch mehr!!!

    Mit Sicherheit warst Du nicht beim Hallenturnier in Jöllenbeck!!!
    Da ist Deine „Heulsuse“ mit einer Schwedin zusammengerasselt!!!

    Beide mußten lange behandelt werden, aber Poppi spielte anschließend weiter (mit chickem Turban), und die arme Schwedin mußte ins Krankenhaus gefahren werden!!!

    Es hat wirklich ordentlich gescheppert, als die beiden mit den Köppen zusammenknallten!!!
    An MVTs Stelle, hätte ich Poppi nicht weiter spielen lassen, aber dafür hätte man die gute Alex sicher auf der Bank festbinden müssen!!!

    Also nee, mit Deiner „Heulsuse“ kommst Du bei mir nicht durch!!!

    Poppi spielt meistens sehr aggressiv, und gefährdet damit sowohl sich selber, als auch ihre Gegenspielerinnen!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Garrincha:
    Ja, auch mir ist aufgefallen, dass A.Popp seit dieser Saison ihre Spielweise geändert hat. Bei Zweikämpfen und Laufduellen sucht sie häufig nur noch den Körperkontakt, um sich dann sofort fallen zu lassen. Bei Birgit Prinz kennt man dieses Verhalten schon lange, bei Popp aber ist es neu und offenbar nicht sehr erfolgreich. Denn die Schiris merken das auch, sind entsprechend voreingenommen und pfeifen selbst dann keinen Strafstoß, wenn sie wirklich gefoult wird (siehe die Spiele gegen München und Bad Neuenahr).

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  • Garrincha sagt:

    @mrx: Ein schutziges Trikot kann auch auf häufiges „Fallenlassen“ hindeuten…

    @Detlef: Genau das meine ich ja! Sie kann auch anders!!!

    @FFFan: Kann diese Spielweise auch mit einer gewissen körperlichen Müdigkeit zu tun haben? Mach dem Motto: Wenn ich nicht mehr laufen kann, dann laß ich mich eben fallen?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > @Detlef: Genau das meine ich ja! Sie kann auch anders!!!

    Genau, das ist u.a. der Lernfaktor/Erkenntniszugewinn, das Ausloten, inwieweit man Schiri-Entscheidung beeinflussen kann etc.
    Auch Poppi hat sicher erkannt, dass es durchaus möglich ist, eigene Popularität/Spielerpersönlichkeit in Vorteile bzgl. so mancher Bewertung einer Spielsituation für sich umzuinterpretieren.

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