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Herford und Frankfurt hoffen

Von am 11. Februar 2011 – 12.12 Uhr

Die Vorzeichen in der Frauenfußball-Bundesliga haben sich vor dem 19. Spieltag ein wenig geändert. Der 1. FFC Turbine Potsdam hat die Spitzenspiele hinter sich und geht als Top-Favorit in die verbleibenden Meisterschaftspartien. Und am anderen Tabellenende fragt man sich beim Herforder SV, ob plötzlich doch noch etwas geht.

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Mit 4:2 besiegten die Herforderinnen den SC 07 Bad Neuenahr am Mittwoch. Der Abstand zum rettenden Ufer ist weiterhin groß, doch es folgen Duelle gegen die direkten Tabellennachbarn.

Zurückhaltung in Herford
„Unsere Chancen auf den Klassenerhalt können wir noch immer an den Fingern einer Hand abzählen, da brauchen wir noch keinen Taschenrechner“, so Jürgen Prüfer nach dem ersten Saisonsieg. Doch nach dem Erfolg ist der Trainer optimistisch, dass seine Mannschaft gegen die Kurstädterinnen Selbstbewusstsein gewonnen hat. „Die Mannschaft ist auch nach dem Ausgleich nicht auseinandergefallen, sondern hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, einer Mannschaft wie Neuenahr Paroli zu bieten. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben.“

Kellerduell in Saarbrücken
Die kommende Aufgabe für die Ostwestfälinnen ist das Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken. Das Hinspiel gewannen die Saarländerinnen mit 2:1, noch heute schüttelt man beim HSV wegen der eigenen Überlegenheit in diesem Spiel den Kopf. Diesmal müssen die drei Punkte her, sonst ist die letzte kleine Chance für die Herforderinnen vergeben.

Herforder SV

Die Herfoderinnen wollen auch in Saarbrücken jubeln. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Die Saarbrückerinnen gehen mit der 0:9-Niederlage aus dem Frankfurt-Spiel ins Kellerduell und stehen selbst mächtig unter Druck. Neu-Trainer Tobias Jungfleisch gibt sich dennoch optimistisch: „Die Mannschaft hat in den Trainingseinheiten hart gearbeitet, die taktischen Umstellungen gut aufgenommen und verstanden.“

USV Jena empfängt die „Torbienen“
Das andere Kellerkind, der FF USV Jena, tritt zu Hause gegen Meisterschaftsanwärter 1. FFC Turbine Potsdam an. Dabei stehen beide Mannschaften unter Druck. Während Potsdam sich auf dem Weg zur neuerlichen Titelgewinn keinen Ausrutscher beim Außenseiter leisten darf, geht es für den USV um dringend benötigte Punkte im Fernduell mit Saarbrücken und Herford im Kampf gegen den Abstieg.

Verfolger Frankfurt gastiert in Leverkusen
Dass Potsdam Federn lässt, hofft unterdessen Verfolger 1. FFC Frankfurt. Die Hessinnen sind zu Gast bei Bayer 04 Leverkusen und wollen dort ihre „begonnene Siegesserie weiter ausbauen“, so Trainer Sven Kahlert. Der FFC hat in der vergangenen Woche zunächst gegen den 1. FC Saarbrücken und dann gegen den FSV Gütersloh gewonnen. „Besonders freut mich, dass wir in beiden Partien zu Null gespielt haben, obwohl wir stets im Vorwärtsgang geblieben sind“, sagt der Trainer, dessen Team auch gegen Leverkusen der klare Favorit ist. Dennoch hat man auf Frankfurter Seite insbesondere die Jugendnationalspielerinnen von Bayer, Lisa Schmitz, Johanna Elsig, Kathrin Hendrich und U20-Weltmeisterin Marith Prießen im Blick.

Duisburg blickt nur noch auf die Champions League
Der FCR 2001 Duisburg hat in der vergangenen Woche sowohl die Chancen auf die Meisterschaft als auch auf den DFB-Pokalsieg verspielt. Was kommt nun? „Die letzten fünf Bundesligaspiele stehen unter der Überschrift: Vorbereitung auf die Champions League, auf unsere letzte Titelchance“, so FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Dem kommt dabei nicht nur sportliche Bedeutung zu. „Unsere mit internationalen Auswahlspielerinnen gespickte Mannschaft muss sich nun auf das gemeinsam gesteckte Ziel konzentrieren, mindestens einen Titel zu gewinnen; der Kader ist schließlich dementsprechend zusammengestellt – was sich natürlich auch bei den Kosten bemerkbar macht.“

Voss-Tecklenburg erwartet motivierten SC
Der erste Schritt ist dabei das Heimspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr (Samstag, 14 Uhr, live auf DFB-TV), der seinerseits eine schmerzliche Niederlage gegen den Tabellenletzten hinter sich hat. „Die Niederlage gegen Herford war sicher ein Ausrutscher, für den man sich am Samstag rehabilitieren will; außerdem wird die Qualifikation für das Pokal-Halbfinale eine zusätzliche Motivation für unseren Gegner sein.“

FC Bayern reist nach Essen
„Essen ist ein sehr unangenehm zu spielender Gegner“, sagt Thomas Wörle, Trainer des FC Bayern München. Doch nach dem DFB-Pokalerfolg gegen den FCR 2001 Duisburg schwebt sein Team auf einer Erfolgs- und Euphoriewelle. Neben dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals war es für die junge Mannschaft das dritte Heimspiel „zu Null“. In Essen hat man seinerseits vor der Bundesligabegegnung die Vertragsverlängerung mit vier Leistungsträgerinnen bekannt gegeben.

Nordduell in Wolfsburg
Die verbleibende Partie des 19. Spieltags bestreiten der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV.

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